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Leselupe.de > Erzählungen
Die Mondnacht des Friedens
Eingestellt am 12. 01. 2016 23:14


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TheoDoridis
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2013

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Es war friedlich hier in diesem Land und die friedlichen Menschen feierten das alljährliche Fest des Miteinanders
auf ihre eigene Art und Weise. Sie kamen in ihre Städte
und Dörfer zusammen, um sich einander Zeit zu nehmen, sich zuzuhören, sein eigenes Leben dem ande-ren mitzuteilen und wenn das Herz den einen oder anderen bewegte, sich zu be- schenken. Zu Beschenken mit Liebe, wärmender Umarmung und
mit Essen und Trinken.
In dieser Nacht leuchtete der Vollmond sehr hell vom klaren schwarzen Himmel auf dieses friedliche Land herab und ließ durch seine hel-len Strahlen kleine versteckte Wege und Felder erkennen. So ließ der Vollmond auch diesen Holzzaun hier mit seinem strahlenden Licht entdecken. Ein Holzzaun, der die Grenze diese Landes, weg von hier in zwei Richtun-
gen kennzeichnete.
Doch plötzlich wurde die Ruhe durch Polterge-räusche und schmerzende Schreie gebrochen. Es klopfte an diesem Holz-
zaun und √ľber ihm stiegen auf einmal mehrere Gestalten hin- √ľber, um eiligst in dieses friedliche Land zu gelangen.
Der Mond lie√ü die Gestalten allm√§hlich erken-nen. Es waren Menschen. M√§nner, Frauen und Kinder, die in einer Vielzahl √ľber diesen leichten Holzzaun stiegen, hier auf der fried-lichen Seite dieses Zaunes aufkamen und den nachkommenden Menschen halfen, diese scheinbar leichte H√ľrde zu √ľberqueren.
Wo kamen auf einmal all diese Menschen her, die Schmerzen, Trauer und Verzweiflung in ih-ren Gesichtern trugen?
Diese geschundenen Menschen kamen vom östlichen Nachbarland. Ihnen verhalf der Vollmond mit seiner ganzen Lichtpracht diesen Holzzaun zu entdecken und auf die Wege zu den Dör-
fern und Städten zu lotsen. Den Pfaden folgend konnten die gepeinigten Menschen dort auf die friedlichen Menschen tref- fen und sie um Hilfe bitten.
Als sie dort ankamen und an den T√ľren der friedlichen Men-
schen klopften, wurde ihnen zwar oft aufgemacht und gehol-fen. Aber einige friedliche Menschen waren erst miss- trauisch und wunderten sich √ľber die gro√üe Menge an Hilfe-suchenden, die da an ihren H√§usern klopften. Die friedli-
chen Menschen wollten wissen, was die geschundenen Menschen aus dem √∂stlichen Nachbarland so zahlreich zu den friedli- chen Menschen gef√ľhrt hatte.
Bei den Antworten der vertriebenen Menschen erschraken die friedlichen Menschen. Sie erfuhren, was die vertriebenen
Menschen, M√§nner, Frauen und Kinder, bei ihrer Flucht √ľber sich ergehen lassen mussten. Einfache Wegnahme und Zerst√∂- rung ihres eigenen Heimes, Schl√§ge und Folter. Und die Sol- daten hatten sich zudem noch an den Frauen und Kindern, egal ob Junge oder M√§dchen, vergangen.
Als die friedlichen Menschen das erfuhren, wollten sie etwas dagegen tun und tummelten sich aus dem ganzen friedlichen Land zusammen und holten sich zuverlässige Informationen aus dem östlichen Nachbarland. Aus diesem Heimatland, aus das diese vertriebenen Menschen brutal verjagt wurden. Die friedlichen Menschen erfuhren dabei Ungeheuerliches.
