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Leselupe.de > Fantasy und Märchen
Der Ring
Eingestellt am 10. 04. 2019 11:48


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ThomasQu
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Der Ring

Till litt unter der Weißfleckenkrankheit, eine Pigmentverfärbung der Haut, von der seine ganze rechte Gesichtshälfte befallen war. Er hasste es, wenn die Menschen immer auf diese hellen Hautstellen starrten. Ein Vollbart war keine Option, denn sein Bartwuchs war so jämmerlich, dass der sein Aussehen fast noch verschlimmerte.
Daher liebte Till den Winter. Da konnte er, ohne aufzufallen, seinen breiten Schal ĂĽber das Gesicht ziehen, dass nur noch die Augen und ein Teil der Nase hervorschauten. Dann fĂĽhlte er sich wie ein normaler, vollwertiger Mensch und konnte die Stadt durchwandern. Den ganzen Tag zuhause? Da wĂĽrde ihm die Decke auf den Kopf fallen.
Eines Tages bemerkte er, dass ganz in seiner Nähe ein ortsansässiger Großbäcker eine neue Filiale eröffnet hatte. Kurzentschlossen zog er sich den Schal noch mal hoch, drückte die Türe auf und betrat den Laden.
„Guten Tag, was kann ich Ihnen Gutes tun?“ Die Verkäuferin lächelte ihn an. Am Revers ihrer Schürze trug sie ein Namensschild, auf dem “Nelly“ stand.
Sie hatte kurze braune Haare, war ein wenig mollig und seitlich auf ihrem Hals befand sich ein kleines Tattoo, ein Reptil, das aussah, als wĂĽrde es ihr aus dem Kragen krabbeln.
Doch ihre Freundlichkeit, ihre Augen und ihre Stimme verströmten eine Wärme, die ganz tief in Till eindrang. So etwas hatte er noch nie gefühlt bei einem Mädchen.
„Bi… bitte ein Pfund Brot und vier Brötchen. Möglichst vom Vortag, bitte!“
Sie holte eine große Papiertüte hervor und packte die gewünschten Sachen ein. „Ich gebe Ihnen noch ein wenig Gebäck dazu, da ist gestern so viel übriggeblieben.“ Mit ihrer Greifzange füllte sie ein Stückchen nach dem anderen in die Tüte. „So, bitteschön, zwei Euro fünfzig zusammen.“ Sie lachte dabei und ihre Augen zwinkerten.
Umständlich suchte Till in seiner Geldbörse nach Münzen. Dabei konnte er kaum den Blick von ihr wenden. Erst, als sich die Ladentür öffnete und ein neuer Kunde hereinkam, fand er zurück zu sich selbst, bedankte sich und trat hinaus auf die Straße.

Vollkommen entrückt machte sich Till auf den Heimweg. Seine Beine fühlten sich an, als wären sie aus Gummi. Liebe auf den ersten Blick, gab es das wirklich?
Doch sein Hochgefühl hielt nicht lange. Er wusste genau, wenn Nelly erst mal sein Gesicht sah, dann würde es nichts werden, mit ihr und mit ihm. „Ach Scheiße, vergiss es!“, fluchte er und schoss gefrustet eine zerbeulte Getränkedose über das Trottoir.

Als er im ersten Abenddämmerlicht in seine Straße einbog, kam ihm ein Typ mit zottigen grauen Haaren entgegen. Er stellte sich ihm in den Weg.
„Hey, haste mal ´nen Euro?“
Till wollte zuerst an ihm vorbeigehen, besann sich aber und blieb stehen. „Da muss ich dich enttäuschen, Kumpel, aber ich kann dir eine Tasse heißen Tee anbieten, bei mir zuhause.“ In seiner angekratzten Stimmung wollte Till den Abend nicht gern alleine verbringen und egal wie mies die Gesellschaft war, sie war besser als gar keine.
Der Typ grinste, dabei gab eine Reihe kariöser Zahnstümpfe preis. „Kann ich mir bei dir auch ´nen Schuss machen?“
„Kannste auch!“
Jetzt grinste der Typ noch breiter und die beiden gingen in Richtung Tills Haus.

