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Leselupe.de > Kindergeschichten
Igel Willi- wie der Maulwurf eine Brille bekam
Eingestellt am 06. 02. 2014 17:42


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Carol-Eliza
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Igel Willi - wie der Maulwurf eine Brille bekam


„Willi!“, wo steckte das kleinste ihrer Kinder nur? Die Igelmutter war Ă€rgerlich. LĂ€ngst sollte Willi zu Hause sein. Sicher trödelte er wieder irgendwo herum.
Er sollte einen Apfel zum Abendbrot holen, denn der Apfelbaum am Rande der Wiese, an der die Igelfamilie lebte, trug herrliche FrĂŒchte. Die Igelmutter hatte von den Spatzen gehört, dass sie reif wĂ€ren. Sie hatte Willi damit beauftragt, einen duftenden Apfel fĂŒr das Abendbrot der Familie zu besorgen. Willi hatte wie alle anderen Igelkinder gelernt, wie man das Obst auf die Stacheln nahm, um es zu transportieren.
Und er war auch losgetrippelt. Aber er war nicht weit gekommen, denn schon hinter dem Holunderstrauch hörte er lautes Schimpfen.
Wer war das? Das hörte sich ja an wie sein Freund Walter.
„ Ach, so ein Ärger, die schöne Zeitung und ich kann sie nicht lesen!“
Walter, der Maulwurf, saß unter dem Busch im Schatten, hielt ein StĂŒck Zeitung in den großen Pfoten und schimpfte.
„ Warum schimpfst du so laut Walter?“, fragte Willi den Freund, „ Und was tust du mit der Zeitung?“
„ Willi, ich habe hier eine Zeitung gefunden, die Menschen haben sie wohl verloren und ich wĂŒsste so gern, was drinsteht.“
„Und warum liest du es nicht? “, fragte Willi, der zwar noch nicht lesen konnte, aber große Lust hatte, es demnĂ€chst auch zu lernen. Er hatte schon oft gehört, dass man dann die Zauberwelt der BĂŒcher betreten konnte.
Da fiel es ihm aber selbst ein. Walter konnte sehr schlecht sehen, meistens lebte er ja unter der Erde und dort war es dunkel. Er war aber ein sehr neugieriger Maulwurf und so war er auch oft außerhalb seiner unterirdischen Wohnung anzutreffen. Er saß dann neben seinen Erdhaufen und unterhielt sich mit den Wiesenbewohnern. Er fragte sie aus ĂŒber die Welt, die er nicht kannte, da er noch nie die Wiese verlassen hatte. Außerdem gab es auch immer etwas Leckeres aus seiner Vorratskammer fĂŒr seine Freunde.
Walter war sein Freund. Wie könnte er ihm helfen? Eine Brille musste her! Aber wo gab es ein so kleine?
Da fiel ihm etwas ein.
„Warte auf mich, ich bin gleich wieder da!“, rief er dem Maulwurf zu.
So schnell er konnte, trippelte er zum Flussufer. Gestern hatte er mit seinem Freund Fridolin, dem Biber, eine vom Wasser an den RĂ€ndern ganz stumpf gewordene Scherbe gefunden. Hatten sie nicht beide noch gestaunt, als durch die Glasscherbe die Steine am Flussufer vergrĂ¶ĂŸert aussahen? Die Scherbe war wunderschön, die Sonne funkelte darauf und sie hatten sie hin und her geschoben und darunter die Steinchen betrachtet. Das wĂ€re die passende Lesehilfe fĂŒr Walter, nicht wirklich eine Brille, aber als Brillenersatz durchaus zu benutzen!
Die Scherbe lag noch dort. Willi klemmte sie zwischen seine Stacheln und eilte so schnell er konnte zurĂŒck zum Holunderbusch.
Walter war glĂŒcklich. Endlich konnte er besser sehen, die Scherbe war nicht nur zum Zeitunglesen nĂŒtzlich.
Die Schrift auf der Zeitung war durch die Scherbe groß genug fĂŒr ihn, um sie zu lesen. Vorsichtig schob er das Glas ĂŒber das Papier und las Willi vor.
In dem Artikel ging es um eine neue Apfelsorte, es war nÀmlich eine Gartenzeitung.
„Unser Abendbrot“, fiel Willi ein, „Mama wird schimpfen, ich sollte lĂ€ngst zurĂŒck sein!“
„Willi, jetzt helfe ich dir“, erwiderte Walter. „Ich habe schon ein paar Äpfel hier in meiner Vorratskammer, davon kannst du einen nehmen. Ich habe sie sowieso nur fĂŒr meine Besucher aufgesammelt, denn wie du weißt, fresse ich am liebsten Insekten.“
Willi war gerettet. Mit einiger VerspÀtung, aber immerhin mit dem Abendbrot auf den Stacheln, kam er nach Hause.
Die Igelmutter seufzte, als Willi berichtete, warum er so spÀt kam.
Aber irgendwie musste sie auch lÀcheln.

FĂŒr kleine Menschen ab 4 Jahren

__________________
Carol-Eliza

Version vom 06. 02. 2014 17:42

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