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Leselupe.de > Theoretisches
Es knistert – Der Konflikt
Eingestellt am 09. 03. 2017 12:09


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FrankK
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Es knistert – Der Konflikt
Was ist überhaupt ein Konflikt?
Nehmen wir das Ehepaar Herbert und Ludmilla Kleingeist.
Es ist ein herrlicher Sommertag, Ludmilla hat eine wundervolle, erfrischende Bowle zubereitet, die Nachbarin ein Eis-Dessert. Beide Frauen haben sich zu einem gemeinschaftlichen Treffen im Garten verabredet. Sie wollen endlich klären, wie die Bepflanzung auf der Grundstücksgrenze auszusehen hat. Herbert sitzt mit dem Nachbarn zusammen im Wohnzimmer, spontan wurden Bier und Chips besorgt. Deutschland hat es überraschend in das EM-Finale geschafft.
Ist der Konflikt klar und deutlich?
Herbert und Ludmilla haben unterschiedliche Ziele, jeder will seines erreichen. Ludmilla will über den Garten reden, ihr Mann möchte Fußball schauen.

Hier haben wir einen sogenannten „äußeren Konflikt“.
Der Mann will etwas anderes als die Frau.
Oder ein Hund zieht an der Leine und will dringend weiter, während das Herrchen (oder das Frauchen) stehen bleibt und schwatzen möchte.

Der schüchterne Typ, der zum ersten Mal im Kontakthof flaniert und sich nicht traut, eine der lächelnden und einladenden Damen anzusprechen, ist ein anderer Fall. Der Schüchterne kann sich nicht überwinden, ihm fehlt der Mut.
In diesem Fall handelt es sich um einen „inneren Konflikt“.

Beide Konfliktarten gehen mitunter Hand in Hand, Herr Z. wird von seinem Nachbarn wegen des Gartenzaunes bedroht (äußerer Konflikt), Herr Z. kann sich aber noch nicht überwinden, diese Bedrohung bei der Polizei anzuzeigen (innerer Konflikt).


“Was hat das mit Geschichten schreiben zu tun?“
Geschichten leben vom Konflikt, eine Geschichte ohne Konflikt ist langweilig. Die einfachste und vermutlich häufigste Form ist die Darstellung eines äußeren Konflikts.

Mal etwas zum einschlafen:
„Hallo, Kleines“, sagte sie freudig.
„Hallo, Mama“, antwortete Flirry.
„Wie war die Schule?“
„Es ging.“ Flirry stellte ihren Rucksack neben den Küchenschrank.
„Möchtest du einen Becher Milch?“
„Danke.“
„Etwas zu essen? Oder wartest du bis zum Abendbrot?“
„Keinen Hunger.“
„Sehr schlimm, heute?“, fragte ihre Mutter besorgt über die ungewohnte Einsilbigkeit der Tochter.
Flirry brummte nur nichtssagend und nippte an der Milch, die ihre Mutter vor ihr abgestellt hatte.
„Gibt's irgendwas neues aus der Schule?“
„Professor Siria hat sich krank gemeldet.“
„Oh.“
„Die war noch nie krank.“
„Sie ist aber schon ziemlich alt.“
„Schon möglich.“
„Was hast du heute noch vor?“
Flirry lies einen halben Becher Milch stehen, stand auf und schnappte sich ihren Rucksack. „Ich geh zur Silbergraslichtung und mach meine Schularbeiten.“
„Komm nicht zu spät zum Abendessen. Es gibt Graupilze. Die schmecken nicht mehr, wenn ich sie zu lange warm halten muss.“
„Okay ...“

So realistisch diese Szene auch gestaltet sein mag – so langweilig ist sie auch. Es passiert nichts.
William C. Knott {*1} sagt dazu:
„Der raffinierteste Plot der Welt ist unbrauchbar ohne die Spannung und Erregung, die ihm durch Konflikte beigebracht werden.“

