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Leselupe.de > Horror und Psycho
Das Maisfeld
Eingestellt am 09. 03. 2004 23:32


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Michael Pliet
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

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Mary Johnstone war nerv├Âs. Ihr Mann war noch nicht vom Feld zur├╝ckgekommen, und das obwohl es schon nach 20 Uhr war. Zugegeben im Sommer war es l├Ąnger hell, da konnte man schon mal l├Ąnger drau├čen bleiben. Doch das hatte ihr Mann noch nie getan und lange w├╝rde sich der Tag nicht mehr halten. Normalerweise war er immer p├╝nktlich um 19 Uhr wieder Zuhause. ÔÇ×Rei├č dich zusammen, Mary. Es ist nur eine Stunde!ÔÇť, sprach sie zu sich selber. Aber das ungute Gef├╝hl wollte nicht weichen. M├╝hsam erhob sich Mary aus ihrem Sessel, dies war nicht so einfach, da sie sich im neunten Monat ihrer Schwangerschaft befand. So ein kleines W├╝rmchen im Bauch konnte einer angehenden Mutter schon Probleme bereiten und das noch vor der Geburt. ├ťber dem Kamin, den Fred selbst gebaut hatte, war eine kleine Ablage. Dort standen die Familienbilder. Irgendetwas zwang sie sich die Bilder genauer anzusehen. Als erstes warf sie einen Blick auf das Hochzeitsfoto. 5 Jahre war es nun her, dass sich Mary und Fred sich das Ja-Wort gegeben hatten. Am Anfang stand ihre Ehe noch unter keinem guten Stern. Man wollte Mary ausreden Fred zu heiraten. ÔÇ×Sei doch nicht dumm. Willst du dein Leben auf dem Bauernhof verplempern? Wovon wollt ihr den Leben?ÔÇť, diese Worte ihres Vaters klangen ihr noch in den Ohren. Mary heiratete Fred trotzdem und in den 5 Jahren ihrer Ehe, war es ihm gelungen viel Geld durch seine Ernte einzubringen. Ein paar gute Sommer taten ihr bestes dazu. Man konnte sagen, dass es Mary und Fred gut ging. Am Hungertuch mussten sie jedenfalls nicht nagen. Mittlerweile ├╝berlegtem sie sogar noch einen Feldhelfer einzustellen. Sie stellte das Bild wieder beiseite. Ein weiteres fiel in ihren Blickwinkel. Dieses Foto zeigte Fred, als kleinen Jungen mit seiner Familie. Er war der kleinste von den 6 Personen auf dem Foto. Es waren auch noch sein Bruder, seine dre├ş Schwestern und auch seine Mutter abgebildet. Fred liebte dieses alte Bild. Er sagte immer, es w├╝rde ihn an den Zusammenhalt seiner Familie erinnern. Warum musste Mary sich ausgerechnet dieses Bild anschauen? Was trieb sie dazu? Sorgf├Ąltig betrachtete sie das alte Foto, als ihr Blick auf dem Baum, im Hintergrund, neben der Familie h├Ąngen blieb. Mary wurde starr vor Angst, auf dem Baum malte sich das Bild ihres Mannes ab. Das konnte doch nicht sein. Er sah aus wie immer und trug auch die Kleidung mit der er heute Morgen das Haus verlassen hatte. ÔÇ×MARY!!!!ÔÇť Woher kam diese Stimme. Mary lie├č vor Schreck das Bild fallen, als sie das Blut bemerkte, welches aus dem Rahmen lief. Es landete mit einem lauten Klirren auf dem Boden. War das ein Zeichen? War etwas mit ihrem Mann? Dieses Blut hatte sie sich doch nicht eingebildet. Mary bekam es mit der Angst zu tun. Sie wagte nicht das Bild noch einmal anzufassen. Andere Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Sie hielt es nicht mehr im Haus aus. Bis zum Feld war es nicht weit. Egal ob schwanger oder nicht, sie musste zu ihrem Mann. Es war etwas passiert, so etwas sp├╝rte eine Frau einfach. Mary streifte sich ihre Jacke ├╝ber und verlie├č das Haus. Um zum Feld ihres Mannes zu gelangen, musste sie den Feldweg an der Seite des Bauernhofs etwa 10 Minuten herunter laufen. Die Zeit dr├Ąngte Da die Sonne sich immer mehr verabschiedete. Der Schleier der Nacht breitete sich aus. Das Feld w├╝rde sie nie im hellen erreichen. Mary beeilte sich so sehr, dass sie Seitenstechen bekam. Was sie tat war nicht gut f├╝r das Baby, doch sie musste zu ihrem Mann. Es war windig. Ihre blonden langen Haare flogen ihr mehrmals durchs Gesicht. Wenn es so weitergehen w├╝rde, dann kam es zu einem Unwetter. Das passende Wetter zu so einer kommenden Nacht. Konnte man schon von einer Spuknacht sprechen. Die Szene mit dem Blut aus dem Bilderrahmen und der Schrei ihres Mannes gingen ihr nicht aus dem Kopf. Von weitem schon, sah sie das Maisfeld. Was war das f├╝r ein merkw├╝rdiges Licht ├╝ber ihm? Kurz flackerte es auf und war wieder verschwunden. Es war noch nicht komplett dunkel, zum Gl├╝ck f├╝r Mary, da sie keine Taschenlampe mitgenommen hatte. Doch lange w├╝rde es nicht mehr dauern. Sie hatte das Feld erreicht. ÔÇ×Fred! Wo bis du?