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Leselupe.de > Kindergeschichten
Mini-Geschichten von Maja und Ben / Ab 3 J.
Eingestellt am 17. 01. 2017 13:40


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molly
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Mini-Geschichten von Maja und Ben/ Ab 3 J.

Vollmond

Der Vollmond schien in Majas Zimmer. Sie konnte nicht einschlafen und dachte an ihren Freund Ben. Am Abend hatte er zu Maja gesagt, sie sei eine Hexe. Maja hĂ€tte nichts dagegen einmal eine Hexe zu sein. Sie besĂ€ĂŸe einen Hexenbesen und könnte damit zum Mond sausen. Von dort wĂŒrde sie auf Ben hinunter spucken, das geschah ihm wirklich recht. Die Mutter setzte sich zu Maja aufs Bett und Maja erzĂ€hlte ihr, dass sie am liebsten fĂŒr eine Weile auf dem Mond leben möchte. Die Mutter schĂŒttelte den Kopf. Sie sagte: „Auf dem Mond will ich nicht leben, da gibt es keine Pflanzen, keine Tiere, keinen Wind und auch kein Wasser!“
Nun mochte Maja auch nicht mehr zum Mond reisen. Sie sagte: „Ich schicke Ben dorthin!“ Die Mutter lĂ€chelte und fragte: „Und wer wird mit dir morgen in den Kindergarten gehen? Mit dir Dreirad fahren und spielen?“ Maja lachte laut und meinte: „Ben natĂŒrlich, er macht doch nie, was ich ihm sage!“ Nun wĂŒnschte die Mutter Maja eine gute Nacht. Maja winkte dem Mond zu, drehte sich auf die Seite und zog sich die Decke bis zum Kinn. Als die Mutter das Licht löschte, war Maja schon eingeschlafen.

Bens Dreirad

Bens Dreirad war sehr alt und glĂ€nzte nicht mehr. Sein großer Bruder Jens hatte es schon benutzt. Seine Freundin Maja hatte zum Geburtstag ein neues Dreirad bekommen. Doch als Ben damit fahren wollte, schrie Maja nach ihrer Mutter. Ben versteckte sich im Garten und als Majas Mutter in den Hof trat, lief er schnell nach Hause.
Eines Tages begleitet Ben seine Mutter in den WĂ€schekeller. WĂ€hrend sie die großen Bettlaken auf hing, schlich Ben in den Kellerraum, wo die FahrrĂ€der, DreirĂ€der und Kinderwagen standen. Majas Dreirad stand vorne. Zuerst streichelte Ben den glĂ€nzenden Lenker, dann schaute er sich noch einmal um. Die Mutter hatte den WĂ€schekeller wieder verlassen, niemand war zu sehen. Er setzte sich auf Majas Dreirad, fuhr zum WĂ€schekeller und radelte zwischen den Bettlaken hin und her. Auf einmal hörte er einen Schrei, den er gut kannte: Maja jammerte: „Mein Dreirad ist weg, mein schönes Dreirad!“ Leise stieg Ben von Majas Dreirad und schob es zum Eingang des WĂ€schekellers. Dann versteckte er sich hinter den großen Bettlaken, nur seine Schuhe waren noch zu sehen. Bald entdeckte Maja ihr Dreirad. Sie rief: „Mama, mein Radel steht im WĂ€schekeller und Ben hat seine Schuhe hier vergessen, ich sehe sie hinter den Bettlaken.“ Zum GlĂŒck verließ Maja mit ihrer Mutter und dem Dreirad den Keller. Sie hatte keine Zeit mehr, sich um Bens Schuhe zu kĂŒmmern und fuhr im Hof mit ihrem Dreirad. Nach einer Weile wagte sich Ben aus seinem Versteck. Er holte sein Dreirad, fuhr einmal ohne Herzklopfen durch den WĂ€schekeller. Dann folgte er Maja in den Hof. Sein Dreirad war alt und glĂ€nzte nicht mehr, aber es fuhr so gut wie Majas neues Dreirad.

