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Leselupe.de > Horror und Psycho
Hell House
Eingestellt am 10. 03. 2003 10:23


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Mystyxblue
Schriftsteller-Lehrling
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Hell House

Der Mond brach zwischen den Wolken hervor und vereinzelte Strahlen des matten Lichtes fielen durch die dichten Baumwipfel auf den modrigen Untergrund. Heute Nacht war die perfekte Nacht. Eine Nacht, die wie geschaffen war f├╝r ihren perfiden Streich.
Das blonde M├Ądchen, das sie begleitete klammerte sich regelrecht an Gibsons Arm fest. Er hatte eigentlich nicht damit gerechnet das Tamara Wilkins wirklich mitkommen w├╝rde. Aber sie hatte es dennoch getan. Nun standen die beiden und Dagger Woods vor einem halb zerfallen alten Haus.
Vor zwei Jahrzehnten hatte hier ein Brand gew├╝tet und die junge Familie, die damals hier lebte, hatte ihr Leben verloren. Die Eltern und ihre drei Kinder waren in dem Feuer umgekommen. Sie alle hatten sich im obersten Stockwerk aufgehalten, welches fast vollkommen ausgebrannt war.
Gibson hatte von einigen Bekannten geh├Ârt, das Tamara ihn schon seit einiger Zeit ziemlich scharf fand, aber nicht den Mut hatte ihn anzusprechen. Immerhin war sie ja auch zwei Klassen unter ihm.
Sie hatte sich wahnsinnig gefreut als er sie eingeladen hatte, doch als er gesagt hatte wohin der Ausflug gehen sollte, wollte sie erst einen R├╝ckzieher machen.
F├╝r Gibson war sie nur eine weitere Eroberung unter vielen. Er w├╝rde sie heute noch flachlegen, daf├╝r w├╝rde er mit Dagger schon sorgen. Sie w├╝rden ihr eine solche Angst einjagen, dass sie gar nicht anders k├Ânnen w├╝rde, als sich ihm an den Hals zu werfen. Es musste nur die richtige Atmosph├Ąre geschaffen werden. Und dieser Ort war, wie gesagt, einfach perfekt.
Gibson f├╝hrte sie die morschen Treppenstufen hinauf auf die Veranda. Er sp├╝rte den Druck von Tamaras Hand auf seinem Oberarm und ein breites Grinsen ├╝berflog sein Gesicht. Dann sah er sie mit Unschuldsmiene an und fragte sie: „Hey, du hast doch nicht etwa Angst. Oder etwa doch?“
„Nein, sicher nicht.“ Die Worte verlie├čen ihren Mund nur stockend und Gibson wusste in diesem Moment, dass sein Plan aufgehen w├╝rde.
Dagger trottete hinter ihnen her. Er spielte seine ganz eigene Rolle in diesem St├╝ck, die perfekt zu ihm passte. Er w├╝rde Gibson nicht unbedingt als Freund bezeichnen, aber da er f├╝r diese Sache immerhin zwanzig Dollar bekam, machte es ihm nichts weiter aus ihm zu helfen, die Kleine rumzukriegen.
Wenn man jemandem einen geh├Ârigen Schrecken einjagen wollte und nicht wusste wie, dann trat er auf den Plan. Er war in Condray Wood der Meister des Grauens schlechthin. Er hatte eine Tasche voller n├╝tzlicher kleiner Utensilien dabei, zum Teil gef├╝llt mit Artikeln von seiner letzten Halloweenparty. Aber auch diese w├╝rden sp├Ąter ihren Zweck erf├╝llen. Er war schon am sp├Ąten Abend hier hergekommen und hatte einige Sachen pr├Ąpariert um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Wenn die Leute ihn anheuerten, dann bekamen sie astreine Qualit├Ąt.
„Du willst da doch nicht wirklich reingehen, was ist, wenn das ganze Ding zusammenst├╝rzt, wenn wir da drin sind?“
„S├╝├če, das wird es nicht. Wenn die Gefahr bestehen w├╝rde, dass es einst├╝rzt, dann w├Ąre es schon vor Jahren eingest├╝rzt, alles klar!“ Gibson legte seinen rechten Arm um ihre Schulter und deutete auf den T├╝rknauf mit einem ermunternden Blick in ihre Richtung.
Tamara war das Unbehagen, das sie empfand ins Gesicht geschrieben. Dennoch, sie wollte nicht als Feigling dastehen und griff nach dem kalten Metall, das sich aber keinen Millimeter bewegen wollte, als sie daran drehte. „Er geht nicht auf!“
„Lass mich mal ran, das kann ja nicht angehen, dass wir hier drau├čen in der K├Ąlte stehen sollen.“ Gibson drehte den T├╝rknauf mit Leichtigkeit herum und die T├╝r schwang quietschend auf, so dass es einem durch Mark und Bein ging.
Tamara schob seinen Arm von ihren Schultern und ging einige Schritte zur├╝ck. „H├Âr zu, es mir egal was du jetzt vielleicht sagst. Aber ich werde da mit Sicherheit nicht reingehen. Nein, kommt nicht in Frage.“
„H├Âr mal, das ist absolut sicher, vertrau mir. Ich garantiere dir, dass wird das Erlebnis deines Lebens. Komm schon.“ Er fasste sie wieder bei der Hand und zog sie trotz ihrer Proteste in Innere des Hauses.
Dagger jedoch ging um das Haus herum und nahm den Hintereingang. Er musste seine Show perfekt inszenieren, dass war er seinem guten Ruf schuldig. Gibson w├╝rde die Vorarbeit leisten und er musste den H├Âhepunkt des Spektakels genauestens vorbereiten.
Gibson und Tamara standen in der gro├čen Eingangshalle. Vor ihnen erstreckten sich zu beiden Seiten Treppen, die ins zerst├Ârte Obergeschoss f├╝hrten. Ein Kronleuchter lag zerschellt auf dem Boden mitten im Raum. Gibson z├╝ndete eine Kerze an, die er mitgebracht hatte. Das flackernde kleine Licht erhellte den Raum nur m├Ą├čig.
„Wei├čt du, im Ort erz├Ąhlen sich die Alten, dass die Geister der Familie hier immer noch sein sollen. Dass dies hier ein abgrundtief b├Âser Ort ist. Die Leute sollen durch die qualvollen Schmerzen, die ihnen durch das Feuer zugef├╝gt worden sind, wahnsinnig geworden sein. Nachdem die Flammen sie dann vollkommen verzehrt hatten, sollen ihre Seelen hier gefangen gewesen sein und alle, die unbedacht diesen Ort aufsuchen, sollen sie die gleichen Qualen zuf├╝gen. Landstreicher, die hier Unterschlupf gesucht haben, soll man am n├Ąchsten Morgen vollkommen verkohlt aufgefunden haben.“
Tamara verzog das Gesicht. „H├Âr auf mit diesem Mist, sonst gehe ich gleich wieder.“
„Schon gut. Ich dachte mir, da du ja noch nicht so lange hier lebst, kennst du diese Story sicher noch nicht.“
„Und was wollen wir hier jetzt?“
„Wart es einfach ab, ich hab eine wirklich bombige ├ťberraschung f├╝r dich.“ Sein Gesicht war direkt vor ihrem und er konnte ihren Atem riechen. Er stellte sich hinter sie und raunte ihr ins Ohr: „Kleine F├╝hrung gef├Ąllig?“ Gibson schob sie vorw├Ąrts und Tamara setzte sich langsam in Bewegung.

