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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Hallow ... was?
Eingestellt am 23. 10. 2016 20:59


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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
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„Iss ja gut, kann doch mal passieren!“, versuchte Friedrich Fuchs seine zeternde Gattin zu besänftigen.
„Nein, so etwas darf nicht passieren, giftete sie. „Es ist deine verdammte Pflicht, dafür zu sorgen, dass genug zum Essen im Haus ist.“
„Weiß ich doch.“
„Und warum schleppst du dann heute nur diese drei mickrigen Mäuse an? Wie soll ich davon sechs hungrige Mäuler stopfen?“
„Wir haben doch noch den halben Hasen von gestern“, wandte der Gescholtene ein, denn er hatte partout keine Lust, an diesem nasskalten Herbstabend noch auf Jagd zu gehen.
„Ha, ha – von wegen halber Hase. Ein winziges Wildkaninchen. Und das, was von gestern noch übrig war, hat Fridolin längst weggeputzt.
„Na toll“, brummte Friedrich und begann sich gedanklich auf das Unausbleibliche einzustellen. Da obendrein nicht zu übersehen war, wie Felizitas, seine Frau Füchsin, kurz davor stand, fuchsteufelswild zu werden, klemmte er den Schwanz ein und verlies mit einem weiteren „Iss ja gut“ die Küchenhöhle.

Im Nebenraum traf er auf seine beiden halbwüchsigen Töchter, die völlig darin vertieft waren, sich gegenseitig das Fell auf Hochglanz zu lecken. Misstrauisch beäugten sie ihren Vater, und ihre Mienen drückten unzweideutig aus, dass die Mädels jetzt nicht gestört sein wollten.
‚Das wird schwer‘, dachte Friedrich und holte tief Luft, ehe er sagte: „Hört mal. Eure Mutter ist sehr aufgebracht, wegen des Nachtessens. Es reicht nicht. Also müssen wir noch mal raus und wenigstens zwei Hühner …“
„Das ist doch dein Bier. Was haben wir damit zu tun?“, fuhr ihm Tochter Friederike in die Parade.
„Na, ihr wollt doch schließlich auch satt werden“, knurrte Friedrich.
„Wer sagt denn das? Wir sind auf Diät und werden uns ab heute ohnehin nur noch vegetarisch ernähren“, konterte Friederike spitz. Ihre Schwester sagte nichts, denn sie war gerade dazu übergegangen, gekonnt ihre Krallen zu benagen, um ihnen den gewünschten modischen Touch zu verleihen.

Vater Fuchs sah ein – hier stand er auf verlorenem Posten. Vielleicht hatte er nebenan bei seinen beiden Söhnen mehr Glück. Aber er traf nur auf den verfressenen Fridolin, der entspannt auf dem Rücken lag und eine Kastanie auf der Nasenspitze jonglierte. Beim Eintreten des Vaters wurde er kurz abgelenkt und die braune Kuller rollte ihm über das Fell.
„Boah ey, Alter – hast du mich erschreckt!“
Friedrich hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf und erklärte die Situation. Doch der Sohnemann entblößte nur grinsend seine Zähne.
„Eh – was geht mich euer Fressen an. Ich bin satt.“
„Ja, wegen dir müssen wir noch mal los, weil du den Rest von unserem schönen Hasen ganz allein verputzt hast.“
„Haaase???“ Friedolin grinste noch breiter, ehe er, jede Silbe betonend, hinzusetzte: „Ka-nin-chen. Ein popliges Wildkaninchen.“
Damit war auch für ihn der Fall erledigt. Er drehte sich ungeniert gähnend in die stabile Seitenlage und brummte: „Und jetzt Alter, lass mich in Ruhe weiter chillen.“

Friedrich Fuchs gab auf. Chillen – nach diesem Begriff, den Fridolin in letzter Zeit immer häufiger im Maul führte, hatte sich Friedrich erst unlängst bei Käte Krähe erkundigt.
Und die hatte ihm erklärt, dass chillen weiter nichts sei, als sich von dem auszuruhen, was man gar nicht getan hatte.
‚Was habe ich da nur großgezogen‘, dachte Friedrich verbittert, während er sich mit wutgesträubten Fell aber eingezogenem Schwanz an der Frau Füchsin vorbei aus dem Bau stahl.

