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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Schneefee
Eingestellt am 23. 07. 2003 19:18


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AnkaBaer
Hobbydichter
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Noch einmal war der Winter in diesem Jahr zur├╝ckgekehrt. Gestern noch leuchteten die Krokusse in der Vorfr├╝hlingssonne, doch an diesem Morgen bedeckte sie ein Tuch aus wei├čem Schnee. Erst am Mittag hatte die Sonne ausreichend Kraft gesammelt, diesen Film zu schmelzen und das Wei├č in Wasser zu verwandeln.

Anna liebte es, durch Pf├╝tzen zu waten, sie ergriff ihr M├Ąntelchen, zog ihre Stiefel an und verlie├č das Haus. Das f├╝nfj├Ąhrige M├Ądchen lebte auf dem Land. Felder, Wiesen und W├Ąlder waren Anna's Spielkameraden. Freunde hatte sie in ihrem Dorf keine, aber das war ihr Recht so. Menschen st├Ârten ihre Tr├Ąume, sie war viel lieber allein. So auch an diesem Tag, als sie fr├Âhlich durch die Pf├╝tzen sprang.
Pl├Âtzlich vernahm sie eine Stimme, ganz leise und schwach bat sie Anna darum, aufzuh├Âren. Das M├Ądchen suchte den Boden ab und entdeckte ein winziges Wesen. Gekleidet in einem schneewei├čen Gewand, zwei zierliche Fl├╝gel befanden sich auf dem R├╝cken dieses Gesch├Âpfes und blondes Haar fiel ihm wallend ├╝ber den R├╝cken..Anna beugte sich zu ihm hinunter und betrachtete es mit gro├čen, fragenden Augen. Sie erfuhr, dass sie eine Schneefee gefunden hatte, eines dieser Wesen, die ein Mensch nie zu sehen bekommt. Anna h├Ątte die Fee mit dem aufspringendem Wasser fast erschlagen.
Das M├Ądchen war besch├Ąmt, nie h├Ątte sie vermutet, ein anderes Wesen mit ihrem Spiel in Gefahr zu bringen. Die Fee verzieh ihr und erz├Ąhlte Anna, warum sie dort so nah am Wasser verweilte.

Ihr m├╝├čt n├Ąmlich wissen, das Schneefeen eigentlich im Himmel des Nordens leben, dort, wo es sehr kalt ist. So kalt, dass Wasser zu Eis gefriert. Wenn es nun regnet, w├╝rde dieses Wasser als dicke Eisklumpen auf die Erde fallen. Das hat nat├╝rlich f├╝r die Lebewesen der Erde gro├če Nachteile, wie ihr Euch sicher denken k├Ânnt. Darum hat der K├Ânig des Nordhimmels eine gro├če Schar an Schneefeen. Die sind damit besch├Ąftigt, die Eisklumpen zu raspeln, und sie tun es wirklich gerne, glaubt mir, soda├č nun weiche Flocken auf die Erde fallen. Doch diese kleine Fee war sehr neugierig. Sie wollte wissen, wohin ihre Flocken fallen, darum raspelte sie vor einigen Wochen eine dickere Flocke, setzte sich hinauf und glitt mit dieser Flocke auf die Erde. Sie fand es hier wundersch├Ân, wanderte kreuz und quer durchs Land und als eines Tages die vielen bunten Blumen anfingen, ihre Pracht zu entfalten, w├Ąre sie am liebsten f├╝r immer hier geblieben.

Aber sie wu├čte, dass sie vor der gro├čen Hitze wieder daheim im Nordhimmel sein mu├čte, sonst m├╝├čte sie sterben. Ihre Schwestern hatten ihr bei ihrem Fortgehn versprochen, dass sie ihr w├╝rden helfen. Und so waren diese an diesem Morgen noch einmal angefangen, Eisklumpen zu raspeln und hatten der kleinen Fee eine Schneetreppe erbaut, auf der diese h├Ątte hochklettern k├Ânnen.
Doch die kleine Fee hatte alles vermasselt. Sie wollte nicht, dass diese wundersch├Ânen Krokusse, die, wie sie inzwischen gelernt hatte, die Sonne zum leben brauchten, wie sie die K├Ąlte, erfrieren. Sie war so damit besch├Ąftigt gewesen, diese Blumen vom Schnee zu befreien, dass sie nicht auf das Rufen ihrer Schwestern geh├Ârt hatte. Als sie es schlie├člich h├Ârte, hatte die Sonne den unteren Teil der Schneetreppe bereits geschmolzen.

