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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Mein bitterer Erfolg
Eingestellt am 12. 10. 2009 17:48


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Alva
Hobbydichter
Registriert: Oct 2009

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Ich war dort, wo ich immer sein wollte. Harte Arbeit und viele, gro├če Opfer hatten mich endlich an die Spitze gebracht. Ich betrachtete stolz meinen auf Hochglanz polierten Schreibtisch. Kein einziges Staubkorn lag auf der glatten, braunen Oberfl├Ąche. Beinahe ehrf├╝rchtig strich ich ├╝ber die Platte, doch zog meine Finger schnell wieder zur├╝ck. Die abgekauten N├Ągel brachten das makellose Bild zum Schwanken. Ich wollte lieber hier sitzen und meinen Erfolg in seiner Perfektion genie├čen k├Ânnen.
Mit im Scho├č verschr├Ąnkten H├Ąnden blickte ich mich in meinem B├╝ro um. Hohe Regale standen an der gegen├╝berliegenden Wand. Sie waren aus demselben Holz wie mein Schreibtisch gemacht. Ihre Farbe bildete einen h├╝bschen Kontrast zu dem hellen Teppichboden. Wer auch immer diesen Raum eingerichtet hatte, war darauf bedacht gewesen, die Farben harmonisch aufeinander abzustimmen.
Durch die gro├čen Fenster rechts von mir fiel das helle Sonnenlicht. Es erw├Ąrmte die schwarzen Ledersessel und ber├╝hrte meinen rechten Arm. Ein Fr├Âsteln lief ├╝ber meinen R├╝cken, als die Erinnerungen mich wieder einholten.

Es war ein hei├čer Sommertag. Laute Stimmen drangen aus dem kleinen Holzhaus meiner Eltern. Ich packte meine Sachen zusammen und erhob mich aus dem wei├čen Plastikstuhl.
ÔÇ×Sie hat so lange f├╝r diese Chance gearbeitet, J├╝rgen. Reg dich nicht so auf.ÔÇť
ÔÇ×Ich wei├č, dass sie viel gearbeitet hat. Das musst du mir nicht immer und immer wieder sagen!ÔÇť
ÔÇ×Warum kannst du nicht verstehen, dass es ihr wichtig ist?ÔÇť
ÔÇ×Ich verstehe, dass es ihr wichtig ist. Aber diese verfluchte Arbeit ist ihr wichtiger als alles andere! Es ist schlie├člich dein Geburtstag!ÔÇť
ÔÇ×Du wei├čt, dass ich es nicht so schlimm finde. J├╝rgen! Bleib bitte hier. Du machst es nur schlimmer.ÔÇť
Ich war schon ein paar Schritte zu meinem Auto gegangen, als das Fliegengitter der Haust├╝r mit einem Krachen gegen die Holzwand prallte.
ÔÇ×Wenn du jetzt gehst, dann brauchst du nicht wiederkommen, Anna!ÔÇť, schrie mein Vater hinter mir her. Ich ging stur weiter und drehte mich nicht um. Das Blut pochte in meiner Schl├Ąfe. Er hatte mich nie verstanden. Er w├╝rde mich nie verstehen.
Mit vor Zorn zitternden Fingern kramte ich in meiner Handtasche nach dem Autoschl├╝ssel.
ÔÇ×Hast du mich geh├Ârt?ÔÇť, dr├Âhnte seine Stimme abermals.
Endlich hielt ich den Schl├╝ssel in meiner Hand und stocherte blind im Schloss. Es dauerte eine Weile, doch schlie├člich entsicherte sich der Mechanismus. Meine Tasche landete mit einem dumpfen Klatschen auf dem Beifahrersitz. Ich zog die T├╝r mit aller Kraft zu und raste von der Auffahrt. Wilde Schimpftiraden h├╝pften in meinen Gedanken auf und ab. Es waren die Worte, die ich meinem Vater schon immer an den Kopf werfen wollte, mich aber nie getraut hatte, sie auszusprechen.
Als ich am Abend nach Hause gekommen war, hatten mich auf dem Anrufbeantworter zw├Âlf neue Nachrichten erwartet - Nachrichten meiner Mutter. Mein Vater lag im Kranken-haus. Ein Herzinfarkt.

Der kleine Bl├Ątterstapel vor mir holte mich wieder in die Gegenwart zur├╝ck. Er lag auf dem lackierten Holz und leuchtete im Sonnenlicht. Ich nahm einen Kugelschreiber in die Hand und setzte meine Unterschrift auf den obersten Zettel. Eine einsame Tr├Ąne glitt meine Wange entlang. Seufzend griff ich nach meiner Tasche und verlie├č das Zimmer.
Die K├╝ndigung lie├č ich wie abgemacht auf dem Schreibtisch zur├╝ck.

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Wipfel
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Servus,

... nachfolgend weitesgehend dein Text, nur die Luft heraus gestrichen:

quote:

Stolz betrachtete ich meinen Schreibtisch. Kein einziges Staubkorn lag auf der glatten Oberfl├Ąche. Beinahe ehrf├╝rchtig strich ich ├╝ber die Platte.

