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Leselupe.de > Horror und Psycho
Die schamhafte Frau
Eingestellt am 31. 08. 2002 14:03


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Wolfsbane
???
Registriert: Aug 2002

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Als ich zum zweitenmal in meinem Leben die Großstadt-Straße hinter der Sichtschutzmauer betrat und an den Schaufenstern vorbeiging, war es eine Frau in einem weißen Bikini und Badelatschen, die als erste lĂ€chelte, ihr Fenster öffnete und mir die drei Zauberworte sagte:
„Willst du reinkommen?“

In ihrem Zimmer zog ich mein Hemd schon aus, als sie noch die TĂŒr abschloß. Sonst ging das womöglich von meiner Zeit ab. Als sie sich zu mir umwandte, griff ich in meine GesĂ€ĂŸtasche, um zu bezahlen.

„Warum so hektisch?“, fragte sie.
„Hektisch?“, fragte ich zurĂŒck.
„Lernen wir uns doch erstmal kennen“, sagte sie entspannt.
Sie streichelte meine Schultern und zog sich daran leicht hoch.
Reflexartig griff ich mir ihre Taille und zog sie zu mir heran.
Sie lĂ€chelte und drĂŒckte ihre HĂŒfte gegen mich.
Ich stellte fest, daß sie kaum geschminkt war und auch aus der NĂ€he sehr gut aussah.
Fast hĂ€tte ich sie gekĂŒĂŸt.
„Fast hĂ€tte ich dich gekĂŒĂŸt“, sagte ich.
Sie drehte ihr Gesicht weg.
„Das kann ja mal passieren“, sagte sie mit nachlassender Stimme und wirkte ein bischen enttĂ€uscht.
Ich ließ ihre Taille los und klopfte ihr auf den Hintern.
„Du mußt jetzt bezahlen“, sagte sie ernst.

Nachdem sie das Geld verstaut hatte, blieb sie einfach stehen und sah mich an. Ich ging zu ihr und faßte ihr diesmal mit beiden HĂ€nden an die Kiste. Sie legte wieder die HĂ€nde auf meine Schultern. Ich zog das, was ich Ă­n den HĂ€nden hatte, ein bischen hoch, und prompt sprang sie mich an und schlang ihre Beine um mich. Sowas kannte ich schon. Das war meine Absicht gewesen.
Ich trug meine „Beute“ zum Bett.
Diesmal kam ich oben zu liegen.
Diesmal war es besser.
Und dabei war sie eigentlich garnicht „mein Typ“.

Als ich mich wieder anzog, blieb sie auf dem Bett sitzen und sah mir zu. Sie wirkte etwas traurig und darum ĂŒberlegte ich, ob es helfen wĂŒrde, wenn ich ihr ein Kompliment machte.
„Du hast einen sehr schönen Busen“, sagte ich schließlich. „Ich hĂ€tte nicht geglaubt, daß du wirklich so ĂŒppig bist, ehe ich es sah.“
SpĂ€testens seit ich ihren Busen angefaßt hatte, konnte ich völlig sicher sein, daß er absolut echt und kein bischen aus Silikon oder Ă€hnlich kĂŒnstlichem Material war.
„Ich hatte schon mit 14 Jahren soviel Busen“, sagte sie. „Die anderen MĂ€dchen haben alle ĂŒber mich geschimpft und ich habe mich sehr geschĂ€mt. Ich fĂŒhlte mich wie eine Hure!“
Sie wurde rot.
Ich faßte es nicht. Sie wurde immer noch rot, wenn sie daran dachte, daß sie sich einst zu Unrecht als Hure vorgekommen war, obwohl es ihr anscheinend nichts ausmachte, inzwischen wirklich eine Hure zu sein.
„In unsere Klasse gab es auch ein MĂ€dchen, das soviel Busen hatte“, sagte ich, „aber sie hatte auch ziemlich viel Bauch. Du aber hast fast die Figur einer Barbie-Puppe. Das ist unglaublich!“
„Jaja, mein Bauch“, seufzte sie.
Sie sah an sich herunter.
„FrĂŒher hatte ich einen schönen Bauch, aber jetzt habe ich diese Schwangerschaftsstreifen... Das ist nicht mehr so schön... Aber die gehen nicht mehr weg...“
Sie seufzte erneut.
Jetzt, da sie es erwÀhnte, sah ich die Streifen auch, aber ich sah darin keinen wirklichen Makel. Es machte sie nur noch weiblicher.
„Ich sehe keine Streifen“, sagte ich.
Ich faßte es nicht. Sie schĂ€mte sich kein bischen, im Schaufenster zu stehen und sich zu verkaufen, aber sie schĂ€mte sich, daß man sah, daß sie schwanger gewesen und ein Kind ausgetragen hatte.
„Aber die kann man doch garnicht ĂŒbersehen“, protestierte sie. Dann sah sie erneut an sich herunter und seufzte.

Ich hĂ€tte sie gern getröstet, aber ich wußte, daß ich jetzt wieder gehen mußte, auch wenn sie mir das noch nicht sagte, weil es ihr gerade unangenehm war, mir in die Augen zu sehen.





ENDE

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Conny
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

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ab 18?

Ganz nette Geschichte. Locker geschrieben. Aber irgendwas fehlt mir da. Und wieso stellst du sie in die Kategorie ab 18 Jahren?

Die ist doch harmlos.


Conny
__________________
"Die HĂ€lfte ist manchmal mehr als das Ganze."

Hesiod

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
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Hallo Wolfsbane,

ich mag die Geschichte, weil sie die Hure als ganz normale Frau mit Allerweltsproblemen darstellt, nicht irgendeine tragische Kindheit bemĂŒht, nicht ĂŒberzeichnet. Sie wertet auch nicht. Gut so!

Gabi

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Conny
One-Hit-Wonder-Autor
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Gabisils:


ich mag die Geschichte, weil sie die Hure als ganz normale Frau mit Allerweltsproblemen darstellt


Huren sind ganz normale Frauen. Oder?
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Hesiod

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

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Aber natĂŒrlich, Conny. Nur sind die meisten Hurengeschichten anders bzw. stellen andere Aspekte in den Vordergrund als dieses AlltĂ€gliche.

Gruß,
Gabi

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Wolfsbane
???
Registriert: Aug 2002

Werke: 9
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Ich kann auch anders

Hallo Conny,
hallo Gabi,



vielen Dank fĂŒr das Interesse.

Die "Leselupe" wurde mir von KALLE KRAMPOWSKY empfohlen, der dazu aber auch sagte, daß er mit seinen Veröffentlichungen hier schon Streß verursacht hĂ€tte.

Wenn ich irgendwo neu bin, verhalte ich mich erstmal ein bischen vorsichtig. Prostitution ist fĂŒr viele Leute immer noch ein heikles Thema. Ich weiß nicht, wie die persönlichen Ansichten des hiesigen Webmasters dazu sind.

Wollt Ihr noch eine Geschichte von mir lesen?

Soll ich Euch wirklich etwas zu lesen geben, wo es noch mehr "zur Sache" geht und höchstwahrscheinlich auch "Lady Darkover" einen Kommentar abgeben möchte??


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