Kaum draußen – seine Augen begannen sich gerade, an die Dunkelheit zu gewöhnen – wurde er fast umgerannt. Dem Ungetüm, das da urplötzlich aus dem Unterholz brach, gelang es aber noch rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Friedrich erkannte Felix, seinen zweiten Sohn, der nun keuchend und völlig ausgepumpt vor ihm stand.
„Wo kommst du denn her?“
„Nigth-Jogging“, erklärte Felix, und als er erkannte, dass sein Erzeuger nichts zu schnallen schien, setzte er hinzu: „Nacht-Waldlauf – Konditionstraining. Du verstehst?“
„Und warst du erfolgreich?“ Eine leise Hoffnung kam in Friedrich auf. Doch nichts deutete darauf hin, dass Felix etwas Fressbares erbeutet hätte. Darauf angesprochen erklärte der Sohn, dass er ein Konditionstraining absolviert habe. Das hätte mit Jagd auf Beute nichts zu tun.
„Versteh doch – ich muss fit sein!“
„Und wofür, wenn du nicht auf die Jagd gehen willst?“
„Na so eben. Fitness ist cool“, sagt Franziska.“
„Aha“, machte Friedrich und dachte an das flippige Fuchsmädchen vom Nachbarrudel. Was die absonderte, war für Felix natürlich Gesetz.
„Ach ja Franziska – wenn die von dir verlangt, dass du dir den Schwanz abbeißt, dann … Ach was solls. Ich habe Wichtigeres zu tun, als dir diese frühreife Tussi auszureden.“

Dann erzählte der Vater, welchen Auftrag er von Mutter Felizitas erhalten habe und schloss mit den Worten: „Los komm mit. Das ist auch gut für die Fitness.“
„Meinst du?“
„Mein ich.“
Und siehe da – welch Wunder! Felix erklärte sich einverstanden. Gemeinsam zogen sie los. Das Wetter war mies, es nieselte. Ein leichter aber saukalter Wind säuselte durchs Unterholz und zwirbelte an den wenigen Dörrblättern, die dort noch an den Zweigen rumhingen. Die Wolken schubsten sich träge am Himmel entlang und ließen dem Mond keine Chance, einen Blick nach unten zu werfen.
„Wo wollen wir eigentlich hin?“, fragte Felix, als sie bereits den Waldrand erreicht hatten.
„Rüber zum Dorf. Da gibt es ein einsames Anwesen mit einem ziemlich maroden Hühnerstall. Leichte Beute also.“
„Kein Hund?“
„Nur so ein Pfützentitscher, der um diese Zeit mit Herrchen und Frauchen vor dem Fernseher hockt. Hab ich nämlich schon alles ausbaldowert. Die Hühner sind sozusagen meine stille Reserve, wenn’s mal schnell gehen muss. Und heute pressiert es gewaltig. Du weißt, wie Mutter ist, wenn sie erst mal auf 80 kommt. Bei 79 war sie schon.“
Gemeinsam schnürten sie aus dem Wald, schnürten am Rand eines Feldweges entlang und hörten erst auf zu schnüren, als sie bereits an der Giebelseite des Wohnhauses angekommen waren.
Wir müssen vorn am Eingangsbereich vorbei“, flüsterte Vater Friedrich.
„Da lang?“ Felix schlich zum Ende der Mauer und lugte um die Ecke. Noch ehe es ihm der Alte gleichtun konnte, fuhr der Junge entsetzt zurück.
„Ach du Scheiße!“, entfuhr es ihm dabei.
„Was ist los“, wollte Friedrich wissen, und er sah, wie sein Bengel am ganzen Körper zitterte. Obwohl schweißnass hatten sich alle Haare bei ihm aufgerichtet.
„Was ist los?“
„Zwei Ungeheuer!“, hechelte Felix. „Riesengroße glühende Köpfe. Nicht ums Verrecken gehe ich dort lang.“
„Müssen wir aber, wenn wir an das Federvieh wollen. Und außerdem – es gibt keine Ungeheuer, höchstens Jäger.“
Mit diesen Worten machte sich Friedrich daran, ebenfalls um die Ecke zu linsen.
Was er da sah, erschreckte auch ihn zutiefst, aber er durfte vor seinem Sprössling keine Schwäche zeigen, was ihn zwang in seiner Haltung zu verharren, obwohl die Vorderläufe heftig zuckten.
Doch da sich nichts weiter regte, gewöhnte er sich an den Anblick, der sich ihm bot. Links und rechts der Eingangstür standen auf den Treppenwangen tatsächlich zwei leuchtende Riesenköpfe, den Flackerblick stur geradeaus gerichtet und die unheimlich flammenden Mäuler weit aufgesperrt.
„Los, lass uns verschwinden“, forderte Felix, der, seinen ganzen Mut zusammennehmend, an des Vaters Seite getreten war.
„Merkwürdig, die bewegen sich nicht, flüsterte Friedrich.“
„Wie auch – die haben ja keine Körper.“
„Du kannst doch auch den Kopf drehen, ohne den Körper …“
„Ja, meiner sitzt ja auf dem Hals, aber die Typen haben ja nicht mal Hälse“, stellte Felix fest, der seine Fassung wiedererlangt zu haben schien.
„Aber wenn sie keinen Körper und vor allem keine Beine haben – wie sind sie dann hierher gekommen? Geflogen?“
„Fragen wir sie doch einfach“, kicherte Felix, der mit seinem plötzlichen Mut selbst den Vater beeindruckte. „Bestimmt sind sie ganz friedlich.“
Friedrich überlegte einen Moment. Schließlich siegte die Angst vor dem Zorn der Frau Gemahlin über die Furcht vor den merkwürdigen Leuchtköpfen.
Er nickte kurz, und Seite an Seite pirschten sie sich vor.

