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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Vater ist tot
Eingestellt am 18. 10. 2006 20:38


Autor
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animus
???
Registriert: Mar 2006

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Der Vater ist tot
[├╝berarbeitet-gramm.]

Tagelang dauerte sein Kampf gegen den Krebs, der schon seit Monaten an ihm fra├č.
Seit Tagen lag er auf seinem Bett, in wei├čen Bettbez├╝gen, und r├Âchelte schwer.
Der Krebs kroch vollst├Ąndig in ihn hinein.

Die Bilder seines Lebens rasten im Zeitraffer durch seinen Kopf: Kohletageabbau, Autos, Benzin, J├Ąhzorn, Alkohol, Zigaretten, ├ťberstunden, Frauen, Vater, Liebe, Schl├Ąge, Geld, Fabrik, Politik, Flucht, Heimweh, Scheidung, Heirat, Rente, Krankheit, Verzweiflung.

Hoffnung hatte er sich bis zuletzt gemacht, dass er wieder auf die Beine kommt, und in seine Stammkneipe gehen kann um sich sinnlos zu besaufen.
Dass er wieder Kraft in seine Arme und Beine bekommt, dass er nach Hause gehen kann um seine Frau samt den Kindern wie zuvor brutal zu verdreschen.
Bis zuletzt hoffte er, aber der Krebs hatte ihm diese schwarze Hoffnung genommen.

Um sechs Uhr fr├╝h, an einem Mittwoch, starb er, und mit ihm seine Begleiterin „Hoffnung".
├ťbrig blieb ein ausgemergelter K├Ârper, stinkende Bettw├Ąsche, halb leere Blutflaschen der letzten Blutw├Ąsche und ein Haufen zerkn├╝llter Taschent├╝cher, auf denen zum Teil einzelne Worte zu erkennen waren: „Kohletageabbau, Autos, Benzin, J├Ąhzorn, Alkohol, Zigaretten, ├ťberstunden, ...“.

Ein Taschentuch lag s├Ąuberlich gefaltet neben dem Bett und darauf stand geschrieben: „Hoffnung".

Es schlug der siebenhunderteinundzwanzigste Monat an, als ihn vier Sargtr├Ąger zu einem Loch trugen und der Totengr├Ąber ihn routinem├Ą├čig mit schwarzer Erde bedeckte.

Ein Platz an einem Stammtisch wurde frei.
Erleichtert atmete eine Frau mit ihren Kindern auf: sie hatten endlich Hoffnung auf ein friedliches Zuhause.

Der Steinmetz legte sein Werkzeug zur Seite und wischte ├╝ber die frisch eingemei├čelte Inschrift:
„Der Vater ist tot“.

Hinter der Friedhofsmauer gebar eine Frau einen gesunden Jungen.

Und alles geht weiter, unaufhaltsam weiter.



[┬ęanimus]
__________________
Die alten Tr├Ąume waren gute Tr├Ąume.
Sie gingen nicht in Erf├╝llung, aber
ich bin froh sie gehabt zu haben.

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Law
Guest
Registriert: Not Yet

Beeindruckend schrecklich, real, mitleidlos!
Ich verurteile nicht. ich finde es bombastisch stark, gut, beschrieben, wie ein Steinmetz, nein! Ein Bildhauer schreibt Geschichte in Stein!!
TOLL!! Gl├╝ckauf...
und ver├Âffentliche es signiert. gro├če Klasse erste sahne!
9 Punkte.
Law

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

nicht besonders gut geschrieben aber gewaltig.

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no-name
Guest
Registriert: Not Yet

Animus,

mich treffen Deine Zeilen genau da, wo sie mich treffen sollten: Ins Herz...

Gr├╝├če von no-name.

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michy
Guest
Registriert: Not Yet

1

strammes thema
+ durch k├╝rzen kann es was werden.
nimm mal z.b. den anfang -->

Tagelang dauerte sein Endkampf gegen den hinterfotzigen Krebs, der an ihm schon seit Monaten fra├č.
Seit Tagen lag er auf seinem Bett, in wei├čen Bettbez├╝gen und r├Âchelte schwer.
Der Krebs kroch vollst├Ąndig in ihn hinein.
<---


Tagelang dauerte sein Endkampf, lag er auf seinem Bett, in wei├čen Bettbez├╝gen und r├Âchelte schwer. Der Krebs kroch vollst├Ąndig in ihn hinein ...

o.s.├Ą


l.gr.
michy

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mye
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Registriert: May 2003

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weder gut geschrieben noch inhaltich beeindruckend. eine aneinanderreihung klischeebeladener s├Ątze. sehr pers├Ânlich, denke ich, und aus diesem grund f├Ąllt mir die harte kritik wirklich schwer, aber rein auf den text als kurzgeschichte bezogen komplett daneben gegangen. ich empfinde nichts, wenn ich ihn lese, ├Ąrgere mich nur ├╝ber die fehlende handlung. nicht jeder tief pers├Ânliche beitrag kann ein guter sein, obwohl ich ja einsehen muss, dass ich bislang allein mit dieser meinung stehe... zumindest auf DER VATER IST TOT bezogen.
__________________
man findet keine freunde mit sala-at, man findet keine freunde mit sala-at... (die simpsons)

www.moviereporter.net

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