Dagger sa├č auf dem K├╝chentisch. Er hatte zehn Minuten um sein Make-up aufzulegen und musste sich ganz sch├Ân beeilen. Er musste unbedingt fertig werden, bevor Gibson mit dem M├Ądchen hier auftauchte. Wenn alles nach Plan lief, w├╝rde er ihr jetzt gerade die einzelnen R├Ąume zeigen und zum Schluss in die K├╝che kommen, wo sie den verbrannten Leichnam eines armen alten Penners auf dem K├╝chentisch liegen sehen w├╝rden.
Er hatte zu Hause eine Maske vorbereitet, die er im Design einer vollkommen verkohlten Haut modelliert hatte. Er zog sie sich ├╝ber. Sie passte perfekt. Dann bespr├╝hte er sie mit einer speziellen Fl├╝ssigkeit, so dass es aussah als w├Ąren die Wunden ganz frisch. Er setzte sich noch durchgef├Ąrbte schwarze Kontaktlinsen ein, was dem ganzen noch den letzten Pfiff gab. Zum Schluss schmiss er sich noch in einen Haufen ausgefranster und verwaschender alter Klamotten, so dass er jetzt wirklich wie der allerletzte Penner aussah.
Er legte sich auf den Tisch und versuchte so tot wie m├Âglich auszusehen. Jetzt musste er nur noch warten, bis Tamara kreischen w├╝rde. Dann wusste er, dass er wieder einmal Erfolg gehabt hatte. Unter der Maske l├Ąchelte er versonnen und stellte sich ihre schreckenverzerrtes Gesicht vor.

