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Leselupe.de > Horror und Psycho
Die Obduktion
Eingestellt am 23. 05. 2004 22:23


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Enrico Schreiber
Schriftsteller-Lehrling
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Der folgende Auszug ist Teil einer l├Ąngeren Story. Ich bin ├╝ber jegliche Kritik dankbar. Bin gespannt es ankommt.

Die Obduktion

Dr. Clara Wei├čbach, Pathologin im Universit├Ątskrankenhaus der Stadt, stand vor der Bahre. Zwei Assistenten hatten die Leiche zur Obduktion vorbereitet! Die Neunundzwanzigj├Ąhrige hatte erst vor kurzem den Job bekommen und hatte nun ihre erste gr├Â├čere Arbeit. Seid ihrer Studienzeit hatte sie keinen menschlichen K├Ârper mehr aufgeschnitten. Sie war leicht nerv├Âs. Im Vorbereitungsraum hatte sie sich noch einmal alle Arbeitschritte durch den Kopf gehen lassen. Nun f├╝hlte sich sich bereit. Sie nahm den Bericht der Polizei zur Hand. Laut Unterlagen war der Tote Mario Wetzlar, f├╝nfundvierzig Jahre alt, Todesursache unbekannt. Das war ihre Aufgabe. Der Leiter der Untersuchung Polizeihauptkommissar Ralf Werns hatte verschiedene Theorin heinein geschrieben. Doch die ├╝berflog Clara nur, da sie nicht nach etwas bestimmtem suchen, sondern strickt nach Lehrbuch vorgehen, wollte. Erst Recht bei dem Assistenzarzt den ihr Dr. Schram zugeteilt hatte. Dr. Klaus Reuklitz. Der Stinkstifel der gesamten Abteilung. Nun sie wollte es ihm so richtig zeigen. Das hatte sie sich vorgenommen. Zumal er sich wie immer versp├Ątete. Es war bald neun und eigentlich wollte sie schon zu Hause sein. Doch diese Leiche hatte Dringlichkeitsstufe eins. Das hie├č f├╝r sie Nachtschicht.
‚Was solls.’ dachte Clara bei sich, ‚H├Ątte eh nur vor der Klotze gehangen!’
Mit diesen Gedanken zog sie die Gummihandschuh an. Clara sah noch einmal zur Uhr. Zehn vor zehn.
„Verdammt, da fang ich eben ohne ihn an.“ sagte sie in die Stille des Raumes.
Sie atmete noch einmal tief durch. Mit einem kr├Ąftigen Ruck zog sie das Lagen von der Leiche. Einen Moment lang stand sie da und schaute auf den Toten. Dann begann sie mit ihrer Arbeit. Systematisch von oben nach unten suchte sie den K├Ârper nach Wunden und Hautunregelm├Ą├čigkeiten ab. Sie fand jedoch au├čer leichte Hautabsch├╝rfungen an den Knien, den Handfl├Ąchen und einer kleine Schramme an der linken Schl├Ąfe keine auff├Ąlligen ├Ąu├čeren Verletztung. Und die konnte er sich beim Sturz zugezogen haben. Denn nach Polizeibericht war er ohne ersichtlichen Grund auf offene Stra├če zusammengebrochen und auf der Stelle gestorben. Kein Anzeichen f├╝r Herz- oder Kreislaufkolabs. Einfach von einer Minute zur anderen. Auch seine Angeh├Ârigen konnte sich nicht erkl├Ąren wie es dazu gekommen war. Clara verstand nur nicht warum dieser Fall eine so hohe Dringlichkeit aufwies. Ihrer Meinung nach h├Ątte das Ganze ruhig noch bis morgen fr├╝h Zeit gehabt. Doch was sollte