Mit im Scho├č verschr├Ąnkten H├Ąnden blickte ich mich in meinem B├╝ro um. Hohe Regale standen an der gegen├╝berliegenden Wand. Davor ein heller Teppichboden. Wer auch immer diesen Raum eingerichtet hatte, war darauf bedacht gewesen, die Farben harmonisch aufeinander abzustimmen.
Durch die gro├čen Fenster fiel helles Sonnenlicht. Ein Fr├Âsteln lief ├╝ber meinen R├╝cken, als die Erinnerungen mich wieder einholten.

Es war ein hei├čer Sommertag. Laute Stimmen drangen aus dem kleinen Holzhaus meiner Eltern. Ich packte meine Sachen zusammen.
ÔÇ×Sie hat so lange f├╝r diese Chance gearbeitet, J├╝rgen. Reg dich nicht so auf.ÔÇť
ÔÇ×Ich wei├č, das musst du mir nicht sagen!ÔÇť
ÔÇ×Warum kannst du nicht verstehen, dass es ihr wichtig ist?ÔÇť
ÔÇ×Es ist schlie├člich dein Geburtstag!ÔÇť
ÔÇ×Du wei├čt, dass ich es nicht so schlimm finde. J├╝rgen! Bleib bitte hier. Du machst es nur schlimmer.ÔÇť

Ich war schon ein paar Schritte zu meinem Auto gegangen, als das Fliegengitter der Haust├╝r mit einem Krachen gegen die Holzwand prallte.
ÔÇ×Wenn du jetzt gehst, dann brauchst du nicht wiederkommen, Anna!ÔÇť, schrie mein Vater hinter mir her. Ich ging stur weiter und drehte mich nicht um. Das Blut pochte in meiner Schl├Ąfe. Er hatte mich nie verstanden und w├╝rde mich nie verstehen.
Mit vor Zorn zitternden Fingern kramte ich in meiner Handtasche nach dem Autoschl├╝ssel.
ÔÇ×Hast du mich geh├Ârt?ÔÇť, dr├Âhnte seine Stimme abermals.

Meine Tasche landete mit einem dumpfen Klatschen auf dem Beifahrersitz. Ich zog die T├╝r mit aller Kraft zu und raste davon. Wilde Schimpftiraden sprangen in meinen Gedanken auf und ab. Es waren Worte, die ich meinem Vater schon immer an den Kopf werfen wollte.
Als ich am Abend nach Hause kam, erwarteten mich auf dem Anrufbeantworter zw├Âlf neue Nachrichten erwartet - Nachrichten meiner Mutter. Mein Vater lag im Krankenhaus. Herzinfarkt.

Der kleine Bl├Ątterstapel vor mir holte mich wieder in die Gegenwart zur├╝ck. Er lag auf dem lackierten Holz und leuchtete im Sonnenlicht. Ich nahm einen Kugelschreiber in die Hand und setzte meine Unterschrift auf den obersten Zettel. Eine einsame Tr├Ąne glitt meine Wange entlang. Seufzend griff ich nach meiner Tasche und verlie├č das Zimmer.
Die K├╝ndigung lie├č ich wie abgemacht auf dem Schreibtisch zur├╝ck.

Gr├╝├če von wipfel

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Gernot Jennerwein
H├Ąufig gelesener Autor
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hallo liebe @Alva und herzlich willkommen.

Ich finde die Idee gut. Das M├Ądchen merkt erst dann, wie gerne sie den Vater hat, als er einen Herzanfall hat. Ich bin mir jetzt aber nicht mal sicher, ob ich das auch richtig verstanden habe. Dein Text irritiert sehr.
Die Dialoge sind sehr unschl├╝ssig, man wei├č erst gar nicht, wer spricht und wer ├╝berhaupt Geburtstag hat.
Der Zeitsprung ist trotz Absatz schlecht erkennbar.


Du solltest den Text nochmals ├╝berarbeiten, strukturieren und dort Erkl├Ąrungen einf├╝gen, wo sie von N├Âten sind, ich hab mich jedenfalls beim lesen deines Textes ziemlich aufgeschmissen gef├╝hlt.

ein tip:

quote:
Ich betrachtete stolz meinen auf Hochglanz polierten Schreibtisch. Kein einziges Staubkorn lag auf der glatten, braunen Oberfl├Ąche. Beinahe ehrf├╝rchtig strich ich ├╝ber die Platte, doch zog meine Finger schnell wieder zur├╝ck. Die abgekauten N├Ągel brachten das makellose Bild zum Schwanken. Ich wollte lieber hier sitzen und meinen Erfolg in seiner Perfektion genie├čen k├Ânnen.
Mit im Scho├č verschr├Ąnkten H├Ąnden blickte ich mich in meinem B├╝ro um. Hohe Regale standen an der gegen├╝berliegenden Wand. Sie waren aus demselben Holz wie mein Schreibtisch gemacht. Ihre Farbe bildete einen h├╝bschen Kontrast zu dem hellen Teppichboden. Wer auch immer diesen Raum eingerichtet hatte, war darauf bedacht gewesen, die Farben harmonisch aufeinander abzustimmen

in einer Kurzgeschichte haben solche "Landschaftsbeschreibungen", auch wenn du sie gut gemacht hast, absolut nichts verloren. Da ├Ąrgert sich dein Leser.

liebe gr├╝├če
gernot



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