„Gibson, ich will nicht mehr. Ich friere verdammt noch mal.“
„Nur noch die K├╝che, dann sind wir durch und k├Ânnen wieder nach Hause. Aber sieh mal, wenn man hier lebt, dann muss man dieses Haus einfach mal gesehen haben und zwar alles, sonst kann man doch gar nicht mitreden, dass musst du doch einsehen.“
„O.k. F├╝nf Minuten, l├Ąnger nicht.“
„Kein Problem, S├╝├če!“

Dagger lag auf dem Tisch und z├Ąhlte die Sekunden. Es war fast totenstill. Aus den Nebenr├Ąumen aber h├Ârte er ged├Ąmpft die Stimmen von Gibson und Tamara. Sie w├╝rden gleich hier sein und dann konnte der Spa├č losgehen.
Doch dann fiel ihm durch die dumpfe Stille hindurch ein leises Scharren auf, das unter dem K├╝chentisch hervorzukommen schien. Wahrscheinlich waren es Ratten. Wenn hier welche herumliefen, w├╝rde die Kleine wahrscheinlich kreischend davonrennen. Das w├Ąre einfach Klasse.
Zu dem Scharren gesellte sich jetzt ein leises Quietschen, ein Wispern und Rumoren, das den Raum zu erf├╝llen schien. Dagger wurde unruhig und setzte sich auf. Er sah sich um. Konnte aber durch die schwarzen Kontaktlinsen nicht allzu viel sehen. Er wollte sie aber auch nicht rausnehmen und so seine Aufmachung ruinieren.
Das alles gefiel ihm ├╝berhaupt nicht.
Der Tisch auf dem er sa├č fing an zu vibrieren und er sprang panikartig herunter. Unter den Dielen konnte er ein schwaches Leuchten wahrnehmen, das nun langsam immer mehr an Intensit├Ąt gewann und Daggers Gesicht noch grausiger Aussehen lie├č.
Er nahm die Kontaktlinsen heraus. Es ging ihm nun total am Arsch vorbei, ob die Show funktionieren w├╝rde. Hier stimmte etwas nicht.
Hier stimmte etwas sogar ganz und gar nicht.
Er wich von dem Tisch zur├╝ck in Richtung Hintereingang. Die T├╝r stand noch immer offen schlug nun aber mit einem lauten Knall zu. Er wirbelte herum und st├╝rzte auf sie zu. Dagger r├╝ttelte verzweifelt an dem Griff, doch er r├╝hrte sich nicht.
„So ein verdammter Bullshit!“
Er drehte sich wieder um und blickte in glei├čendes Licht, das den Tiefen des Hauses entdrang. Es schoss f├Ârmlich empor und strahlte die vergilbte Decke an. Es schien sich dort oben zu verdichten, schien an Konsistenz zu gewinnen. Es formte sich selbst zu f├╝nf schillernden Kugeln. Reine Energie flimmerte an der Decke.
Sie schwebten zwischen Dagger und der rettenden T├╝r, die in die Eingangshalle f├╝hrte.
Eine der pulsierenden Energiekugeln l├Âste sich aus dem Verbund und schwebte auf ihn zu. Sie tanzte vor seinem Gesicht, schien ihn zu studieren. Dagger zog die Maske von seinem Gesicht und starrte das grelle Licht an, unf├Ąhig sich abzuwenden.
Er hatte immer von einer ├╝bersinnlichen Begegnung getr├Ąumt. Er hatte sich aber nie im Leben getr├Ąumt, dass er dann solche Angst haben w├╝rde.
Das Licht schoss wieder an die Decke, verharrte dort einen Augenblick und schoss dann direkt in seinen Brustkorb. Es durchdrang Haut, Muskeln und Knochen m├╝helos ohne sie zu besch├Ądigen.
Dagger wurde auf den Boden geworfen. Der Aufprall raubte ihm den Atem. Er f├╝hlte unglaubliche Hitze, die sich in seinem K├Ârper ausbreitete. Er versuchte zu atmen, doch seine Kehle war wie zugeschn├╝rt. So verzweifelt er auch versuchte, einen Atemzug zu erlangen, so fester schien sich seine Luftr├Âhre zusammenzuziehen. Er f├╝hlte unwahrscheinlichen Druck auf seinem Brustkorb lasten, als h├Ątte sich jemand auf ihn drauf gesetzt.
Schlie├člich wurde ihm klar, dass er den Boden unter seinem R├╝cken nicht mehr f├╝hlen konnte. Bis ihm schlie├člich bewusst wurde, dass er in der Luft schwebte, dass seine F├╝├če den Boden nicht mehr ber├╝hrten.
Langsam senkte sich ein schwarzer Schleier ├╝ber seine Augen. Und der Druck in seinem Brustkorb steigerte sich ins unermessliche.
Das letzte was er sah, war wie die T├╝r ihm gegen├╝ber aufgesto├čen wurde und Gibson hereinkam, Tamara hinter sich. Er sah wie sein Gesicht jede Farbe verlor und er wie angewurzelt auf der Stelle stehen blieb.