sie machen. Sie machte weiter. Nachdem Blut- und Speichelproben entnommen wurden und auf den ersten Blick nichts ungew├Âhnliches zu sehen war, machte sie sich bereit die Leiche zu ├Âffnen. Sie setzte gerate das Skalpell an, als sie die Schritte vernahm. Sie warf einen Blick auf die ├╝ber der T├╝r h├Ąngenden Uhr. Zweiundzwanzig Uhr dreiunddreisig. Fast eine ganze Stunde kam der Typ nun zu sp├Ąt. Clara nahm sich vor, morgen noch vor Antritt ihres Dienstes bei Dr. Schram eine Beschwerde gegen Dr. Recklitz einzulegen. Doch das hatte erst einmal Zeit, denn jetzt musste sie mit ihm zusammen arbeiten.
„Da komm ich ja genau im richtigen Moment!“ sagte er grinsend.
Ein Klaus Recklitz hatte es ja auch nicht n├Âtig sich f├╝r sein Zusp├Ątkommen zu entschuldigen oder wenigstens ‚Guten Abend!’ zu sagen. Clara schluckte ihren Zorn hinunter und widmete sich wieder ihrer Arbeit. Die n├Ąchsten Minuten vergingen ohne das sie etwas ungew├Âhnliches fand. Als erstes hatte sie den Hals aufgeschnitten, da sie vermutetet hatte das er irgendwie erstickt w├Ąre. Doch Fehlanzeige. Weder Luft- noch Speiser├Âhre waren verschlossen. Sie konnte sich das ganze einfach nicht erkl├Ąren. Nun wollte sie die Bauchdecke ├Âffnen um die inneren Organe zu untersuchen. Sie setzte gerate das Skalpell an, als es begann. Ein Beben durchlief den K├Ârper. Kaum merklich. Clara war sich nicht sicher ob sie ├╝berhaupt etwas gesp├╝rt hatte. Vielleicht war ja Klaus, der auf der anderen Seite der Bahre stand, irgendwie dagegen gesto├čen. Sie schaute ihn kurz an. Er ignorierte ihren Blick. Ihm schien der Abend ebenso zu gefallen wie Clara selbst. Erst recht da sie wusste, das Klaus Recklitz sich auch um die Stelle des Pathologen beworben hatte. Und sie nicht bekommen hatte, weil man eine viel j├╝ngere ├ärztin genommen hatte. Und mit der musste er jetzt auch noch zusammen arbeiten. Clara konnte ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Sie widmete ihre Aufmerksamkeit wieder der Leiche. Sie setzte ihr Skalpell in Bauchnabelh├Âhe an. Pl├Âtzlich stutzte Clara, als sie ihren Blick ├╝ber den K├Ârper schweifen lie├č. Waren die Augen nicht eben noch geschlossen? Sie sch├╝ttelte irritiert den Kopf. Mit ge├╝btem Handgriff dr├╝ckte sie die starr nach oben gerichteten Augen zu. Sie atmete tief durch.
„Alles in Ordung mit ihnen?“ fragte Klaus.
Es sollte besorgt klingen, doch er gab sich dabei keine sonderliche M├╝he, das sp├╝rte Clara.
„Ja, ja ist schon okay!“ gab sie schnell zur├╝ck, vielleicht etwas zu schnell.
Zum wiederholten Male setzte sie ihr Skalpell an der selben Stelle an. Mit einem Mal schien die Temperatur im Raum um einige Grad zu sinken. Clara lief ein eiskalter Schauer ├╝ber den R├╝cken. Wieder durchlief ein Zucken den toten K├Ârper vor ihr. Clara ging einen Schritt vom Tisch zur├╝ck. Klaus schaute sie mit genervtem Blick an.
„Was ist nun? Wolln sie weiter machen oder soll ich das ├╝bernehmen?“
