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Leselupe.de > Horror und Psycho
Letzter Mann
Eingestellt am 12. 11. 2011 23:48


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Olgeke
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Nov 2011

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Was hatte ich mir nur dabei gedacht.
├ťberall Blut und Gestank, und alles war irgendwie nass. Es war der f├╝nfte Tag. Der f├╝nfte und letzte Tag. Die Planung sah vor, dass wir bis sp├Ątestens 22 Uhr abends zur├╝ck sein sollten, damit unsere Ladung noch gel├Âscht werden konnte. Ich konnte es kaum erwarten. Endlich runter von diesem verfluchten Schiff. Zu Anfang war es ja noch interessant und spannend. Doch das ├Ąnderte sich schlagartig. Eigentlich sobald wir auf hoher See waren, und ich mein halbverdautes Fr├╝hst├╝ck ├╝ber die Reling ins Meer spie.
Nat├╝rlich unter tosendem Gel├Ąchter der Besatzung. Alles zwielichtige und raue Personen.
Die waren allesamt nicht begeistert davon, dass so eine Landratte ihnen hier ├╝ber die Schulter guckte. Seit ich an Bord gegangen war bereute ich es, dass ich mich freiwillig f├╝r die Reportage ├╝ber den Walfang gemeldet hatte. Ich Vollidiot. Den ganzen Tag nur Wasser, Blut , Innereien und den dazugeh├Ârigen Gestank. Zusammen mit meiner Seekrankheit gab mir dass regelm├Ą├čig den Rest, und ich unterhielt wieder die Besatzung mit meinem speziellen Tanz an der Reling. Arschl├Âcher. Asoziales Pack. Die freute es nat├╝rlich. Aber nun war es ja bald geschafft, und ich hatte alles was ich f├╝r meine Reportage brauchte. Ich hatte mitbekommen, dass der Kapit├Ąn sagte, der n├Ąchste Wal sei der letzte. Dann w├╝rden wir uns auf den R├╝ckweg machen. Es dauerte nur etwa eine halbe Stunde, bis wieder die Harpunen abgefeuert wurden und sich tief in den R├╝cken eines Tieres gruben. Das Wasser um den Wal herum f├Ąrbte sich in wenigen Sekunden tiefrot, und w├Ąhrend das Tier ums ├ťberleben k├Ąmpfte flogen weitere Harpunen durch die Luft.
Keine verfehlte ihr Ziel. Eine bohrte sich genau ins Auge des Wals und mir wurde wieder schlecht. Er wurde mit Seilwinden, an denen die Harpunen hingen, ans Schiff rangezogen.
Von Deck aus wurde eine Schlinge um den Schwanz geworfen und zugezogen. So zogen sie ihn mithilfe von Winden und Bordkran an Deck. Der Wal zappelte noch, als die Walf├Ąnger sich auf ihn st├╝rzten. Bewaffnet mit langen scharfen Klingen, die Speeren ├Ąhnelten, die aber wie Messer arbeiteten. Sie schnitten ihm den Bauch auf, die Innereien rutschen auf Deck und wurden wieder ins Meer geschmissen. Dann wurde er zerkleinert und in den Laderaum geworfen. Alles was man nicht verwerten konnte, bekam die See zur├╝ck. Mit viel Wasser bekam man dann noch das ganze Blut von Deck. Es war schwer zu sagen, wann der Tod eintrat, um das Tier von seinen Qualen zu erl├Âsen.
So, das warÔÇÖs. Ab nach Hause.
Die M├Ąnner begannen das Schiff aufzur├Ąumen und zu schrubben, ich stellte mich an die Reling und starrte aufs Meer raus. Ich wunderte mich, denn es war immerhin schon 11 Uhr vormittags, und ich hatte immer noch mein Fr├╝hst├╝ck in mir. Es war ein sch├Âner Sommertag, und ich beschloss die lange R├╝ckfahrt zu nutzen, um irgendwie noch etwas Sonne zu tanken. Damit ich vielleicht etwas frischer aussah wenn wir heute Abend einlaufen w├╝rden. Meine Seekrankheit schien mich ja wenigstens am letzten Tag in Ruhe zu lassen.
