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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Hexe muß weg
Eingestellt am 27. 08. 2002 18:07


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Conny
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

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Eine Hexengeschichte für Kinder ab 5 Jahren.



Es war Januar, die Tannenzapfen lagen in Scharen auf dem Waldboden. Hase kam mit einer großen Tasche. Sammelte und stopfte, so viele er konnte, hinein. Bis die Tasche ganz dick und prall gefüllt war. Das wird ein Fest, dachte der Hase. Denn er liebte Tannenzapfen. Er verspeiste sie zum Frühstück, zum Mittag und zum Abendbrot. Tannenzapfen waren seine Leibspeise. Das wußten auch die anderen Tiere aus dem Wald.
Hase hatte gerade den Letzten in seine Tasche gestopft, da hörte er eine Stimme. Sie kam aus den Bäumen, ganz dicht hinter ihm.
"Hotzpotz! Was machst du da?"
Es war die Waldhexe! Sie hatte den Hasen schon eine Weile beobachtet. Hase hatte das nicht bemerkt.
"Ich habe Tannenzapfen gesammelt. Die mümmel ich heute zum Abendbrot."
"Hotzpotz! Nasenrotz! Was sagst du da? Ja, weißt du dummes Langohr denn nicht, dass alle Tannenzapfen mir gehören?"
Hase kratze sich hinter dem Ohr.
"Dir? Das wußte ich nicht."
Ob das stimmte? Gehörten wirklich alle Tannenzapfen der Waldhexe? Der Hase fühlte sich gar nicht gut. Schnell nahm er seine Tasche und entleerte sie. Die Tannenzapfen fielen plumps! auf den Waldboden.
Die Waldhexte lachte. Es hörte sich an wie das Heulen des Windes, der durch die Baumwipfel zischt.
"Hihihi...Ja, so ist es besser!"
Die Waldhexe schürzte ihren alten Rock und sammelte alle Tannenzapfen vom Waldboden auf. Legte sie in die Rockschürze und sagte: "So, du dummer Hase! Zur Strafe, weil du meine Tannenzapfen stehlen wolltest, verwandele ich dich in ein Schwein!"
Pluff! Pluff! Die Waldhexe fuchtelte mit ihrem verstaubten Zauberstab herum. Hase wurde schwindelig. Er wollte wegspringen, aber es gelang ihm nicht. Komisch! Er versuchte es noch einmal. Wieder nichts. Da bemerkte er es. Oh Schreck! Er hatte sich tatsächlich in ein kleines, rosafarbenes Schwein verwandelt!
"Hotzpotz! Ja, so gefällt`s du mir!", schrie die Waldhexe. Der Hase sah sie traurig aus seinen kleinen Schweineaugen an.
"Das soll dir eine Lehre sein!", sagte die Hexe und stapfte davon, zurück zu ihrer Höhle im tiefen, tiefen Wald.


Oh je, oh je, dachte der Hase, was mache ich jetzt nur? Unbeholfen watschelte er über den Waldboden. Hoffentlich entdeckte ihn niemand. Das wäre so furchtbar peinlich, dachte Hase.
Doch genau in dem Augenblick kam die Eule angeflogen. Sie war etwas kurzsichtig. Sie setzte ihre Brille auf der Nase zurecht und schüttelte den Kopf. Das konnte nicht sein. Sie sah genauer hin. Doch, es stimmte. Dort unten, auf dem Waldboden, hockte ein kleines Schwein. Ein Schwein im Wald?, dachte die Eule. Das ist sehr, sehr ungewöhnlich! Die Eule war alt. Hatte auch schon einiges erlebt. Aber ein Schwein im Wald? Das war etwas Neues.
"Hallo Schwein!", rief sie freundlich.
Hase blickte zu Eule hinauf.
"Ich bin es, Hase", sagte Hase. Er schämte sich.
Die Eule traute ihren Ohren nicht. Sollte das wirklich Hase sein?
"Hase, bist du das?"
"Ja, ich. Die Hexe hat mich verwandelt. Weil ich ihre Tanenzapfen stehlen wollte. Dabei mümmel ich die so gerne."
Die Eule zischte wütend. Wie konnte die Hexe behaupten, es seien ihre Tannenzapfen?
"Hase, die Tannenzapfen gehören nicht der Waldhexe alleine. Sie gehören uns allen! Ich schlage vor, du kommst erst einmal mit zu mir. Dann besprechen wir uns und machen einen Plan. Denn die Waldhexe muß weg!"


Die Hexe war in der Zwischenzeit zu ihrer dunklen Höhle im tiefen, tiefen Wald gekommen. Dort wartete schon ihre Katze Burga, die sie vor einigen Tagen in ein Meerschweinchen verwandelt hatte. Das Meerschweinchen hockte jetzt unter dem Tisch und langweilte sich.
Die Hexe setzte sich in ihren morschen Schaukelstuhl und knabberte an einem Tannenzapfen. In der Hohle stank es nach Moder und Staub. Von der Decke hingen lange, klebrige Spinnenweben. Und der Boden war voller Essensresten. Überall lagen verschimmelte Pilze, Kräuter und Beeren. Die Waldhexe streckte sich. Sie fühlte sich wohl.
"Hotzpotz! Wie gemütlich das bei mir ist!", sagte sie.
Doch plötzlich rumpelte es an der Höhlentür.
"Aufmachen! Sofort aufmachen!", rief eine tiefe Stimme.
Die Waldhexe zuckte zusammen.
"Hotzpotz!", schrie sie ärgerlich.
Wer wagte es, sie in ihrer friedlichen Ruhe zu stören?
Wütend stapfte sie zur Höhlentür.


Fortsetzung folgt...
__________________
"Die Hälfte ist manchmal mehr als das Ganze."

Hesiod

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niclas van schuir
Guest
Registriert: Not Yet

Gut und flüssig, Conny! Das wird was!
LG, Nic

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Conny
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Registriert: Jul 2002

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Hallo Nic!

Danke für dein Lob, freue mich.


Grüße
Conny
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"Die Hälfte ist manchmal mehr als das Ganze."

Hesiod

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Stern
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Hallo Conny!

Das gefällt mir!
Wann kommt die Fortsetzung?

Gespannte Grüße

Natalie

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Conny
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

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Hallo!

Danke!
Fortsetzung wurde eingestellt.
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