„Nein, ich schaff das schon!“
Ein weiteres Zucken ersch├╝tterte den K├Ârper. Jetzt war es deutlich sichtbar gewesen. Die rechte Hand rutschte von der Bahre. Was nun geschah ging ├╝ber Clara’s rationelles Denken hinaus. Die Finger der Leiche begannen sich zu bewegen. Erst zaghaft der Mittelfinger, dann immer kr├Ąftiger, die anderen Finger folgten. Schlie├člich ballten die Finger sich zur Faust. Mit schreckensgeweiteten Augen und ge├Âffneten Mund stand Clara Wei├čbach da.
„Was zum Teufel ist los mit ihnen?“ rief ihr der Assistenzarzt zu.
„Ich wei├č nicht. Irgendetwas stimmt hier nicht. Gehen sie von der Leiche weg!“
Mit einen Ruck ├Âffneten sich die Augen der Leiche. Clara schrie entsetzt auf. Auch Klaus hatte dieses unm├Âgliche Ph├Ąnomen gesehen. Er beugte sich ├╝ber den K├Ârper.
„Was zum Henker war . . .“
Der Rest ging in einem schmerzverzerrten Gurgeln unter. Die linke Hand des Toten war nach oben geschnellt und hielt den Hals von Recklitz umklammert. Dieser versuchte sich von dem eisernen Griff zu befreien, doch ihm schwanden schnell die Kr├Ąfte. Langsam drehte der Tote den Kopf zur Seite und starrte Klaus mit seinen leblosen Augen an. Klaus versuchte zu schreien, doch die Totenhand dr├╝ckte ihm unbarmherzig die Kehle zu. Dem Assistenzarzt traten die Augen aus den H├Âhlen hervor, er r├Âchelte ein letztes Mal. Dann erschlaffte sein K├Ârper. Dr. Klaus Recklitz war tot. Clara Wei├čbach hatte das gesamte Geschehen stocksteif beobachtet. Sie brachte auch jetzt, wo alles vorbei war, keinen einzigen Laut ├╝ber die Lippen. Mit offenem Mund und aschfahlem Gesicht starrte sie auf ihren toten Kollegen, der noch immer in der eisernen Klammer des Toten hing. Dann gab es wieder eine Bewegung. Der Tote hob Klaus etwas an und schleuderte den schlaffen K├Ârper gegen die an der Wand stehenden Schr├Ąnke. Das Scheppern und Klirren der zersplitternden Scheiben ri├č Clara aus ihrer Starre. Sie schrack zusammen und fing an zu schreien. Der Schrei blieb jedoch ungeh├Ârt, da sich die Pathologie im Keller des Krankenhauses befand, in dem sich zu dieser Zeit keiner mehr befand. Ihr Schrei verhallte. Dem ersten Entsetzen folgte Panik. Sie drehte sich um und rannte blindlinks los. Ihr Spurt endete an der Glast├╝r zum Vorbereitungsraum. Im vollem Tempo krachte sie dagegen. Benommen rutschte sie auf die Knie. Sterne tanzten vor ihren Augen. Sie sch├╝ttelte ihren Kopf. Keinen klaren Gedanken konnte sie fassen. Was in den letzten Minuten hier in diesem Raum geschehen war, wollte sie einfach nicht begreifen. Es war ihr unm├Âglich das Gesehene zu akzeptieren. Sie zitterte am ganzen K├Ârper. Langsam hob sie den Kopf. Ihr Blick suchte die Bahre. Langsam sch├Ąlte sie sich aus dem verschwommenen Bild heraus. Clara glaubte den Verstand zu verlieren. Was da bei der Bahre geschah, durfte es einfach nicht geben. Und doch. Sie sah es mit eigenen Augen. Der Tote auf der Bahre bewegte sich wieder. Wie