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Leselupe.de > Kindergeschichten
Findelkind Lucky
Eingestellt am 06. 06. 2010 19:17


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Estrella fugaz
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Mauuuuuu...., Mama, wo bist du? Mir ist so kalt und ich habe solchen Hunger! Ich fresse schon Sand, weil du so lange wegbleibst. Jetzt wird es schon wieder hell, du bist immer noch nicht zur├╝ck, und die gro├čen Autos machen wieder so viel Krach. Ich f├╝rchte mich ohne dich! Miiiiauuuuu! Warum musste ich auch auf diesem Parkplatz an der Autobahn geboren werden?

Endlich hat mich jemand geh├Ârt. Ein Mann nimmt mich auf seinen Arm, spricht tr├Âstende Worte zu mir:
ÔÇ×Was bist du denn f├╝r ein kleiner Wicht? Hier so ganz allein im Geb├╝sch, das ist ja schlimm. Jetzt wei├č ich auch, wohin die Katze geh├Ârt, die auf der Stra├če liegt.ÔÇť
Was meint er damit, welche Katze? Mir ist alles egal, ich will nur endlich meine Milch von meiner Mama. Der Mann wickelt mich in seine Jacke ein, legt mich in einen Karton und f├Ąhrt los. Bei ihm zu Hause jauchzt seine Frau vor Begeisterung: ÔÇ×Oh, was f├╝r ein entz├╝ckendes K├Ątzchen! Ist das s├╝├č!ÔÇť Ja, und nun kommen zwei gro├če Katzen und wollen mich fressen, oder zumindest kratzen. Ich habe Angst! Deshalb bekomme ich jetzt auf dem Tisch einen Teller mit zerkleinertem Futter. Gierig st├╝rze ich mich darauf, verschlucke mich dabei. Endlich etwas gegen meinen Hunger. Es schmeckt aber ganz anders, als Mamas Milch. Hier muss ich auch kauen und nicht nur saugen. Egal, alles ist besser als die Erde vom Parkplatz.

Die Nacht ├╝ber bleibe ich im Transportkorb eingesperrt, weil die beiden Katzen hier so eifers├╝chtig sind. Am n├Ąchsten Tag werde ich zur Tier├Ąrztin gefahren.
ÔÇ×F├╝nf Wochen alt ist dieser kleine Kater erst,ÔÇť meint sie. ÔÇ×Wir k├Ânnen ihn nicht behaltenÔÇť, sagt die Frau von meinem Retter traurig. Die Tier├Ąrztin ├╝berlegt: ÔÇ×Ach, ich kenne jemandem, da starb vor einigen Wochen die Katze. Die Frau ist so traurig. Ich rufe da gleich mal anÔÇť.

Ja, so kam es, dass ich bei meinem Frauchen einzog. Sie gab mir den Namen Lucky, weil ich sie gl├╝cklich machte. Ich hatte Durchfall und sie rannte st├Ąndig hinter mir her, wenn ich mich hinsetzte, um meinen Bauch leer zu machen. Ich sollte in so einen komischen Kasten gehen, in dem etwas Kr├╝meliges, Hartes war. Das tat richtig weh an meinen kleinen Pf├Âtchen. Sie griff zu, setzte mich immer wieder dort hinein. Es klappte ziemlich schnell, bis ich begriff, dass ich nicht auf den Teppich, sondern dort hinein machen sollte.

Ich f├╝hlte mich wohl in meinem neuen Zuhause, nur fehlte mir doch das ganze Gr├╝n, in dem ich die ersten Wochen verbrachte. Eigentlich bin ich ja eine Wildkatze, oder zumindest wild geboren. Auf die Terrasse durfte ich, aber nicht in den Garten. Wenn Frauchen dort arbeitete, nervte ich immer mit meinen wehleidigen Babykatzenrufen. St├Ąndig sprach sie mit mir, das klang fast so gut, wie das Schnurren meiner Mama. Ich konnte Frauchen auch immer durch die Efeuhecke genau beobachten, das war sehr beruhigend und ihre Stimme besonders.
ÔÇ×Lucky, wenn du etwas gr├Â├čer bist, mein Kleiner, dann darfst du auch in den Garten. Etwas musst du dich aber noch gedulden.ÔÇť

Wenn sie fort ging, um etwas zu erledigen, hatte ich Angst, dass sie nun auch nicht wiederkommt, wie meine Mama. Ich fing schon immer an zu weinen, wenn ich merkte, dass sie gehen wollte. Ihre aufmunternden Worte taten mir gut. Ich versuchte dann, so lange zu schlafen, bis sie wieder da war. Doch inzwischen vertraue ich ihr, dass sie immer zur├╝ck kommt.




__________________
Ich schlie├če meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

Version vom 06. 06. 2010 19:17
Version vom 18. 06. 2010 17:33

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Estrella fugaz
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Auch dies ist Tatsache, Wort f├╝r Wort.

@ suzah

Liebe suzah, ich hatte dir versprochen, dass ich auch eine Katzengeschichte schreiben werden. Hier hast du sie. Ich habe allerdings auch noch eine, die ist 13 Jahre alt, 75 DIN-A4-Seiten, ├╝ber 100 Fotos vom Kater Boby. Das passt hier nicht hinein. Schade eigentlich.

Ganz liebe Gr├╝├če,
Estrella
__________________
Ich schlie├če meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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