Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92221
Momentan online:
718 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Science Fiction
Die Kanzlerin
Eingestellt am 18. 08. 2005 17:08


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
spookymulder
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2005

Werke: 3
Kommentare: 12
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um spookymulder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Die Kanzlerin

Die Sonne stieg in einem majest√§tischen Bogen √ľber den Kuppeln der Stadt auf. Ihr Licht brach sich in ihnen und legte einen grellen Schein √ľber alles.
Am Fenster der höchsten Kuppel wandte sich die Kanzlerin der Stadt geblendet ab. Sie ging zu dem großen Schreibtisch, der in der Mitte der Kuppel stand und hinter dem sie sich immer ein bisschen verloren vorkam.

Ein leises Piepen ert√∂nte, als sich die Sonnenblenden vor die verglaste Fensterfront ihres B√ľros schoben. Seit den Kontinentalkriegen, bei denen halb Europa buchst√§blich versenkt wurde, hatte sich die Umlaufbahn der Erde ver√§ndert und war der Sonne zu nahe gekommen. So nahe, dass man sich tags√ľber au√üerhalb von Geb√§uden nicht mehr ohne Sonnenschutzanz√ľge aufhalten konnte.

Sie seufzte. Ein weiterer Tag, den sie im k√ľnstlichen Licht der Neonlampen verbringen musste. Dabei hatten die Geophysiker angek√ľndigt, dass sich die Umlaufbahn der Erde allm√§hlich in sicherere Bahnen bewegte. Immerhin dehnte die Sonne sich nicht mehr aus und drohte die Erde zu verschlingen. Wenigsten war dies eine gute Nachricht, die sie dem Volk im bevorstehenden Wahlkampf verk√ľnden konnte.

Ihre Berater traten ein und die allmorgendliche Sitzung begann. Heute war die Kanzlerin nicht bei der Sache. Ihre Gedanken schweiften zur√ľck in ihre Jugend. Wie sch√∂n war es damals ohne all die Schutzma√ünahmen und t√∂dlichen Verbrennungen.

Auf ihrem Schreibtisch stand ein erahmtes Bild, dass sie im Alter von zwölf Jahren auf ihrem Rennelefanten Jumper zeigte. Unzählige Rennen hatte sie mit ihm gewonnen. Sie erinnerte sich an den Tag, an dem ihr Vater ihr sagte, dass Jumper zusammen mit den anderen Elefanten aus seinem Gehege ausgebrochen und verschwunden war. Tage später hatten sie seine abgenagten und verblichenen Gerippe gefunden. Die Kanzlerin konnte ihn nur noch an der Satteldecke erkennen, die neben den Gebeinen lag.

Ob sie wohl jemals wieder in die Sonne treten, geschweige denn auf einem Elefanten sitzen k√∂nnte? Die Kanzlerin wandte sich ihren Beratern zu und verdr√§ngte die Vergangenheit zusammen mit der Sonne aus ihrem B√ľro.

__________________
R.C.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


jon
Foren-Redakteur
Fast-Bestseller-Autor

Lektor
Registriert: Nov 2000

Werke: 147
Kommentare: 6206
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um jon eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

…als Setting ist das recht interessant, vielleicht machst du mal eine ganze Story draus. Dann bedenke bitte Folgendes:

Wenn die Sonne sich ausdehnte (wie etwa in der Mitte des Textes gesagt), ist es auch dann extrem hei√ü, wenn sich die Erde nicht ihre bisherige Bahn verlie√ü (und umgekehrt) ‚Äď eines reicht also absolut, mehr noch: beides d√ľrfte zu drastischeren Einschr√§nkungen f√ľhren.

Wenn die Sonne so "st√∂rt", wird man die wichtigsten Personen nicht in die h√∂chste Kuppel, die noch dazu aus Glas ist, setzen. Die Chefs werden eher in ihren k√ľhlen Kellern sitzen.

Wenn die "Story" (die eigentlich keine ist, es ist nur eine Szene) in Europa spielt ‚Ästund so klingt es ‚Äď dann ist "verglaste Fensterfront"doppelt gemoppelt, denn in Europa sind Fenster in alleralleraller Regel verglast (, nur in sehr hei√üen Regionen, sind es manchmal lediglich Fenster√∂ffnungen).

Wenn gro√üe Teile (halb Europa!) Europas schon bei den Kontinentalkriegen (die deinen Worten nach vor der Erw√§rmung lagen) versanken, dann d√ľrfte jetzt, bei der hei√üen Sonne, grade mal noch das Alpengebiet aus dem Wasser gucken.

"Tage sp√§ter hatten sie seine abgenagten und verblichenen Gerippe gefunden." A: Ehe so ein Elefant aufgefressen ist (In Europa? Von wem? In einem sonnenverstrahlten Europa?? Noch viel intensiver: Von wem?????? ) vergehen ein paar Tage ‚Äď da bleibt kaum noch Zeit, in der die Knochen h√§tten bleichen k√∂nnen. B: Ein Elefant ‚Äď ein Gerippe, jedoch mehrere Knochen.

"Die Kanzlerin konnte ihn nur noch an der Satteldecke erkennen, die neben den Gebeinen lag." Ich wage in Frage zu stellen, dass die Tiere mit Satteldecken (was immer das bei einem Renn-Elefanten sein soll (Transportelefanten: ok)) im Pferch waren, Pferde stehen doch auch nicht gesattelt im Stall oder werden aufgezäumt auf die Weide geschickt.


