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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Doch nur Freunde?
Eingestellt am 19. 12. 2004 08:55


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Uve Eichler
Festzeitungsschreiber
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Doch nur Freunde?

Es hatte gerade aufgehört zu regnen und Carmen wollte sich noch einmal umdrehen um Jean einen Handkuss zuzuwerfen. Doch als ihr Blick in die Ecke des Cafe’ s fiel, war der Stuhl, auf dem er zuvor gesessen hatte, bereits leer.
Der Bus hielt an und sie musste nur noch einen Schritt vortreten, um durch die geöffnete Tür einsteigen zu können.
„Guten Tag!“, begrüßte sie den Fahrer, „einmal zum Heumarkt, bitte, nur hin.“
Da die Sonne sich durch den zuvor verregneten Himmel einen Weg geschaffen hatte, blendete sie mit ihrem hellen Licht durch die Frontscheibe des Wagens. Der Fahrer zog die Blende bis auf Augenhöhe herunter und arretierte sie, danach schob er sich die Schirmmütze aus den Augen und bediente Carmen.
„Hallo, dat macht einsfuffzig“, antwortete er in seinem niederrheinischen Slang und legte ein breites Lächeln auf.
Wie überall, war auch hier in Köln ein zügiges Durchkommen mit Kraftfahrzeugen nicht möglich. Zum einen reihten sich die rollenden Bleche Stoßstange an Stoßstange, und zum anderen sorgten die eingerichteten Baustellen dafür, dass man genügend Zeit mitbringen musste, um ans Ziel zu kommen.
Carmen setzte sich in die dritte Reihe ans Fenster der linken Seite. Was sie dort sah ließ ihr den Atem stocken.
Eine junge blonde Frau sackte in sich zusammen und fiel mit dem Kopf auf den hellen Bürgersteig.
Michael ! Das war doch Michael, der da so schnell wegrannte. Sollte das ein Zufall sein, oder hatte er vielleicht…? Nein! Nicht auszudenken, Michael? Quatsch! Was war da bloß los?
Sie sah sich zu allen Seiten um, aber wie es schien, hatte außer ihr niemand etwas gesehen.
„Halt! Sofort anhalten!“, schrie sie in den Raum. Der Chauffeur sah in den großen Innenspiegel und bremste.
Nachdem er die Feststellbremse eingelegt hatte verließ er seinen Platz und ging entschlossen auf Carmen zu.
„Wat ist passiert? Kann ich ihnen helfen?“
Carmen war vom Sitz aufgesprungen und schrie wieder: „schnell machen sie die Tür auf, ich habe gerade gesehen, wie jemand absichtlich verletzt wurde. Ich muss Erste Hilfe leisten! Verdammt! Machen sie die Tür auf! Ich bin Krankenschwester!“
Jetzt lächelte der Fahrer nicht mehr, sein Gesicht verfärbte sich weiß und er fauchte Carmen an.
„Wenn Sie meinen, Sie können hier den Betrieb aufhalten, nur weil jemand auf’em Gehweg ausgerutscht ist, dann ham se sich geschnitten. Dat geht so nich!“
„Hören Sie! Da vorne liegt jemand und ich habe gesehen, was passiert ist. Also lassen sie mich bitte aussteigen.“
Der Mützenträger fasste sich und überlegte kurz. Dann ging er an seinen Platz zurück und drückte den Türtaster, der die Mechanik auslöste und Carmen den Weg frei gab.
Als sie auf der anderen Straßenseite ankam, stand schon eine dicke Menschentraube an der Unglücksstelle.
„Lassen sie mich bitte durch“, machte sie sich lautstark bemerkbar und bahnte sich einen Weg durch das Knäuel, in dem sie einige der Schaulustigen bei Seite schob. „Ich bin Krankenschwester und habe gesehen, wie die Frau umgefallen ist.“
Als sie sich über das Opfer beugte erkannte sie sofort, dass es
nicht mehr atmete.
Die Umstehenden redeten durcheinander und Carmen griff ein.