Nachdem er die Wohnungstüre hinter sich geschlossen hatte, nahm Till Schal und Mantel ab und setzte Wasser auf. Der Typ verschwand im Badezimmer und verrichtete seine Tätigkeit. Fünf Minuten später kam er heraus und setzte sich Till gegenüber an den Couchtisch.
Till hatte die Tüte mit dem Gebäck aufgerissen. Während die beiden aßen, konnte er zusehen, wie sich die Pupillen seines Gastes zu Stecknadelkopfgröße verengten.
„Ich heiße Gabriel!“ stellte der sich vor und kaute dabei mit offenem Mund.
„Till!“
„Ich glaube, du schwankst auch zwischen Himmel und Hölle, wenn ich dich so ansehe. Genau wie ich!“ sagte Gabriel nach einer Weile.
„Leider viel mehr Hölle als Himmel.“ Till grinste dabei ein bisschen schief.
„Ich hab jetzt nicht viel Zeit, muss gleich wieder aufbrechen. Aber du hast mir geholfen und ich glaub, ich kann dir auch helfen.“ Dabei zog Gabriel einen unscheinbaren Ring vom Finger. „Steck dir den mal an und geh danach zum Spiegel.“ Gabriels Miene hatte sich plötzlich verändert.
Verwundert schob Till den Ring ĂĽber seinen Zeigefinger, stand auf und ging ins Badezimmer. Er knipste das Licht an - und erschrak.
Die Flecken in seinem Gesicht waren weg!
Ganz vorsichtig berührte er seine Wange, dann rieb er mit der ganzen Hand darüber …
Die Flecken waren weg! Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen!
Er hastete zurĂĽck ins Zimmer.
Gabriel war schon aufgestanden und trank den letzten Schluck aus seiner Tasse.
Till öffnete den Mund, brachte aber keinen Ton über die Lippen.
„In einer Woche komm ich zurück und hol den Ring wieder ab!“, ergriff Gabriel das Wort. „Mach was aus dieser Zeit!“
Noch ehe sich Till versah, hatte Gabriel die Wohnung verlassen und war im Treppenhaus verschwunden. Noch einmal betrachtete Till sein Gesicht. Er kniff sich mehrmals in den Arm, aber das war kein Traum.
So ein Ring am Finger, und schlagartig soll diese großflächige Vitiligo geheilt sein, die noch kein Arzt richtig behandeln konnte?
Till tigerte in seinem Zimmer auf und ab und versuchte, das soeben Erlebte einzuordnen.
Mach etwas aus dieser Zeit, hatte Gabriel gesagt.
Sogleich fiel ihm Nelly ein.
Aber was nĂĽtzt mir das, wenn ich den Ring nach einer Woche wieder hergeben muss! So ein diabolisches Spiel! Und wenn ich ihn einfach behalte?
Doch hier hatte er es augenscheinlich mit Mächten zutun, mit denen er sich besser nicht anlegen sollte.
Da erschien es ihm am schlauesten, sich an das zu halten, was Gabriel geraten hatte.
Aber wie sollte das mit Nelly gelingen? In amourösen Dingen war er kein Fachmann. Jeden Tag bei ihr einzukaufen, dafür fehlte ihm das Geld. Seitdem sein Betrieb insolvent geworden war, hatte Till keine Stelle mehr gefunden. Außerdem plagten ihn noch die Schulden aus dem alten Handyvertrag.
Da blieb ihm nur die Möglichkeit, sie nach Geschäftsschluss vor dem Laden abzupassen.