ÔÇť, rief sie in die Nacht. Eine Antwort bekam sie nicht, so sehr sie sich auch die Stimme ihres Mannes gew├╝nscht h├Ątte. Der Mais war gut gewachsen, so konnte sie nicht ├╝berblicken. Ob sich ihr Mann noch in dem Feld aufhielt? Eigentlich gab es nur diese M├Âglichkeit. Er war ihr nicht auf dem Weg zum Feld begegnet. Vielleicht lag er verletzt in ihm. Sie musste hinein in das Feld und setzte es auch in die Tat um. Mary lief zwischen den einzelnen Maispflanzen umher. Das Licht, welches sie erblickt hatte, vermutete sie in der Mitte des Feldes. Dort wollte sie hin. Es war schon ein be├Ąngstigendes Gef├╝hl, bei Nacht durch ein Feld zu laufen. Noch etwas machte ihre Angst. Von ├╝berall her, h├Ârte sie ein merkw├╝rdiges Fl├╝stern und Rascheln. Sie hatte das Gef├╝hl nicht alleine im Feld zu sein. Der Mais bewegte sich auch an anderen Stellen. War es Fred, der ihr Angst einjagen wollte? Nein, das konnte nicht sein. Ein paar Schritte noch dann hatte sie die Mitte des Feldes erreicht. Es war kaum zu glauben. Aber der Mais hier war nicht mehr normal. Irgendetwas hatte ihn zusammengedr├╝ckt, so dass ein relativ gro├čes Loch entstehen konnte. Noch etwas entdeckte sie, vor ihr lag ihr Mann. Er bewegte sich nicht mehr. An seinem ganzen K├Ârper hatte er kleine Bisswunden. Besonders sein Hals war sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. War er tot? Nein, er atmete und er schlug die Augen auf. Mit schwacher Stimme sprach er zu ihr. ÔÇ×Mary, wasÔÇŽ.machst du hier? Lauf weg!ÔÇť Sein Kopf kippte zu Seite. Mary erkannte den glasigen Blick in seinen Augen. Ihr Mann hatte soeben sein Leben ausgehaucht. ÔÇ×Nein, Fred, nein! Lass mich nicht allein.ÔÇť. Mary liefen die Tr├Ąnen die Wangen entlang. Ihr ganzer K├Ârper begann zu zittern. Der Schock sa├č einfach zu tief. Ein lautes Surren lie├č Mary aus ihrem Zustand aufschrecken. Ihr Mann sagte, dass sie verschwinden sollte. Das was ihn get├Âtet hatte, hielt sich hier noch auf. Es hatte sie durch das Bild hier her gelockt. Die Angst sollte sie hier hertreiben. Es blieb nur noch eine Chance und die hie├č Flucht. Sie w├╝rde zur├╝ckkommen und Hilfe mitbringen. Doch aus Marys Flucht sollte nichts mehr werden. Pl├Âtzlich war das Licht dort, welches sie mit aller Macht erfasste. Nicht am ganzen K├Ârper, sondern direkt an ihrem Bauch, so als w├╝sste es, dass Mary schwanger war. ÔÇ×Nein, nicht mein Baby!ÔÇť Es war wie ein elektrischer Schlag. Mary zuckte und f├╝hrte schnelle Bewegungen aus. Wenn man sie nun sah, konnte man meinen sie hatte einen Anfall. Das Licht hielt sie in ihren Klauen und w├╝rde sie nicht mehr loslassen. H├Ąsslich Fratzen erschienen vor ihrem Gesicht. Ein schrilles Kichern hallte aus dem Maisfeld zu ihr her├╝ber. Mary wurde schwarz vor Augen. Immer mehr wurde das Leben aus ihr herausgesaugt. Sie l├Âste sich gar auf. Die Konturen ihres K├Ârpers wurden immer durchsichtiger. S├Ąmtliche Energie verlie├č ihren K├Ârper. Als das Licht verschwand, war nichts mehr von Mary zu sehen. Zur├╝ck blieb dennoch etwas. Zum einen die Leiche von Fred Johnstone und zum anderen hatte das Licht das Baby in ihrem Bauch verschont. Es lebte noch und lag nun nackt und alleine im Maisfeld. Mary hatte einen Sohn geboren. Wieder bewegte sich das Maisfeld. Heraus trat ein Mann in einem schwarzen Anzug. Er betrachtete das kleine Kind und nahm es an sich. Lautlos verschwand der Mann wieder im Maisfeld.

In dieser Nacht ging der Bauernhof der Johnstones in Flammen auf. Die Ermittler fanden die Leiche eines Mannes. Er wurde als Fred Johnstone identifiziert. Die Ursache des Brandes war unklar. Das einzige was das Feuer ├╝berstanden hatte, war ein altes Familienfoto. In einem Wagen in der Garage neben dem Haus, fand man einen S├Ąugling. Keine konnte sich erkl├Ąren was vorgefallen war. Auch das Maisfeld der Johnstones war ├╝ber Nacht abgebrannt. S├Ąmtliche Spuren waren verwischt. Der einzige Zeuge war ein kleines Baby, doch w├╝rde es sich je erinnern k├Ânnen was in dieser mysteri├Âsen Nacht geschehen war?

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