„Rufen sie bitte einen Krankenwagen und den Notarzt!“, dann beschäftigte sie sich mit der Verletzten. Ihre Wiederbelebungsversuche waren vergebens. Es dauerte nicht lange bis der Rettungswagen eintraf. Der Notarzt eilte herbei und schob Carmen zur Seite.
Sie schilderte kurz den Vorgang und stellte sich vor. Selbstverständlich erkannte der Mediziner sofort, dass er hier nichts mehr zu tun hatte, außer festzustellen, dass dieser Körper nicht mehr lebte.
Bisher wusste noch niemand warum die Frau verstarb.
Carmen überlegte kurz: „ich,…äh,…,ich…“. „Ja“, fragte der Arzt nach, „möchten sie noch etwas sagen?“
„Ich weiß nicht, …ich…,ich hab’ jemanden weglaufen sehen. Ich…,ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass ich den Mann kenne.“
„Den Mann?“
„Ja, einen Mann, da bin ich mir sicher.“
Mittlerweile war die Polizei eingetroffen und riegelte die Unglücksstelle ab. Niemand der vorher noch gaffend dagestanden hatte, konnte etwas über den Hergang sagen. Der Arzt drehte das Opfer auf die Seite und sah erst jetzt, dass sich ein Gegenstand im oberen Teil des Rückens befand. Es war ein altes Wehrmachtmesser, an dem man den Griff bis zur Hälfte abgesägt hatte. Kein Blut!
Als Carmen das sah, verlor sie die Besinnung. Erst als das Licht einer Taschenlampe ihre Augen beleuchtete, kam sie wieder zu sich. „Das war wohl zu viel für sie“, bemerkte der Arzt, als sie im Krankenwagen erwachte.
„Ich hab’ schon viel gesehen, aber das geht schon an die Grenze meiner Kräfte.“
Der Mann im weißen Kittel lächelte sie an: „Geht’s wieder? Soll ich ihnen etwas zur Beruhigung geben?“
„Nein! Darf ich jetzt gehen?“
Nachdem der Arzt Carmen untersucht hatte, entließ er sie und riet ihr sich zu entspannen.
Die Tür des Krankenwagens fiel ins Schloss und die Patientin machte sich auf den Weg.
Kurz vor der Zoobrücke begegnete ihr Steffi, eine Freundin, mit der sie gemeinsam ins Fitness-Studio ging.
„Grüß dich Carmen, wie geht’s?“
„Mensch, wenn ich dir erzähle, was mir passiert ist.“
„Wieso?“
Carmen klärte Steffi über die Gegebenheiten auf. Aber seltsamerweise schien die gar nicht erstaunt, ihre Reaktion war eher verhalten.
„So,... Michael? Hm,... hätte ich ihm nicht zugetraut.“
Die Antwort schien Carmen mehr als merkwürdig und deshalb fragte sie auch nicht weiter nach. Sie verabschiedeten und trennten sich, wobei Steffi sich auf den Weg zur Stadt machte.
Carmen war nur noch wenige Schritte von Michaels Wohnung entfernt. Sie erkannte auf der Straße eine Menschentraube, die direkt unter seinem Küchenfenster stand. Dass sie von Natur aus neugierig war, wusste jeder der sie kannte und sie machte auch kein Geheimnis daraus. Folglich war es auch nicht verwunderlich, dass sie den Weg zu Michael suchte.
Als sie vor seiner Tür stand, waren von drinnen laute Stimmen zu hören. War das nicht Freddy? Moment, da mussten noch mehr Leute sein, es waren mehrere Stimmen. Das Geschrei wurde immer lauter, bis es einen dumpfen Knall gab, dann wurde es still und es näherten sich Schrittgeräusche. Die Tür wurde geöffnet.
Das war tatsächlich Freddy.
„Hey Carmen, der liebe Michael macht hier den Lauten, obwohl er lieber ruhig sein sollte.“
„Wieso? Was ist denn los?“
„Ich glaube das kann er dir besser erklären“, ohne ihr weitere Beachtung zu schenken ging er an ihr vorbei. Dann folgten ihm noch drei Jungen, die Carmen vorher noch nie gesehen hatte. Auch sie gingen achtlos an ihr vorbei. Seltsam. Der Hausherr hatte seine Gäste nicht zur Tür gebracht. Also betrat sie die Wohnung und suchte ihn.
„Michael?“
Keine Antwort. Da sie schon oft in seiner Wohnung war kannte sie sich aus und ging ins Wohnzimmer. Der liebe Gastgeber erhob sich gerade vom Fußboden. Sein Gesicht sah ziemlich übel aus.