So schipperten wir nun schon etwa eine Stunde Richtung Hafen, als pl├Âtzlich das Wetter umschwang. Es kam ganz unerwartet. Ohne Vorwarnung.
Binnen weniger Sekunden verdunkelte sich der Himmel, ein Sturm zog auf und die eben noch spiegelglatte See t├╝rmte sich zu haushohen Wellen auf. Der Wind peitschte uns die kalte Gicht in die Gesichter und das Schiff wurde zum Spielball des Meeres.
Alle wurden auf Deck hin und her geschleudert, und nach der dritten Welle die mit einer unvorstellbaren Wucht auf das Deck krachte, wurden auch schon die ersten zwei Walf├Ąnger ├╝ber Bord gesp├╝lt. Zwei Wellen sp├Ąter sah ich gerade noch wie der Kapit├Ąn von der Reling gerissen wurde, und wie er in der tobenden See verschwand. Einen kurzen Augenblick hatte ich den Eindruck, die Wellen schmissen sich von allen Seiten auf ihn, sobald er im Wasser landete. Um ihn f├╝r immer auf den Meeresgrund zu dr├╝cken.
Die See entfachte ihre ganze Gewalt und es schien als sei sie voller Zorn uns gegen├╝ber.
Wenn ich das hier ├╝berleben wollte, musste ich es irgendwie unter Deck schaffen. Dazu durfte das Schiff aber nicht komplett absaufen, was, wie ich mir aber eingestehen musste, wohl kaum der Fall sein w├╝rde. Ich versuchte mich von der Reling zu l├Âsen um in die Mitte des Decks zu gelangen. Dort wollte ich mich durch die Ladeluke in den Laderaum fallen lassen. Der war hoch genug mit Walfleisch gef├╝llt, so dass ich mir nicht alle Knochen brechen w├╝rde.
Mir gelangen drei schwankende Schritte von der Reling weg. Das Deck war nass und rutschig, und zum vierten Schritt kam ich gar nicht erst. Eine Welle sp├╝lte ├╝ber Deck und holte mich von den F├╝ssen. Ich schlug hart mit dem Gesicht auf das Stahldeck auf und mit einem h├Ąsslichen Krachen wurde meine Nase zerschmettert. Trotz des ganzen Wassers merkte ich, wie mir Blut aus dem Gesicht floss und meine Nase anzuschwellen begann.
Als das Wasser von mir ablie├č lag ich wie ausgeknockt da. Ich hatte ein Gef├╝hl, als ob jemand mit jedem meiner Herzschl├Ąge mit einem Vorschlaghammer auf mein Gesicht eindrosch. Unter Schmerzen drehte ich den Kopf auf die Seite und ├╝bergab mich. Zuviel Salzwasser hatte den Weg in mein Innerstes gefunden.


Auf der anderen Seite des Schiffes schob sich die n├Ąchste Welle ├╝ber die Reling und riss wieder jemanden mit sich.
Alles was lose auf Deck rumstand wurde durch die Gegend geschleudert. Netze, Taue und Ketten flogen durch die Luft. Eine schwere Stahltruhe wurde durch das Fenster des Steuerhauses katapultiert. Alles ging sehr schnell, und Panik und Chaos hatten die Besatzung fest im Griff. Ich sah in Gesichter von M├Ąnnern, die krampfhaft versuchten sich irgendwo festzuhalten, um nicht ├╝ber Bord zu gehen. Ich sah wie sie vor lauter Angst um ihr Leben schrien. Ich sah es nur, denn der Wind machte jede Chance etwas zu h├Âren zunichte. Ich sah den ersten Harpunier, wie er sich an eine der Harpunenkanonen klammerte. Er schaute zu mir und ich blickte in vor Angst weit aufgerissene Augen, die aber auch wildentschlossen aussahen, diesen Albtraum zu ├╝berleben.