Anna sah die kleine Fee traurig an, bat sie, auf ihre Hand zu steigen. Es gab vielleicht einen Weg, ihr zu helfen. Sie erschauderte leicht bei dem Gedanken.
Doch sie konnte diese Fee nicht einfach sterben lassen. Und wenn Anna nun selber sterben mu├čte? Sie sch├╝ttelte sich. So sehr, dass die Fee fast von ihrer Hand gefallen w├Ąre. Dann atmete sie tief ein. Koste es, was es wolle. Es war die einzigste Chance, die die Fee hatte. Und Anna war nicht ├Ąngstlich. Zumindest versuchte sie, sich das einzureden. So ging sie den Weg, den sie gehen mu├čte, durchquerte den Wald und erreichte schlie├člich ihr Ziel. Noch war es Zeit umzukehren. Anna ber├╝hrte vorsichtig die Mauer aus Naturstein, die sich hoch vor ihr auft├╝rmte. So nah war sie dieser Mauer noch nie zuvor gewesen.

Ob es stimmte, was die Leute im Dorf erz├Ąhlten? Hinter dieser Mauer sollte ein Haus sein. Und in dem Haus wohnte eine Hexe. Das M├Ądchen dachte angestrengt nach. War es ein b├Âse Hexe? Noch einmal atmete sie tief ein, sah zu der Fee auf ihrer Hand. Dann umkreiste sie die Mauer und fand schlie├člich ein h├Âlzernes Tor. Als sie die Klinke ergriff, sprang dieses Tor pl├Âtzlich auf und Anna erschrak furchtbar. Ganz blass war sie geworden. Die Hexe erwartete sie also schon. Mit zitternden Knien trat sie durch das Tor und erblickte ein kleines Haus aus rotem Stein mit einem Dach aus Reed. Dorthin f├╝hrte ein Schotterweg ├╝ber einen Rasen, der ges├Ąumt mit Blumenbeeten war. Sie schlo├č kurz die Augen und vernahm den Duft von Rosen. Vor ihren Augen tanzten bunte Schmetterlinge und das Summen der Bienen war ganz deutlich zu vernehmen.

Als sie die Augen wieder ├Âffnete, dachte sie, dass sie unbedingt wieder hierher kommen m├╝sse, wenn die Rosen bl├╝hen. Erneut blickte sie die Fee an und wieder machte sich Furcht in ihr breit. W├╝rden die Beiden diesen Tag ├╝berhaupt ├╝berleben? Sie wollte fliehen, doch ihre F├╝├če waren wie aus Blei. Sie sah wieder zu dem Haus. Es mu├čte sein. F├╝r die Schneefee. So ging sie dann schlie├člich langsam auf das Haus zu, bis sie eine T├╝r erreichte. Zuerst dr├╝ckte sie den Klingelknopf zaghaft, dann wurde sie wildentschlossen. Sie w├╝rde dieser Hexe schon entkommen, dessen war sie sich nun sicher. Zwar weigerte sie sich dar├╝ber nachzudenken, wie, aber ihr w├╝rde schon einfallen, wie sie die alte Hexe ├╝berlistet.Nur zuerst mu├čte der armen Fee geholfen werden.

Von drinnen war ein klackendes Ger├Ąusch zu vernehmen und Anna wurde blass. Was w├Ąre, wenn die Leute im Dorf sich irrten. Noch nie war jemand von denen hier gewesen, da war sich Anna ganz sicher. Was w├Ąre, wenn hier keine Hexe wohnt, sondern wenn es der Teufel ist? Anna wagte nicht mehr zu atmen, als die T├╝r sich ├Âffnete. Eine alte Frau mit schlohwei├čem Haar, tiefen Furchen im Gesicht und auf einem Gehstock gest├╝tzt sah Anna fragend an. Das M├Ądchen sch├Ątzte die Frau auf mindestens 200 Jahre, starrte die Hexe ungl├Ąubig an. Dann vernahm sie erst die Stimme, die unfreundlich und m├╝rrisch fragte, was Anna suchte.

