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Jürgens Mordfälle
Eingestellt am 12. 09. 2017 16:28


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Lutz LEOPOLD
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2017

Werke: 4
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Leseprobe aus „Jürgens Mordfälle“ bei Amazon oder Tredition-Verlag erhältlich
Brenner faucht wütend, als ihn Jürgen um einen größeren Einsatz bittet. „Einen Pater verhaften, das müsst ihr doch alleine schaffen.“
Deshalb nimmt Jürgen seine drei Helfer und bittet die zuständige Polizeistation um Unterstützung. Die stellt ihm zwei Polizisten zu Verfügung. Sie kennen das Haus des Heinrich Roland genau, denn die Gerüchte, über die vielen Burschen, sind bis zu ihnen gedrungen.
Die Gruppe umzingelt das kleine alleinstehende Haus und Jürgen geht mit Max hinein. „Polizei, leisten Sie keinen Widerstand.“
Verdattert kommt ein älterer Mann im beigen Jogginganzug aus einem der Zimmer. „Was ist passiert? Was wollen Sie von uns?“
Max stößt die Türe des Nebenraumes auf. Zwei Burschen in Unterwäsche sitzen bei Kraut, Knödel und Geselchtem. Sie schauen verwundert auf.
„Dorian?“ fragt Max.
Ein molliger junger Kerl mit rundem Gesicht nickt. „Ja, was wollen sie von mir?“
Max stutzt, der ist nicht das Fuchsgesicht. „Ihr seid beide festgenommen und kommt mit uns, mit nach Wien.“
Pospischil entscheidet, als er die beiden Burschen betrachtet, „wir befragen sie hier. Das scheint die falsche Spur zu sein.“

Die zwei örtlichen Polizisten sind abgezogen. Jürgen und Max befragen Dorian Steyer, 24 Jahre alt, ledig. Gerlinde führt das Protokoll. Karlheinz bewacht die Anderen.
Alle Bilder werden Dorian vorgelegt. „Wen von denen kennen Sie?“
Dorian schaut sie an. Er ist entgegen seiner Freunde in Wien kooperativ. „Der da könnte Valentin sein. Der wollte einmal bei uns mitmischen. Karl, der öfter bei uns ist, hat damals schallend gelacht und gemeint wenn der dabei ist, bleibt er weg.“
„Karl?“
„Na der da auf dem Foto, Karl soll mit einem Weib verheiratet sein. Mehr weiß ich auch nicht. Er ist jedenfalls sehr Spendabel.“
„Und ihr habt diesen Valentin nicht aufgenommen?“
„Ne, mir hat er auch nicht gefallen, er ist so schmierig, so hungrig nach Sex. Echt widerlich. Karl hat ihn richtig lächerlich gemacht.“
„Danke ich nehme nur noch eine Speichelprobe, falls Sie einverstanden sind, damit wir Sie als Täter ausscheiden können.“ Jürgen will auf Nummer sicher gehen und auch von den beiden letzten Verdächtigen die DNA Probe nehmen.

Gerhard Pfister, 20 Jahre alt, ledig. Er ist so nervös und zittert am ganzen Körper, dass sich Pospischil schon Sorgen macht. „Bitte, bitte meine Eltern dürfen es nicht erfahren“, winselt er.
„Was dürfen sie nicht erfahren?“
„Na das hier, ich meine die hier, ja so deshalb sind sie doch hier“, stammelt der Junge.
„Ach die homosexuellen Spiele hier? Das interessiert uns nicht, wir suchen einen Mörder.“
Erleichtert atmet Gerhard auf, „ach nur deswegen. Fragen Sie, fragen Sie.“
Er bekommt die Fotos vorgelegt. „Das ist Gerhard, das Valentin, schaut zumindest so hässlich aus und Fridolin. Was ist mit denen, zwei Bilder sind so seltsam?“
„Gerhard und Fridolin sind Leichenfotos“, bestätigt Jürgen. „Was können Sie uns über Valentin sagen?“
„Der hat zu uns wollen. Zuletzt habe ich ihn in dem Fetzengeschäft gesehen, als ich mit Marcus Unterhosen gekauft habe.“
„In welchem Geschäft?“ Jürgen versteht nicht was der Junge meint.
„Na in der Boutique von Gerhard und Peter. Ganz spezielle Unterwäsche, Pippi fein.“
„Und da war auch Valentin?“
„Ja der hat Mords geschrien und mit Gerhard gestritten. Hi, schwule Sau war noch das harmloseste, was die sich an den Kopf warfen. Dabei sind sie es ja Beide.“ Gerhard kichert vor sich hin, er ist bereits ganz locker geworden.
„Gut, nur noch die Speichelprobe, dann ist die Sache für Sie erledigt.“
„Danke und Sie sagen nichts meinen Eltern?“, vergewissert er sich nochmals zum Abschluss.
Pospischil findet, armer Teufel. Die Angst vor seinen Eltern belastet ihn sehr.

