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Leselupe.de > Humor und Satire
Kleinstadtgeschichte
Eingestellt am 17. 05. 2009 19:22


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Plan B
Festzeitungsschreiber
Registriert: May 2009

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Das Gew├╝rz der Seligen

(Warum in Homberg nichts anbrennt)

In der nordhessischen Kleinstadt Homberg lebte vor vielen Jahren ein Pfarrer, zusammen mit seiner Frau. Der Pfarrersmann war ein guter Kerl, ein redlicher Mensch, ein braver Gatte und seine Ehefrau war eine einf├╝hlsame, wunderbare Person, die er von ganzem Herzen liebte.
Die gute Frau kochte ihm, wie er das von Kindesbeinen an gewohnt war, jeden Morgen Haferbrei zum Fr├╝hst├╝ck.
Der kleine Dorn dieser rosigen Ehegemeinschaft jedoch war, dass die Pfarrersfrau keine allzu gute K├Âchin war und so der Haferbrei immer ein wenig angebrannt auf den Tisch kam.
Dem guten Pfarrersmann fiel das, weil es fast immer so war, nicht mehr auf, im Gegenteil, weil er seine Frau mochte, mochte er den Haferbrei mit seinem angebrannten Geschmack.
So lebten sie viele Jahre zusammen, bis der Tod ins Pfarrhaus kam und seine traurige Pflicht erf├╝llte, indem er dem Pfarrer seine geliebte Frau nahm.
Der wackere Pfarrer war betr├╝bt und doch als 'Gottesmann' wusste er, dass niemand den Tod kennt oder wei├č, ob er nicht vielleicht das gr├Â├čte Gut f├╝r den Menschen ist. Daher war er guten Mutes und gr├Ąmte sich trotz seiner Trauer nicht.
Vielleicht war das Schicksal ihm deshalb wohlgef├Ąllig und lie├č ihn alsbald eine zweite Frau finden, die ihn ebenso liebte, wie er sie, ja vielleicht noch mehr, denn sie konnte auch noch vortrefflich kochen.
Wie gewohnt, servierte sie ihm jeden Morgen den Haferbrei, der wegen ihrer Kochkunst, ohne den verbrannten Geschmack auf den Tisch kam.
Allerdings sagte der gute Pfarrersmann jedes Mal, zur Verwunderung seiner Frau: "Meine Liebe, der Haferbrei schmeckt vorz├╝glich, aber meine erste Frau, die Selige, verwendete ein bestimmtes Gew├╝rz, das vermisse ich".
Jedes mal wusste die Frau darauf keinen Rat.
Eines sch├Ânen Tages jedoch, als aus Versehen auch ihr der Haferbrei ein wenig anbrannte und sie den Brei bangen Herzens servierte, weil keine Zeit zum Neukochen blieb, weil ihr Gatte bereits mit dem L├Âffel in der Hand am morgendlichen Tisch sa├č, sagte der zu ihrer ├ťberraschung vergn├╝gt:
"Da ist ja endlich das Gew├╝rz, das ich vermisse, sag, was ist es".
Verdutzt und ├╝berrascht antwortete die neue Ehefrau schlagfertig:
"Das ist das Gew├╝rz der Seligen".

Und die Moral von der Geschichte ?
Seit dem gibt es in Homberg nichts Angebranntes, nur das Gew├╝rz der Seligen.

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Duisburger
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Hallo,

leider hat dieser "Witz" schon einen sehr, sehr langen Bart. Egal, ob der Pfarrer ein Bauer oder Hufschmied ist. Die Geschichte ist immer wieder die selbe, man muss nur die Protagonisten auswechsel und / oder den Ort ver├Ąndern, die Zeit variieren.
Und wenn ich dann nur den Titel in diversen Suchmaschinen eingebe, so finde ich diese Geschichte in Dutzenden von Variationen, auch genau diese hier.
Hier wurde nichts geschaffen, sondern leider nur umgeschrieben, wenn auch in vorz├╝glicher Art und Weise.

verwundert
Uwe

__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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