"Ich......ich," stammelte Anna, "ich suche die Hexe" In den Augen der Frau blitzte es w├╝tend und mit einem gewaltigen Schlag knallte sie die T├╝r vor Anna's Nase zu. Von drinnen war eine laut schimpfende Hexe zu vernehmen. Das M├Ądchen und die Fee sahen sich verduzt an und zuckten beide ratlos mit den Schultern.

So weit waren sie nun gekommen, nun w├╝rde Anna nicht aufgeben. Sie lief um das Haus herum, blinzelte durch die Fensterscheiben und entdeckte schlie├člich hinter einer Glast├╝r die Hexe. Anna stockte einen Augenblick. Weinte die Hexe etwa? Sie klopfte an die Glast├╝r, so fest sie konnte. Dann streckte sie die Hand mit der Fee aus und rief laut: "Bitte, du mu├čt uns helfen!" Nun erhob sich die Frau, kam zu der Glast├╝r und betrachtete erstaunt das Wesen in Anna's Hand. Sie ├Âffnete die T├╝r und bat das M├Ądchen und die Fee hinein. Dort h├Ârte sie dann die ganze traurige Geschichte der Schneefee und warum sie, die Hexe, die einzigste Rettung zu sein schien.

Als Anna mit ihrer Erz├Ąhlung fertig war, sch├╝ttelte die Hexe bedauernd den Kopf. Sie konnte die Fee nicht zur├╝ck in den Nordhimmel zaubern, daf├╝r war sie zu alt, ihr fehlte die Kraft. Aber es gab dennoch eine ├ťberlebenschance f├╝r die Schneefee. Sie k├Ânnte den Sommer ├╝berleben und wenn ihre Schwestern im n├Ąchsten Winter eine Schneetreppe bauten, w├╝rde sie zur├╝ckkehren k├Ânnen.

Anna sah die Hexe nachdenklich an. Nat├╝rlich wu├čte sie, dass Hexen mit List und T├╝cke arbeiten. Konnte sie der Hexe trauen? Konnte sie ihr die Schneefee anvertrauen? Sie z├Âgerte. Doch war es nicht ihre einzigste Chance? Schlie├člich reichte sie der Hexe die Schneefee. Diese nahm das zierliche Wesen vorsichtig in die eine Hand und mit der anderen griff sie nach ihrem Gehstock. "Wir m├╝ssen hinaus. Zu der alten Linde." Anna folgte ihr. Dort angekommen lehnte sich die Hexe an den kahlen Baum, ihren Stock gab sie dem M├Ądchen. Nun schlo├č sie beide H├Ąnde um die Fee und f├╝hrte diese nah an ihren Mund. Anna wollte schreien, doch ihre Stimme versagte ihr den Dienst. Dann h├Ârte sie, wie die Hexe geheimnisvolle Worte in ihre geschlossenen H├Ąnde murmelte. Anna schluckte erleichtert. "Bist du bereit?" Die Hexe sah Anna ernst an und diese nickte stumm.

"Wenn diese Fee meine Hand verl├Ą├čt, wird sie als wei├čer Schmetterling in den Himmel aufsteigen. Sie wird alle Blumen des Fr├╝hlings, des Sommers und des Herbstes kennenlernen. Sie wird ein gl├╝ckliches Jahr auf Erden verleben. Doch sobald der erste Schnee des Winters f├Ąllt, wird sie sich wieder in das verwandeln, was sie war. Sie wird die Schneetreppe zum Nordhimmel hinaufsteigen und den Rest ihres Lebens bei den ihrigen verbringen." Anna starrte gebannt auf die H├Ąnde der Hexe, die langsam in die H├Âhe stiegen, sich ├Âffneten. Ein schneewei├čer Schmetterling erhob sich, stieg immer h├Âher dem inzwischen verblassendem Sonnenlicht entgegen. "Schau," rief Anna entz├╝ckt. "Sie hat uns zugewunken." Die Hexe l├Ąchelte. Bat Anna um ihren Stock und ging langsam und gebrechlich zum Haus zur├╝ck. Vor der T├╝r blieb sie stehn, drehte sich zu dem Kind. "Das Zaubern hat mich hungrig und durstig gemacht. Irgendwo m├╝├čten noch Kekse sein. Und Saft. Was ist? Magst du auch? Und wenn wir uns gest├Ąrkt haben, werde ich deine Eltern anrufen und sie bitten, dich abzuholen."