Eine raffgierige Armee st√ľrmte einfach mit seinen Soldaten das benachbarte √∂stliche Land, weil die Menschen dort arm waren und vor kurzer Zeit Bodensch√§tze gefunden hatten. Gleichzeitig wollten andere Regierungen und deren Hinter-m√§nner und -frauen im Hintergrund sich dieses einfach be-
setzte arme Land zu eigen machen, um sich die dortigen Län- dereien anzueignen und teurer weiter zu verkaufen. Ziel des Angriffs in dieses arme östliche Nachbarland war also Hab-
gier und Bereicherung.
Die Menschen dieses friedlichen Landes erfuhren auch, dass ihre eigenen Informationssysteme bestochen und die fried-lichen Menschen dauernd von ihnen belogen wurden, damit die friedlichen Menschen nichts gegen die raffgierige Armee unternahmen. Den bestochenen Nachrichtensendern war also dieser ungeheuerlicher Angriff bewusst und bekannt.
Die friedlichen Menschen waren entsetzt und nun gewillt, diesem Untreiben ein Ende zu setzen.
Sie riefen alle friedlichen B√ľrger auf, den vertriebenen Menschen Essen, Trinken und frische Kleider zu geben. Dann wurden die friedlichen Menschen aufgerufen sich in der Mit-
te des friedlichen Landes mit Neonjacken gekleidet, egal welcher Farbe, zu treffen. Was in dieser Nacht des strah-lendes Vollmondes geschah, war einfach unglaublich.
Nach dem Aufruf an die friedlichen Menschen bildete sich nach und nach in der Mitte des Landes ein riesiger Men-
schenkreis mit schillernden Neonfarben gekleidete Menschen, die nur noch auf ein Zeichen warteten. Und während dieser Menschenkreis immer größer wurde, besetzten die friedlichen Menschen ohne Gewaltanwendung nebenbei in dieser Nacht auch ihre sämtlichen eigenen Nachrichtensender und legten ihre ganzen Kommunikationssysteme lahm. Sämtliche Räume der be-
setzten Sender waren mit friedlichen Menschen gef√ľllt und niemand konnte weder rein noch raus. Auch die bestochenen Reporter konnten sich nicht bewegen und wurden von den friedlichen Menschen in Schach gehalten.
Der Mond stand mittlerweile hoch oben im Mittelpunkt des schwarzen Himmels und erleuchtete die Menschen, die alle
nun im schillernden Neon erstrahlten. Es n√§herten sich dem gro√üen Menschenkreis mittlerweile Menschenketten aus den befreundeten Nachbarl√§ndern, ebenfalls in Neonjacken ge- kleidet, um den friedlichen Menschen bei ihrem friedlichen Vorhaben zu unterst√ľtzen. Auch sie warteten auf ein Zeichen aus der Mitte. Die Nachbarl√§nder erfuhren ebenfalls √ľber
ihre eigenen l√ľgenden Nachrichtensender und legten diese wie das friedliche Land mit ihren eigenen Menschenmassen lahm.
Auf einmal drehten sich die friedlichen Menschen auf Geheiß aus der Mitte des Kreises in Richtung des besetzten öst-
lichen Landes und warteten auf das Startzeichen. √úber dem Menschenkreis √ľberflogen immer mehr Polizei- und Armeehub-schrauber des friedlichen Landes. Sie sollten den Menschen- kreis bei seinem Vorhaben unterst√ľtzen und leuchteten mit ihren Halogenscheinwerfern den Weg in die Richtung zum besetzten √∂stlichen Land. Deren Piloten hatten des Weiteren s√§mtliche Waffen ihrer Hubschrauber abmontiert, um nicht versehentlich einen Schuss abzufeuern und den Menschenkreis zu verletzen.
Die besetzende, zerst√∂rende und raffgierige Armee verfolgte weiterhin das Ziel, das arme √∂stlich besetzte Nachbarland sich anzueignen und die Bodensch√§tze f√ľr sich zu erkl√§ren. Sie hatten durch die benachbarten lahmgelegten Nachrichten-sender nicht mitbekommen, was das friedliche Land vorhatte.