Bringen wir mal ein wenig Schwung in die Szene:
„Hallo, Kleines“, sagte sie freudig.
„Hallo, Mama“, antwortete Flirry.
„Wie war die Schule?“
„Frag bloß nicht!“ Flirry knallte ihren Rucksack vor den Küchenschrank, ein leises klirren war zu hören.
„Möchtest du einen Becher Milch?“
„Danke!“
„Etwas zu essen? Oder wartest du bis zum Abendbrot?“
„Keinen Hunger“, fauchte Flirry als Antwort.
„Sehr schlimm, heute?“, fragte ihre Mutter, besorgt über die ungewohnte Aggressivität der Tochter und stellte einen Becher vor ihr ab.
Flirry nippte an der Milch und knallte den Becher so heftig auf den Tisch, das Milch herausschwappte.
„Was ist denn passiert?“
„Professor Siria hat sich krank gemeldet!“
„Oh.“
„Die war noch nie krank!“
„Sie ist aber schon ziemlich alt.“
„Na und? Sie ist die einzige, vor der die blöde Gwenda Respekt hat!“
„Es geht also wieder einmal um Gwenda?“
Flirry stieß sich so wütend mit ihrem Stuhl ab, dass der Becher umfiel und seinen Inhalt auf dem Tisch verteilte. Sie schnappte sich ihren Rucksack und ging wieder zur Tür.
„Wo willst du hin, Liebes?“
„Silbergraslichtung!“
„Komm nicht zu spät zum Abendessen. Es gibt Graupilze. Die schmecken nicht ...“
Flirry schlug die Tür hinter sich zu.

Während Flirry scheinbar einen Blitzableiter sucht, übt sich ihre Mutter in der Deeskalation.

Es müssen nicht immer Extremsituationen als Konfliktstoff herhalten.
Unser armer Herrmann Simpel steckt in so einer Extremsituation.
Gestern noch war er „nur“ ein einfacher Buchhalter, nie im Konflikt mit Behörden, er hatte noch nicht einmal einen Strafzettel wegen Falschparken bekommen. Heute steht er mit einer automatischen Maschinenpistole im Schalterraum einer Bank.

Der normale Tagesablauf des Homo Sapiens wird von „Langeweile“ bestimmt, damit es nicht ganz so trist klingt, nennen die Menschen es Routine. Nichts davon eignet sich, unbearbeitet als Geschichte erzählt zu werden. Es ist einfach zu normal, jeder Leser kennt es, keinen Leser interessiert es.
Homo Fictus hat, wie bereits erklärt, von allem mehr, auch mehr Konflikte.
Kein Leser hat das Bedürfnis, seinen Romanhelden eine Woche lang bei der Erledigung der Alltagsroutinen zu begleiten.
Würde man alle Wahrnehmungen eines Homo Sapiens während eines Tages beschreiben und zusammentragen, könnte daraus ein dickes Buch werden. Kein Mensch würde es kaufen.
Homo Fictus hingegen muss in seinem Tagesablauf eine Vielzahl von Hürden überwinden. Sein Leben zu begleiten, ist für den Leser um ein vielfaches aufregender.

Frey {2} erklärt zu diesem Thema:
„Ein Konflikt zwischen Figuren findet stets in der Form Beharren versus Widerstand statt. Wenn Figuren unterschiedliche Ziele haben und entschlossen sind, diese zu erreichen, entsteht Konflikt. Wenn viel auf dem Spiel steht und beide Seiten unnachgiebig sind, hast du die Voraussetzungen für eine hochexplosive Geschichte.“

Herbert Kleingeist möchte sich vor seinem Nachbarn keine Blöße geben (innerer Konflikt) und will zusammen mit ihm Fußball schauen. Seine Frau hatte etwas anderes (äußerer Konflikt) geplant.
Ludmilla Kleingeist möchte sich vor ihrer Nachbarin keine Blöße geben (innerer Konflikt) und will zusammen mit ihr die Grenzbepflanzung durchgehen. Ihr Mann hat sich kurzfristig für etwas anderes (äußerer Konflikt) entschieden.