Carmen war entsetzt, „hast du dich etwa geprügelt?“. Er sah sie mit verklärter Mine an „wie kommst du denn darauf? Freddy und die anderen waren nur hier um den Termin für das Kino festzumachen.“
„Du kannst mir ja viel erzählen“, konterte sie und fuhr fort, „sag mal, du warst doch vorhin auf der Straße bei Babbel vor dem Laden. Ich hab’ dich gesehen, wie du weggelaufen bist. Was hast du da gemacht, und wieso hattest du es plötzlich so eilig?“
„Ich? Eilig? Nö! Weißt du, ich musste schnell nach Hause, weil Freddy, und seine Kumpels sich angemeldet hatten. Ich weiß nicht was da los war.“
„Wie kommst du darauf, dass da was los war? Ich habe doch gar nichts erzählt.“
„Carmen, wenn du schon so blöd fragst, dann war da auch was los. Also erzähl mir, was du zu erzählen hast, dann hat die arme Seele Ruh’.“
Nachdem sie zweimal geschluckt und ihr Gesicht jegliche Farbe verloren hatte, berichtete Sie Michael von dem Attentat. Der tat augenscheinlich so, als wenn er nicht betroffen wäre, doch Carmen kannte ihn zu gut, irgendwie hatte er tatsächlich etwas zu verbergen.
Er zog seine Jacke aus und legte sie lässig über das Sofa.
„Meine liebe Carmen, ich glaube du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ich soll einen Menschen umgebracht haben. Wer weiß, was du da gesehen hast?“
Ihr Blick streifte seine abgelegte Jacke.
„Warum ist die Jacke zerrissen?“
„Bitte?“
„Du hast mich wohl verstanden, warum ist deine Jacke zerrissen?
„Ach, das,…,das waren die Jungs. Freddy war wohl etwas stürmisch als wir uns begrüßten, dabei muss er wohl irgendwie hängen geblieben sein.“
„Wir kennen uns nun schon so lange und du führst mich an der Nase herum. Sag mir doch endlich die Wahrheit“
Michael setzte sich auf den hölzernen Schaukelstuhl, der direkt neben dem offenen Kamin stand und fing an zu wippen.
„Liebe Carmen, setz’ dich und hör mir zu.“
Sie war gehorsam und nahm sich den einzelnen Stuhl, der am Tisch stand und setzte sich.
Er holte tief Luft und erklärte, was passiert war.
„Freddy, und seine Freunde haben mich besucht um einen Termin zu machen. Natürlich nicht fürs Kino sondern für die Rallye.“
„Was für ne Rallye?“
„Wir wollten morgen am Rheinufer eine Wettfahrt machen.“
Plötzlich kamen die Typen von vorhin ins Zimmer. Carmen hatte vergessen die Haustür zu zumachen.
Allen voran stürmte Freddy auf Michael los, aber als er Carmen sah, drehte er ab und wurde ruhiger.
„Hallo Carmen, die Tür stand auf und wir haben noch was vergessen“, er wandte sich an Michael, „sag mal, wo ist eigentlich der Schalthebel aus meinem Auto geblieben?“
„Ich hab’ den Wagen wieder so abgestellt, wie du ihn mir vorher übergeben hast. Da war der Schalthebel noch dran.“
Es klingelte an der Tür. Michael sprang aus seinem Schaukelstuhl und lief schnell um zu öffnen. Es war Jean, der wie immer das Lächeln eines Filmstars aufgelegt hatte.
„Hi, Jean!“
„Grüß dich Michael, ich muss mit dir reden.“
„Na dann komm rein!“
Als die beiden ins Wohnzimmer zurückkamen, hatten sich schon alle hingesetzt.
Jean begrüßte zuerst Carmen und warf dann ein „hallo“, in den Raum.
„Was willst du denn hier?“, fragte ihn Freddy.
„Ich freue mich, dass gerade Du diese Frage stellst.“
„Bitte?“
„Ich war vorhin in der Stadt und habe zwei von deinen Kumpanen gesehen, wie sie dein Auto bearbeiteten. Der Motor muss ja schon richtig was aushalten, wie der heulte!“
Freddy stammelte kleinlaut: „Was soll das?“
„Jeder hier weiß doch, dass für Dich dieses Gefährt ein Heiligtum darstellt. Ich wusste gar nicht, dass auch andere damit fahren dürfen.“