in Zeitlupe setzte sich auf. Langsam schwank er erst das linke dann das rechte Bein von der Bahre. So blieb er einen Moment lang sitzen. Der Tote schien orientierungslos. Dann fand sein leerer Blick Clara. Die blutleeren Lippen schienen sich zu einem L├Ącheln zu verziehen. Ein L├Ącheln dirkt aus der H├Âlle. Clara gefror das Blut in den Adern. Langsam erhob sich das Monster, schwankte kurz und kam dann mit unsicherem schwankendem Schritt auf sie zu. Clara konnte sich vor Schreck nicht bewegen. Was sich da vor ihren Augen abspielte, konnte ja durfte einfach nicht wahr sein. Der Mann war seid ├╝ber sechs Stunden tot. Sie selbst hatte ihn untersucht. Den Hals hatte Clara ihm aufgeschnitten, eine Halteklammer hielt den Schnitt offen. Es war ├╝berhaupt nicht m├Âglich, dass dieser Mann hier herumlaufen konnte. Clara’s Weltbild war zusammen gebrochen. Sie dr├╝ckte sich wimmernd gegen die Glast├╝r. Ihr fielen mit einem Mal die billigen Horrorfilme ein, die sie sich in ihrer Jugend so gern angesehen hatte. Damals hatte sie das alles f├╝r Unfug gehalten. Doch jetzt wusste sie es besser. Wie wurden lebende Tote gleich in solchen Filmen immer wieder genannt? Untote, Wiederg├Ąnger, Zombies. Ja genau und was taten diese Monster? Sie kamen aus ihren Gr├Ąbern um zu t├Âten, um Menschen zu t├Âten. Diese Erkenntnis schlug Clara wie ein Eimer kaltes Wasser ins Gesicht. Sie war wieder voll da. Und mit Entsetzten stellte sie fest, das es schon fast zu sp├Ąt war. Der Untote war nur noch wenige Schritte von ihr entfernt. Er hatte seine Arme nach vorn ausgestreckt um sie packen zu k├Ânnen. Er taumelte weiter auf Clara zu. Sie musste weg. An der Glast├╝r richtete sie sich auf, griff nach der Klinke und dr├╝ckte die T├╝r auf, st├╝rzte sich in den dahinter liegenden Raum und krachte die T├╝r wieder zu. Ihr Atem raste. Sie lehnte sich mit dem R├╝cken gegen die Glast├╝r. Keinen Moment zu fr├╝h. Der Untote hatte die T├╝r erreicht. Von au├čen st├Ąmmte er sein gesamtes Gewicht dagegen und versuchte sie aufzudr├╝cken. Die junge Arztin schrie verzweifelt auf. Sie sah keine Chance sich gegen dieses Wesen zu verteidigen. Alles schien hoffnungslos. Doch ihr ├ťberlebenswille war geweckt. So leicht wollte sie nicht aufgeben. Der Druck von au├čen verschwand. Daf├╝r h├Ârte Clara das Wummern. Sie sah ├╝ber ihre Schulter. Der Untote h├Ąmmerte mit beiden F├Ąusten auf die T├╝r ein. Es w├╝rde nicht lange dauern bis die Scheibe zerbrechen mu├čte. Clara ├╝berlegte krampfhaft was sie tun sollte. Von der T├╝r konnte sie nicht weg, denn sie w├╝rde sofort aufgehen. Aber bleiben konnte sie auch nicht. Was f├╝r Alternativen blieben da noch? Es wollte ihr einfach nichts einfallen. Die Scheibe splitterte unter den Schl├Ągen. Noch zwei drei Schl├Ąge und der Untote hatte die T├╝r zertr├╝mmert. Clara versuchte sich zu erinnern wie in den Filmen diese Monster vernichtet wurden. Ihr fiel aber nichts richtiges ein. Die