Anna rannte auf die Frau zu, umarmte sie. "Du bist eine wahnsinnig liebe Hexe."
__________________
Somewhere deep inside me
I am
Anka Baer

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Tanja_Elskamp
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2003

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Eine wirklich wundersch├Âne Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat und etliche unheimlich nett zu lesende Elemente birgt (etwas das Raspeln von Eis).

Was mir besonders aufgefallen ist:
Deine Zeichensetzung ist im Grunde sehr gut, aber h├Ąufiger finden sich S├Ątze, bei denen Punkt statt Komma steht oder umgekehrt.
Mit den Zeiten sowie der Nennung von Orten stehst du ziemlich auf Kriegsfu├č.
Entweder die alte oder die neue Rechtschreibung nutzen, kein Mischmasch. Zu den anderen Punkten habe ich mehr oder weniger viele korrigierende Vorschl├Ąge gebracht, hier habe ich die Finger weg gelassen. Wichtigste Regeln hierzu im Zusammenhang: "Dass" gibt es gar nicht mehr mit "├č", sondern nur noch "das" oder "dass". Worte mit kurzen Vokalen werden mit "ss" geschrieben (musste, wusste, Fluss etc.), bei langen Vokalen schreibt man "├č" (Fu├č, Spa├č, Ru├č etc.). Hier m├╝sstest du nochmal gr├╝ndlich durchsehen.

Angst, Mut, Entschlossenheit und Tapferkeit sind ein bisschen sehr dick aufgetragen in der Geschichte und wirken trotzdem (oder darum) nicht sonderlich glaubhaft. Es entsteht statt der gewollt transportierten Emotionen oder Eigenschaften eher eine k├╝nstlich versuchte Dramatik, die schnell als solche entlarvt ist.

Weitere Vorschl├Ąge, Anmerkungen, m├Âgliche Korrekturen siehe unten.

Lohnt sich sicherlich, bei dieser so zauberhaften Geschichte noch ein bisschen nachzuarbeiten.

Liebe Gr├╝├če,
Tanja



Noch einmal in diesem Jahr war der Winter zur├╝ckgekehrt. Gestern noch hatten die Krokusse in der Vorfr├╝hlingssonne geleuchtet, doch an diesem Morgen bedeckte sie ein Tuch aus wei├čem Schnee. Erst am Mittag hatte die Sonne ausreichend Kraft gesammelt, diesen Film zu schmelzen und das Wei├č in Wasser zu verwandeln.

Anna liebte es, durch Pf├╝tzen zu waten Punkt. Sie ergriff ihr M├Ąntelchen, zog ihre Stiefel an und verlie├č das Haus. Das f├╝nfj├Ąhrige M├Ądchen lebte auf dem Land. Felder, Wiesen und W├Ąlder waren Anna's Spielkameraden. Freunde hatte sie in ihrem Dorf keine, aber das war ihr recht so. Menschen st├Ârten ihre Tr├Ąume huh, das ist starker Tobak ├╝ber eine 5-j├Ąhrige. Ich w├╝rde etwas wie "Sie war lieber allein, so lie├č es sich viel sch├Âner tr├Ąumen" oder so vorziehen, sie war viel lieber allein. So auch an diesem Tag, als sie fr├Âhlich durch die Pf├╝tzen sprang.
Pl├Âtzlich vernahm sie eine Stimme, ganz leise und schwach bat sie Anna darum, aufzuh├Âren. Das M├Ądchen suchte den Boden ab und entdeckte ein winziges Wesen. Gekleidet in ein schneewei├čes Gewand, zwei zierliche Fl├╝gel (befanden sich) --> besser streichen auf dem R├╝cken (dieses Gesch├Âpfes) und blondes Haar, das ihm wallend ├╝ber die Schultern fiel Anna beugte sich zu ihm hinunter und betrachtete es mit gro├čen, fragenden Augen. Sie erfuhr, dass sie eine Schneefee gefunden hatte, eines dieser Wesen, die ein Mensch sonst nie zu sehen bekommt. Anna h├Ątte die Fee mit dem aufspringendem Wasser fast erschlagen. --> mit Wasser erschlagen? Nicht mehr in dem von ihr aufgeworfenem Wasser ertr├Ąnkt?
Das M├Ądchen war besch├Ąmt, nie h├Ątte sie vermutet, ein anderes Wesen mit ihrem Spiel in Gefahr zu bringen. Die Fee verzieh ihr aber gern / aber rasch oder ├Ąhnlich w├╝rde sich hier eingef├╝gt besser machen und erz├Ąhlte Anna, warum sie dort so nah am Wasser verweilte.