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Bearbeiten/Löschen    


spookymulder
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2005

Werke: 3
Kommentare: 12
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um spookymulder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Die Kanzlerin

hallo jon,

danke f√ľr deinen kommentar. ja, du hast recht. das passt alles irgendwie nicht so richtig zusammen. hab mir √ľberlegt, es auf einen w√ľstenplaneten √† la dune zu versetzten, aber das gab es ja schon mal.

also bleibe ich doch auf der erde und lasse nur die sonne sich ausdehnen. zwei katastrophen sind wirklich zu viel des des guten

du hast auch recht mit der kuppel. keiner w√ľrde sich bei t√∂dlicher sonnenstrahlung in eine glaskuppel hocken. also muss ich mir da auch was eifnallen lassen.
ich hoffe du weißt, dass mir dein kommentar arbeit ins haus bringt ;-)

das mit den kriegen werd ich glaub ich lassen. das l√§sst m√∂glichkeiten f√ľr mehr.

bleibt nur noch die sache mit dem elefanten. der muss nat√ľrlich gefunden werden, aber dann nicht abgenagt, sondern "nur" im zustand der verwesung.

so, dein kommentar hat lust aufs umschreiben gemacht. das ergebnis darfst du dann nat√ľrlich hier bewundern.

gruß

spookymulder
__________________
R.C.

Bearbeiten/Löschen    


Amadis
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 18
Kommentare: 274
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Amadis eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo fox,

quote:
hab mir √ľberlegt, es auf einen w√ľstenplaneten √† la dune zu versetzten, aber das gab es ja schon mal

wenn du darauf r√ľcksicht nehmen willst, kannst du mit dem schreiben von sf aufh√∂ren! es gibt nichts, was es in der sf nicht schon mal in irgendeiner form gegeben h√§tte. du solltest nur aufpassen, dass es nicht abgekupfert wirkt, dir eigene charakteristiken deiner welten √ľberlegen, dann ist es kein problem, wenn es eine schattierung davon schon mal gegeben hat.

gruß
amadis
__________________
Eine erhebende Illusion ist mir lieber als tausend niedrige Wahrheiten - Puschkin

Bearbeiten/Löschen    


Mazirian
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 21
Kommentare: 193
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Mazirian eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi Spooky,

ja bitte, mach doch eine Geschichte draus. Du schreibst sehr angenehm und wenn noch eine aufregende Handlung oder ein pfiffiger Plot dazu k√§me, w√ľrde ich es echt gerne lesen. Insbesondere w√ľrde ich lieber etwas √ľber die Beratung erfahren (auch wenn sie nicht bei der Sache ist), als √ľber ihre - wenn auch originellen -Kindheitserinnerungen

Wenn du mehr "Fleisch" h√§ttest, k√∂nntest du auch auf "Zeilenf√ľller" wie
Ein weiterer Tag, den sie im Licht usw.
verzichten.

Die Kanzlerin konnte ihn nur noch an der Satteldecke erkennen
Sie (denn Kanzlerin war sie mit 12 sicher noch nicht) hatte ihn (Zeitfehler) nur noch an der Satteldecke erkennen können.

und verdr√§ngte die Vergangenheit zusammen mit der Sonne aus ihrem B√ľro.
Wie ist das zu verstehen? Lässt sie die Rolläden herunter? Und warum? Die Sonneblenden haben sich bereits am Beginn des Textes vor die Fenster geschoben.

Wegen der Hitze: Es wäre geschickter, wenn du es mit der Erdumlaufbahn machst. Dann kannst du feiner dosieren. Weil: Wenn die Sonne mal aus ihrem derzeitigen Gleichgewicht aus Inndendruck und Schwerkraft gerät und sich ausdehnt, hört sie so schnell nicht wieder auf und es ist mit 10 Kilometern nicht getan. Dann brennt hier die Scheune!

Wegen dem Elefanten: Zuerst hab ich gedacht: Naja, es gibt zwar keine Gro√üraubtiere mehr (hier), aber doch immerhin Raben, Elstern, F√ľchse, Ratten, Totengr√§berk√§fer usw. Aber wenn man im Feld ein totes Kaninchen findet, dann liegt es wochenlang und es ist immer noch kein Gerippe (irgendwie scheint niemand das Fell zu m√∂gen). Von dem Elefanten d√ľrfte also noch ziemlich viel da sein. Und es d√ľrfte ebenso ziemlich stinken. BTW: Einen toten Elefanten in Europa erkennt man nicht nur an der Satteldecke. So viele tote Elefanten liegen hier ja nicht rum.

schönen Gruß

Achim

PS.: "Jumper" f√ľr einen Elefanten find ich echt lustig - selbst wenn es ein Rennelefant ist
__________________
Es ist alles schon gesagt worden - nur noch nicht von jedem (Karl Valentin)

Bearbeiten/Löschen    


spookymulder
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2005

Werke: 3
Kommentare: 12
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um spookymulder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Die Kanzlerin

hallo achim,

ja du hast recht. es ist wirlkich nur eine kurze szene. ich muss dazu sagen, dass es eine schreibaufgabe unseres deutschlehrers war. die wörter kanzlerin, elefant und sonne mussten enthalten sein. hab gestern abend noch dran gebastelt und es ist was nettes bei rausgekommen. den ersten part davon werde ich hier veröffentlichen.
der elefant ist nicht mehr dabei, aber eine beratung wirds geben.

in diesem sinne ein schönes we,

gruß

spookymulder
__________________
R.C.

Bearbeiten/Löschen    


Zur√ľck zu:  Science Fiction Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!