Zeit zum ├ťberlegen war vorbei. Die T├╝r zersprang. Scherben unterschiedlicher Gr├Â├če regneten auf Clara herab. Sie stie├č einen Schrei aus und war sofort wieder auf den Beinen. Sie rannte zur gegen├╝berliegenden Wand. Sie sah sich nach einer Waffe um. Doch in ihrer Panik sah sie nichts was als Waffe brauchbar gewesen w├Ąre. Der Untote kam wieder n├Ąher. Mit zitternden H├Ąnden griff sie nach einem Schrubber, der neben dem Waschbecken an der Wand lehnte. Sie sah in ihm weniger eine Waffe als etwas um ihre H├Ąnde zu beruhigen. Doch besser als ├╝berhaupt nichts. Ihr fiel ein das man mit einem Pflog durch Herz so manches Untier erledigen konnte. Vielleicht ja auch den Untoten vor ihr. Sie stellte sich in Angriffsposition. Sie wollte nun nicht mehr warten bis er sie erreicht hatte. Clara zielte auf die Brust des Untoten und rannte los. Sie schrie, w├Ąhrend sie die wenigen Schritte zur├╝cklegte. Clara hatte genug Schwung. Das Ende des Schrubbers bohrte sich tief in den Untoten. Der Stiel stie├č jedoch auf irgend einen Knochen und wurde abgelenkt, so dass er nicht in die Brust sondern in den Bauch traf. Der Untote wurde durch die Wucht des Zusammenpralls zur├╝ck zur T├╝r gedr├╝ckt. Er verlor sein Gleichgewicht und st├╝rzte nach hinten. Doch besiegt war er nicht. Mit einem ungl├Ąubigen Blick griff der Untote nach dem Schubber und zog ihn langsam aus seinem Bauch. Clara konnte da nicht mehr hinsehen. Sie nutzte den Moment in dem der Untote mit sich selbst besch├Ąfftigt war und rannte zu n├Ąchsten T├╝r. Als sie den Gang erreichte atmete sie tief durch. Sie zitterte am ganzen Leib. Clara schluckte ein zwei Mal und sah sich dann um. Sie hatte die Pathologie verlassen. Es gab nun zwei M├Âglichkeiten f├╝r sie. Die Treppe oder der Fahrstuhl. Beide lagen ungef├Ąhr gleich weit von ihrer Position aus entfernt. Sie musste sich nur entscheiden. Doch auch diese Entscheidung wurde ihr abgenommen. Gleich neben dem Fahrstuhl war eine K├╝hlzelle untergebracht, in der die K├Ârper der Verstorbenen aus der Klinik aufbewart wurden, bis sie von den Angeh├Ârigen mitgenommen wurden. Clara kannte den Raum nur zu gut. Die T├╝r zu diesem Raum wurde in dem Moment aus den Angeln gerissen als sie sich f├╝r den Fahrstuhl entschieden hatte. Die T├╝r wurde gegen die gegen├╝berliegende Wand geschleudert und fiel scheppernd zu Boden. Die Gestalt, die aus dem Raum wankte, trug noch die Krankenhauskleidung. Es war eine Frau, die heute morgen an einem Blutgerinsel im Kopf gestorben war. Hinter dieser sah Clara noch zwei andere ehemalige Patienten. Sie schrie auf und rannte zur Treppenhaust├╝r. Sie sah nicht noch einmal zur├╝ck. Sie rannte die Treppen hinunter in die Tiefgarage. Ihr Wagen war jedoch nicht ihr Ziel, denn die Schl├╝ssel steckten in ihrer Handtasche, die nach wie vor im Vorbereitungszimmer lag. Clara Wei├čbach verlie├č das Krankenhaus zu Fu├č und sollte es auch nie wieder betreten.