„Hallo“, dröhnte plötzlich eine hohl klingende Stimme. „Wer seid ihr denn?“
Der Grinsekopf hatte gesprochen.
„Ich bin der Herr Fuchs, und das ist mein Sohn Felix“, sagte Friedrich artig und merkte, wie ihm wieder mulmig ums Gekröse wurde.
Würde die bestehende Distanz für eine notwendig werdende Flucht ausreichen? Er nahm seinen ganzen Schneid zusammen und erkundigte sich höflich, mit wem er denn seinerseits die Ehre hätte.
„Wir sind Gerbse. Ich bin der fröhliche und mein Nachbar der grimmige Gerbs.“
„Noch nie was von gehört“, murmelte Felix.
„Wir sind berühmte Halloween-Symbole“, dröhnte der Grimmige.
„Hello... was?“, fragte Felix. Doch ehe einer der beiden Glühköpfe antworten konnte, wurde er von seinem Vater aufgeklärt.
„Halloween – das ist irgend so ein beknackter Mummenschanz, den sich die Menschen vor etlicher Zeit ausgedacht haben. Der Firlefanz findet einmal im Jahr statt. Dann tragen die Leute furchtbar hässliche Masken und schmuddelige Klamotten, als ob sie mit ihren Flachbreit-Mäulern und den haarlosen Flatterhäuten nicht schon dämlich genug aussähen. Jedenfalls ziehen sie so vermummt durch die Straßen und erschrecken ihre Artgenossen.“
„Was du alles weißt“, staunte der Filius.
„Hat mir Käte Krähe erzählt, die kommt viel rum.“
„Aha.“
Dann wandten sich die beiden Füchse wieder den berühmten Halloween-Symbolen zu und wollten wissen, warum sie hier herumstehen würden.
„Wir beschützen das Haus und seine Bewohner“, antworteten die beiden im Duett, und ihre Stimmen klangen furchtbar wichtig.
„Aha – interessant! Und vor wem beschützt ihr Haus und Leute?“
„Vor bösen Geistern. Die vertreiben wir.“
„Toll – und habt ihr schon welche verscheucht?“
„Nööö! Sind noch keine aufgetaucht. Das ist aber nicht weiter schlimm. Wir dienen nämlich auch als Schmuck. Die Menschen haben uns erst geerntet, dann ein wenig liegen lassen, dann ausgehöhlt und uns zum Schluss noch Augen und Mund geschnitzt.“
„Echt?“ Felix trat einige Schritte vor, um die Geistervertreiber aus der Nähe zu beäugen. Das Wort „geerntet“ hatte ihn stutzig gemacht. Und plötzlich fing er an zu lachen.
„Ihr seid ja weiter nichts als gewöhnliche Kürbisse, denen man das Gehirn raus gekratzt hat“, rief er und kicherte despektierlich.
„Ich glaube, das nennt man dann Zierkürbisse“, meinte Friedrich und grinste.
„Ich muss doch sehr bitten!“, dröhnte es ärgerlich aus dem Grinsekopf. Der Grimmige gab ein böses Knurren von sich.
„Wir waren Kürbisse – jetzt sind wir nicht nur schmückende Halloween-Symbole. Wir haben vor allem magische Kräfte, die uns befähigen, es mit allen bösen Geistern und Gespenstern aufzunehmen. Also bitte etwas mehr Respekt.“
Die Stimme des Grimmigen klang jetzt sogar ein bisschen drohend. Doch das blieb ohne Wirkung.
„Sagt mal Jungs“, begann Friedrich. „Gehört es auch zu euren Aufgaben, Einbrecher in die Flucht zu schlagen?“
Die Glühkürbisse schwiegen eine Weile und schienen angestrengt nachzudenken. Die Teelichter in ihrem Inneren begannen, hektisch zu flackern. Aber das konnte auch an dem lausig kalten Wind liegen. Endlich schien die Denkphase beendet und diesmal meldete sich der Grinsende.
„Einbrecher? Ich glaube wohl eher nicht.“
„Und Hühnerdiebe?“, lauerte Friedrich.
„Äh – hm – Hühnerdiebe? Wohl auch nicht.“
„Na, da können wir ja beruhigt sein. Komm Felix, ab in den Hühnerstall!“

