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Leselupe.de > Humor und Satire
Die Memoiren von Daniel Kübelböck
Eingestellt am 11. 05. 2003 15:40


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Mortimer
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Daniel Kübelböck
Meine Memoiren

Als ich noch nicht geboren wurde war meine Mutter schwanger. Danach war ich da. Dann wurde ich nach einem Jahr eins. Da kann ich mich nicht mehr so gut dran erinnern, weil ich erst 1 war. Und mein Freund Ullrich war auch erst 1. Und meine Freundin Ludmilla war noch nicht auf der Welt. Da hatte ich schon ersten Kontakt mit Musik. Bei meinem ersten Bäuerchen sagte mein Opa: Toll.

Nächstes Jahr wurde ich 2. Das war ich schon doppelt so alt wie vorher. Da kann ich mich nicht mehr so gut dran erinnern, weil ich erst 2 war. Und mein Freund Ullrich war auch erst 2. Und meine Freundin Ludmilla war noch nicht auf der Welt. Im Anschluss daran bin ich schlagartig 3 geworden. Da konnte ich schon besser Musik machen. Bei meinem ersten Furz sagte mein Opa: Toll!

Ach so, mein Freund Ulrich ist auch 3 gewesen. Und meine Freundin Ludmilla war noch nicht geboren. Und als ich nach einem Jahr aufgewacht bin, war ich schon 4. Das ist doppelt so alt wie ich mit 2 war. Und 4 mal so alt wie am Anfang. Und ein Jahr älter als wie mit 3. Und 13 Jahre jünger als wie jetzt und sogar 96 Jahre jünger als wie wenn ich mit 100 sterbe. Als mein Opa mir mit 3 – hi,hi mein Opa war da gar nicht 3 sondern ich war 3 -meine Windeln gewechselt hat, sagte er: Toll!

Und danach bin ich nach 365 Tagen plötzlich ein Jahr älter geworden als wie ich damals noch war. Ich war 5. Und mein Freund Ullrich war auch erst 5. Und meine Freundin Ludmilla war noch nicht auf der Welt. Da bin ich in den Kindergarten gekommen. Der war neben dem Haus von Ullrichs Eltern, der da noch 5 Jahre alt war. Genau wie ich auch. Im Kindergarten hatte ich viele Freunde. Den Max, der war schon 6. Den Toni, der konnte schon sprechen und war auch 5 und die Susi, die war erst 4, was ein Jahr jünger war als wie ich zu der Zeit und doppelt so alt als wie ich mit 2 und 35040 Tage jünger als wie wenn ich 100 werden würde.Als mich mein Opa mal im Kindergarten besuchte, sagte er: Toll!

Und dann bin ich im nächsten Jahr 6 geworden. Das war ein Jahr älter als wie mit 5 und doppelt so alt als wie mit 3 und 6 mal so alt wie am Anfang. Und 94 Jahre jünger als wie wenn ich 100 werden würde. In diesem Jahr ist mein Opa gestorben. Toll!

Dann bin ich noch viele Jahre älter geworden. Erst 7 dann 8 dann 9 und so weiter bis ich in die Schule kam.

In der ersten Klasse war ich der Einzige mit ner Mofa. Die hat voll laut geröhrt. Die fuhr sogar 25 – das war 10 km/h schneller als wie ich alt war und auch 10 km/h schneller als wie Ulrich alt war. Denn ich war da schon 15 und Ulrich auch, dessen Haus immer noch neben dem Kindergarten stand, in dem ich meinen Freund Max, der jetzt schon 16 war und meinen Freund Toni, der immer noch sprechen konnte und meine Freundin Susi, die erst 14 war einmal kennengelernt habe. Ich war da 3 mal so alt als wie mit 5 und mehr als doppelt so alt wie mit 7 und 15 mal so alt wie am Anfang und 85 Jahre jünger als wie wenn ich mit 100 sterben würde.

