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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine Geschichte zum Schmunzeln
Eingestellt am 20. 06. 2005 17:49


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coxew
???
Registriert: Jun 2005

Werke: 36
Kommentare: 143
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Der Schalk, der Sebastian und die Großmutter

Eines Tages sprang dem Sebastian der Schalk ins Genick. Da
dachte der Sebastian, ‚Äěwie w√§r‚Äôs, wenn ich die Gro√ümutter ein
wenig necke.“ Die Großmutter saß in der guten Stube in ihrem
weichen Ohrensessel und schlief Mittagsschlaf. Neben ihr auf
der Kommode stand das Bastkörbchen mit dem angefangenen
Strickdeckchen, an dem die Großmutter immer nach dem Mittag-
schlaf strickte. Der Sebastian schlich in die Stube und beob-
achtete die schlafende Großmutter. Die Brille war ihr die Nase
heruntergerutscht und wenn die Großmutter ausatmete, ertönte
ein leises Pfeifen.
Der Schalk schl√ľpfte durchs Fenster in die Stube. Er kniff den
Sebastian gar heftig. Da nahm der Sebastian das Bastkörbchen
und trug es zum Fensterbrett. Daf√ľr stellte er das Katzen-
körbchen auf die Kommode.
‚ÄěMiezi, komm‚Äú, lockte der Sebastian die rotgetigerte Katze.
Und dann setzte er sie ins Körbchen. Daraufhin schlich auf
Zehenspitzen der Sebastian aus der Stube, um sofort wieder
hereinzupoltern. Die Großmutter schreckte aus dem Schlaf hoch
und griff automatisch nach der Strickarbeit. Miezi, erbost,
dass sie mit einem Wollknäuel verwechselt wurde, fauchte
böse. Mit der Tatze hieb sie nach der Großmutterhand und
zeichnete quer dar√ľber einen langen Kratzer.
‚ÄěAua!‚Äú
Der Sebastian grinste und der Schalk freute sich diebisch.
‚ÄěDas find ich gar nicht lustig, Sebastian‚Äú, √§rgerte sich die
Großmutter. Der Schalk sprang vom Sebastian genau ins Groß-
muttergenick.
Da dachte die Gro√ümutter, ‚Äěwie w√§r‚Äôs, wenn ich den Sebastian
ein wenig necke.‚Äú Sie erhob sich mit etwas M√ľhe aus dem weichen
Ohrensessel und ging in die K√ľche kaffeekochen.
‚ÄěMit Milch und Zucker wie immer, Sebastian‚Äú, rief sie aus der
K√ľche.
‚ÄěJaha‚Äú, antwortete der Sebastian.
Die Großmutter goss den Kaffee in die Tassen. Sie stellte das
Milchkännchen und die Zuckerdo ... nein, das Salznäpfchen auf
den Tisch neben die Kekse und die s√ľ ... die bitteren Mandeln.

‚ÄěSebastian, der Kaffee ist fertig‚Äú, rief die Gro√ümutter fr√∂hlich.
Der Schalk machte einen Salto und kniff sie ins Ohr. Der
Sebastian freute sich. Nachmittagskaffee bei Großmutter schmeckte
immer besonders gut. Sebastian eilte in die K√ľche. Hmm, wie
das duftete. Zwei gehäufte Teelöffel Kaffee in den Zuck ...
nein Zucker in den Kaffee oder Salz? Milch dazu und umr√ľhren.
Ein Schokopl√§tzchen, mampf, nachsp√ľlen mit s√ľ√üem Milchkaffee
... IIIIIIIgittttt!!! Sebastian rannte zur Sp√ľle und spuckte.
Nachsp√ľlen mit frischem Wasser. Der Schalk klatschte vor
Begeisterung in seine H√§nde. Die Gro√ümuter beugte sich √ľber
den Tisch als m√ľsse sie auf dem Tischtuch etwas ganz genau
erkennen. Ihr ganzer großer Körper bebte wie bei einem Husten-
anfall und Lachtränen traten in ihre Augen. Zum Trost stopfte sich
der Sebastian gleich drei Mandeln in den Mund. Den bitteren
Geschmack schmeckte er erst als es schon zu spät war.
IIIIIIIgittttt!!! Sebastian rannte zur Sp√ľle und spuckte.
Nachsp√ľlen mit frischem Wasser.

Der Schalk lachte frei heraus und hopste auf der breiten Groß-
mutterschulter √ľberm√ľtig von einem Bein aufs andere. Die
Großmutter bebte schon wieder. Da sagte der Sebastian zum
Schalk, ‚Äědu, du allein bist schuld.‚Äú Und die Gro√ümutter sagte,
‚Äěwarte, wir wollen dir dein M√ľtchen schon k√ľhlen.‚Äú
‚ÄěIm K√ľhlschrank‚Äú, schlug der Sebastian vor.
‚ÄěIns K√§sefach mit dir‚Äú, sagte die Gro√ümutter. Sie packte den
Schalk am Schlawittchen und setzte ihn unsanft in das K√ľhl-
schrankkäsefach. Vergebens ballte der Schalk seine winzigen
F√§uste und schnitt f√ľrchterliche Grimassen. Der Sebastian
schlug die K√ľhlschrankt√ľr zu, bums. Dann rannte er in die Stube
und stellte das Bast- und das Katzenkörbchen wieder an ihren
richtigen Platz. Die Großmutter ersetzte das Salznäpfchen durch
die Zuckerdose und die bitteren durch s√ľ√üe Mandeln und sie
tranken richtig gem√ľtlich Nachmittagskaffee. Die Gro√ümutter
erzählte dies, der Sebastian das. Der Schalk bibberte im
Käsefach. So kalt war ihm, dass er nicht einmal Appetit auf
den köstlichen Edamer neben ihm bekam.

Nachdem Großmutter ihn aus seinem eisigen Gefängnis entlassen hatte,
trollte sich der Schalk. Nie wieder kam er zu der Großmutter
und dem Sebastian zur√ľck.

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