Als sich eine herumfliegende Harpune von der Seite durch seinen Sch├Ądel bohrte, wurde er von der Wucht des Geschosses aus meinem Blickfeld gerissen. Ich sah nur kurz, wie beim Austritt der Harpune seine rechte Kopfseite aufbrach und ein Schwall Blut hervorschoss. Sein Kopf klappte ruckartig nach rechts, und dann verschwand er.
Die See hatte ihn mit seinen eigenen Waffen geschlagen.
Ich musste hier weg. Der n├Ąchste Schwall Wasser sp├╝lte ├╝ber mich hinweg, und bef├Ârderte mich wie beim Wellenreiten einige Meter weiter Richtung Heck. Dabei krachte ich gegen etwas hartes. Eine auf Deck verschraubte Bank, die mir sofort klarmachte, dass sie mehr aushielt als meine Rippen. Ich schrie auf und fasste mir an die Seite, was meinen Schmerz nicht linderte. Ich warf mich auf den R├╝cken und mir gefror das Blut in den Adern als ich in die dunklen Wolkenberge blickte.

Eine riesige Welle baute sich in meinem Blickfeld auf. Immer h├Âher. Ich hielt die Luft an. Das war das Ende. Sie w├╝rde uns einfach verschlingen. Ich konnte die Wolken ├╝ber mir schon nicht mehr sehen, nur eine hochhaushohe Wasserwand die jeden Augenblick auf uns einschlagen w├╝rde.
Die See wollte uns nun entg├╝ltig den Rest geben. Ich lag da und starrte fasziniert und gleichzeitig auch voller Angst nach oben. Es sollte wenigstens kurz und schmerzlos sein.
Ich hoffte, das mir das Genick brechen oder der Sch├Ądel zerschlagen w├╝rde. Dies erschien mir am besten. Hoffentlich nicht elendig absaufen und ertrinken. Nicht qualvoll unter Wasser nach Luft schnappen und nur Wasser atmen. Pl├Âtzlich hatte ich nur noch gnadenlose Angst. Ich schrie wie ein kleines Kind, ich fing an zu heulen und schrie nach meiner Mutter. Ich merkte, wie ich mir warm in die Hose schiss. Ja genau, dachte ich mir, schei├č auf den Tod. Ja, schei├č auf den Tod. Ich f├╝hlte mich hilflos und erb├Ąrmlich.
Da lag ich, schreiend und vollgekotet, und dann war es soweit.
Sie kam. Sie st├╝rzte auf uns nieder. Rasend schnell und mit einer Kraft, wie sie nur Naturgewalten entfesseln konnten.
Ich schloss die Augen und h├Ârte mich und einige der anderen noch kurz laut kreischend aufs Ende warten. Dann nahm ich schlagartig nichts mehr wahr.

Da war wieder dieser Mann, und er rief mir etwas zu. Ich konnte ihn wieder nicht h├Âren, obwohl er direkt vor mir zu stehen schien.
Dann wurde ich wasserspuckend wach, blickte in ein glei├čend helles Licht, und rang um
Luft. Ich schlug mir geblendet die H├Ąnde vor die Augen, und tats├Ąchlich, ich atmete. Ein tiefer Luftzug, der meine Lungen f├╝llte, mich jedoch sofort wieder husten lie├č.
Es dauerte einige Zeit, bis ich verstand, dass ich gerettet war. Ich befand mich mit drei Besatzungsmitgliedern in einem Rettungsboot und die Sonne strahlte hell vom blauen Himmel. Sie erz├Ąhlten mir, sie h├Ątten mich bewusstlos aus dem Wasser gefischt und wiederbelebt. Wir waren die einzigen, die von der See freigegeben wurden.
Wir und dieses kleine Rettungsboot. Ich konnte es nicht glauben, es war wie ein Wunder.
Wir befanden uns in viel befahrenem Gew├Ąsser, und sp├Ątestens Morgenfr├╝h w├╝rden sie uns vermissen und mit der Suche beginnen. Wenn nicht schon eher, falls es jemand geschafft haben sollte, noch einen Notruf loszusenden bevor die H├Âlle ├╝ber uns hereinbrach. Wahrhaftig ein Wunder, wir sollten ├╝berleben.