Den Gegenspieler eines Helden nennt Frey allgemein die „oppositionelle Kraft“. Je ausgewogener beide Parteien agieren, um so spannender ist der Konflikt.
Wenn dein Held edel, tapfer und gut ist, muss der Gegenspieler nicht unbedingt ein Schurke sein, hinterhältig, feige und bösartig. Es kann sogar spannender sein, wenn beide – Protagonist und Antagonist – sich ähneln. Stell dir zwei Männer vor, die um die Liebe der gleichen Frau buhlen. Oder zwei Inspektoren, die einen Kriminalfall behandeln; der Eine möchte der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen, der Andere will seine Karriere vorantreiben.

Auf jeden Fall muss für ein ausgewogenes Verhältnis zur oppositionellen Kraft der Antagonist ebenso viel Kraft und Schlauheit einsetzen, wie sie der Protagonist an den Tag legt. In diesem Sinne musst du für deine Antagonisten ebenso viel Detailliebe in seiner Characterentwicklung aufbringen, wie für deine Protagonisten.


“Und warum gehen sich die beiden Gegenspieler nicht einfach aus dem Weg?“
Weil du in der Konstruktion deiner Geschichte dafür verantwortlich bist, dass sie es nicht können. Sie müssen aneinander gebunden sein.
Achte also darauf, dass die Motivation deiner Figuren den Konflikt fortzusetzen größer ist, als das Bedürfnis nach Ruhe und Frieden.

Dieses Bindungsprinzip nennt Moses Malevinsky in seinem Buch „The Science of Playwriting“{*3} den „Schmelztiegel“, das ist der „Topf“ oder der „Hochofen“, in dem die Geschichte „gekocht, gebacken, geschmort oder über den Winter gebracht wird“. Er ist, behauptet Malevinsky, „eines der wichtigsten Elemente in der organischen Struktur einer Geschichte“.

Mal angenommen, du möchtest einen Roman über das Ehepaar Herbert und Ludmilla Kleingeist schreiben. Ludmilla wird natürlich sauer, weil ihr Mann den sorgfältig geplanten Nachmittag vorm Fernseher verbringt. Sie ist verärgert, weil ihr Mann sie mit der Hausarbeit alleine lässt, frustriert, weil er dauernd irgendwelche Arbeitstermine bis spät in den Abend hat.
Der geneigte Leser wird sich fragen: „Warum trennt sie sich nicht von ihm?“
Vielleicht, so könntest du es dir für deine Geschichte ausdenken, hat sie bei der Hochzeit einen Ehevertrag unterschrieben – nach einer Trennung stünde sie Mittellos da.
Die Ehe ist deren Schmelztiegel, der Ehevertrag das Band, das sie darin festhält.

Ebenso sieht es bei der kleinen „Flirry“ aus. Sie kann der fiesen „Gwenda“ nicht aus dem Weg gehen, weil sie zur Schule muss. Die Schulpflicht ist in diesem Fall der Schmelztiegel, der die beiden immer wieder aufeinander prallen lässt.


“Und wie könnte ein innerer Konflikt für Spannung sorgen?“
Ebenso wie ein äußerer Konflikt deinen Helden in eine bestimmte Situation treibt und zu einer bestimmten Handlung zwingt, geht es ihm mit dem inneren Konflikt.