„Das darf auch keiner, außer Michael, dem habe ich das Auto geliehen.“
„Der saß aber nicht am Steuer und gesehen habe ich ihn auch nicht.“
Michael sah zu einem der Jungen hinüber. Es war Kalle, der ständig ein eingemeißelt, hämisches Grinsen im Gesicht hatte. Seine Bomberjacke und die Springerstiefel unterstrichen noch die muskulösen Körperteile. „Sag mal warst Du mit dem Wagen unterwegs?“
„Klar, Pelle ist mitgefahren, wir haben uns prima amüsiert.“
Jetzt kombinierte Freddy und wurde laut, „wenn ihr mit dem Auto gefahren seit, dann habt ihr meinen Schaltknüppel geklaut, also raus damit. Ich weiß genau wie geil ihr auf diesen Messerknauf abfahrt.“
„Bleib cool Mann, Sunny hat dir einen Ersatzknauf mitgebracht.“
„Ich will keinen Ersatzknauf, ich will den Original Schalthebel haben. Was meinst du Idiot wohl, was mich dieses Ding an Arbeit gekostet hat?“
Sunny zog tatsächlich einen Knüppel aus der Tasche. Es war ein Schaltknauf mit einem Totenkopf.
„Hier, wir wollten dir eine Freude machen und haben das abgesägte Ding entsorgt“, grinste er.
Bevor Freddy wieder loslegen konnte, schaltete sich Carmen ein.
„Wenn das so ist, dann wird mir einiges Klar.“
Michael schüttelte nur den Kopf, folgte aber den Ausführungen, die sie machte.
„Kann es sein, dass eure Entsorgung einem Menschen das Leben gekostet hat?“
„Nu werd’ mal nicht lustig, was willst du damit sagen?“
„Ich will damit sagen, dass ihr die Frau umgebracht habt.“
Wieder schaltete sich Freddy ein, „die Jungs haben die blonde Zicke gar nicht gesehen, weil sie gar nicht da waren.“
Carmen schluckte und fühlte sich in ihrer Theorie bestätigt.
„Sag mal Freddy, woher weißt du dass die Frau blond war?“
„Das hast Du doch gesagt.“
„Nein, das habe ich nicht!“
Die Indizien sprachen gegen Freddy, der sich nun auch nicht mehr freisprechen konnte, schließlich ergriff Michael das Wort.
„Hört zu“, wollte er beginnen, doch Freddy unterbrach ihn, „halt bloß den Mund!“, doch er ließ sich nicht beirren.
„Ich bin so schnell vom Tatort weggelaufen, weil ich gesehen habe, was passiert ist. Ja Carmen, du hast richtig vermutet, Freddy hat das alte Messer selbst in den Rücken der Frau gerammt um seinen Mut zu beweisen.“
„Was sagst du da?“
„Ja, er war’s, nur um diesen feigen Mitläufern zu zeigen, dass er sich an feste Prinzipien hält und niemals schwach wird. Er ist der so genannte Führer von der Bande. Die Jungs sind nichts weiter als kleine Handlanger, die jeden Dreck machen.“
Carmen war entsetzt.
„Stimmt das Freddy? Bist du wirklich so ein Schwein?“
„Entspann dich Mädchen, ich bin nun mal der Boss!“
„Was sollte dann diese Show mit dem Schaltknüppel?“
Für einen kurzen Augenblick war es still.
„Ich wollte damit nur….“, er sprach nicht weiter. Aus dem Flur kamen Geräusche.
Jean war mittlerweile in die Küche geschlichen und hatte von da aus die Polizei gerufen, die jetzt gerade eintraf. Als er mit den Beamten ins Zimmer kam, hielt Freddy einen Revolver an Michaels Schläfe.
„Bleibt schön da stehen und legt eure Pistolen auf den Boden!“, befahl er den Gesetzeshütern. Die folgten seinen Anweisungen und beobachteten seine nervöse Handlung.
Freddy schlenderte mit Michael und der Waffe im Anschlag an den Beamten vorbei. Kurz vor der Tür stellte ihm ein Polizist ein Bein. Im Fallen riss der Geiselnehmer Michael mit runter, dabei löste sich ein Schuss. Der Revolver war ihm sichtlich aus der Hand gerutscht.
Michael, Jean und Carmen standen immer noch fassungslos mit Blumen an dem geöffneten Grab von Freddy.

