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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine Feldmaus sucht Abenteuer
Eingestellt am 13. 08. 2016 12:55


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LUPESIWA
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Eine Feldmaus sucht Abenteuer

Neugierig lugt eine kleine Feldmaus aus ihrem Erdloch. Es ist ein Tag wie jeder andere. Sie lebt hier mit ihrer großen MĂ€usefamilie. Flink flitzt sie ĂŒber den riesigen Acker.
Durch die tÀgliche Suche nach Gras, Samen und Getreidekörner, das fressen MÀuse gerne, kennt sie jede Ecke auf dem Feld. Das ist ihr so langweilig. Am liebsten möchte die kleine Maus einmal etwas Neues erleben.
Also saust sie im Zick Zack bis zum Feldrand, krabbelt den kleinen Hang hoch und schwups steht sie mitten auf einem Weg. Der Sand knirscht und andere komische GerÀusche kommen auf sie zu.
Da bekommt sie Angst, hopst los und landet in einem TĂŒmpel mit Wasser. Geschwommen ist die Maus noch nie. Ehe sie es versuchen kann, wird sie am Fell gepackt und durch die Luft geschwenkt.
Ein Graureiher steht mitten im TĂŒmpel und hĂ€lt sie in seinem krĂ€ftigen Schnabel.
„Eh, lass mich wieder runter, du langes Stelzbein!“, piepst die kleine Maus erbost, so laut sie kann.
Erstaunt Ă€ugt der Reiher in die runden Knopfaugen seiner Beute und lĂ€sst sie ĂŒberrumpelt fallen, mitten in das dichte Schilf.

„GlĂŒck gehabt!“, quakt es neben ihr. „Wer bist du eigentlich? Und wie kommst du hier her?“
„Wer bist du denn?“, piepst die Maus patzig zurĂŒck. Sie ist von dem Schreck noch ganz außer Atem.
„Ich bin ein Frosch, besser noch, der Froschkönig. Und der TĂŒmpel ist mein Reich!“, quakt der große GrĂŒne und dreht sich beleidigt weg.
Dabei sieht er einen riesigen Schatten. Die graue Wildkatze aus der Gegend hat sich leise herangepirscht und schwups, haut sie ihre breite Pfote auf die kleine Maus.
Oh je, denkt der Frosch, die ist hin. Das tut ihm doch ein bisschen leid. Mit ohrenbetĂ€ubenden Quaken hĂŒpft er auf die Katze zu.
Die springt vor Überraschung einen Schritt nach hinten und die Maus ist frei. In Windeseile saust sie dem Frosch hinterher und hockt sich im dichten Schilf neben ihn.
„Du hast mich gerettet, danke, willst du mein Freund sein?“, piepst die kleine graue Feldmaus leise und schaut treuherzig mit ihren Knopfaugen hoch zu dem viel grĂ¶ĂŸeren Frosch.
„Na meinetwegen“, quakt der gönnerhaft und schwingt sich wohlgemut von Blatt zu Blatt.
Da kann die kleine Maus nicht hinterher. Aber sie saust in der Zeit viele Male um den TĂŒmpel herum.
Danach ruhen sie sich in den letzten Sonnenstrahlen aus.

Auf dem Weg geht es munter zu. Viele Menschen laufen hin und her, Hunde sind auch dabei. Die beiden neuen Freunde bleiben in Deckung. Zwei Kinder kommen direkt auf ihr Versteck zu.
„Schau mal!“, ruft das MĂ€dchen plötzlich. „Hier sitzt ein großer dicker Frosch.“
„Dann fang ihn ein!“, antwortet ein Junge, „du hast doch ein Glas dabei.“
Ehe der Frosch weghĂŒpfen kann, ist er gefangen. Es ist eng und er kann nichts sehen.
Die kleine Maus saust aufgeregt durch das Gras. Fieberhaft ĂŒberlegt sie, wie sie ihm helfen könnte. Dann nimmt sie ihren ganzen Mut zusammen, flitzt zwischen die Kinder und krabbelt auf ihren Armen herum.
„Hilfe, eine Maus!“ Das MĂ€dchen quiekt laut, springt hoch und schmeißt dabei das Glas um.
Der Frosch ist wieder frei und versteckt sich im hohen Schilf neben der Maus.
„Jetzt hast du mich gerettet“, quakt er anerkennend. „Jetzt sind wir quitt!“

Die kleine Feldmaus besucht jeden Tag ihren Freund. Sie gehen gemeinsam auf Nahrungssuche und entdecken immer wieder etwas Neues.
An einem Morgen wartet der Frosch vergebens. Laute GerĂ€usche haben ihn geweckt und er sieht, wie sich die scharfen Schaufeln eines Pfluges in die Erde graben. Der Bauer bereitet das Feld fĂŒr die nĂ€chste Aussaat vor.
Die kleine Feldmaus musste ĂŒber Nacht mit ihrer Familie den Ort wechseln. Jetzt wohnt sie viele Felder weiter, zu weit, um ihren Freund zu besuchen.
Der Frosch sitzt lange auf dem höchsten Blatt, pustet seine weißlichen Schallblasen auf und quakt wehleidig bis zur DĂ€mmerung.
Dabei ist er sehr unvorsichtig. Zu spĂ€t bemerkt er den großen Schatten am Himmel. Wie ein Pfeil schießt ein MĂ€usebussard herab, packt ihn mit scharfen Krallen und schwebt mit ihm hoch in die LĂŒfte.

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Die TrÀume sind frei

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