So trieben wir einige Stunden auf See umher, bis sich pl├Âtzlich der Himmel zuzog.
Es ging so schnell wie zuvor, und mir stockte der Atem. Dunkle Wolken t├╝rmten sich zu riesigen Bergen auf. Das durfte einfach nicht war sein. Nicht schon wieder. Ich bemerkte nicht, wie ich mich immer fester am Boot festkrallte, bis mir ein Fingernagel komplett vom Nagelbett riss. Ich schrie auf, aber blickte sofort wieder von meinem, nur noch an F├Ąden h├Ąngendem, blutigen Fingernagel wieder Richtung Wolken.
Doch irgendetwas war anders. Wir bemerkten erst einige Momente sp├Ąter, dass kein Wind aufkam. Die See blieb ruhig, und kein Lufthauch bewegte sich. Es war unnat├╝rlich.
Diese bedrohlichen Wolken, und dazu diese unheimliche Stille.
Keiner von uns r├╝hrte sich, und man traute sich kaum zu atmen. Umso st├Ąrker bemerkte ich nun auch den Schmerz der in meinem Finger pochte. Ich wollte gerade noch mal nachsehen, als es geschah.
Mit einem mal brach die spiegelglatte Wasseroberfl├Ąche auf, und ein Schiff schoss Richtung Himmel. Keine einhundert Meter von uns entfernt. Als das Schiff fast komplett aus dem Wasser ragte, fiel der Bug nach vorne ├╝ber, und es schlug auf dem Wasser auf. Ich dachte, ich halluzinierte, da wir kein Trinkwasser hatten und die Sonne die ganze Zeit auf uns niedergebrannt hatte. Doch an den Gesichtern der anderen sah ich, dass ich keineswegs halluzinierte.
Das Rettungsboot wurde hin und her geschaukelt, als die Wellen die das Schiff beim Aufprall aufs Wasser losgejagt hatte, uns erreichten. Das konnte nicht sein. Wir glaubten nicht was wir sahen. Einen mit Algen, Seetang und Muscheln behangenen Dreimaster. Ein altes Segelschiff. Doch das sollte nicht genug sein. Als der Segler nun ruhig im Wasser lag, und ich genauer hinsah, erkannte ich Bewegungen an Deck. M├Ąnner.
Eine Schiffsmannschaft. Ich stand kurz vor der Ohnmacht. Es war totenstill, bis ein Ruf zu uns drang. Doch er galt nicht uns, sondern der Besatzung des alten Schiffes. Ein einzelnes Wort durchschnitt die Stille, und die Angst hatte uns wieder in ihrem festen Griff. ÔÇ×Beidrehen !!!!! ÔÇ×.
Einen Augenblick sp├Ąter hielt das Schiff auf uns zu. Unm├Âglich. Niemals. Nicht ohne Wind. Das konnte doch nicht sein. Ich wollte weg, nur noch weg. Doch wo sollte ich schon hin.
Ich starrte in Richtung des n├Ąherkommenden Bugs. Schnell n├Ąher kommend. Er durchpfl├╝gte die Wasseroberfl├Ąche in einer irren Geschwindigkeit, und machte nicht den Eindruck als w├╝rde er langsamer werden. Das Schiff hatte die H├Ąlfte der Entfernung zwischen uns bereits zur├╝ckgelegt als es nun anfing beizudrehen, und kam gerade mal etwa f├╝nfzehn Meter vor uns mit voller Breitseite zum stehen. Unsere kleine Rettungsnussschale begann stark zu schwanken, und unser Schiffskoch ging ├╝ber Bord und wurde einige Meter weggetrieben. Als das Rettungsboot langsam wieder zur Ruhe kam, und ich sah, dass unser Smutje schon begann zu uns zur├╝ckzuschwimmen, hatte ich nur noch Augen f├╝r den Dreimaster. Die ganze Besatzung stand an der Reling und starrte auf uns nieder. Keiner r├╝hrte sich, und lie├č langsam meinen Blick ├╝ber das ganze Schiff wandern. Im Hintergrund h├Ârte ich, wie sie m├╝hsam dabei waren, unseren fetten Koch wieder ins Boot zu ziehen. Dann sah ich den Namen des Dreimasters, und mir wurde sofort klar, dass ich dieses Schiff kannte. Ich hatte diesen Namen schon einmal geh├Ârt, nur viel mir nicht ein in welchem Zusammenhang.