Uve
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Uve
(Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden)

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Roni
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hallo uve,

mir persoenlich ist der text zu lang und angefuellt mit weniger bis gar nicht wichtigem. mir ist z.b. nicht klar, wozu die szene mit steffi dient. selbst wenn mir der sinn entgangen sein sollte, so ist sicher nicht wichtig, dass deine heldin steffi aus dem fitness-studio kennt oder dass steffi sich nach dem gespraech auf den weg in die stadt macht. ein bisschen raffen koennt nicht schaden.
je weiter du im text kommst, desto oefter ist dir die persoenliche anrede klein geraten. das passiert mir auch immer wieder, vielleicht schaust daraufhin nochmal durch.
achte dabei auch auf saetze wie: „... dann wurde es still und es naeherten sich schrittgeraeusche.“ ich weiss schon, was du da meinst, aber der satz macht so dennoch keinen sinn. entweder still oder geraeusche.
zwei wichtige sachen sind mir noch aufgefallen.
deine carmen behauptet, gesehen zu haben, was passierte. hat sie aber gar nicht. sie sah eine frau aus fuer sie zunaechst unerklaerlichen gruenden umfallen. koennt von kreislauf bis herzschlag alles sein. gleichzeitig sieht sie einen bekannten weglaufen. okay, das mag einem merkwuerdig vorkommen – aber das heisst nicht, dass sie weiss, was geschah. ansonsten haette sie auch der anblick der waffe nicht so umgehauen, sondern sie haette ihn erwartet.
des weiteren schreibst du die geschichte aus carmens perspektive. der leser folgt ihren beobachtungen und ihren gespraechen, um den fall zu loesen.
carmen kennt die drei jungen maenner nicht. aber gegen ende wechselt die perspektive. ‚es war kalle’, steht da z.b. woher soll carmen das wissen?

lg
roni

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Uve Eichler
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Vielen Dank für die Anregungen.


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Zinndorfer
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Hallo Uve, ich habe dir ein bisschen was in den Text geschrieben. Insgesamt scheint mir Carmen zu mutig am Schluss und Schluss selbst zu brachial.
Gruß Zinndorfer


Doch nur Freunde?

Es hatte gerade aufgehört zu regnen und Carmen wollte sich noch einmal umdrehen um Jean einen Handkuss zuzuwerfen. Doch als ihr Blick in die Ecke des Cafe’ s fiel, war der Stuhl, auf dem er zuvor gesessen hatte, bereits leer.

Da die Sonne sich durch den zuvor verregneten Himmel einen Weg geschaffen hatte, blendete sie mit ihrem hellen Licht durch die Frontscheibe des Wagens. Der Fahrer zog die Blende bis auf Augenhöhe herunter und arretierte sie, danach schob er sich die Schirmmütze aus den Augen und bediente Carmen.

„Hallo, dat macht einsfuffzig“, antwortete er in seinem niederrheinischen Slang, besser Dialekt und legte ein breites Lächeln auf.

„Wat ist passiert? Kann ich ihnen helfen?“

Carmen war vom Sitz aufgesprungen und schrie wieder: „schnell machen sie die Tür auf, ich habe gerade gesehen, wie jemand absichtlich verletzt wurde. Ich muss Erste Hilfe leisten! Verdammt! Machen sie die Tür auf! Ich bin Krankenschwester!“

„Hören Sie! Da vorne liegt jemand und ich habe gesehen, was passiert ist. Also lassen sie mich bitte aussteigen.“

„Lassen sie mich bitte durch“, machte sie sich lautstark bemerkbar und bahnte sich einen Weg durch Whg. das Knäuel, in dem sie einige der Schaulustigen bei Seite schob.