In der Schule war ich nicht so gut wie die anderen, das lag daran das die anderen besser waren als wie ich. Da habe ich angefangen zu singen. Erst ein Lied dann 2 dann 3 und dann so viele Lieder wie ich alt wäre, wenn ich 100 werden würde, was in etwa einem 6el von dem entspricht wie ich damals alt war und auch ein 6el von dem Alter, das Ulrich hatte, der genauso alt war wie ich und dessen Eltern immer noch ein aus hatten, das neben dem Kindergarten war und auch immer noch ist. In der Klasse war ich sehr beliebt, weil ich viele Freunde hatte, die mich mochten. Das könnte daran gelegen haben, dass mich viele gut fanden.

Auch Ullrich mochte mich, denn ich mochte Ulrich auch. Aber anders als wie alle anderen. Ich war mal mit Ulrich im Zeltlager und dort hat er mir etwas Schönes gezeigt. Es war genauso lang wie wir alt waren und genauso dick wie ich Jahre auf dem Buckel hatte als ich 5 war. Mein Opa hätte bestimmt gesagt: Toll.

Und Ludmilla war noch nicht geboren zu der Zeit. Als ich das Schöne von Ulrich gesehen habe, hatte ich zum ersten Mal Schmetterlinge im Bauch. Fast so viele Schmetterlinge wie ich alt sein würde wenn ich 100 werden würde. Genau wie mein Freund Ulrich. Das wären fast 100 mal so viel Schmetterlinge wie ich am Anfang alt war.

Dann habe ich das erste Mal Gesangsunterricht bekommen und mein Lehrer war von mir beeindruckt. Er meinte, nur Ernie würde besser singen. Ich habe Ernie nie singen gehört nur das Krümelmonster und Graf Zahl und Herrn Bödefeld. Aber nie Ernie. Den nie. Dafür haben die anderen viel gesungen und mehr sogar als wie Bert.

Dann wurde ich 16 und kam in die Pubertät. In dem Jahr in dem ich 16 wurde wurde auch Ulrich 16, dessen Eltern immer noch das Haus neben dem Kindergarten besaßen und auch heute noch besitzen. Ludmilla war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren. Sie war noch 0. So alt wie ich war bevor alles begann. Und mehr als wie 100 mal so jung wie ich sein werde, wenn ich 100 werden würde. Und genauso viel IQ wie ich jetzt.

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blaustrumpf
???
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Hallo, Mortimer

Schon letzte Woche wollte ich dir einen Kommentar zu deinem Text schreiben.

Das ist jetzt schon fast eine Woche her. Eine Woche sind sieben Tage. Das ist viel weniger als ein Monat lang ist. Und viel mehr als eine Eintagsfliege lebt. Und wenn ich hundert werde habe ich 5'200 Wochen gelebt. Und noch welche mehr, ich weiß gerade nicht, wie das mit den Schalttagen ist.

Aber das ist eigentlich egal. Weil, heute ist kein Schalttag. Obwohl, heute ist Schalttag, weil, ich hab den Computer eingeschaltet. So gesehen ist eigentlich jeden Tag Schalttag. Gibt es auch Schaltnächte? Und was machen eigentlich die, die da in wohnen, wo es ein halbes Jahr lang dunkel ist? Und der Tag auch ein halbes Jahr lang dauert. Wie alt müssen die eigentlich werden, bis sie erwachsen sind?

Oder gibt es deshalb nicht so viele Eskimos hier bei uns, weil die alle noch nicht alt genug sind, um so weit zu verreisen? Oder werde ich nicht 100 in mei sind das noch viele Wochen bis dahin, wenn ich an den Polarkreis ziehe und das mit dem langen Tag gilt? Ist aber auch egal, weil, da gibt es sicher Internet.

Und dann kann ich auch noch ganz dolle oft was von dir lesen. Oder wohnst du da oben und schickst uns ab jetzt jeden Tag einen Text? Und ist das dann jeder Tag, wie wir ihn zählen, oder muss ich da ein halbes Jahr warten? Das sind 26 Wochen. Also ein bisschen weniger als meine Schuhgröße. Oder 182 Tage. Also ein bisschen mehr, als mein IQ. Oder 182 Nächte. Ich werde gerade ein bisschen müde. Aber nicht von deinem Text. Der ist nämlich klasse.