In der Nacht war ein wenig Schnee gefallen. Till stand am offenen Fenster, atmete die frische Luft ein und überlegte, wie er den Vormittag verbringen sollte. Am besten, wenn er auf alle Eventualitäten vorbereitet war. Wenn schon seine Vitiligo wie durch Zauberhand verschwunden war, vielleicht ließ sich Nelly wie durch Zauberhand von ihm zum Tee einladen. Somit begann er, seine kleine Wohnung auf Vordermann zu bringen. Immer wieder lief er zum Spiegel, wagte es aber nicht, den Ring probeweise abzunehmen, um zu sehen, ob die Flecken wiederkamen.
Gegen Nachmittag machte er sich fertig für seine tägliche Wanderung durch die Stadt, jetzt konnte er sich den Schal lässig um die Schultern schwingen. Das Geschäft hatte bis achtzehn Uhr geöffnet, das wusste er, und er wählte seine Wegstrecke so, dass er pünktlich dort ankam.
Gerade, als Nelly die LadentĂĽr zuschloss, fuhr ein Wagen heran und hielt in zweiter Reihe. Nelly blickte Till kurz an, stieg ein und der Wagen brauste davon.
„Nicht mal ein Hallo“, grummelte Till, aber was konnte er schon erwarten?
Leider hatte er am nächsten Tag wieder Pech, eine andere Verkäuferin war eingeteilt, dann kam der Sonntag, da war geschlossen. Fast die Hälfte der Zeit war um und er hatte noch kein Wort mit ihr gesprochen.

Endlich, am Montag war es soweit. Till stand abends neben ihrer Ladentür. Als Nelly abschloss, trat er zwei Schritte vor: „Hallo Nelly!“
Sie drehte sich um und lachte ihn an. „Hallo!“
„I… ich wollte mich noch mal bedanken für die Gebäckstückchen von neulich.“
„Gerne.“
„Ich heiße Till.“
„Nelly. Aber das weißt du ja inzwischen.“ Sie machte ein amüsiertes Gesicht.
Noch bevor eine unangenehme Gesprächspause entstehen konnte, kam dieser Wagen wieder und fuhr mit Schwung in eine freie Parklücke.
„Du, ich muss jetzt …!“ Nelly öffnete die Beifahrertür, stieg ein und weg war sie.
Doch dieses Mal konnte Till einen Blick in das Fahrzeug werfen. Er erkannte, dass eine Frau am Steuer saĂź, kein junger Mann. Wenigstens etwas!

Beim Abendbrot ĂĽberlegte Till, wie er sich besser an Nelly heranmachen konnte. Im Radio waren die Nachrichten zu Ende, jetzt folgte der Wetterbericht. Der meldete Schnee fĂĽr die Nacht.
Da weiĂź ich, was ich mache, schoss es ihm durch den Kopf.
Der Laden öffnete um sieben, Till war fünfzehn Minuten früher da und sah, wie ein Fahrer des Großbäckers die frischen Backwaren hineintrug, sich von Nelly verabschiedete und davonfuhr. Sie musste die Regale einfüllen und gleichzeitig schneeräumen.
Genau so hatte Till sich das erhofft. Er stieg die drei Stufen hoch und betrat den Laden. „Guten Morgen, Nelly!“
„Wir haben noch nicht geöffnet!“
„Ich weiß, ich wollte nur fragen, ob ich dir helfen und für dich den Gehsteig saubermachen kann.“
Nelly überlegte kurz. „Oh ja, das wäre ganz lieb.“ Sie ging nach hinten, kam mit einer Schneeschaufel zurück und drückte sie ihm in die Hand. „Guten Morgen Till. Ich mach dir gleich Kaffee, wenn du fertig bist.“
Till juchzte. Mit Hingabe schob er eine Spur nach der anderen über das Pflaster und kratzte sogar die Stellen frei, an denen der Schnee schon festgetreten war. Als der Laden endlich öffnete, lehnte er den Schneeräumer an die Hauswand, ging hinein und steuerte auf den Stehtisch zu. Zwei Kunden, die zusammen mit ihm hereingekommen waren, betrachten die Auslagen. Nelly brachte ihm eine Tasse Kaffee mit einem Stückchen Apfelstrudel, musste aber gleich bedienen.

