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Leselupe.de > Horror und Psycho
Die Mauer des Grauens
Eingestellt am 02. 03. 2004 21:13


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SchattenfÀngerin
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Die Mauer des Grauens


Dieter Schimpf kam viel herum in Deutschland. Als freier Handelsvertreter fĂŒr Staubsauger war er oft stundenlang, mit dem Auto, auf einsamen Landstrassen unterwegs, ohne einer Menschenseele zu begegnen.
Ein langweiliges Leben, wie er fand. Oft musste er ĂŒber sein bisheriges Leben, seine gescheiterten Beziehungen und die Verkaufszahlen des letzten Quartals nachdenken. HĂ€tte er nicht mehr aus seinem Leben machen mĂŒssen? Die große Liebe finden, oder der Welt eine ĂŒberragende Erfindung prĂ€sentieren, vielleicht sogar der Welt eine Schlagzeile liefern, wie zum Beispiel: Das Bernsteinzimmer ist wieder aufgefunden worden, dank der Beharrlichkeit von Dieter Schimpf.
Er wĂŒrde alles tun um sein Leben interessanter und ausgefĂŒllter werden zu lassen.
Der Abend des 6. Novembers sollte eine Wende in seinem Leben bringen.

Er kam mit seinem Wagen auf eine Kleinstadt zu die auf den ersten Blick einen freundlichen Eindruck auf ihn machte. Er beschloss ein nettes Gasthaus zu suchen, in dem er die Nacht verbringen, und am nĂ€chsten Tag, im Ort, seinen GeschĂ€ften nachgehen konnte. Als er im Zentrum des StĂ€dtchens ankam entdeckte er ein einladendes FachwerkhĂ€uschen mit einer goldenen Sonne ĂŒber dem Eingang und einem Schild „ Zimmer frei. GutbĂŒrgerliche KĂŒche.“ neben der TĂŒr.
Dieter parkte sein Auto auf dem großen Parkplatz der sich unweit der „Goldenen Sonne“ befand. Als er auf den Gasthof zuging, hörte er ein klĂ€gliches Miauen.
Ein paar Schritte weiter, lief ihm eine nachtschwarze Katze ĂŒber den Weg, deren hellgrĂŒne Augen in der DĂ€mmerung gespenstisch leuchteten. Ein Schauer lief ihm ĂŒber den RĂŒcken. Eigentlich war er weder Ă€ngstlich noch aberglĂ€ubisch, aber dieser Blick war ihm unheimlich, er bekam ein mulmiges GefĂŒhl.
„Was soll®s ,“ dachte er „Du wirst dir doch nicht von einer Katze einen solchen Schreck einjagen lassen. Schließlich bist du jetzt Abenteurer, oder?“
Er setzte seinen Weg zum Gasthof fort, erreichte den Eingang und betrat einen gemĂŒtlich eingerichteten Schankraum. Im Kamin brannte flackernd ein wĂ€rmendes Feuer. Der Wirt stand hinter der Theke und zapfte ein kĂŒhles Blondes fĂŒr seinen einzigen Gast, offensichtlich ein einheimischer SĂ€ufer, der auf einem Barhocker an der Theke saß. Dieter ging auf die Theke zu.
„Guten Abend, ich möchte ein Zimmer fĂŒr ein paar Tage mieten. Haben sie noch etwas frei?“
„35€, mit FrĂŒhstĂŒck, wenn’s gewĂŒnscht wird“, sagte der Wirt.
„Sehr gut , ich nehme das Zimmer mit FrĂŒhstĂŒck.“
„Gut ,kommen sie mit.“
Er folgte dem Wirt in einen dunklen Flur neben dem Schankraum. Eine alte Holztreppe mit ausgetretenen, knarrenden Stufen fĂŒhrte in den oberen Stock. Am Ende der Treppe sah er sie wieder, die schwarze Katze, die ihn zu fixieren schien, als könne sie seine geheimsten Gedanken lesen. Ein unheimliches Tier.
Der Wirt verpasste dem Tier einen Tritt, so dass es fauchend zur Seite flog.
„Wie hast du es schon wieder ins Haus geschafft?“, schimpfte er.
„Unmöglich dieses Biest. Sie schafft es immer wieder, sich hier einzuschleichen. Ich werde sie wohl doch noch vergiften mĂŒssen, um sie loszuwerden.“
Mit einem breiten Grinsen drehte er sich zu Dieter um und ging weiter, einen etwas dĂŒsteren Gang entlang, bis zu einer massiven HolztĂŒr.
„Da wĂ€ren wir.“ sagte er und öffnete die quietschende TĂŒr. Ein merkwĂŒrdiger Geruch schwebte durch das Zimmer, muffig und feucht, als wĂ€re seit Jahren nicht gelĂŒftet worden. Der Wirt kippte eines der Fenster und verließ das Zimmer wieder. An der TĂŒr drehte er sich noch einmal um.
„Falls sie noch etwas brauchen, sie finden mich im Schankraum. Eine Kleinigkeit zu essen kann ich auch noch richten lassen, falls sie es wĂŒnschen. FrĂŒhstĂŒck gibt es ab halb Acht.“ Die TĂŒr fiel Ă€chzend ins Schloss und Dieter war alleine im Zimmer. Er schaute sich kurz um und ließ dann seine Reisetasche aufs Bett fallen. Er beschloss, zuerst einmal grĂŒndlich durchzulĂŒften, denn der Geruch des Zimmers verursachte ihm Übelkeit. Eine Dusche wĂ€re jetzt genau das richtige. Das kleine Badezimmer war sauber und ordentlich, aber genauso muffig.