Die Umstehenden redeten durcheinander und Carmen griff ein.
„Rufen sie bitte einen Krankenwagen und den Notarzt!“, dann beschäftigte sie sich mit der Verletzten.

Sie schilderte kurz den Vorgang und stellte sich vor. Selbstverständlich erkannte der Mediziner sofort, dass er hier nichts mehr zu tun hatte, außer festzustellen, dass dieser Körper nicht mehr lebte.

Bisher wusste noch niemand warum die Frau verstarb. die war schon tot: verstorben war

Carmen überlegte kurz: „ich,…äh,…,ich…“. „Ja“, fragte der Arzt nach, „möchten sie: also ich korrigiere das jetzt nicht mehr, das kommt zu oft noch etwas sagen?“
„Ich weiß nicht, …ich…,ich hab’ jemanden weglaufen sehen. Ich…,ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass ich den Mann kenne.“

Nachdem der Arzt Carmen untersucht hatte, entließ er sie und riet ihr sich zu entspannen.

Carmen klärte Steffi über die Gegebenheiten Amtsdeutsch auf. Aber seltsamerweise schien die gar nicht erstaunt, ihre Reaktion war eher verhalten.
So,... Michael? Hm,... hätte ich ihm nicht zugetraut.“
Die Antwort schien Carmen mehr als merkwürdig und deshalb fragte sie auch nicht weiter nach. Sie verabschiedeten und trennten sich, wobei Steffi sich auf den Weg zur Stadt machte.

Carmen war nur noch wenige Schritte von Michaels Wohnung entfernt. Sie erkannte auf der Straße eine Menschentraube war schon, die direkt unter seinem Küchenfenster stand. Dass sie von Natur aus neugierig war, wusste jeder der sie kannte und sie machte auch kein Geheimnis daraus. Folglich war es auch nicht verwunderlich, dass sie den Weg zu Michael suchte.

Als sie vor seiner Tür stand, waren von drinnen laute Stimmen zu hören. War das nicht Freddy? Moment, da mussten noch mehr Leute sein, es waren mehrere Stimmen. Das Geschrei wurde immer lauter, bis es einen dumpfen Knall gab, dann wurde es still und es näherten sich Schrittgeräusche Schritte. Die Tür wurde geöffnet.
Das war tatsächlich Freddy.
„Hey Carmen, der liebe Michael macht hier den Lauten, obwohl er lieber ruhig sein sollte.“
„Wieso? Was ist denn los?“
„Ich glaube das kann er dir besser erklären“, ohne ihr weitere Beachtung zu schenken ging er an ihr vorbei.

Keine Antwort. Da sie schon oft in seiner Wohnung war kannte sie sich aus und ging ins Wohnzimmer. Der liebe ? Gastgeber erhob sich gerade vom Fußboden. Sein Gesicht sah ziemlich übel aus.
Carmen war entsetzt, „hast du dich etwa geprügelt?“. Er sah sie mit verklärter Mine an „wie kommst du denn darauf? Freddy und die anderen waren nur hier um den Termin für das Kino festzumachen.“

Nachdem sie zweimal geschluckt und ihr Gesicht jegliche Farbe verloren hatte, berichtete Sie Michael von dem Attentat. Der tat augenscheinlich so, als wenn er nicht betroffen wäre, doch Carmen kannte ihn zu gut, irgendwie hatte er tatsächlich etwas zu verbergen.

Er zog seine Jacke aus und legte sie lässig über das Sofa.
„Meine liebe Carmen, ich glaube du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ich soll einen Menschen umgebracht haben. Wer weiß, was du da gesehen hast?“
Ihr Blick streifte seine abgelegte Jacke.
„Warum ist die Jacke zerrissen?“
„Bitte?“
„Du hast mich wohl verstanden, warum ist deine Jacke zerrissen?
„Ach, das,…,das waren die Jungs. Freddy war wohl etwas stürmisch als wir uns begrüßten, dabei muss er wohl irgendwie hängen geblieben sein.“

„Wir kennen uns nun schon so lange und du führst mich an der Nase herum. Sag mir doch endlich die Wahrheit“
Michael setzte sich auf den hölzernen Schaukelstuhl, der direkt neben dem offenen Kamin stand und fing an zu wippen.
„Liebe Carmen, setz’ Wiederholung; aber der Imperativ hat auch kein Apostroph dich und hör mir zu.“

Sie war gehorsam und nahm sich den einzelnen Stuhl, der am Tisch stand und setzte sich.