Ihr m├╝├čt n├Ąmlich wissen, das Schneefeen eigentlich im Himmel des Nordens leben, dort, wo es sehr kalt ist. So kalt, dass Wasser zu Eis gefriert. Wenn es nun regnet, w├╝rde dieses Wasser als dicke Eisklumpen auf die Erde fallen. Das hat nat├╝rlich f├╝r die Lebewesen der Erde gro├če Nachteile finde den Ausdruck nicht sehr gelungen, denn erschlagen werden, zerst├Ârte H├Ąuser etc. w├╝rde ich nicht als Nachteil bezeichnen. Vielmehr w├╝rde es Katastrophen herauf beschw├Âren / den Menschen viel Kummer bereiten oder so, wie ihr Euch sicher denken k├Ânnt. Darum hat der K├Ânig des Nordhimmels eine gro├če Schar (an) Schneefeen. Die sind damit besch├Ąftigt, die Eisklumpen zu raspeln, und sie tun es wirklich gerne, glaubt mir, so dass nun weiche Flocken auf die Erde fallen. Doch diese kleine Fee war sehr neugierig. Sie wollte wissen, wohin ihre Flocken fallen, darum raspelte sie vor einigen Wochen eine dickere Flocke, setzte sich hinauf und glitt mit dieser Flocke auf die Erde. Sie fand es hier --> eher: dort wundersch├Ân, wanderte kreuz und quer durchs Land und als eines Tages die vielen bunten Blumen anfingen, ihre Pracht zu entfalten, w├Ąre sie am liebsten f├╝r immer hier geblieben.

Aber sie wu├čte, dass sie vor der gro├čen Hitze wieder daheim im Nordhimmel sein mu├čte, sonst m├╝├čte sie sterben. Ihre Schwestern hatten ihr bei ihrem Fortgehn versprochen, dass sie ihr helfen w├╝rden. Und so hatten sie an diesem Morgen noch einmal angefangen, Eisklumpen zu raspeln und hatten der kleinen Fee eine Schneetreppe erbaut, auf der diese h├Ątte hochklettern k├Ânnen.
Doch die kleine Fee hatte alles vermasselt. Sie wollte nicht, dass diese wundersch├Ânen Krokusse, die, wie sie inzwischen gelernt hatte, die Sonne zum Leben brauchten, wie sie die K├Ąlte, erfrieren. Sie war so damit besch├Ąftigt gewesen, diese Blumen vom Schnee zu befreien, dass sie nicht auf das Rufen ihrer Schwestern geh├Ârt hatte. Als sie es schlie├člich doch h├Ârte, hatte die Sonne den unteren Teil der Schneetreppe bereits geschmolzen.

Anna sah die kleine Fee traurig an, bat sie, auf ihre Hand zu steigen. Es gab vielleicht einen Weg, ihr zu helfen. Sie erschauderte leicht bei dem Gedanken.
Doch sie konnte diese Fee nicht einfach sterben lassen. Und wenn Anna nun selber sterben mu├čte? Sie sch├╝ttelte sich. So sehr, dass die Fee fast von ihrer Hand gefallen w├Ąre. Dann atmete Anna tief ein. Koste es, was es wolle. Es war die einzige Chance, die die Fee hatte. Und Anna war nicht ├Ąngstlich. Zumindest versuchte sie, sich das einzureden. So ging sie den Weg, den sie gehen mu├čte, durchquerte den Wald und erreichte schlie├člich ihr Ziel. Noch war es Zeit umzukehren. Anna ber├╝hrte vorsichtig die Mauer aus Naturstein, die sich hoch vor ihr auft├╝rmte. So nah war sie dieser Mauer noch nie zuvor gewesen.