Till hatte schon längst aufgegessen, aber der Kundenstrom wollte nicht abreißen. Ständig ging die Ladentüre auf und zu, Leute gingen und kamen. So ergab sich keine Möglichkeit, ein paar Worte mit ihr zu wechseln. Als sich dann noch ein älterer Herr mit seinem Frühstücksteller zu ihm gesellte und ihm die freie Sicht auf Nelly nahm, gab Till resigniert auf. Er verabschiedete sich von ihr, Nelly winkte kurz zurück und er trottete nach Hause.
In seinem Sessel, mit einer Tasse Tee in der Hand, dachte Till nach. Ein kleinwenig angefreundet hatte er sich ja schon mit Nelly.
Aber was nĂĽtzt mir denn das? Ăśbermorgen muss ich den Ring zurĂĽckgeben, und dann?
Er musste eben darauf hoffen, dass sich bis dahin auch Nelly in ihn verliebte und diese Entstellung akzeptierte, die dann plötzlich in seinem Gesicht prangte.
Gegen Mittag verließ er seine Wohnung, um durch die Stadt zu wandern. Am späten Nachmittag betrat er den Bäckerladen. Doch was für eine Enttäuschung, hinter dem Verkaufstresen stand wieder die andere Verkäuferin. „Nelly ist heute Nachmittag und morgen nicht da“, gab die Auskunft.
Jetzt hatte Till nur noch am Donnerstag die Chance, sich mit ihr zu treffen. Am Nachmittag, da würde er hoffentlich alleine mit ihr im Laden sein. Achtundvierzig Stunden hatte er nun Zeit, sich zu überlegen, was er Nelly dann erzählen könnte.

Tagsüber dachte er fast ständig an sie, in der Nacht träumte er von ihr.
Soll ich den wilden Superhelden spielen? Soll ich meine Gitarre mitnehmen und ihr ein wenig vorklimpern? Wenn ich nur wĂĽsste, wofĂĽr sie sich interessiert, welche Hobbys sie hat.
Die ganze GrĂĽbelei machte Till ganz kirre. Er kam zu dem Ergebnis, dass er alles auf sich zukommen lassen musste. Das letzte Treffen mit ihr, an dem sein Gesicht noch ansehnlich war.
Als er mittags aufbrach, um zu wandern, war er schon ganz kribbelig. Aber als er nach einigen hundert Metern in seinen Laufrhythmus kam und sich Atmung und Schrittfrequenz aufeinander eingespielt hatten, wurde er ruhiger.

Drei Stunden später kam er vor ihrem Laden an und drückte die Türe auf. Er war der einzige Kunde. „Hallo Nelly!“
„Hallo Till.“ Sie lächelte ihn an.
„Schau, das sind drei Euro einundzwanzig, mein letztes Geld, was kannst du mir dafür geben?“
„Vom Vortag? Mal schauen …“
Till sah ihr zu, wie sie allerhand Backwerk in eine TĂĽte fĂĽllte.
Unsicher trat er von einem Fuß auf den anderen. „Nelly, ich würde dich so gerne zum Essen einladen, oder zum Tanzen, oder ins Kino …“, er blickte dabei beschämt zu Boden, „aber das alles kann ich mir nicht leisten!“
Sie legte ihre Greifzange beiseite und kam hinter ihrem Tresen hervor. „Du bist schon ein hartnäckiger Bursche, und ein ganz lieber!“ Sie fasste ihn am Aufschlag seines Mantels, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss.
Damit hatte Till nicht gerechnet. Ihm war, als wĂĽrde er einen Meter ĂĽber dem Boden schweben.
„Abends habe ich leider keine Zeit, da muss ich bei meiner Schwester Babysitten, die, die mich immer abholt. Aber am Sonntag könnten wir doch einen Spaziergang durch den Stadtpark machen.“
Er rang nach Worten. „J… ja, das wäre so schön!“ Mehr brachte er nicht heraus.

Auf dem Heimweg fĂĽhlte sich Till wie in Trance, er sprĂĽrte beim Laufen kaum das Pflaster unter seinen FĂĽĂźen, doch als er in seine StraĂźe einbog, sah er schon das UnglĂĽck auf sich zukommen.
Gabriel!
Nun war Till wieder in der bitteren Realität angelangt. Seine Schritte wurden immer langsamer und ein kurzes Gefühl von Panik überfiel ihn.
Als sie fast auf gleicher Höhe waren, ergriff Till hastig das Wort: „Hallo Gabriel. Bestimmt willst du deinen Ring zurückhaben. Könntest du mir den noch für ein paar Tage borgen?“
Gabriel schaute ihn überrascht an. „Ach … Till? Jetzt erinnere ich mich. Ja, der Ring … ach, den kannst du behalten. Der nützt dir ja nix!“
„Wie, der nützt mir nichts? Der hat mich doch von meiner Vitiligo befreit!“
„Nee, mein Junge“, Gabriel grinste und gab ihm einen Klaps auf die Schulter. „Der wirkt nur eine Woche und befreit hat der dich nicht. Der hat nur dein Spiegelbild verändert.“
Till brauchte einen Moment, um das zu begreifen. „S… soll das heißen, dass …?“
„Haha, jaja! Das mit diesem Mädchen hast du schon ganz alleine geschafft. Du, bin grad in Eile, muss weiter! Man sieht sich mal wieder.“
Till blickte ihm fassungslos nach und glaubte zu erkennen, dass ein seltsames Leuchten von Gabriel ausging. Er sah noch, wie er um die Ecke bog und dann war er verschwunden.


