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Leselupe.de > Kindergeschichten
Das Miesmuffelchen
Eingestellt am 25. 06. 2002 16:25


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Eilan
Festzeitungsschreiber
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Jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr, war das Miesmuffelchen übelgelaunt. So auch an diesen Tag. Es sass in seiner Höhle und schimpfte vor sich hin. Es schimpfte über das schöne Wetter, über die unerträgliche Hitze und über die ganze Welt.
Manchmal warf es wütend Steinchen an die Wände der Höhle. Wenn mal jemand vorbeikam um es dazu zu überreden nach draussen spielen zu kommen, frotzelte es rum und wies das Angebot grummelnd ab.
Es hatte Mitleid mit sich selbst, weil niemand es wirklich gern hatte und niemand sein Freund war. So versank es nebst dem Miesmuffeln auch im Selbstmitleid.

An einem schwülen Sommertag kam wieder jemand zur Höhle des Miesmuffelchens und fragte ob es auch im Tümpel baden käme. Das Miesmuffelchen grummelte wieder und wollte nicht mitgehen. Da kam die Besucherin kurzerhand in die Höhle hinein und hockte sich neben das Miesmuffelchen und schmollte und grummelte, und motze herum.
„Wieso muffelst du denn so herum?!“ wollte das Miesmuffelchen wissen, „Du hast doch gar keinen Grund dazu!“ Das kleine Mädchen sah es trotzig an und meinte: „Na sicher habe ich einen Grund! Du willst ja nicht mit mir Baden gehen… und wenn du nicht mitkommst, dann macht es mir auch keinen Spass!“ Da wurde das Miesmuffelchen nachdenklich. Und es fragte sich, ob es ausser ihm wirklich noch jemanden gab, der das Recht hatte miesmuffelig zu sein.
Das Mädchen begann mit kleinen Kieselsteinen nach den Wänden zu werfen und vor sich hin zu schimpfen. Da wurde es dem Miesmuffelchen zu viel des Guten. Dies hier waren schliesslich seine Höhle, seine Steine und seine üble Laune.
„Na gut, ich komme mit, wenn du dafür nie mehr in meine Höhle kommst, nie mehr mit meinen Steinen wirfst und nie mehr meine üble Laune stiehlst!“ frotzelte es und gab sich geschlagen. Den ganzen Weg über motzend, folgte es dem Mädchen zum Tümpel.
Es hielt den grossen Zeh ins Wasser und zog in sogleich wieder heraus. „Das Wasser ist viel zu kalt! Ich gehe darin nicht schwimmen!“ frotzelte es. „Ach… dann gehe ich wieder in deine Höhle zurück, stiehl deine üble Laune, wirf mit deinen Steinen und schimpfe vor mich hin.“ behauptete das Mädchen da und tat, als wollte es wirklich wieder in die Höhle zurück.
„Nein, nein! Ich komme ja baden…“ Sauer watete das Miesmuffelchen in den Tümpel hinein. Mit einem grossen Bauchklatscher folgte ihm das Mädchen und spritze es nass. Klitschnass, die Haare wie ein Vorhang vor dem Gesicht hängend, schaute das Miesmuffelchen das Mädchen wütend an. Doch dann sah es sein eigenes Spiegelbild auf der Oberfläche des Tümpels und es musste zum ersten Mal in seinem Leben lachen.
Und es lachte so laut und herzlich wie noch nie jemand gelacht hatte.


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La Luna
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Hallo Eilan,

deine Geschichte vom Miesmuffelchen finde ich ganz zauberhaft.
Ich könnte mir denken, dass gerade Kinder im Alter von ca. 4-8 Jahren einen Heidenspaß daran hätten.
Hast du diese Geschichte schon vorgelesen?
Hm…ich hoffe, du reißt mir jetzt nicht den Kopf ab, denn ich pfuschte so’n bisschen an deiner Geschichte herum. Anfangs wollte ich nur auf die Grammatik eingehen, doch je weiter ich las, desto mehr hatte ich diese Zielgruppe vor Augen und so fing ich an Worte einzubauen, die Kinder in diesem Alter lustig finden. Einige Sätze stellte ich etwas um oder ergänzte sie, um sie verständlicher zu machen, oder in der kindlichen Phantasie Bilder entstehen zu lassen. Und als ich fertig war, dachte ich: „Oje…was wird nur die Autorin dazu sagen?“ Dennoch möchte ich dir meine Version nicht vorenthalten. Vielleicht pickst du dir ja doch das ein oder andere heraus.


Liebe Grüße
Julia



Jeden Tag, jede Woche und jedes Jahr war das Miesmuffelchen übelgelaunt. So auch an diesem Tag. Es saß in seiner Höhle und schimpfte vor sich hin. Es schimpfte über das schöne Wetter, über die unerträgliche Hitze und über die ganze Welt.
Manchmal warf es wütend Steinchen an die Wände der Höhle. Wenn mal jemand vorbeikam um es dazu zu überreden nach draußen spielen zu kommen, frotzelte es herum und wies das Angebot grummelnd ab.
Es hatte Mitleid mit sich selbst, weil niemand es wirklich gern hatte und niemand sein Freund war. So versank es nebst dem Miesmuffeln auch im Selbstmitleid.