__________________
"Das ist nicht tot, was ewig liegt, Bis da├č die Zeit den Tod besiegt." H.P.Lovecraft

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Hallo Enrico,

abgesehen von der mangelnden Rechtschreibung und der stellenweise recht ungl├╝cklichen Satzstellung krank deine Geschichte an der Einfallslosigkeit des Autors.

Pathologie-Leiche lebt-Zombie- Gemetzel-Ende

Alles schon dagewesen. Es liest sich leider wie ein Aufguss alter Zombiestories. Da ist nichts neues, spannendes. Nichts, was mich als Leser an diese Geschichte fesselt. Auch dein vorhersehbarer Erz├Ąhlstil l├Ąsst keinen Lesegenuss aufkommen.

quote:
Dr. Clara Wei├čbach, Pathologin im Universit├Ątskrankenhaus der Stadt, stand vor der Bahre. Zwei Assistenten hatten die Leiche zur Obduktion vorbereitet! Die Neunundzwanzigj├Ąhrige (die Leiche oder die Pathologin?) hatte erst vor kurzem den Job bekommen und hatte nun ihre erste gr├Â├čere Arbeit. Seid ihrer Studienzeit hatte sie keinen menschlichen K├Ârper mehr aufgeschnitten. Sie war leicht nerv├Âs. Im Vorbereitungsraum hatte sie sich noch einmal alle Arbeitschritte durch den Kopf gehen lassen. Nun f├╝hlte sich sich bereit. Sie nahm den Bericht der Polizei zur Hand. Laut Unterlagen war der Tote Mario Wetzlar, f├╝nfundvierzig Jahre alt, Todesursache unbekannt. Das war ihre Aufgabe. Der Leiter der Untersuchung Polizeihauptkommissar Ralf Werns hatte verschiedene Theorien heinein geschrieben aufgestellt. Doch die ├╝berflog Clara nur, da sie nicht nach etwas bestimmtem suchen, sondern strickt nach Lehrbuch vorgehen, wollte. Erst Rrecht bei dem Assistenzarzt, den ihr Dr. Schram zugeteilt hatte. Dr. Klaus Reuklitz. Der Stinkstiefel der gesamten Abteilung. Nun, sie wollte es ihm so richtig zeigen. Das hatte sie sich vorgenommen. Zumal er sich wie immer versp├Ątete. Es war bald neun und eigentlich wollte sie schon zu Hause sein. Doch diese Leiche hatte Dringlichkeitsstufe eins. Das hie├č f├╝r sie Nachtschicht.
"Was soll`s.", dachte Clara bei sich,. "H├Ątte eh` nur vor der KGlotze gehangen!"
Mit diesen Gedanken zog sie die Gummihandschuhe an. Clara sah noch einmal zur Uhr. Zehn vor zehn
.

Gleich in der Einleitung eine Menge Namen, die abgesehen jenem der Pathologin, f├╝r die Geschichte keinerlei Relevanz haben. Der Leser weiss nicht, ob diese Namen im weiteren Verlauf der Geschichte noch eine Bedeutung haben. Doch auch dann w├Ąre es zuviel des Guten.



quote:
„Verdammt, dann fang ich eben ohne ihn an.“ sagte sie in die Stille des Raumes.
Sie atmete noch einmal tief durch. Mit einem kr├Ąftigen Ruck zog sie das Lagken von der Leiche. Einen Moment lang stand sie da und schaute auf den Toten. (...und dachte was?) Dann begann sie mit ihrer Arbeit. Systematisch von oben nach unten suchte sie den K├Ârper nach Wunden und Hautunregelm├Ą├čigkeiten ab. Sie fand jedoch au├čer leichten Hautabsch├╝rfungen an den Knien, den Handfl├Ąchen und einer kleine Schramme (Wortstellungen im Satz)an der linken Schl├Ąfe keine auff├Ąlligen ├Ąu├čeren Verletztungen. Und die konnte er sich beim Sturz zugezogen haben. Denn nach dem Polizeibericht war er ohne ersichtlichen Grund auf offene Stra├če zusammengebrochen und auf der Stelle gestorben.(...woher weiss die Polizei das? Dies festzustellen ist Aufgabe der Pathologin!) Kein Anzeichen f├╝r Herz- oder Kreislaufkollabps. Einfach von einer Minute zur anderen. Auch seine Angeh├Ârigen konnte sich nicht erkl├Ąren, wie es dazu gekommen war. Clara verstand nur nicht, warum dieser Fall eine so hohe Dringlichkeit aufwies. Ihrer Meinung nach h├Ątte das Ganze ruhig noch bis morgen fr├╝h Zeit gehabt. Doch was sollte sie machen. Sie machte weiter. (...├╝berfl├╝ssig)Nachdem Blut- und Speichelproben entnommen wurden und auf den ersten Blick nichts ungew├Âhnliches zu sehen war, machte sie sich bereit, die Leiche zu ├Âffnen. Sie setzte geratde das Skalpell an, als sie die Schritte vernahm. Sie warf einen Blick auf die ├╝ber der T├╝r h├Ąngenden Uhr. Zweiundzwanzig Uhr dreiunddreisig23.30 Uhr. Fast eine ganze Stunde kam der Typ nun zu sp├Ąt. Clara nahm sich vor, morgen noch vor Antritt ihres Dienstes bei Dr. Schram eine Beschwerde gegen Dr. Recklitz einzulegen. Doch das hatte erst einmal Zeit, denn jetzt musste sie mit ihm zusammenarbeiten.