Maja‘s Schnulli
Majas Schnulli war ganz abgelutscht, an einer Stelle hatte er sogar ein Loch Die Mutter erinnerte Maja daran, dass sie Dreiradfahren, in den Kindergarten gehen und die Schuhe allein zubinden konnte. „Vielleicht brauchst du den Schnulli gar nicht mehr, wirf ihn den MĂŒll“, schlug die Mutter vor.
Maja hob entsetzt die Arme und rief: „Niemals soll mein lieber Schnulli zwischen all dem Abfall liegen.“ Die Mutter nickte: "Ja, das verstehe ich, du könntest ihn auch im Bach schwimmen lassen.“ Das fand Maja auch nicht gut. „ Da verschlucken ihn die Enten und Fische und dann muss er in einem dunklen Bauch sein. Ich möchte ihn am liebsten in den Himmel steigen lassen.“ Am nĂ€chsten Tag brachte der Vater einen großen roten Luftballon mit. Zusammen gingen sie auf den Balkon und Maja band mit Hilfe ihrer Mutter den Schnulli an die Luftballonschnur. Kurz hielt sie ihn noch fest. Dann lies sie die Leine los und der Luftballon schwebte davon. Der Schnulli wackelte ein wenig, gerade so, als wollte er Maja zuwinken. Der Luftballon wurde immer kleiner, bald war er nur noch ein ferner roter Punkt. Kurz bevor er in einer Wolke verschwand, rief Maja: „TschĂŒss, lieber Schnulli.“
Als Maja am Abend im Bett lag, ĂŒberlegte sie, was ihr Schnulli auf seiner Luftballonreise wohl alles erlebte. Vielleicht lag er jetzt auf einer Wolke und schlief.

Ben‘s Geburtstag

Zum Geburtstag bekam Ben eine kleine graue PlĂŒschkatze mit weißen Pfötchen. Er hatte sich zwar ein richtig lebendiges Tier gewĂŒnscht, aber seine Eltern meinten, die Wohnung sei zu klein fĂŒr ein Haustier. Am Abend nahm Ben seine Katze mit ins Bett. Gerade, als er eingeschlafen war, schnurrte die Katze ihm ins Ohr: „Komm mit, aber schnell, wir sind schon spĂ€t dran“, und schon sprang sie zur Fensterbank. Ben folgte ihr und sie befahl ihm, sich auf ihren RĂŒcken zu setzen. Kaum hatte er Platz genommen, brauste sie los. Ben klammerte sich an ihrem Hals fest. Sie sauste mit ihm durch enge Gassen, ĂŒber eine hellgrĂŒne Wiese und seine Haare flatterten lustig im Wind. Auf dem nahen Dozberg hielt sie an. Sie flĂŒsterte: „Zu spĂ€t, die Versammlung hat schon begonnen, jetzt dĂŒrfen wir nicht stören. Sie duckte sich auf den Boden und Ben legte sich neben sie. Unten im Tal saßen viele Katzen im Kreis zusammen. Jede streckte ihren Schwanz in die Höhe. „Was machen denn die vielen Katzen hier“? fragte Ben. Aber seine Katze miaute nur: „Katzenversammlung! Pst.“ Eine Weile lauschten sie noch dem Schnurren und gelegentlichen Fauchen. Dann drĂ€ngte die Katze zum Aufbruch. Ben stieg auf ihren RĂŒcken und schon bald war er wieder Zuhause. Die Katze versprach, Ben in der nĂ€chsten Nacht pĂŒnktlich zur Versammlung mitzunehmen. Zum ersten Mal freute sich Ben ĂŒber seine Katze, mit ihr wĂŒrde er noch viele Abenteuer erleben. Die Katze rollte sich zusammen, gĂ€hnte laut und schlief weiter.
Gerade, als er sich bei seiner Katze bedanken wollte, weckte ihn die Mutter.
„Ben, aufstehen. Ach, du hast ja deine Katze im Arm. GefĂ€llt sie dir doch?“ „Oh ja, Mama“, sagte Ben, mit ihr werde ich jede Nacht tolle Abenteuer erleben.“

Im Zoo

Maja hatte mit ihrer Kindergartengruppe im Zoo viele Tiere gesehen. Am Abend erzĂ€hlte sie der Mutter, dass sie die Hasen gestreichelt und die Ziegen gefĂŒttert hatte. Am liebsten hĂ€tte Maja die ganze Zeit bei den Streicheltieren verbracht, aber sie besuchten auch die Elefanten, die wie Berge in ihrer UmzĂ€unung standen. Am lustigsten fand Maja die Affen. Die hatten fangen und verstecken gespielt und waren von Baum zu Baum gesprungen.
Den Tiger jedoch mochte Maja nicht. Der war unruhig in seinem Gehege hin und her gelaufen und hatte einmal laut gefaucht. „Mama“, sagte Maja, „der Tiger hat riesige Tatzen.“
„Der Tiger ist ja auch eine riesige Katze!“ sagte die Mutter
"Bleibt der Tiger wirklich im Zoo eingeschlossen oder besucht er mich heute Nacht im Zimmer?“
Die Mutter schĂŒttelte den Kopf und sagte. „Der kommt bestimmt nicht, er bleibt auf seinem Strohbett liegen.“
„Und wenn er sich aus seinem KĂ€fig davon schleicht? Kommt er dann“? wollte Maja wissen.
„Nein, er wird nie in unser Haus kommen, er hat doch keine HĂ€nde, um die TĂŒrklinke herunter zu drĂŒcken.“
Maja nickte zufrieden. Sie knuddelte ihr Kopfkissen zu Recht und legte sich hinein.

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