An einem heißen Sommertag kam ein kleines Mädchen zur Höhle des Miesmuffelchens und fragte, ob es mitkäme zum Tümpel um darin zu baden. Das Miesmuffelchen grummelte wieder und wollte nicht mitgehen. Da hockte sich das Mädchen neben ihm und schmollte und grummelte und motzte genauso herum, wie es das Muffelchen immer tat.
„Wieso muffelst du denn so herum?!“ wollte das Miesmuffelchen erstaunt wissen. „Du hast doch gar keinen Grund dazu!“
Das kleine Mädchen sah es trotzig an und meinte: „Na sicher habe ich einen Grund! Du willst ja nicht mit mir baden gehen… und wenn du nicht mitkommst, dann macht es mir auch keinen Spaß!“
Da wurde das Miesmuffelchen nachdenklich. Es fragte sich, ob es außer ihm wirklich noch jemanden gab, der das Recht hatte miesmuffelig zu sein.
Das Mädchen begann vor Wut kleine Kieselsteine an die Wände zu werfen und vor sich hin zu schimpfen. Da wurde es dem Miesmuffelchen zu viel des Guten. Dies hier waren schließlich seine Höhle, seine Steine und seine üble Laune.
„Na gut, ich komme mit, wenn du dafür nie mehr in meine Höhle kommst, nie mehr mit meinen Steinen wirfst und nie mehr meine üble Laune stiehlst!“ frotzelte es und tippelte ungeduldig mit seinem kleinen Füßchen auf den Höhlenboden. Den ganzen Weg über motzend, folgte es schließlich dem Mädchen zum Tümpel.
Als sie dort ankamen, hielt der kleine Griesgram den großen Zeh ins Wasser und zog in sogleich wieder heraus.
„Das Wasser ist viel zu kalt! Ich gehe darin nicht schwimmen!“ schimpfte es.
„Ach… dann gehe ich wieder in deine Höhle zurück, stehle deine üble Laune, werfe mit deinen Steinen und grummele vor mich hin“, drohte das Mädchen und tat so, als wolle es wirklich wieder in die Höhle zurückgehen.
„Nein, nein“, erwiderte das Muffelchen aufgeregt, „ich komme ja baden.“
Und so watete es mit saurer Miene in den Tümpel hinein.
Mit einem großen Bauchklatscher folgte ihm das Mädchen und spritzte es nass. Die tropfenden Haare wie ein Vorhang vor dem Gesicht hängend, schaute das Miesmuffelchen das Mädchen wütend an. Doch dann entdeckte es sein eigenes Spiegelbild auf der Oberfläche des Tümpels und als es sah, wie lustig das ausschaute, wie es so pitschepatschenass dastand, musste es zum ersten Mal in seinem Leben lachen.
Und es lachte so laut und herzlich wie noch nie jemand gelacht hatte.


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Eilan
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Halb so wild...;0)

Hi Julia

Ich bin nicht erbost über dein aufwühlen meiner
Geschichte...;0) Ich habe deine ausgearbeitete Version
gelesen und finde sie so um einiges besser.
Zu deiner Frage hin; Nein, ich habe diese Geschichte noch niemandem vorgelesen. Ich lese meine Geschichten nicht vor.
Ich schreibe sie nur. Um sie jemandem vorzulesen fehlt mir eine kleine Schwester im zutreffenden Alter.
Ich werde mir deine Version noch mal ansehen, obwohl ich mir jetzt schon ziemlich sicher bin, dass ich sie dabei lassen werde, da sie so wirklich besser ist.
Ich finde es schön mal etwas Hilfe von Kollegen zu bekommen, die schon mehr Erfahrung haben als ich.

Lg
Eilan

P.s.: Solange der Inhalt der Geschichte, der selbe bleibt, sehe ich keinen Grund mich über ausbesserungen aufzuregen...*zwinker*
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La Luna
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Das nenne ich kooperativ.
Schreib nur so weiter, dann sehen wir uns sicherlich bald wieder.

LG
Julia

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Märchentante
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Mießmuffelchen

Hallo Eilan,
Deine Geschichte finde ich ganz entzückend.
Ein lieber Gruß
Märchentante

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Eilan
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Auch dir danke!

Hallo Märchentante...

Ich freue mich immer wieder, wenn meine Geschichte jemanden zu entzücken vermag. :0)
Es gibt mir wieder neuen Elan, um weitere Geschichten in meinem Kopf zu produzieren...;0)

Hoffe das ich es auch weiterhin zu stande bringe, dich mit meinen Geschichten zu entzücken...*zinker*
Werde mir Mühe geben! *Zahnpastalächeln-versucht-jedoch-total-daneben-geht-sich-deshalb-unter-dem-Schreibtisch-verkriecht* *natürlich-nicht-ohne-vorher-noch-Papier-und-Schreibzeug-vom-Schreibtisch-zu-klauben*

Lg
Eilan
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