Er drehte das Wasser auf, regelte die Temperatur und genoss den warmen Regen. Wohlgeruch erfĂŒllte den kleinen Raum. Jetzt fĂŒhlte er sich schon besser. Als er aus der Duschwanne trat,war er sichtlich erholt und beschloss, noch eine Kleinigkeit zu essen. Nachdem er wieder bekleidet war, machte er sich auf den Weg zum Schankraum. Dort saß immer noch derselbe Gast an der Theke und ließ sich ein weiteres Bier schmecken. Mit glasigen Augen schaute er Dieter an, der auf den Wirt zuging.
„Ich wĂŒrde gerne noch eine Kleinigkeit essen, wĂ€re das möglich?“
„Na klar, Eier mit Speck?“
„Eier mit Speck wĂ€ren genau das richtige.“
„Lina, einmal Eier mit Speck fĂŒr unseren neuen Gast“, rief der Wirt, einer kleinen Glasdurchreiche zugewandt, die hinter der Theke angebracht war.
„Ja Arthur, wird sofort erledigt“, hörte man eine Frauenstimme antworten.
„Möchten sie etwas trinken?“
„Ja, machen sie mir doch auch ein kleines Bier.“
„Kommt sofort!“
Arthur, der Wirt brachte ein kleines Bier an Dieters Tisch.
„Zum Wohl“
„Danke“, antwortete Dieter und fĂŒhrte das Glas zum Mund. Der Geruch von gebratenem Speck machte sich im Schankraum breit. Dieter lief das Wasser im Mund zusammen. Seit dem FrĂŒhstĂŒck hatte er nichts gegessen.
Plötzlich bemerkte ein unangenehmes GefĂŒhl an seinen Beinen. Erschrocken schaute er unter den Tisch und blickte direkt in die grĂŒnen Augen der schwarzen Katze, die ihm schnurrend um die Beine strich und ihn dabei nicht aus den Augen ließ.
Dieter konnte Katzen nicht ausstehen. Sie waren so undurchschaubar und schlichen sich lautlos an, ohne dass man sie bemerkte. Die Katze saß, versteckt unter der Bank, als sie die herannahenden Schritte des Wirtes bemerkte. Arthur setzte den Teller vor seinem Gast ab und legte das Besteck auf den Tisch.
„Guten Appetit, wĂŒnsche ich ihnen. NochÂŽn Bierchen?“
Dieter der schon den ersten Bissen in den Mund geschoben hatte, antwortete mit einem Nicken.
Der Gast an der Theke wandte sich ihm zu.
„ SchmecktÂŽs? Ja, bei Arthur und Lina lĂ€sst man es sich gut gehen. Schade nur, dass so wenige GĂ€ste den Weg hierher finden. Einheimische, so gut wie keine, aber ab und zu ein paar Fremde. Alles wegen diesem AmmenmĂ€rchen ĂŒber die Katze.“
„Lass gut sein, Karl, das interessiert doch den Herrn nicht.“ erwiderte Arthur.
„Immerhin, das Biest treibt schon so lange hier ihr Unwesen......sie soll schon ĂŒber hundert Jahre alt sein.“
„So ein Quatsch“, sagte Arthur „hören sie nicht auf ihn. Er hat schon ein paar Bierchen zuviel. Feierabend Karl. Mach dich auf den Heimweg.“
Arthur schob seinen Gast in Richtung Ausgang und drĂ€ngte ihn zur TĂŒr hinaus. Hinter Karl drehte sich der SchlĂŒssel im Schloss, und der Wirt begann den Schankraum aufzurĂ€umen.
Er rÀumte das leere Geschirr vom Tisch.
„Wir sehen uns morgen beim FrĂŒhstĂŒck. Gute Nacht!“
Auf dem Weg in sein Zimmer kam sich Dieter beobachtet vor. Er sah sich immer wieder um, konnte aber niemanden entdecken. Im Zimmer hatte sich inzwischen eisige NovemberkĂ€lte verbreitet. Eine GĂ€nsehaut ĂŒberzog seinen Körper. Schnell schloss er das Fenster.
Er saß auf dem Bett und dachte ĂŒber die Worte des Thekengastes nach. Was hatte das zu bedeuten? Eine hundert Jahre alte Katze? Quatsch, das konnte der doch nicht ernst gemeint haben.
Er legte sich unter die dicke Federdecke. Die KĂ€lte ließ sich nicht vertreiben. Er rieb seine nackten FĂŒĂŸe an dem Laken, um sie ein wenig aufzuwĂ€rmen. Plötzlich zog er erschrocken seine Knie an. Etwas hatte ihn berĂŒhrt. Warm und ... pelzig? Dieter zog die Decke zur Seite. Darunter lag zusammengerollt die schwarze Katze, als hĂ€tte sie nur darauf gewartet dass er sich seine FĂŒĂŸe an ihr wĂ€rmt.
„Weg mit dir“, sagte Dieter „ wer hat dich denn hier rein gelassen?“
Er war sicher dass sie nicht mit ihm durch die ZimmertĂŒr geschlĂŒpft sein konnte. Hundertmal hatte er sich umgesehen. Er hĂ€tte sie bemerkt, da war er völlig sicher.
„Verschwinde“, herrschte er die Katze an. Die Katze stand bedĂ€chtig auf, machte einen Buckel, streckte sich und sah ihm lange in die Augen.