Betrachten wie unseren armen Herrmann Simpel. Wir haben noch kein Wort darüber verloren, warum er mit einer Waffe im Schalterraum einer Bank steht.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unter anderem auch in Abhängigkeit vom Genre der Geschichte, sein Verhalten zu erklären. Nehmen wir an, es handelt sich um einen Thriller, dann könnte es sein, dass irgendein böser Antagonist unseren Herrmann dazu zwingt, die Bank zu überfallen. Vielleicht hat er Herrmanns Frau und Tochter in seine Gewalt gebracht und bedroht ihr Leben. Auf dem ersten Blick sieht das noch immer nach einem äußeren Konflikt aus. Das stimmt auch für den Auslöser. Das anhaltende Moment, die Begründung, warum Hermann Simpel nicht einfach fortläuft, liegt aber in seinem Inneren. Er liebt seine Familie, er handelt aus Angst um das Wohlergehen seiner Familie. Er weiß, er begeht eine Straftat, rechtfertigt dies aber mit dem Schutz seiner Familie.
Das Spannende an dieser Situation ist seine Verhaltensweise und wie er es vor sich selbst rechtfertigt. Wenn es dir gelingt, die Unmöglichkeit der momentanen Situation seinem typischen Verhalten nicht nur gegenüberzustellen, sondern Hermann Simpel auch noch zwingst, eine Veränderung seiner persönliche Muster zuzulassen, dann hast du eine hervorragende Grundbasis für einen spannenden Thriller.

Beide Konfliktarten gehen mitunter Hand in Hand, um dem äußeren Konflikt (Bedrohung der Familie) gegenüber zu bestehen, muss Herrmann Simpel seinen inneren Konflikt (Friedfertigkeit) überwinden.


Schauen wir noch einmal auf einen Klassiker.
In Charles Dickens „A Christmas Carol“{*4|*5} beginnen die Konflikte des Hauptcharakters Ebenezer Scrooge nicht erst mit dem erscheinen der Geister. Von Anfang an hat er Probleme. Er muss sich gegenüber seinen Angestellten durchsetzen, die mehr Kohlen und einen freien Tag wünschen. Er muss sich gegenüber seinem Neffen behaupten, der ihm ein frohes Fest wünscht. Er muss gegen Bittsteller bestehen, die eine Sammlung für die Armen durchführen. All dies sind äußere Konflikte. Als Ebenezer Scrooge schließlich zu seinem Haus zurückkehrt, muss er sich sogar noch überwinden, dieses zu betreten. Angst breitet sich in ihm aus, ein innerer Konflikt. So geht es immer weiter, die ganze Geschichte hindurch, kleine und große Konflikte, die er zu bewältigen hat.

In erfolgreichen Werken gibt es kaum lange Passagen, in denen nichts passiert. Wenn du beim Lesen darauf achtest, wird dir auffallen, dass die spannendsten Geschichten ein stetes auf und ab an kleineren und größeren Konfliktsituationen enthalten.


“Gibt es noch mehr, beim Thema „Konflikt“, zu beachten?“
Natürlich. Neben den beiden ursächlichen Einteilungen innerer und äußerer Konflikt muss noch die Form des Konfliktes beachtet werden.


  • steigender Konflikt
  • sprunghafter Konflikt
  • statischer Konflikt

Der steigende Konflikt ist eine langsame Entwicklung, eine kontinuierliche Eskalation.
Dies lässt sich zum Beispiel beim Verhältnis zwischen Frodo und Boromir in Tolkiens „Der Herr der Ringe“{*6|*7|*8} sehr gut beobachten. Zunächst hat Frodo nur ein vages Gefühl, später bemerkt er, dass es von Boromir beobachtet wird, schließlich wird er direkt von Boromir nicht nur bedrängt, sondern persönlich attakiert.

Der sprunghafte Konflikt ist eine Situation, die unvermittelt ihre maximale Eskalation erreicht. Unser Herrmann Simpel steckt in einer solchen Krise.

Oder Frodo und seine Gefährten, als sie die Überquerung der Berge abbrechen und durch Moria gehen müssen. In Moria eskaliert der Konflikt im Kampf gegen die Orks und erfährt mit erscheinen des Balrok noch einmal einen Sprung. Ebenfalls ein sprunghafter Konflikt ist der Verlust Gandalfs, als die ganze Gruppe plötzlich ohne Führer dasteht.

Der statische Konflikt ist das wohl schwierigste Modell, um es in eine spannende Situation zu implementieren. Hier erfolgen keine Steigerungen oder Sprünge. Beide Kräfte halten sich die Waage, wie beim Schach läuft es auf ein „Remis“ hinaus, ein Unentschieden, keine der beiden interagierenden Kräfte kann einen Sieg davontragen.

