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Leselupe.de > Kindergeschichten
Kasper und Großmutter im Urlaub / Ab 4 Jahren
Eingestellt am 28. 07. 2016 17:11


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molly
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Kasper und Großmutter im Urlaub / Ab 4 Jahren

Die Großmutter rief laut: „Kasper, komm doch mal bitte!“ Kasper legte sofort seine Arbeit zur Seite. Wenn die Großmutter so laut rief, musste sie ihm etwas Wichtiges sagen. „Was gibt es?“, fragte er.
„Weißt du, Kasper, wir waren schon lange nicht mehr im Urlaub. Ich will an die Nordsee reisen. Magst du mitkommen? Nur ein paar Tage.“
„Ja, natürlich, ich packe gleich mal meinen Rucksack!“
Er verstaute seine Badehose, den Schnorchel mit der Taucherbrille, eine Sonnencreme und seine Sonnenbrille mit dem schwarzen Rand im Rucksack. Dann legte er noch ein Buch dazu, um abends im Bett zu lesen oder für Regentage. Danach drückte er das große Badetuch mit den blauen Seepferdchen hinein.
Zahnbürste, Seife und Kamm räumte er in einen kleinen Beutel und presste ihn zu den anderen Sachen. Nun passte nichts mehr in seinen Rucksack.
Inzwischen hatte auch die Großmutter ihren Koffer gepackt. „Kasper“, rief sie wieder laut. Kasper eilte zu ihr. „Schau mal, mein Hut geht nicht mehr in mein Gepäck, hast du noch Platz dafür in deinem Rucksack?“
„Leider nicht. Mach es so wie ich, setz deinen Hut einfach auf. Außerdem verknittert das schöne blaue Band am Hut dann nicht. Ich habe für meine Wäsche keinen Platz mehr gefunden und deshalb zwei Hosen, zwei T-Shirts und zwei Paar Socken angezogen.“
„Na, wird schon so gehen, wir bleiben ja nur ein paar Tage“, sagte die Großmutter.
„Fahren wir mit dem Zug?“, erkundigte sich Kasper.
„Nein, nein, der Seppel fährt uns mit seinem Motorroller. Du weißt doch, er hat einen kleinen Anhänger, wie eine Kutsche. Er nennt es Rollertaxi.
Seppel, kommst du?“
Schon hörten sie das Knattern des Motors und Seppel rief: „Alles einsteigen!“
Kasper packte seinen Rucksack auf den Rücken und griff sich den Koffer der Großmutter. Sie war schon in den kleinen Anhänger gestiegen. Doch als Kasper die beiden Gepäckstücke zu ihr legte, war kein Platz mehr für ihn. „Setz dich auf meinen Rücksitz und beeil dich ein wenig“, befahl Seppel. Er gab Kasper einen Helm, schon brausten sie los.
Kurz bevor die Sonne unterging, kamen sie in dem kleinen Ort Snytje an. Großmutter hatte vorher im Gasthaus Störtebeker angerufen,
und Gastwirt Hansen hatte ihr einen Wohnwagen angeboten. Alle Zimmer im Haus waren besetzt. Aber das störte weder die Großmutter noch den Kasper, selbst Seppel war begeistert. „Schön ist das hier, fast direkt am Meer“, sagte er. „Übermorgen hole ich euch wieder ab.“
Er verabschiedete sich von den beiden, setzte sich auf sein Motorrad und brauste los.
In dem Wohnwagen hatten sie eine Sitzbank und davor ein kleines Tischchen. Das schönste aber, fand Kasper, waren die Stockbetten.
„Großmutter, darf ich oben schlafen?“
„Ja natürlich, ich kraxle doch nicht die kleine Leiter hinauf. Beeil dich, putz die Zähne und dann ab in die Heija, morgen haben wir viel vor!“
Am nächsten Morgen wachte Kasper früh auf. Die Großmutter saß schon an dem kleinen Tisch und Kasper glaubte zu träumen: sie lackierte ihre Fingernägel. „Was machst du da, Großmutter? Das kenn‘ ich ja gar nicht von dir“, rief er aus.
Sie streckte ihm eine Hand entgegen. „Sieht das nicht schick aus“? wollte sie wissen.
„Ja, aber warum nimmst du goldfarbenen und nicht roten Nagellack?“
„Pah, den benutzt doch jeder, ich mag keine roten Krallen. Außerdem“, sagte sie, „Gold sieht edler aus und passt viel besser zu meinem schicken Hut.“
Während die Großmutter ihre Fingernägel trocken pustete, richtete Kasper das Frühstück und anschließend gingen sie zum Strand. Kasper sammelte eifrig Muscheln. Bald aber entschied die Großmutter, dass sie in dem kleinen Ort einen richtig starken Kaffee trinken wollte.
„Geh nicht zu weit ins Wasser“, ermahnte sie den Kasper und verließ den Strand.
Als Kasper genug Muscheln hatte, lief er nur kurz ins Wasser. Er fand es zu kalt und beschloss, die Großmutter zu suchen. Gerade, als er vom Strand auf die Straße ging, kam ihm die Großmutter wieder entgegen.
„Kasper, mein Hut ist verschwunden, der schöne Hut.“
„Hast du ihn im Kaffeehaus verloren?“
„Ich war nicht nur in einem Kaffeehaus, ich saß auch noch in einem Straßencafé. Aber vielleicht liegt er am Strand, vielleicht schwimmt er schon im Meer.“
„Den finden wir schon wieder, keine Sorge“, meinte Kasper und begleitet die Großmutter in den Ort. Großmutter zeigte ihm, wo sie Kaffee getrunken hatte und Kasper erkundigte sich dort nach dem Hut. Doch niemand erinnerte sich an den Hut. Ermattet sank Großmutter auf eine Bank. „Weißt du was, ich schaue jetzt mal am Strand und du ruhst dich hier aus“, entschied der Kasper. Aber Großmutter wollte in den Wohnwagen und sich nach der Aufregung auf ihr Bett legen.