Von diesen Augen ging eine magische Anziehungskraft aus. GrĂŒn und leuchtend brannten sie sich in Dieters Gedanken. Plötzlich wusste er genau, wozu er hier war. Er musste der Katze folgen. Mit einem eleganten Sprung landete die Katze auf dem Fußboden und lief mit schnellen Schritten auf die ZimmertĂŒr zu. Dort angekommen rieb sie ihren Kopf an der TĂŒr und ihre Augen forderten Dieter auf, sie zu öffnen. Der tat wie von ihm verlangt und folgte der Katze durch den dunklen Flur des Gasthofes. Die Katzenaugen zeigten ihm den Weg. Sie gingen die Treppe hinab zum Schankraum.
Am Fuß der Treppe wartete die Katze auf ihn, leckte ihre Pfoten und sah ihn mit ihren unergrĂŒndlichen Augen an. Er konnte sich diesen Augen einfach nicht entziehen, er war fest in ihrem Bann.
Die Katze saß direkt auf einer FalltĂŒr die im Boden eingelassen war. Dieter nahm den alten Eisenring der Klappe und zog sie auf. Der bekannte, muffige Geruch schlug ihm entgegen. Eine Treppe fĂŒhrte abwĂ€rts in einen Gewölbekeller. Die Katze sprang die Stufen hinab und Dieter folgte ihr willenlos. Eine trĂŒbe Birne beleuchtete den vorderen Teil des Raumes. Im hinteren Teil des Gewölbes herrschte absolute Dunkelheit. Was tat er hier, mitten in der Nacht mit einer Katze im Keller? Die Katze setzte sich in Bewegung und Dieter folgte ihr. Sie strich um die BierfĂ€sser und nĂ€herte sich langsam dem Dunkel. An einer Ziegelsteinmauer blieb sie stehen und setzte sich. Die grĂŒnen Augen brachten ihn Schritt fĂŒr Schritt nĂ€her an die Mauer. Er tastete mit seinen HĂ€nden ĂŒber die rauen Steine und spĂŒrte eine seltsame KĂ€lte die von der Mauer ausging. Plötzlich wurden die Augen der Katze zwei leuchtende Punkte in der Mauer, bevor sie sich ganz in Luft auflösten. Dieter bĂŒckte sich und untersuchte die Stelle. Sie war warm. Dann wurde er durch das Mauerwerk gesaugt. Finsternis umschlang ihn wie ein feuchter undurchdringlicher Vorhang, als er die andere Seite erreicht hatte. Es fiel ihm schwer, zu atmen, oben und unten zu bestimmen, als er geradezu erleichtert, die Anwesenheit der Katze bemerkte, die ihm vertraut um die Beine strich.
Plötzlich wurde der Vorhang von ihm genommen, an den WĂ€nden angebrachte Fackeln erhellten das Gewölbe, als hĂ€tte man einen Lichtschalter betĂ€tigt. Dieter sah sich um. Er konnte einen Raum erkennen der einem Laboratorium Ă€hnelte. ReagenzglĂ€ser, Tiegel und Töpfe mit zweifelhaften Inhalten, KrĂ€uterbĂŒndel, die verstaubt von der Decke hingen und einen Kamin, in dem ein Feuer brannte. Über dem Feuer hing ein alter Topf, aus dem Dampf hervorstieg. Dieter trat nĂ€her. Es konnte doch unmöglich jemand in diesem Loch wohnen, ohne Zugang zur wirklichen Welt. Eingemauert? Erschöpft ließ er sich auf den einzigen Stuhl sinken der im Raum stand.
Die Katze sprang, gerÀuschlos, mit einem Satz vor ihn auf den Tisch und sah ihm tief in die Augen.
Dann hörte er ihre Stimme in seinem Kopf.
„Du tĂ€uscht dich nicht, du kannst mich wirklich hören. Ich heiße Minerva und bin nicht das, was du vor dir siehst. Vor langer Zeit war ich eine bekannte Heilerin, und viele Menschen suchten meine Hilfe. Ich besprach ihre Warzen, heilte ihre Wunden, kurierte sogar tödliche Krankheiten wie Pest und Syphilis.
Eines Tages besuchte mich der Sohn des BĂŒrgermeisters, der sich einen Dorn in den Fuß getreten hatte. Der Fuß war schon entzĂŒndet, das Wundfieber hatte eingesetzt und ĂŒbler Geruch entströmte der Wunde. Ich schickte ihn zurĂŒck in das Haus seines Vaters, wohl wissend, dass ihm nicht mehr zu helfen war. Der BĂŒrgermeister verlor seinen Sohn innerhalb weniger Tage an den Tod.
Seitdem wurde ich nicht mehr aufgesucht und ich hörte das Getuschel hinter meinem RĂŒcken.
„ Hexe, sie hat den Sohn des BĂŒrgermeisters getötet.“
„Sie muss bestraft werden.“
„Ja, brennen soll die Hexe.“
ZunÀchst waren es nur die Marktweiber, aber bald verbreiteten sich diese Reden im ganzen Ort. Die Stimmen, die mein Ende forderten, wurden immer lauter. Eines Nachts, ich schlief vor dem Kamin, wurde ich plötzlich durch ihre Stimmen geweckt. Fackeln erhellten das Gewölbe.
„Jetzt kriegst du, was du verdienst.“ klang es hĂ€misch durch den Raum. Ich wollte fliehen, aber die MĂ€nner drĂ€ngten mich zurĂŒck und begannen ihr schreckliches Werk. Sie mauerten mich ein. Stein auf Stein. Mein Heulen und Schreien konnte ihr Herz nicht erweichen. Erbarmungslos setzten sie auch den letzten Ziegel ein. Dann umgab mich völlige Dunkelheit - und Stille. In wahnsinniger Angst begann ich sofort nach einem Ausweg zu suchen. Meine Gedanken drehten sich im Kreis. Ich war eingeschlossen.