Da kommt nichts von der beklemmenden Umgebung r├╝ber. Die Stille, die K├Ąlte, Einsamkeit und Sterilit├Ąt, nichts.
Damit h├Ątte man Spannung aufbauen und den Leser an die Story fesseln k├Ânnen.


So, nun muss ich erst einmal Schluss machen. Mir fehlt momentan die Zeit. Ich werde den Rest nachholen, wenn du es w├╝nschst.

lg

Uwe




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Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Enrico Schreiber
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Hallo Uwe,

danke f├╝r deine Zeilen, auch wenn sie nicht gerade das sind was ich h├Âren wollte. Ich hab zwar nicht damit gerechnet das Genre neu zu erfinden, aber das es so schlecht ankommt hatte ich nicht erwartet. Etwas v├Âllig neues zu schreiben ist ohne hin sehr schwer in dieser Richtung. Da wird sich mit Sicherheit irgendwo etwas wiederholen.
Was die Namen im ersten Teil angeht, so werden der Tode und der Polizist schon fr├╝her in die Geschichte eingef├╝hrt, so das sie dem Leser der gesamte Story schon bekannt sind. Die Pathologin bleibt als handelnde Personen erhalten. Es ist ja wie gesagt nur ein Ausschnitt. Mein gro├če Problem die Rechschreibung kenne ich, trotz mehrmaligen durchlesen und Rechtschreibpr├╝fung, rutschen immer wieder einpaar Fehler durch.
Einpaar Punkte, die du erw├Ąhnt hast, werde ich versuchen einzuarbeiten. Auch wenn es meine Illusion eine gute Geschichte geschrieben zu haben weiter zerst├Ârt, w├╝rde ich dich bitten, wenn du die Zeit findest, denn Rest der Story auch auseinander zu nehmen. Das wird mir sicher weiter helfen.

Danke im Voraus

Gru├č Enrico

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"Das ist nicht tot, was ewig liegt, Bis da├č die Zeit den Tod besiegt." H.P.Lovecraft

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Bonnie Darko
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Hallo Enrico

Mal eine Frage, die mich gleich zu Beginn ins Gr├╝beln brachte: Wie kann jemand seinen Facharzt der Pathologie gemacht haben, wenn er gleichzeitig seit dem Studium keine Leichen mehr 'aufgeschnitten' hat? Wie kann man Pathologe (voll ausgebildet, Profi) werden, ohne zigmal assistiert und ge├╝bt zu haben? Und da├č sie wegen ihres Jobs zu diesem Zeitpunkt noch nerv├Âs wird, glaube ich auch nicht.
├ťberhaupt geht sie an die Sache ran wie eine Anf├Ąngerin, so kommt es mir vor. Das macht sie doch t├Ąglich, oder zumindest regelm├Ą├čig, oder?

Ansonsten wirkt es stellenweise (die Flucht) ziemlich hastig runtergeschrieben. Du k├Ânntest ja eventuell mal ein paar Abs├Ątze machen, das kann die Dramatik vielleicht auch steigern.

Naja, das Thema ist schon ein Klassiker irgendwie, aber das finde ich nicht so schlimm. Es ist f├╝r mich nur keine fertige Geschichte, eher eine Szenenschilderung.

LG,
Bonnie

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Bonnie Darko
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Ach so, es ist ja auch nur ein Auszug, sorry. Meine Schlampigkeit.

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