Wir wussten nicht was wir machen sollten. Alle starrten wir auf den Segler, und da war immer noch diese unheimliche Stille. Bis ich jemanden hinter mir rufen h├Ârte. Es war unser Koch, dem nichts besseres einfiel, als zu fragen, ob wir an Bord kommen k├Ânnten.
Da h├Ątte er aber mal sch├Ân alleine r├╝berschwimmen k├Ânnen. Ich sah an den entsetzten Gesichtern der anderen, dass sie genauso wenig wie ich Lust hatten auf ein tauchendes Segelschiff zu gehen, das dazu noch aus einer ganz anderen Zeit zu sein schien. Das war doch alles total absurd. Wie in einem Horrorfilm in dem Geisterpiraten ihr Unwesen trieben. Das konnte doch nur ein schlechter Traum sein.
Pl├Âtzlich sah ich ihn, und ich hatte ein wenig Hoffnung, dass dies doch nur ein sehr realer Traum war. Der Mann aus meinen Tr├Ąumen. Da stand er, und nun sah ich nicht nur sein Gesicht. Er hatte wie alle anderen diese alte Kleidung an, die schon seit ewigen Jahrzehnten nicht mehr modern war. Dazu einen Zylinder auf dem Kopf und einen Bart, der in einem schmalen Streifen sein Kinn bis rauf zu den Haaren einrahmte.
Ich fing an zu zittern, und mir lief der Schwei├č aus allen Poren. Ich wartete wie gebannt, ob es wie in meinem immer wiederkehrenden Traum sei, und ob ich ihn diesmal h├Âren k├Ânnte. Und tats├Ąchlich. Ich sah es genau. Er sah mich an, holte tief Luft, und rief.
Und ich h├Ârte. Oh mein Gott. Ich h├Ârte ihn, und was ich h├Ârte trieb meinen Herzschlag in die H├Âhe. Ich w├╝nschte ich h├Ątte es nicht geh├Ârt. Es war ein Befehl, und der galt nicht uns, sondern seiner Mannschaft. ÔÇ×Abw├Ąrts bis letzter MannÔÇť. Er war der Kapit├Ąn dieses Schiffes.
Es kam Bewegung in die M├Ąnner an der Reling. Sie griffen hinter sich, und als sich alle wieder uns zugewandt hatten, hielten sie alle lange Wurfharpunen im Anschlag.
Wurfharpunen! Das war ein altes Walfangschiff. Der Kapit├Ąn drehte sich um und entfernte sich von der Reling. Mit einem Knall viel es mir ein. Nat├╝rlich, das Walfangschiff ÔÇ×PequodÔÇť. Und ich h├Ârte es so deutlich als w├╝rde ich neben ihm gehen. Aber das musste einfach ein Traum sein. Es war nichts anders m├Âglich. Ich h├Ârte das Klopfen ganz genau. Mit jedem zweiten Schritt den er tat. Nein, unm├Âglich.
Das Walfangschiff ÔÇ×PequodÔÇť, und Kapit├Ąn Ahab mit seinem Holzbein aus Walknochen.
Ich hatte die Geschichte als Kind ein oder zweimal gelesen. Gelesen, die Geschichte.
Eine Geschichte, nur eine Geschichte. Gleich mussten wir einfach aufwachen.
Doch die Wurfharpune, die meinen Brustkorb zerschmetterte, und mein R├╝ckrat durchbrach belehrte mich eines Besseren. Dieser Schmerz.
Das war kein Traum.







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Olgeke

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