Ohne sich weiter um die – mittels Ami-Pseudo-Folklore – aufgewerteten Kürbisse zu kümmern, schlüpften Vater und Sohn in die Federvieh-Behausung, wo sie sogleich für helle Panik sorgten.
Eine Weile war nur das aufgeregte Gackern von einem Dutzend Rassehühnern zu vernehmen. Die armen Viecher vermochten sich in ihrer Angst nicht zu beruhigen und lärmten noch, als Friedrich und Felix mit je einem am Hals gepackten Huhn im Fang wieder an den illuminierten Kürbissen vorbei kamen.
„Und immer schön aufpassen“, nuschelte Felix und hätte vor lauter Grinsen fast die Beute fahren lassen. Dann legte er aber einen Zahn zu, weil es im Haus zu rumoren begann. Auch Friedrich verfiel in gestreckten Galopp. Erst als sie den Wald erreicht hatten, gönnten sie sich eine Verschnaufpause.
Friedrich betrachtete die leckeren Hühner und dachte daran, dass er damit die gestrenge Hausfrau zufriedenstellen würde. So mochte der Abend noch einen versöhnlichen Ausklang finden.

Felix war gedanklich noch bei den zu Halloween-Symbolen hochstilisierten Kürbissen, denn er sagte: „Wie beknackt müssen denn die Menschen sein, wenn sie sich von solchen Hohlköpfen bewachen lassen.“
Friedrich nickte nachdenklich. Dann meinte er: „Das verstehe ich auch nicht, aber die Menschen sind daran gewöhnt, Hohlköpfen aller Art zu vertrauen. Das sagt jedenfalls Käte Krähe, und die kommt viel rum.

__________________
Schreib über das, was du kennst!

Version vom 23. 10. 2016 20:59
Version vom 07. 11. 2016 11:03

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Ilona B
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Hallo Ralph,
Deine Geschichte hat mir gut gefallen und ist toll geschrieben.
So wie es aussieht, gibt es wohl in der Tierwelt ähnliche Probleme wie bei uns Menschen.

Es hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen.

quote:
denn er hatte partout keine Lust, an diesem nasskalten Herbstabend noch auf (Jagt) Jagd zu gehen.


Ich mag Deine Beschreibung des Himmels
quote:
Die Wolken schubsten sich träge am Himmel entlang
und den Satz
quote:
Da obendrein nicht zu übersehen war, wie Felizitas, seine Frau Füchsin, kurz davor stand, fuchsteufelswild zu werden

Es ist zwar eigentlich eine Wiederholung, aber ich finde hier passt sie super.
Käte Krähe gefällt mir und Dein letzter Absatz rundet die Geschichte gelungen ab.
Sehr gerne gelesen.