Dies kann die spannende Geschichte zweier Kontrahenten werden, die sich aus der Ferne oder aus der Nähe belauern, belagern, umkreisen. Jeder wartet ab, ob der andere einen Fehler begeht. Jeder sucht nach einem Vorteil, einer Waffe, mit der er den Sieg erringen kann.



Hauptthema: Eine gute Geschichte

Vorheriges Kapitel: 04 Gott spielen – Figurenkonstruktion von Grund auf
Nächstes Kapitel: 06 Bühne frei – Die Showbühne




Quellen:
*1: William C. Knott, „The Craft of Fiction“, Reston Publishing Company; Revised edition (1977), (Englisch)
*2: James N. Frey, „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“, Emons Verlag; Auflage: 1 (1993), ISBN-13: 978-3924491321 (Deutsch)
*3: Moses J. Malevinsky, „The Science of Playwriting“,Brentano's, (1925), Richard West Verlag, Michigan, Reprint (1975), ISBN-13: 978-0827440012 (Englisch)
*4: Charles Dickens, „A Christmas Carol“, Balzer + Bray; Auflage: Reprint (22. September 2009), ISBN-13: 978-0061650994 (Englisch)
*5: Charles Dickens, „Ein Weihnachtslied in Prosa“, dtv Verlagsgesellschaft (1. Oktober 2011), ISBN-13: 978-3423140423 (Deutsch)
*6: J.R.R. Tolkien, „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“, Klett-Cotta; Auflage: 5 (20. Juli 2015), ISBN-13: 978-3608939811 (Deutsch)
*7: J.R.R. Tolkien, „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“, Klett-Cotta; Auflage: 5 (9. September 2016), ISBN-13: 978-3608939828 (Deutsch)
*8: J.R.R. Tolkien, „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“, Klett-Cotta; Auflage: 4 (11. September 2015), ISBN-13: 978-3608939835 (Deutsch)

__________________
Leben und leben lassen.

Version vom 09. 03. 2017 12:09
Version vom 18. 03. 2017 23:34

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Choricillo
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entweder nur einer oder beide...

hallo frank,

quote:
Oder ein Hund zieht an der Leine und will dringend weiter, während das Herrchen (oder das Frauchen) stehen bleiben und schwatzen möchte.


zuerst schreibst du das verb "bleiben" in der 3. person plural und dann das verb "moechten" in der 3. person singular. das faellt dann auch promt auf.

korrekt muesste es heissen:

"... während das Herrchen (oder das Frauchen) stehen bleibt und schwatzen möchte",

denn es ist ja nur nur eine person mit dem Hund unterwegs, naemlich entweder das Herrchen ODER das Frauchen.

(btw: diese ganze sache mit den geschlechtern dient nur dazu, die dinge fuer alle zu verkomplizieren!)





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aligaga
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Hihi - Sprachheleden unter sich! Natürlich ist

quote:
Oder ein Hund zieht an der Leine und will dringend weiter, während das Herrchen (oder das Frauchen) stehen bleiben und schwatzen möchte.
korrektes Doitsch - "stehenbleiben" und "schwatzen" sind hier ja nicht die dritte Person Plural der Verben, sondern Infinitiverweiterungen zu "wollen": Es steht noch nicht fest, ob das Frauchen, das Herrechen oder der Hund gewinnt. Noch rennen sie ...

quote:
Oder ein Hund zieht an der Leine und will dringend weiter, während das Herrchen (oder das Frauchen) stehen bleibt und schwatzen möchte.
In dieser (ebenfalls korrekten) Version hat das Hunderl schon verloren und muss sich das Gebrabbel anhören.

TTip: Sorgfältiger guhgeln!

Quietschvergnügt

aligaga


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Alberta
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Lieber @Frank, meinen herzlichen Dank für Deine theoretischen Ausführungen, mit denen ich mich hier gerade beschäftige.
Ich schätze die produktive Art, Wissen und Erfahrung so an andere weiterzugeben.

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