Heinrich Roland, der Pater Ronaldo, 46 Jahre, ledig. „Wie soll ich Sie ansprechen? Pater Ronaldo oder Herr Roland?“ Jürgen ist auf die Erklärung neugierig.
„Roland, das ist der richtige Namen. Ich war in Afrika in einer ehemaligen portugiesischen Kolonie tätig. Deshalb nennt man mich, unter den Gläubigen, Pater Ronaldo.“
„Sie beschäftigen sich mit Exorzismus?“
„Darin habe ich große Erfahrung und bereits viele geheilt.“ Stolz und selbstbewusst schaut er Pospischil an. „Sie sind wahrscheinlich nicht gläubig und können es nicht verstehen.“
„Nein, wovon haben Sie die Leute geheilt?“
„Von den Dämonen die sich in ihren Körper eingenistet haben.“
„Dämonen?“ Jürgen hält den Mann für einen verirrten Spinner.
„Ja auch mich überfällt er immer wieder.“
Jürgen wechselt das Thema und legt ihm die Fotos vor. „Erkennen Sie jemanden?“
„Ja diesen Laienprediger Hauser. Der behauptet doch glatt dass Homosexualität von Gott gewollt ist. Ich habe ihm oft vorgeschlagen, doch endlich Buße zu tun. Wenn es auch weh tut.“
„Welche Buße haben Sie ihm auferlegt?“ Jürgen amüsiert die seltsame Heuchelei.
„Eine Woche lang, täglich vier Peitschenhiebe auf den nackten Rücken. Er hat oft genug gesündigt.“
„Ja, das ist angemessen. Das würden Sie machen?“
„Nein, dazu ist unser Auspeitscher extra geschult worden. Franz weiß was er einem zumuten kann. Ich unterwerfe mich ihm mindestens einmal die Woche.“
„Herr Hauser war also nicht dazu bereit?“
„Nein, der wird in der Hölle landen.“
„Er wurde ermordet, vermutlich von dem da“, Jürgen zeigt auf das Fuchsgesicht.
„Dieser Valentin? Möglich, er hat sich mir als Inquisitor angeboten.“
„Als was?“ Das wird ja immer schlimmer. Welcher Wahn treibt diese Leute an.
„Ja, mit ihm habe ich über Hauser gesprochen. Oh Gott, das wollte ich nicht!“, schreit er auf, sich plötzlich über die Folgen bewusst werdend. „Ich sagte es nur so hin, schick ihn doch zur Hölle.“
„Ja, das nennt man Anstiftung zum Mord“, erklärt lakonisch Jürgen.
Der Perverse birgt sein Gesicht in die gefalteten Hände und sehnt sich nach einer weiteren Buße.
„Was mich noch interessiert. Sind Sie Mönch oder Priester, oder beides?“
„Ich habe in Afrika bei den Dominikanern gedient. Meine Kenntnisse der menschlichen Abgründe habe ich auch dort erworben.“
Jürgen kann mit der Antwort nichts anfangen. Er steht auf um mit seinen Leuten das Haus zu verlassen.
„Ach ja, Franz ist auf freien Fuß. Sie können ihn anrufen damit er Sie büßen lässt“, ruft er hämisch dem Pater zum Abschied zu.
Wo Valentin zu finden ist weiß Keiner von ihnen. Er ist froh, dass er diesmal der Anordnung Brenners gefolgt ist. Es war wieder ein Schlag ins Wasser.

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