Plötzlich wurde eine Rakete aus der Mitte des Menschenkrei-
ses in den Himmel geschossen und läutete den Start des friedlichen Massenmarsches in das besetzte östliche Land
ein.
Die friedlichen Menschen hatten das Ziel, die vertriebenen Menschen wieder in ihr Land zur√ľck zu begleiten, das besetz-
te Land von der zerst√∂rischen Armee durch Menschenmassen-pr√§senz aus dem √∂stlichen Nachbarland zu vertreiben und mit den friedlichen Menschen und ihren Helfern aus den Nachbar-l√§ndern bis zu den Au√üengrenzen des √∂stlichen Landes zu zu f√ľllen. Dabei nat√ľrlich das befreite √∂stliche Land vor der raffgierigen Armee zu sch√ľtzen. Die Neonjacken der fried-lichen Helfer waren daf√ľr da, zu erkennen, wer die fried-
lichen Helfer des östlichen Landes waren und wer die einhei-mischen Menschen.
Als gerade eine Truppe der zerst√∂rerischen Soldaten ein wei- teres Dorf √ľberfallen und niederbrennen wollte, blieb die Truppe stehen und h√∂rte aufkommende Hubschrauberger√§usche. Erst dachten sie, es sei ihre Nachschubtruppe. Doch dann sahen sie in der Ferne, wie Hubschrauber im Kreis flogen
und eine in Neon leuchtende Stelle umkreisten.
Die Truppe legte ihre Gewehre an und wollte schon auf die leuchtenden Neonlichter schie√üen. Doch pl√∂tzlich kamen mit gro√üem L√§rm und mit Halogenscheinwerfern best√ľckte Panzer, deren Kanonen abmontiert wurden, aus dem Dunkel rasend auf diese Truppe zu. Es waren Panzer aus den unterst√ľtzenden Nachbarl√§ndern des friedlichen Landes, welche ohne Munition und Kanonenrohren best√ľckt waren. Sie wurden nachgeschickt, um die Menschenmassen des friedlichen Landes bei ihrem
friedlichen Marsch zu begleiten und vor bewaffnete Soldaten zu sch√ľtzen.
Ein Panzer fuhr weiter auf diese Truppe zu und wollte sie vertreiben. Die Soldaten schossen die Magazine ihrer Gewehre leer und rannten davon. Nur einer der Soldaten wollte dem Panzerfahrer einen Denkzettel verpassen und legte eine Mine. Der Panzerfahrer sah die Mine zu sp√§t und starb. Sofort eilten weitere Panzer auf diese Truppe zu und umzingelten sie. Als die Truppe merkte, dass Wegrennen nichts mehr n√ľtzte, warfen sie ihre Waffen weg und gaben auf.
Die gesamte zerstörerische Armee erkannte, dass ihre fried-lichen Gegner zu viele waren. Und wenn diese raffgierige Armee auch noch das Feuer auf die friedlichen Menschenmas-
sen er√∂ffnet h√§tte, w√§ren weitere L√§nder, welche an dieses besetzte Land angrenzten, auch zu ihren Gegnern geworden. Also zog sich diese raffgierige Armee ohne weitere Angriffe zur√ľck und verschwand aus dem √∂stlichen Land.
Das √∂stliche Land f√ľllte sich immer weiter bis zu seinen Au√üengrenzen mit Menschen aus dem friedlichen Land und den befreundeten Nachbarstaaten. Niemand konnte sich mehr in diesem ehemalig besetzten Land bewegen, weil alle Menschen so dicht beieinander standen und sich somit nicht bewegen konnten. Soldaten der zerst√∂rischen Armee, welche es nicht geschafft hatten zu fl√ľchten, standen K√∂rper an K√∂rper mit den friedlichen Helfern. Die Soldaten begannen sich dabei zu sch√§men.