Ob es stimmte, was die Leute im Dorf erz├Ąhlten? Hinter dieser Mauer sollte ein Haus sein. Und in dem Haus wohnte angeblich oder ÔÇ×wenn man den Leuten glauben wollteÔÇť oder ├Ąhnlich eine Hexe. Das M├Ądchen dachte angestrengt nach. War es ein b├Âse Hexe? Noch einmal atmete sie tief ein, sah zu der Fee auf ihrer Hand. Dann umkreiste sie die Mauer und fand schlie├člich ein h├Âlzernes Tor. Als sie die Klinke ergriff, sprang dieses Tor pl├Âtzlich auf und Anna erschrak furchtbar. Ganz blass war sie geworden. Die Hexe erwartete sie also schon besser als Frage formulieren, denn ganz sicher ist es ja letztlich doch nicht. Mit zitternden Knien trat sie durch das Tor und erblickte ein kleines Haus aus rotem Stein mit einem Dach aus Reed. Dorthin f├╝hrte ein Schotterweg ├╝ber einen Rasen, der ges├Ąumt mit Blumenbeeten war. Sie schlo├č kurz die Augen und vernahm den Duft von Rosen. Vor ihren Augen tanzten bunte Schmetterlinge und das Summen der Bienen war ganz deutlich zu vernehmen.

Als sie die Augen wieder ├Âffnete, dachte sie, dass sie unbedingt wieder hierher kommen m├╝sse, wenn die Rosen bl├╝hen. Sie hat Angst, wei├č nicht, was sie erwartet, rechnet mit einer Hexe und will aber wiederkommen, wenn die Rosen bl├╝hen? Erneut blickte sie die Fee an und wieder --> wieso wieder? nicht immer noch? machte sich Furcht in ihr breit. W├╝rden die beiden diesen Tag ├╝berhaupt ├╝berleben? Sie wollte fliehen, doch ihre F├╝├če waren wie aus Blei. Sie sah wieder zu dem Haus. Es mu├čte sein. F├╝r die Schneefee. So ging sie dann schlie├člich langsam auf das Haus zu, bis sie seine T├╝r erreichte. Zuerst dr├╝ckte sie den Klingelknopf zaghaft, dann wurde sie wild entschlossen --> aber was soll das denn hei├čen? Dr├╝ckt sie jetzt auch wie irre den Klingelknopf? . Sie w├╝rde dieser Hexe schon entkommen, dessen war sie sich nun sicher warum? . Zwar weigerte sie sich dar├╝ber nachzudenken, wie, aber ihr w├╝rde schon einfallen, wie sie die alte Hexe ├╝berlisten w├╝rde. Aber zuerst mu├čte der armen Fee geholfen werden.

Von drinnen war ein klackendes Ger├Ąusch zu vernehmen und Anna wurde blass. Was w├Ąre, wenn die Leute im Dorf sich irrten Fragezeichen. Noch nie war jemand von denen hier gewesen, da war sich Anna ganz sicher. Was w├Ąre, wenn hier keine Hexe wohnt, sondern wenn es der Teufel ist? Was w├Ąre denn dann? Was macht es f├╝r einen Unterschied? Anna wagte nicht mehr zu atmen, als die T├╝r sich ├Âffnete. Eine alte Frau mit schlohwei├čem Haar, tiefen Furchen im Gesicht und auf einen Gehstock gest├╝tzt sah Anna fragend an. Das M├Ądchen sch├Ątzte die Frau auf mindestens 200 Jahre, starrte die Hexe ungl├Ąubig an. Dann erst vernahm sie die Stimme der Hexe, die unfreundlich und m├╝rrisch fragte, was Anna hier / bei ihrem Haus suche.

"Ich......ich," stammelte Anna, "ich suche die Hexe Punkt" In den Augen der Frau blitzte es w├╝tend und mit einem gewaltigen Schlag knallte sie die T├╝r vor Anna's Nase zu. Von drinnen war eine laut schimpfende Hexe zu vernehmen. Das M├Ądchen und die Fee sahen sich verdutzt an und zuckten beide ratlos mit den Schultern. Ich auch, denn die Reaktion verstehe ich nicht

So weit waren sie nun gekommen, nun w├╝rde Anna nicht aufgeben. Sie lief um das Haus herum, blinzelte durch die Fensterscheiben und entdeckte schlie├člich hinter einer Glast├╝r Was f├╝r eine Glast├╝r? Wo? die Hexe. Anna stockte einen Augenblick. Weinte die Hexe etwa? Wieso sollte sie weinen? Sie klopfte an die Glast├╝r, so fest sie konnte. Dann streckte sie die Hand mit der Fee aus und rief laut: "Bitte, du mu├čt uns helfen!" Nun erhob sich die Frau, kam zu der Glast├╝r und betrachtete erstaunt das Wesen in Anna's Hand. Sie ├Âffnete die T├╝r und bat das M├Ądchen und die Fee hinein Ich dachte, Anna blinzelte durch ein Fenster? . Dort Im Haus! h├Ârte sie dann die ganze traurige Geschichte der Schneefee und warum sie, die Hexe, die einzige Rettung zu sein schien.