Die Jahrzehnte vergingen, und die Menschen vergaßen mich. Das einzige Lebewesen in meiner NĂ€he, war meine Katze. Ich spĂŒrte den Verfall meines Körpers, wĂ€hrend meine Seele immer noch auf einen Ausweg hoffte. Es gelang mir, meiner Katze das ewige Leben zu verleihen, sie blieb immer jung und ihr Fell glĂ€nzte wie schwarzer Samt. Auch das ewige Feuer im Kamin stellte kein Problem fĂŒr meine KĂŒnste dar. Das ewige Leben fĂŒr meine Person war jedoch ein Traum, der sich nicht erfĂŒllen sollte.
Meine Katze lernte, die Dunkelheit zu ĂŒberwinden und konnte durch Magie die Mauern meines Verlieses verlassen.
Mit meinen letzten KrĂ€utern und Elixieren gelang mir ein Trank, der es mir möglich machte, meine Seele in den Körper der Katze zu transferieren. Mein Fleisch zerfiel zu Staub, aber meine Seele lebte weiter. Seitdem bin ich jede Nacht auf der Suche nach einem mitfĂŒhlenden Menschen, der mir hilft diese Mauern des Grauens niederzureißen und meiner unschuldigen Seele den Weg zur Ewigkeit zu ebnen. Du wirst mir doch helfen?“
Dieter hatte Minerva zugehört ohne sie auch nur einmal zu unterbrechen.
Tief bewegt fasste er seinen Entschluss.
Er wĂŒrde ihr helfen.
Er drehte sich um und betrachtete das Mauerwerk, die riesigen Katzenaugen erschienen und zogen ihn durch die Steine.
In fieberhafter Eile durchsuchte er den Keller nach geeignetem Werkzeug, Minervas Seele zu befreien und entdeckte eine Spitzhacke. Sofort begann er auf die Mauer einzuschlagen. Als schließlich ein Loch in der Wand entstanden war, waren der erboste Wirt und seine Frau im Keller eingetroffen. Dieter zeigte, wie von Sinnen auf die Maueröffnung. Als der Wirt hindurchsah, entdeckte er ein uraltes Skelett. Das Alter des Skeletts wurde spĂ€ter von den Pathologen auf ungefĂ€hr dreihundert Jahre geschĂ€tzt. Es sollte auf dem örtlichen Friedhof in geweihter Erde begraben werden, um die jahrhundertealte Schuld zu sĂŒhnen.