Bis die Lage des Landes durch die Panzer an den Außengrenzen gesichert war, konnte sich niemand bewegen.
Dann begannen einige friedliche Helfer und ihre Unterst√ľtzer aus den Nachbarl√§ndern nach und nach sich aus dem √∂stlichen Land in ihre eigenen L√§nder abzuziehen. Dabei legten sie ne-
benbei die Stra√üen des √∂stlichen Landes frei, damit die aus ihrer Heimat vertriebenen Einheimischen wieder in ihre H√§user und Wohnungen zur√ľckkehren konnten. Manche Heime waren zer-
stört oder niedergebrannt worden. Doch die helfenden fried-
lichen Menschen bauten es zusammen mit den Einheimischen wieder auf.
Mittlerweile wollte die zerstörerische Armee einen erneuten Angriff auf das aus ihrer Sicht verlorene Land starten, um das östliche Nachbarland wieder zu besetzen. Doch ihre Droh-
nen meldeten, dass an den Au√üengrenzen des √∂stlichen Landes eine Panzerkette das Land vor Angriffe sch√ľtzte. Die fried-lichen Menschen hatten einen erneuten Angriff der gierigen Machthaber fast vermutet. Deshalb wurden die Panzer auch mit Kanonenrohren best√ľckt sowie mit Munition geladen, um diesen erneuten m√∂glichen Angriff zu verhindern.
Die gierigen Machthaber mussten letztendlich ihr Vorhaben aufgeben und waren gezwungen, aufgrund des weltweiten Drucks der umliegenden Staaten, sich zu stellen. Trotzdem konnten die Hintermänner und -frauen, die diesen abscheulichen Besatzungsangriff mit helfenden Banken in die Wege geleitet hatten, fliehen. Jedoch waren die Geheimdienste ihnen schon auf den Fersen.
Als die friedlichen Menschen und ihre Helfer den Menschen
aus dem ehemaligen besetzen Land verhalfen, aus eigener
Kraft wieder regieren zu können, verließen die friedlichen Menschen und die helfenden Nachbarländer das nicht mehr in Gefahr stehende Land und gingen in ihre eigenen Länder zu-
r√ľck.
Zuvor bedankten sich die Einheimischen bei ihren gesamten Helfern mit einem Fest und beschenkten sie mit Teilen aus ihren Bodenschätzen.
Die Panzer an den Außengrenzen wurden den Einheimischen geschenkt, um weitere Angriffe auf ihr östliches Land zu verhindern.
Die raffgierige Armee hatte bei ihrer Besetzung des östli-
chen Landes leider viele Einheimische getötet und auch
einige friedliche Helfer fanden bei ihrem Befreiungsmarsch durch sie den Tod. Die Opfer lie√üen ihr leben entweder durch eine fehlgeleitete, t√∂tende Drohne der gierigen Armee, durch betreten oder √ľberfahren einer Mine oder durch Scharfsch√ľt-
zen der zerstörerischen Armee.
An die Opfer wurde am dritten Tag der Befreiung des östli-
chen Landes gedacht und den Familien der Opfer je ein Bei-
leid und lebenslange Hilfe ausgesprochen. Durch ein Mahnmal mit der Aufschrift ‚ÄěDie f√ľr den Frieden ihr Le-ben lie√üen‚Äú sollte immer an die Opfer gedacht werden.
Von diesem Tag an und in den weiteren Jahren wurde immer daran gedacht, wie friedlich und ohne Gewalt im gemeinsamen Miteinander ein besetztes Land wieder von gierigen Machha-
bern befreit werden konnte.
Dar√ľber hinaus lie√üen die friedlichen Menschen und ihre Nachbarl√§nder sich nicht mehr von ihren eigenen Nachrich-
tensendern bel√ľgen und Angst einjagen.

Ende

__________________
Theo Doridis

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