Er holte tief Luft und erklärte, was passiert war.
„Freddy, und seine Freunde haben mich besucht um einen Termin zu machen. Natürlich nicht fürs Kino sondern für die Rallye.“


„Grüß dich Michael, ich muss mit dir reden.“
„Na dann komm rein!“
Als die beiden ins Wohnzimmer zurückkamen, hatten sich schon alle hingesetzt.

„Jeder hier weiß doch, dass für Dich dieses Gefährt ein Heiligtum darstellt. Ich wusste gar nicht, dass auch andere damit fahren dürfen.“

Michael sah zu einem der Jungen hinüber. Es war Kalle, der ständig ein eingemeißelt, hämisches Grinsen im Gesicht hatte.

Jetzt kombinierte Freddy und wurde laut, „wenn ihr mit dem Auto gefahren seit, dann habt ihr meinen Schaltknüppel geklaut, also raus damit. Ich weiß genau wie geil ihr auf diesen Messerknauf abfahrt.“

„Wenn das so ist, dann wird mir einiges Klar.
Michael schüttelte nur den Kopf, folgte aber den Ausführungen, die sie machte. ???

„Kann es sein, dass eure Entsorgung einem Menschen das Leben gekostet hat?“
„Nu werd’ mal nicht lustig, was willst du damit sagen?“
„Ich will damit sagen, dass ihr die Frau umgebracht habt.“
Wieder schaltete sich Freddy ein, „die Jungs haben die blonde Zicke gar nicht gesehen, weil sie gar nicht da waren.“
Carmen schluckte und fühlte sich in ihrer Theorie bestätigt.
„Sag mal Freddy, woher weißt du dass die Frau blond war?“
„Das hast Du doch gesagt.“
„Nein, das habe ich nicht!“
Die Indizien sprachen gegen Freddy, der sich nun auch nicht mehr freisprechen konnte, schließlich ergriff Michael das Wort.
„Hört zu“, wollte er beginnen begann er, doch Freddy unterbrach ihn, „halt bloß den Mund!“, doch er ließ sich nicht beirren.
„Ich bin so schnell vom Tatort weggelaufen, weil ich gesehen habe, was passiert ist. Ja Carmen, du hast richtig vermutet, Freddy hat das alte Messer selbst in den Rücken der Frau gerammt um seinen Mut zu beweisen.“
„Was sagst du da?“
„Ja, er war’s, nur um diesen feigen Mitläufern zu zeigen, dass er sich an feste Prinzipien hält und niemals schwach wird. Er ist der so genannte Führer von der Bande. Die Jungs sind nichts weiter als kleine Handlanger, die jeden Dreck machen.“
Carmen war entsetzt.
„Stimmt das Freddy? Bist du wirklich so ein Schwein?“
„Entspann dich Mädchen, ich bin nun mal der Boss!“
„Was sollte dann diese Show mit dem Schaltknüppel?“
Für einen kurzen Augenblick war es still.
„Ich wollte damit nur….“, er sprach nicht weiter. Aus dem Flur kamen Geräusche.
Jean war mittlerweile in die Küche geschlichen und hatte von da aus die Polizei gerufen, die jetzt gerade eintraf. Als er mit den Beamten ins Zimmer kam, hielt Freddy einen Revolver an Michaels Schläfe.
„Bleibt schön da stehen und legt eure Pistolen auf den Boden!“, befahl er den Gesetzeshütern. nicht ständig Synonyme suchen Die folgten seinen Anweisungen und beobachteten seine nervöse Handlung. Amtsdeutsch
Freddy schlenderte mit Michael und der Waffe im Anschlag an den Beamten vorbei. Kurz vor der Tür stellte ihm ein Polizist ein Bein. Im Fallen riss der Geiselnehmer Michael mit runter, dabei löste sich ein Schuss. Der Revolver war ihm sichtlich aus der Hand gerutscht.
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Lieber Zinndorfer,

das ist sehr lieb von Dir.
Ich freue mich, dass Du so viel Zeit geopferst hast um den Text zu bearbeiten. Vielen Dank!


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