„Hast du das auch geh├Ârt?“ Tamara war herumgeschreckt und verlie├č die Stube.
„Was soll ich geh├Ârt haben?“ Gibson folgte ihr.
„Ich wei├č nicht genau, so eine Art poltern, glaube ich.“
Sie stand in der Eingangshalle und versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Gibson kam mit der Kerze an und hielt sie sich ├╝ber den Kopf. „Unsinn, da war nichts, das bildest du dir ein. Komm, ein Raum fehlt noch.“
Tamara folgte Gibson zur K├╝che. Er drehte sich zu ihr um und ├Âffnete die T├╝r. Er machte einen Schritt in den Raum hinein und erstarrte als er Dagger unter der Decke schweben sah.
Tamara stand hinter ihm mit weitaufgerissenem Mund und geweiteten Augen. Sie wollte schreien, brachte jedoch keinen Ton heraus.
Wie paralysiert ging Gibson weiter in die K├╝che hinein. Seine F├╝├če wirbelten den Staub auf dem Boden auf.
Er h├Ârte hinter sich Tamara kreischen und ihre Schritte als sie davon st├╝rmte.
Es hat funktioniert. Aber er sollte nicht da oben sein.
Gibson konnte die Augen nicht von Dagger wenden, dessen toter K├Ârper keine zwei Meter vor ihm schwebte. Aus seinem Mund und seinen Augen strahlte ein grelles Licht, dass f├╝nfzig Zentimeter vor ihm in der Luft abgeschnitten zu sein schien.
Es verlie├č den K├Ârper und sammelte sich an einem Punkt zu einer kleinen leuchtenden Kugel. Gibson wurde der anderen vier gewahr, die links neben ihm schwebten und sich nun um Dagger versammelten.
Der Leichnam fiel auf den Boden.
Blut trat aus jeder Pore hervor und breitete sich auf dem h├Âlzernen Boden aus. Langsam sickerte es durch die Spalten der Dielen.
Die Irrlichter bezogen in einem Kreis um Dagger herum Position. Schwebten wenige Zentimeter ├╝ber der roten Fl├╝ssigkeit, die das grelle Licht reflektierte.
Sie strahlten auf und verbanden sich miteinander, von jedem f├╝hrten zwei Linien reinster Energie zu zwei anderen. Sie zerschnitten Dagger’s K├Ârper, wo sie in ihn eintraten und bildeten einen Stern.
Das ist kein Stern, es ist ein Pentagramm.
Oh Gott, was haben wir getan. Die Alten hatten doch recht.
Der gesamte Boden vibrierte und das Pentagramm erstrahlte in r├Âtlichem Glanz, dann explodierte der Boden f├Ârmlich unter dem Druck der nach oben gerichteten energetischen Entladung.
Gibson begann langsam zu begreifen, dass es besser f├╝r ihn w├Ąre, es Tamara gleich zu tun und von hier zu verschwinden. Noch immer konnte er seinen Blick nicht von dem einmaligen Schauspiel wenden. Doch langsam begann er sich r├╝ckw├Ąrts zu bewegen.
Vor ihm klaffte ein Loch und er sp├╝rte, wenn er dort hinuntersah, w├╝rde er seinen Verstand, sein Leben, seine Seele verlieren. Er b├╝ndelte seine gesamte Willenskraft und drehte sich um. Er verlie├č so schnell er konnte die K├╝che und rannte durch die Eingangshalle, wobei er beinahe ├╝ber den Kronleuchter gestolpert w├Ąre.
Hinter ihm wurde das rote Gl├╝hen allm├Ąhlich schw├Ącher.

