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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Teppich des Zauberers
Eingestellt am 21. 10. 2002 21:26


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flammarion
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Der Teppich des Zauberers

Es war einmal ein Junge namens Adalbert, der wollte gern bei einem Zauberer in die Lehre gehen. Dieser verlangte jedoch, dass der Junge zuerst eine Pr√ľfung ablegen solle. Er sollte ihm einen ganz besonderen Teppich zum Geschenk machen. Keinen fliegenden Teppich, oh nein, deren hatte der Zauberer schon etliche. Was das Besondere an dem Teppich sein sollte, das √ľberlie√ü der Zauberer seinem Lehrling.
Er nahm ihn bei sich auf, damit er sich allerlei Kunstst√ľcke abgucken k√∂nne, lie√ü ihn jedoch nie etwas ausprobieren. So verschr√§nkte Adalbert die H√§nde auf dem R√ľcken und sah und h√∂rte aufmerksam zu.
Bald konnte er einige Zauberspr√ľche auswendig, wagte aber nicht, sie auszusprechen, denn er wusste, wozu der Zauberer im Zorn f√§hig war. Er wollte nicht als Wasserkessel oder √§hnliches enden.
Nach vielen Jahren meinte der Junge, nun genug zu wissen, um einen besonderen Teppich herstellen zu k√∂nnen. Er ging vor die Stadt, da sah er eine unbewachte Schafherde. Die kam ihm sehr gelegen. Rasch verwandelte er die Schafe in ein weiches Vlies. Dann rief er mit einem komplizierten Zauberspruch f√ľnfzehn Menschen zu sich, die stets und st√§ndig ihre Meinung zu allem M√∂glichen √§nderten, jedem zu Munde redeten und somit unberechenbar waren. Durch ihr Verhalten hatten sie alle Freunde verloren, waren aber „zu etwas gekommen“. Mit einem noch schwierigeren Spruch verwandelte Adalbert diese Unbest√§ndigen, die ihr F√§hnlein in jeden Wind gehangen hatten, in Windrosen und bannte diese Ornamente auf das Vlies.
Nun hatte er einen ganz besonderen Teppich als Geschenk f√ľr den Zauberer. Der betrachtete das gelungene Werk, nickte anerkennend und gab Adalbert die Erlaubnis, von nun an zu zaubern, was er wollte, wo er wollte und wann er wollte.
Irgendwann sind sie beide gestorben, der alte Zauberer und der junge. Auch der beste Zauberer kann sich nicht unsterblich machen. Der Teppich aber, der ja schlie√ülich die Kraft vieler Leben in sich barg, √ľberdauerte Jahrhunderte. Er wechselte mehrfach den Besitzer und heute liegt er in meiner Stube. Wenn ihr mich besuchen kommt, k√∂nnt ihr die f√ľnfzehn Windrosen nachz√§hlen!

__________________
Old Icke

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Katjuscha
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Die Windrosen auf deinem Teppich

Hallo Flammarion,

das ist ein zauberhaftes M√§rchen - im wahrsten Sinne des Wortes. Aber mir scheint es wohl eher als ein M√§rchen f√ľr Erwachsene, da Kinder wahrscheinlich nicht viel mit den sprachlichen Bildern anfangen k√∂nnen oder sich keine wirkliche Vorstellung machen k√∂nnen, was an solchen Menschen so schlimm ist, dass man sie in einen Teppich verzaubern kann. Aber mir gef√§llt das M√§rchen wirklich gut - bin ja auch kein Kind mehr - leider!

Liebe Gr√ľ√üe von Katja
__________________
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich Kästner)

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flammarion
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hallo

katjuscha, danke f√ľr deine anteilnahme. ich fand es schon als kind ziemlich schrecklich, wenn eine person meines vertrauens in k√ľrzester zeit ihre meinung √§nderte. ich erinnere mich noch gut daran, wie ich dastand mit: "Aber jestern haste doch jesaacht . . ." und dann unwirsch zur√ľckkam: "Det wa jestan. Basta." brrr, ich finde das schlimm. wenn jemand im laufe der zeit von irgend einer ansicht abweicht, weil er einsichtiger geworden ist, mehr kenntnisse erlangt hat o.√§., dann kann ich damit leben, aber heute so und morgen so? es ging noch krasser, eine nachbarstochter sagte zu mir √ľber eine begebenheit, dass sie genauso in ordnung ist. zu meiner cousine sagte sie, dass sie nicht recht w√ľ√üte, was sie davon halten sollte und zu ihrer mutter sagte sie: "√úber den Quatsch sag ick jar nischt." nu rede du mit die Kuh franz√∂sisch. ganz lieb gr√ľ√üt
__________________
Old Icke

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herb
???
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Revanche

Hallo oldicke,

da du so nett warst, mir meine geschichte hochzupushen,
dachte ich, schau ich mal, ob ich was finde, mich zu
revanchieren, und ich finde eine herrliche geschichte, die schon in philosophischen ebenen des buddhismus sich bewegt, smile, im ernst, die geschichte ist echt gut, und ich denke gerade kinder verstehen sie oft besser als erwachsene, denn
ihnen steht zum verständnis das "intellekt" der erwachsenen nicht im wege

herzlich
__________________
hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kästner

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Katjuscha
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Konfliktverhalten

Klar merken Kinder, wenn jemand st√§ndig seine Meinung √§ndert. Ich denke, das ist meist der erste Fehler, den Kinder an Erwachsenen feststellen. Und man muss manchmal gut aufpassen, um nicht selbst manchmal so zu sein. Denn man muss diesen Menschen zu Gute kommen lassen, dass sie es meist allen Recht machen wollen und sich deshalb so vertricken. Das ist nat√ľrlich ein unakzeptables Konfliktverhalten, aber leider menschlich - vor allem bei Frauen und Politikern.

Beste Gr√ľ√üe von Katja
__________________
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich Kästner)

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niclas van schuir
Guest
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Hallo Icke, nur ein kurzer Kommentar, der alles sagt: "Zauberhaft!"
LG, Nic

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