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Leselupe.de > Ungereimtes
Fahrstuhljazz
Eingestellt am 23. 02. 2013 23:54


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serge gurkski
???
Registriert: Jun 2011

Werke: 51
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Ton-Palimpsest,

einziger Rest:

die länger gedehnten Vokale

in deiner bronzenen

wohlmodulierenden Stimme

- der alemannische Mundgrund.

Ach ja! Strahlende Augen,

dein Silberblau, dein Firmament.

Ich hab' noch nicht gewagt,

deinen Lippenschwung

mit sinkenden Blicken

zu streicheln.

Es gäbe die ideale Frau

- vielleicht? -

für mich?

Ein anderer mag

in Rilkes sanfte Gotteshände fallen,

ich will nur

in dir untergehen

-

und falle

-

-

dann.

__________________
Habe bonum animum. Plautus

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Die Rückkehr des verloren Geglaubten!

Wo magst Du das ausgegraben haben, lieber serge Robert.
Warum heißt es nicht mehr "another piece of fahrstuhljazz"?
Und ich sehe es noch in der alten Formatierung von 2006(?) vor mir.
Es war in seiner Rechtsbüngdigkeit kompakter; die Abwärtsbewegung funktionierte auch ohne visuelle Hilfe perfekt.

quote:
Ich hab' noch nicht gewagt,

Es spricht aus diesem Gedicht (an der zentralen Stelle) diese Demut und schenkt ihm die Schönheit.
Hattest Du es nicht dereinst nach "untergehen" enden lassen?

Es ist immer noch sehr stark, aber Du merkst, ich neige doch sehr zur Verklärung des Originals.

Danke sehr für´s Einstellen und Teilen.

Lieben Gruß,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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hallo serge,

nur die ganz guten rufen rilkes geist in ihren stücken
an, um auf etwas ganz anderes als ihn selbst hinzuweisen.

„Ein anderer mag
in Rilkes sanfte Gotteshände fallen,
ich will nur
in dir untergehen“


ein stück „gedichtmusik“

wiedermal
well done

ralf
__________________
RL

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revilo
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RIP, serge

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Mondnein
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dieses dreizehn Jahre alte Werk des Monats ist ein Palimpsest

Ohne Gugln im direkten Verständnis: Palimpseste sind Texte, die ausradiert worden sind, damit das Pergament wieder neu beschrieben werden kann.
Es gibt dann Restspuren, die von Wissenschaftlern mit Neugier gelesen werden, oder man versuchsts zumindest.

"Ton-Palimpsest" - überträgt das in die akustische Ebene, etwa auf gelöschte und wiederbespielte Tonbänder, ein metaphorischer Neologismus.


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Mondnein
Routinierter Autor
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"Wiederbeschriebenes", eigentlich aber: das vor der Wiederbeschreibung Ausradierte.

Der Begriff "Palimpsest" ist in der Philologie zuhause, in der Sprachwissenschaft, schon immer.
Auf andere Bereiche - Film usw. - ist er nur übertragen worden, zum Teil offensichtlich mit einer gewissen Bedeutungsverschiebung.

Deshalb ist der Begriff "Ton-Palimpsest" ein Neologismus.
Wie bereits gesagt (bzw. geschrieben).
Neologismen spielten bei Serge eine besondere Rolle, er setzte sie poetisch ein. Da ist es schon nicht unwichtig, in den Begriff einzutauchen und zu sehen, welche Bedeutungstiefe er hat.
Das hängt mit der Metaphorik der Wörter in der Dichtung zusammen.

__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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