Version vom 10. 04. 2019 11:48
Version vom 19. 04. 2019 09:34

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FrankK
Fast-Bestseller-Autor
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Hallo Thomas
Ein nettes, fantasievolles Märchen. Das der Ring nur das Spiegelbild veränderte war eine gelungene Überraschung.
Emotional wirken die Figuren (Till, Nelly und Gabriel) gut dargestellt (Gabriel hat zwar faktisch nur eine Nebenrolle, erscheint mir aber dennoch recht plastisch).

Anschaulich herausgearbeitet was Till empfindet und beobachtet bei den ersten Begegnungen mit Nelly und Gabriel, gefällt mir recht gut.

Die Szene mit dem verlorenen Schlüssel und dem "über den Balkon klettern" hätte es nicht gebraucht, sie ist für die Geschichte bedeutungslos und lenkt nur vom Thema ab.

An anderer Stelle hätte ich noch etwas mehr Atmosphäre erwartet - beispielsweise nach dem Schnee räumen am Stehtisch, als sie ihm den Kaffe und den Apfelstrudel bringt ... hätte er vielleicht bemerken können, dass sie intensiv nach frischen Backwaren riecht / duftet, oder irgendeine andere winzige Besonderheit an ihr ... vielleicht ein fehlendes Fingerglied an einer Hand?

In dieser Geschichte bist du endlich einmal deutlich von deinem sonst so kĂĽhlen und nĂĽchternen Berichtsstil abgewichen, fast ein schieres VergnĂĽgen, diese Geschichte zu Lesen.

Eine detailierte Ausarbeitung (Sezierung, pathologischer Befund) folgt ... aber keine Sorge, nur ein paar winzige Details.

Abendliche GrĂĽĂźe
Frank

__________________
Leben und leben lassen.

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ThomasQu
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Hallo Frank,

quote:
In dieser Geschichte bist du endlich einmal deutlich von deinem sonst so kühlen und nüchternen Berichtsstil abgewichen …

Das zu versuchen war mein Hauptanliegen und ich bin froh, dass das halbwegs gelungen ist. Ich habe mich richtiggehend verrenkt dafĂĽr und bin beim Schreiben nur im Schneckentempo vorangekommen. (Im Schnitt gefĂĽhlt ein Satz pro Tag!)

In der Szene mit dem Balkon wollte ich eine etwas andere Seite des ansonsten recht unsicheren Tills beschreiben, denn so etwas muss man sich erst mal trauen.
Aber wenn das nicht so wichtig ist, kann man die auch entsorgen.

Mit der fehlenden Atmosphäre in manchen Passagen hast du Recht. Da muss ich mir noch einige Kleinigkeiten einfallen lassen. Ich fürchte aber, dass das in den nächsten drei Wochen nicht klappt, die letzten beiden Texte zu überarbeiten. Macht aber nix, Abstand ist immer gut.

Vielen Dank für deine Einschätzung, schöne Feiertage und Grüße,

Thomas

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steyrer
One-Hit-Wonder-Autor
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Kommentare: 141
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Hallo!

Die Moral ist märchenhaft einfach, aber die Charaktere sind gebrochen. Jede Person ist mehr oder weniger beschädigt. Bei der intaktesten Figur, dem Mädchen, wird das zumindest angedeutet. Mein Verständnisproblem ist also folgendes: Müsste die Hauptfigur nicht viel „normaler“ sein, um so einfach herauszukommen? Das gute Ende geht auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit.

Schöne Grüße
steyrer

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