Als Anna mit ihrer Erz├Ąhlung fertig war, sch├╝ttelte die Hexe bedauernd den Kopf. Sie konnte die Fee nicht zur├╝ck in den Nordhimmel zaubern, daf├╝r war sie zu alt, ihr fehlte die Kraft. Aber es gab dennoch eine ├ťberlebenschance f├╝r die Schneefee. Sie k├Ânnte den Sommer ├╝berleben und wenn ihre Schwestern im n├Ąchsten Winter eine Schneetreppe bauten, w├╝rde sie zur├╝ckkehren k├Ânnen.

Anna sah die Hexe nachdenklich an. Nat├╝rlich wu├čte sie, dass Hexen mit List und T├╝cke arbeiten. Konnte sie der Hexe trauen? Konnte sie ihr die Schneefee anvertrauen? Wer redet von anvertrauen? Anna kann noch gar nicht wissen, worum es geht Sie z├Âgerte. Doch war es nicht ihre einzige Chance? Schlie├člich reichte sie der Hexe die Schneefee. Diese nahm das zierliche Wesen vorsichtig in die eine Hand und mit der anderen griff sie nach ihrem Gehstock. "Wir m├╝ssen hinaus. Zu der alten Linde." Anna folgte ihr. Dort angekommen Wo denn genau? Wie weit entfernt? lehnte sich die Hexe an den kahlen Baum, ihren Stock gab sie dem M├Ądchen. Nun schlo├č sie beide H├Ąnde um die Fee und f├╝hrte diese nah an ihren Mund. Anna wollte schreien, doch ihre Stimme versagte ihr den Dienst. Warum will sie schreien? Weil sie denkt, die Hexe w├╝rde die Fee nun essen? Den Eindruck hat sie dem Text nach aber nicht Dann h├Ârte sie, wie die Hexe geheimnisvolle Worte in ihre geschlossenen H├Ąnde murmelte. Anna schluckte erleichtert. "Bist du bereit?" Die Hexe sah Anna ernst an und diese nickte stumm. Warum fragt die Hexe Anna das und nicht die Schneefee?

"Wenn diese Fee meine Hand verl├Ą├čt, wird sie als wei├čer Schmetterling in den Himmel aufsteigen. Sie wird alle Blumen des Fr├╝hlings, des Sommers und des Herbstes kennenlernen. Sie wird ein gl├╝ckliches Jahr auf Erden verleben. Doch sobald der erste Schnee des Winters f├Ąllt, wird sie sich wieder in das verwandeln, was sie war. Sie wird die Schneetreppe zum Nordhimmel hinaufsteigen und den Rest ihres Lebens bei den ihrigen verbringen k├Ânnen." Anna starrte gebannt auf die H├Ąnde der Hexe, die langsam in die H├Âhe stiegen, sich ├Âffneten. Ein schneewei├čer Schmetterling erhob sich, stieg immer h├Âher dem inzwischen verblassendem Wieso verblassend? Sonnenlicht entgegen. "Schau," rief Anna entz├╝ckt. "Sie hat uns zugewunken." Die Hexe l├Ąchelte Komma bat Anna um ihren Stock und ging langsam (und gebrechlich) zum Haus zur├╝ck. Vor der T├╝r blieb sie stehen und drehte sich zu dem Kind um. "Das Zaubern hat mich hungrig und durstig gemacht. Irgendwo m├╝├čten noch Kekse sein. Und Saft. Was ist? Magst du auch? (Und wenn wir uns gest├Ąrkt haben, werde ich deine Eltern anrufen und sie bitten, dich abzuholen.")
Anna rannte auf die Frau zu, umarmte sie. "Du bist eine wahnsinnig liebe Hexe." Warum erst jetzt nach der Keksfrage und nicht schon an der Linde?

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