Dieter reiste am Tag nach dem BegrÀbnis ab. Eine schwarze Katze begleitete ihn zum Parkplatz und stieg, ganz selbstverstÀndlich, in sein Auto ein.

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Minds Eye
Guest
Registriert: Not Yet

Eine schöne Variation der PoeŽschen "schwarzen Katze".
GefÀllt mir wirklich gut.
GrĂŒĂŸe,
ME.

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gox
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Registriert: Jun 2002

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Hallo SchattenfÀngerin,

eine schön dĂŒstere Geschichte hast Du da hingelegt!

Diesen Teil: '...und stellte sich unter den warmen Regen. Wohlgeruch machte sich in dem kleinen Raum breit. Jetzt fĂŒhlte er sich schon besser. Als er aus der Duschwanne trat, fĂŒhlte er sich erholt und beschloss, noch eine Kleinigkeit zu essen. Nachdem er sich wieder bekleidet hatte, machte er sich auf den Weg...' 6 x das Wörtchen 'sich' ist doch arg viel ;-)
Hier sinds immer hin nur 3: 'Auf dem Weg in sein Zimmer kam sich Dieter beobachtet vor. Er sah sich immer wieder um, konnte aber niemanden entdecken. Im Zimmer hatte sich inzwischen eisige...'

Ich empfehle, den ganzen Text auf das Wörtchen 'sich' zu ĂŒberprĂŒfen, Du hast es ĂŒber 50 mal verwendet. Das ist sprachlich unschön und kostet bei dieser ansonsten sehr gelungenen Geschichte etwas Lesespaß...

Viele GrĂŒsse vom gox
__________________
Das Unmögliche ist immer denkbar und das Denkbare ist immer möglich

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SchattenfÀngerin
???
Registriert: Sep 2003

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Kommentare: 9
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Danke Mindseye,

freut mich sehr Deinen Geschmack getroffen zu haben.

liebe GrĂŒsse von der
SchattenfÀngerin



Hallo Gox,

vielen Dank fĂŒr Deine UnterstĂŒtzung. Ich habe den Text nocheinmal ein bischen verĂ€ndert und ein paar " sichÂŽs"
sind auf der Strecke geblieben.
Freut mich, dass Du den Text trotz allem gelungen findest.

viele GrĂŒsse von der
SchattenfÀngerin

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