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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
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Hi Mystyxblue,
netter Grusel, den du da aufs Parkett gelegt hast. Teilweise hast du eine sehr gute Spannung aufgebaut. Nat├╝rlich erz├Ąhlt die Geschichte nicht gerade viel, da├č liegt daran, da├č du, glaube ich, zu viele Klischees benutzt. - Das nicht weiter identifizierte Licht, das "Gruselhaus" an sich, die beiden "├╝blichen" jugendlichen Unruhestifter. Also, Klischees zu nutzten, ist ja gerade im Horrorgenre an der Tagesordnung, auch alte Geschichten neu zu erz├Ąhlen. Aber du solltest versuchen, etwas neues zu schreiben. Ich w├╝rde zum Bespiel das Licht durch irgendwas ersetzen, was, naja, greifbarer ist - einen Aha-effekt ausmacht. Es reicht bei solchen Geschichten nicht einfach zu sagen - naja, die alten Leute hatten wohl doch recht.
Aber prinzipiell, ja, garnicht schlecht. Ach ja, da mal gleich noch ein gutes Klischee:
Tamara l├Ąuft weg(sie konnte doch am Anfang die T├╝r nicht ├Âffnen)
Gibson folgt ihr ein paar Augenblicke sp├Ąter, kommt zur T├╝r. Er r├╝ttelt wie verr├╝ckt daran, dreht sich um und sieht ├╝ber sich Tamara in der Luft schweben und das helle Licht, das ├╝berall aus ihr herausflutet.
Tja, und dann schreit Gibson nurnoch.

Will dich mit meiner Kritik nicht ├╝berrennen, weil du offensichtlich neu bist. Wie gesagt, dein Schreibstil gef├Ąllt mir.

Bis dann
Marcus

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"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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Sn0wflake
Autorenanw├Ąrter
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hi mystix

also ich muss dem marcus da ein wenig recht geben, was die klischees angeht. auf der anderen seite hast du aber auch neue dinge drin gehabt. zb hat mir dagger gefallen. ich glaube den typen k├Ânnte man noch richtig gut ausbauen. als richtigen kleinen horrorfreak, der in dieser geschichte vielleicht noch seinen eigenen nutzen sucht. also dass er das nicht wegen dem geld oder gibson macht, sondern f├╝r sich pers├Ânlich noch irgendein besonderer nutzen dabei ergibt.
was mir noch aufgefallen ist: du schreibst, dass das haus abgebrannt ist. aber als ich es gelesen hab war ich eher in einem verfallenem haus. also was ich damit sagen will, ist dass du das abgebrannte noch bildhafter darstellen solltest. z.b. die alten brandspuren, ru├č auf verkohlten bildern an der wand, zerborstene fensterscheiben, der geruch von verbranntem, der auch nach 20 jahren noch in der luft h├Ąngt...halt all diese dinge.

ein kleinen kritikpunkt hab ich noch in der erz├Ąhlweise, die aber schnell auszub├╝geln ist.
mir kamen zwischendurch einige s├Ątze bzw deren inhalte etwas sprunghaft vor. nach dem motto "er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich doch" (wenn du verstehst was ich damit meine).

aber trotzdem hast du die spannung recht gut aufgebaut, so dass ich es bis zum schluss einfach lesen MUSSTE. hehe
also will ich auch gar nicht weiter rumn├Ârgeln sondern sage einfach nur: weiter so!

liebe gr├╝├če von snowflake


__________________
wer sp├Ąter bremst ist l├Ąnger schnell

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Mystyxblue
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2003

Werke: 2
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ja ja ihr liebe ich wei├č ja die klischees, aber zur beruhigung ich denke dass diese geschichte wohl die mit abstand d├Ąmlichste ist die ich je geschrieben habe, aber eine der wenigen die ich zu ende geschrieben hab. nicht aufregen, aber nen herzlichen dank f├╝rs feedback.

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