Nachdem Kasper die Großmutter zum Wohnwagen gebracht hatte, lief er an den Strand zurück. Er war noch nicht lange unterwegs, als er zwischen Dünengras zwei blaue Bänder sah, die sich ganz leicht im Wind bewegten.
Kasper schlich zu dieser Stelle und entdeckte den Räuber Elendur. Vor Schreck hätte Kaper am liebsten laut geschrien. Diesen Räuber kannte jeder. Er hatte knallrote, lockige Haaren und einen schwarzen Bart. Elendur lag im Sand, hatte den Hut halbwegs auf sein Gesicht gelegt und schnarchte leise vor sich hin. In seiner Hand hielt er sein Gummischwert.
Da hatte Kasper eine Idee. So schnell er konnte, lief er zum Wohnwagen zurück und bat die Großmutter um ihren goldenen Nagellack.
„Du hast einen Sonnenstich, alle Kasper und Seppel dieser Welt lackieren sich nicht die Fingernägel.“
„Lass mich nur machen, vielleicht bekomme ich damit deinen Hut wieder!“
Die Großmutter reichte Kaper stirnrunzelnd das Fläschchen, und der machte sich sogleich an die Arbeit. Er setzte sich vor den Wohnwagen und holte aus seinem Beutel fünf weiße Muscheln, die er gefunden hatte. Rasch bestrich er sie mit dem Goldlack und pustete sie trocken, wie er das am Morgen bei der Großmutter gesehen hatte. Dann eilte er zur Düne zurück. Nahe beim Räuber verstreute er vier Muscheln, eine behielt er in der Hand. Dann rief er laut: „Oh, welch Freude, ich habe eine Muschel gefunden.“ Der Räuber setzte sich hin und schimpfte: „Hier gibt es genügend Muscheln, warum weckst du mich mit deinem Geschrei?“
„Sie ist aus Gold“, flüsterte Kasper.
„Zeig“, befahl der Räuber. Aber Kasper versteckte seine Hand hinter dem Rücken. „Ich zeige dir die Muschel, aber ich will dein schwarzes Gummischwert.“
„Nein, niemals“, brüllte Elendur, „mein Schwert gebe ich nicht her, ich hole mir gleich deine Muschel.“
„Dann gib mir wenigsten den Hut und du bekommst die Muschel.“ „Den wollte ich eigentlich meiner Freundin, der Hexe Grummelind schenken, aber für eine goldene Muschel kocht sie mir mein Lieblingsgericht. Also schieb die Muschel her.“
Kasper streckte seinen Arm nach vorne, öffnete die Faust, damit der Räuber die Muschel sehen konnte. Blitzschnell griff Elendur danach und setzte sich zufrieden in den Sand zurück.
„Nun gib mir den Hut“, verlangte Kasper. Der Räuber lachte schallend.
„Nie und nimmer, jetzt habe ich zwei Geschenke für meine Freundin, sie wird mir dafür zwei leckere Essen kochen.“
„Dann grabe ich mir eben noch eine goldene Muschel aus“, sagte Kasper und tat so, als wollte er den Platz verlassen.
„Halt, stehen bleiben“, donnerte der Räuber. „Gibt es noch mehr davon?“
„Na, wo es eine goldene Muschel gibt, findet sich bestimmt noch eine zweite.“
„Bring mich hin“, verlangte der Räuber.
„Erst wenn du mir den Hut gegeben hast, du Schurke.“
„Also los“, sagte der Räuber und warf Kasper den Hut zu.
Kasper führte den Räuber zu der Stelle, wo er seine anderen Muscheln verstreut hatte und sogleich stürzte sich Elendur auf den Sand. Bald hatte er eine zweite goldglänzende Muschel gefunden und suchte eifrig weiter.
Jetzt achtete der Räuber nicht mehr auf Kasper und der flitzte in den Ort zurück. Dort besuchte er den Polizeiwachtmeister und erzählte ihm von Großmutters Hut und wo er den Räuber Elendur getroffen hatte. Der Polizist rieb sich zufrieden die Hände. Rasch holte er die Sachen, die erbrauchte, um den Räuber zu fangen und gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Kasper führte ihn bis zur Düne und da sahen sie auch schon den Räuber, der noch immer nach Muscheln suchte. Der Polizeiwachtmeister bedankte sich bei Kasper und sagte: „Du hast deine Sache gut gemacht, doch jetzt gehst du zur Großmutter zurück.“
Zu gerne hätte Kasper gesehen, wie der Räuber festgenommen wurde, aber der Polizist scheuchte ihn nachdrücklich fort und so versteckte er sich hinter einem Strandkorb. Kasper sah, wie der Polizist ein Fischnetz über den Räuber warf und ihm die Hände fesselte. Zum Schluss schlang er noch ein Seil um den Räuber und führte ihn daran über den Strand.
Kasper war sehr zufrieden, lief zur Großmutter zurück und gab ihr den Hut.
„Ach, Kasper, du bist ein Schatz. Wo hast du ihn gefunden?“
„Großmutter, das ist eine lange Geschichte.“
Während nun Kasper der Großmutter seine Geschichte erzählte, schloss der Polizist den Räuber im Gefängnis ein.
Am Abend spazierte Großmutter mit Kasper den Strand entlang. "Bevor uns der Seppel wieder abholt, will ich mit
meiner Taucherbrille und dem Schnorchel im Meer schwimmen."
Die Großmutter nickt. "Ja, das ist eine wunderbare Idee und ich werde im Wasser ein wenig spazieren gehen."
Danach gingen sie zu ihrem Wohnwagen zurück.