__________________
Herzliche Grüsse Ilona

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.(Mahatma Gandhi)

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
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Hallo Ilona B,

erst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich erst jetzt antworte. Ich habe zurzeit ne Menge andere Dinge um die Ohren und dadurch … na ja… eine der häufigen Ausreden eben.

Über deine Anmerkungen habe ich mich sehr gefreut und bedanke mich dafür.
Den peinlichen Rechtschreibfehler habe ich ausgemerzt.

Dass dir die kleine Geschichte gefallen hat, freut mich natürlich. Dass du sie als „toll geschrieben“ einstufst, - wobei ich hoffe, dass sich das nicht nur auf die "schubsenden Wolken" bezieht - macht schon ein bisschen glücklich.

quote:
So wie es aussieht, gibt es wohl in der Tierwelt ähnliche Probleme wie bei uns Menschen.

Tja menschliche Unsitten scheinen als erstes auf die Umgebung und somit auch auf die Tierwelt abzufärben. Schade eigentlich. Aber vielleicht ist meine Fuchsfamilie auch nur ne Ausnahme. Doch es hat mich gereizt, bei dieser Truppe mal hinter die Kulissen zu spähen.

Schon Luther sagte seinerseits: „Man muss den Füchsen aufs Maul schauen“ … äh … oder so ähnlich.

Liebe Grüße
Ralph

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Ralph Ronneberger
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Hallo Metino,

ich bedanke mich artig für deinen Kommentar. Wie ich sehe, nimmt die von dir angestrebte Rechtschreibreform allmählich Gestalt an. (Nicht traurig sein, wenn mir für Glückwünsche die Worte fehlen)

quote:
Ich hoffe Du feruhrteilzt mich jetzt nich
Du hast beschtimmt extra Iss geschrieben, um zu erfahren, ach lassen wir das übliche ähm etc.
Iss steht für für essen, iss!
Leider hab ich noch mehrere Föhler gevunden.
Ich finde es wahnsinnig schwer, bewusst falsch zu schreiben, besonders bei langen Texten. Tja, jeder besitzt eben seine ureigenen Talente.

Ich danke dir vor allem für den Hinweis, dass das Wörtchen „iss“ etwas mit dem Essen zu tun hat. Dass es sich dabei um die Befehlsform von „essen“ handelt, war mir allerdings nicht so wahnsinnig neu. Bei meiner Version handelt es sich nicht ums Essen (bezogen auf Herrn Fuchs wäre ja auch “fressen“ oder „friss“ angebrachter), sondern um die dialektische Verballhornung des zu „ist“ konjugierten Hilfsverbs „sein“.
Korrekt wäre gewesen „Iss ja jut!“, da meine Füchse im näheren Umfeld von Berlin beheimatet sind. Ich gebe zu, das war schlampig von mir.

Das dazu. Als ich deinen Satz „Leider hab ich noch mehrere Föhler gevunden“ las, war ich gespannt, was denn noch so kommen würde. Bis auf den Hinweis „Wenn Sohn Fuchs sagt,:´Mensch´, hört sich das komisch an“ kam aber nichts. Keine Rede also von „mehrere“. Was soll das?
Deinem Vorschlag, das Wort „Mensch“ durch „Boah“ zu ersetzen, folge ich gern. Das klingt tatsächlich besser. Vielleicht hänge ich sogar noch ein „ey“ mit dran. Tja – und was iss … pardon … ist nun mit den weiteren Fehlern? Ach ich vergaß: Du hast nicht viel gelesen, wie meistens. Dazu mein Rat – einen Text, den man nicht zu Ende gelesen hat, sollte man auch nicht kommentieren.
Es gibt viele Gründe, eine Geschichte bereits nach wenigen Zeilen ad acta zu legen. Hier eine kleine Auswahl:

- Text ist stinklangweilig
- Inhalt spricht nicht an
- Handwerklich eine Katastrophe
- Ich bin zum Lesen zu faul

Such dir was aus. Sollten die Anstriche 1 bis 3 zutreffen, hätte ich das gern gewusst. Sollte doch nur der vierte übrig bleiben?


Gruß Ralph


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