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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Ich bin der Schnee, ich bin die schwarze Milch
Eingestellt am 24. 04. 2014 21:29


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Bernd
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Ich bin der Schnee, ich bin die schwarze Milch
und muss mich trennen
von Ideen und Leuten,
die ich nie wirklich kannte,
denn sie sind ins Aja gegangen.

Fort, weit fort
in Ebenen, die mich erwarten,
denen ich aber noch ausweiche -
und sei es nur durch Tropfen,
die die Amygdala stimulieren
und den Bauch,
in dem das Gefühl steckt,
was gut und böse ist.
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Fz.
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Könntest du die erste Zeile zum besseren Verständnis etwas erhellen?

Danke!

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Bernd
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Schnee ist Kontrast und Kontrapunkt zu "schwarze Milch".
"Schwarze Milch" ist ein Zitat, das auf ein bekanntes Gedicht hinweist. Auf ein so bekanntes (Schwarze Milch der Frühe, Todesfuge, Celan), dass ich keine Fußnote mit Zitat gemacht habe.

Es verknüpft verschiedene lyrische Zeitalter.
Und es verknüpft den Tag mit dem Morgen, das Morgengrauen mit der Kälte, die Kälte mit der Wärme, das Eckige mit dem Spitzen und dem Runden.

Vergleiche Eiskristalle mit Milchschaum.
Es ist der Beginn des Weges, der vom Tod zum Leben und zurück führt.

Symbol des Dichters und des Schiffers, des Fährmanns, der die Metaphern ans andere Ufer trägt.
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Bernd
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PS: Vergleiche auch A und O.
Ich bin das A und das O.
Ich bin Beginn und Ende.
Ich bin das Weiß und das Schwarz.
Ich bin Kristall und Leere.
Ich bin rein und trüb.
Ich gehe rein und raus.
Ich bin Ordnung und Chaos.
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Fz.
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Danke für die Erläuterung. Ich wusste nicht, was Celan hier zu suchen hat und konnte die schwarze Milch nicht mit dem Schnee in Verbindung bringen (außer dem Gegensatz schwarz/weiß, aber dazu hätte es ja nicht der Milch bedurft).

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Bernd
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Der Hinweis auf Celan war ja auch versteckt.
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