Version vom 28. 07. 2016 17:11

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Christa Reuch
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Hallo Molly,

du hast eine nette Kasperlgeschichte geschrieben. Könnte ich mir glatt als Kasperltheater vorstellen.

Ich habe einige Kleinigkeiten markiert. Nimm dir, was du brauchen kannst.

Liebe Grüße
Christa

quote:
Die Großmutter rief laut: „Kasper, komm doch mal bitte!“ Kasper legte sofort seine Arbeit zur Seite. Wenn die Großmutter so laut rief, musste sie ihm etwas Wichtiges sagen. „Was gibt es Fragezeichen“, fragte er.

quote:
Er verstaute seine Badehose, den Schnorchel mit der Taucherbrille, eine Sonnencreme und seine Sonnenbrille mit dem schwarzen Rand in den (ich würde "in dem" oder "im" schreiben) Rucksack.

quote:
Inzwischen hatte auch die Großmutter ihren Koffer gepackt. „Kasper“, rief sie wieder laut. „ (Anführungszeichen zuviel)Kasper eilte zu ihr. „Schau mal, mein Hut geht nicht mehr in mein Gepäck, hast Du (du) noch Platz dafür in deinem Rucksack?“

quote:
„Fahren wir mit dem Zug“? (vertauschen, danach fehlt ein Komma) erkundigte sich Kasper.

quote:
Kasper packte seinen Rucksack auf den Rücken und griff sich noch (Füllwort, kann man weglassen) den Koffer von (würde ich auch weglassen) der Großmutter. Sie war schon in den kleinen Anhänger gestiegen. Doch als Kasper die beiden Gepäckstücke zu ihr legte, war kein Platz mehr für ihn. „Setz dich auf meinen Rücksitz und beeil dich ein wenig“, befahl Seppel. Er gab Kasper noch (weglassen) einen Helm, dann brausten sie los.

quote:
„Schön ist das hier, fast direkt am Meer (Anführungszeichen oben), sagte er. (Anführungszeichen unten) Übermorgen hole ich euch wieder ab.“

„Ja natürlich, ich kraxle doch nicht die kleine Leiter hinauf. Beeil dich, putz die Zähne und dann ab in die Heja (Meinst du vielleicht "Heija"? "Heja" kenne ich nicht, morgen haben wir viel vor!“
Am nächsten Morgen wachte Kasper früh auf. Die Großmutter saß schon an dem kleinen Tisch und Kasper glaubte zu träumen: sie lackierte ihre Fingernägel. „Was machst du da, Großmutter, das kenn ich ja gar nicht bei dir“, rief er aus. (Würde ich 2 Sätze draus machen. Vorschlag: Was machst du da, Großmutter? Das kenn' ich ja gar nicht von dir!", rief er aus.

„Weißt du was, ich schaue jetzt mal am Strand und du ruhst dich hier aus“ Komma entschied der Kasper.


„Lass mich nur machen, vielleicht bekomme ich damit deinen Hut wieder! Anführungszeichen oben

Der Räuber setzte sich hin und schimpfte: „ Leerzeichen zuviel Hier gibt es genügend Muscheln, warum weckst du mich mit deinem Geschrei?“
„Sie ist aus Gold“, flüsterte Kasper.
„Zeig“, befahl der Räuber. Aber Kasper versteckte seine Hand hinter dem Rücken. Anführungszeichen unten Ich zeige dir die Muschel, aber ich will dein schwarzes Gummischwert.“

Der Polizist rieb sich zufrieden die Hände. Rasch holte er die Sachen, die er Leerzeichen brauchte, um den Räuber zu fangen und gemeinsam machten sie sich auf den Weg.











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