Schöne Grüße von blaustrumpf


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Dafür bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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Mortimer
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Antwort auf Blaustrumpf

Hi Häuptling Blaustrumpf,

sorry, dass ich nicht eher zurückschreibe. Konnte eine Woche nicht ins Internet. Vielen Dank für dein Kommentar, musste stellenweise herzlich lachen und das will was heißen!
Du weißt ja sicherlich, dass mein kleiner Ausflug in das Hirn des spätpubertierenden, Zahnstangen-Pipi-Langstrumpf-Schwarms einen ernsten Hintergrund hat. Der Ochse hat wirklich vor seine Memoiren pünktlich zur Frankfurter Buchmesse dem mehr oder weniger belesenen Publikum zu kredenzen. Da fehlt nur noch, dass der mittlerweile von Hirnschmelze zerfressene Harald Juhnke beim Grand Prix einen Remix von "Nie wieder Alkohol" im Duett mit Inge Meysel vorträllert. Mit Container-Zlatko als Backgroundjodler und Sachsen-Paule am Drumset. Mit eigenem Stick versteht sich. Armes Deutschland!

Liebe Grüße
Mortimer

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blaustrumpf
???
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Hallo, Mortiner

Wer ist Sachsen-Paule?

blaustrumpf
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Mortimer
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Wer ist Sachsen-Paule?

Hallo Blaustrumpf,
du kennst Sachsen-Paule nicht? Ok, ich gebe zu, er gehört
mit Sicherheit nicht zu Deutschlands Dichtern,Denkern oder politischen Revoluzzern die beim Aufnahmetest einer privaten Journalistenschule abgefragt werden würden. Der Vogel ist mal in einer Talkshow aufgetreten und hat sich mit der Behauptung lächerlich gemacht, er werde einmal ein großer Pornostar werden. Wenn sich jetzt vor deinem geistigen Auge das Bild eines breitschultrigen Bodybuildertypen mit vor Pomade glänzendem schwarzen Zopf materialisiert, der breitbeinig in die Kamera grinst - Fehlanzeige. S.-P. ist knapp 1,80 m , spindeldürr und sieht im Gesicht aus wie eine zusammengequetschte Zitrone. Den zauberhaften Charme eines ehemaligen Jungpioniers der DDR verleiht ihm aber erst sein unverwechselbarer tiefsächsischer Dialekt. Alles in allem ein Vorzeigevolltrottel. Das Größte an der ganzen Geschichte aber ist, dass sich wirklich ein Produzent aus dem Milieu gefunden hat, der mit diesem Aushilfskellner ein paar drittklassige Vögelstreifen gedreht hat, die dann auszugsweise in diversen Nachrichtenmagazinen der Privaten zu sehen waren. Meistens zeigte man auch seine Mutter in der sächsischen Heimat, die ganz stolz berichtete, dass sich das "Talent" ihres Sohnes schon sehr früh abzeichnete. Sie habe auch die Bewerbungsfotos geschossen. Zum Glück war mein Lachreiz stärker als der, mich übergeben zu müssen.
Wenn mich nicht alles täuscht, hat er sogar versucht einen Song aufzunehmen, was ja in dem Deutschland unserer Tage auch keinem vergönnt bleibt.
Wie so viele Vollpfosten, die RTL & Co. hochgezüchtet haben, ist auch Sachsen-Paule schnell wieder von der Bildfläche verschwunden.

Liebe Grüße

Mortimer

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mye
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hallo,

auch wenn mir das mit den zahlen teilweise zu viel wurde... so komme ich noch immer nicht aus dem lachen raus... vor allem weil ich es echt schwer finde etwas wirklich lustiges zu papier zu bringen, erhältst du echt meinen respekt.
die rolle des opas finde ich besonders klasse...

gruß
andré
__________________
man findet keine freunde mit sala-at, man findet keine freunde mit sala-at... (die simpsons)

www.moviereporter.net

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