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Leselupe.de > Horror und Psycho
Gedankenkrank
Eingestellt am 07. 10. 2009 21:48


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F. Alexander
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Registriert: Jul 2009

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Als Nicole mich betrog, brach meine Welt zusammen. Ich m├Âchte nur zu gerne glauben, dass sie gezwungen wurde. Ich male mir aus, sie sei unter Drogen gesetzt worden. Bestimmt wurde sie erpresst. Vielleicht bel├╝ge ich mich selbst.
Wir hatten einen schlimmen Streit damals, als Nicole das erste Mal verschwand. Zwei Tage war sie fort. Um mich zu bestrafen, glaubte ich. Als sie wieder zur├╝ckkehrte, war ich viel zu gl├╝cklich, um Fragen zu stellen.
Wie sehr ich sie damals geliebt habe.
Ich muss blind gewesen sein. Blind und dumm. Alle Zeichen waren da, nur ich habe sie nicht gesehen. Ihre Heimlichtuerei, wenn sie mit ihren Freundinnen telefonierte, zum Beispiel.
┬╗Das sind Frauengespr├Ąche. Die langweilen dich nur, Schatz.┬ź
┬╗Lade deine Freundinnen doch mal ein, ich w├╝rde sie gerne kennenlernen.┬ź
┬╗Ach wei├čt du, so ein Haufen H├╝hner und du als Hahn ... Dass w├╝rde nicht gut gehen. Hinterher spannt dich mir noch eine aus.┬ź
Damit war das Thema erst einmal vom Tisch. Ihre gelegentlichen Wochendausfl├╝ge mit ihren ┬╗H├╝hnern┬ź, die offensichtliche Gel├Âstheit, wenn sie zur├╝ck kam; ich mochte nicht glauben, es sei mehr als nur eine Frauenfreundschaft. Auch wenn ich jedes Mal Angst um sie hatte.
Doch etwas ver├Ąnderte sich im Laufe der Zeit. Sie wurde immer abweisender zu mir. Sie zog sich zur├╝ck. Sie verstand mich nicht mehr. Wir gerieten wieder und wieder in Streit, manchmal nur wegen Kleinigkeiten. Aber ich liebte sie immer noch mehr als alles andere. Ich wollte nicht wahrhaben, dass sie mich nicht mehr liebte. Selbst als sie mich Spinner und paranoid nannte, wollte ich sie weiter lieben.
Dann habe ich ihren Verrat entdeckt.
Dass sie mich auslachte, als ich ihr von den Beoabachtern vor unserem Haus erz├Ąhlte, konnte ich ihr verzeihen. Sie war manchmal so naiv. Zumindest glaubte ich das. Dass sie mich wahnsinnig nannte, als ich die W├Ąnde zum Schutz vor den Spionstrahlen mit Alufolie bekleben wollte, schrieb ich ihrer momentanen Situation zu. Sie hatte wieder einmal einen negativen Schwangerschaftstest. Ich brachte es nicht ├╝bers Herz ihr zu erz├Ąhlen, dass ein Kind uns zu einem leichten Ziel machen w├╝rde. Deshalb h├Ątte ich sie nie geschw├Ąngert.
Als sie jedoch einen hysterischen Anfall bekam, nachdem ich den Sender aus meinem Arm geschnitten hatte, verriet sie sich. Ein harmloser M├╝ckenstich sei das doch gewesen. Sie flehte mich an, mit ihr ins Krankenhaus zu kommen. Mich behandeln zu lassen, nicht nur am Arm. Sie wurde immer aufgeregter, je mehr ich mich dagegen wehrte. Sie bedr├Ąngte mich, endlich Hilfe anzunehmen. Sie log mir sogar vor, ihre Ausfl├╝ge seien heimliche Treffen mit einem Mann gewesen.
┬╗Du wei├čt es doch schon seit langem. Deshalb hast du dir auch diese Schwachsinnsgeschichten einfallen lassen. Spionstrahlen. Beobachter. Pah!┬ź
Ich sollte mit ihr dar├╝ber sprechen, statt meinen Arm aufzuschlitzen. Alles w├╝rde gut werden, wenn ich nur Hilfe annehmen wollte. Sogar von ihrem angeblichen Geliebten wolle sie sich lossagen, wenn ich nur ins Krankenhaus mit ihr k├Ąme.
Sie weinte und schrie und wurde immer verzweifelter, weil ich mich so beharrlich weigerte, ihr zu glauben. Aber meine Gedanken wurden immer klarer, je l├Ąnger der Sender nicht mehr in mir war. Ich erkannte die Wahrheit. Dass Nicole f├╝r sie arbeitete. Meine Nicole. Die Liebe meines Lebens. Sie hatte mich verraten! Sie hatten sie mir genommen.
Als ich sie t├Âtete, habe ich geweint wie ein kleines Kind. Ich musste es tun, auch wenn etwas in mir mit ihr starb. Ich darf nicht zulassen, dass sie wieder Kontrolle ├╝ber mich erlangen; denn ich werde die bestrafen, die uns das angetan haben. Ich habe ihre Zentrale entdeckt. Sie tarnen es als Einkaufszentrum. Die Bombe ist fast fertig, und morgen werde ich Rache nehmen. Ich schreibe alles auf, damit die Welt die Wahrheit erf├Ąhrt. Ich werde es an eine Zeitung schicken, der ich zutraue, noch eine eigene Meinung zu haben. Nicht wie die gleichgeschalteten und von ihnen kontrollierten Massenmedien. In denen wird man berichten, ich sei ein Verblendeter gewesen. Ein Verzweifelter. Ein Irrer.
Ihr werdet es besser wissen.

Diese Geschichte basiert auf der Geschichte "Gnadenlos" des Autors Chris Hunter. Beides, Bearbeitung und Ver├Âffentlichung, geschehen mit Einverst├Ądnis des Autors. Den link zur Originalgeschichte gebe ich auf Wunsch per PN weiter.

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