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Leselupe.de > Rund um den Literaturbetrieb
Nennung von Verlagsnamen bei Negativbeispielen?
Eingestellt am 21. 06. 2004 11:02


Autor
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Nina H.
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
Kommentare: 223
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Da die Frage bei einer Diskussion aufgetaucht ist: Ist es bei Diskussionen ├╝ber Verlage, deren Vorgehensweise vom entsprechenden Diskussionteilnehmer als negativ beschrieben wird, eigentlich erlaubt, diese namentlich zu nennen bzw. auf deren Homepage zu linken? -Also ich bin lieber vorsichtig. Allgemein kann ja man ├╝ber Druckkostenzuschu├čverlage, Lektoratsangebote und dergl. ja reden (und sollte es auch unbedingt!), aber wenn es um das Anprangern von Namen geht, ist das schon eine andere Sache. Zumal ja im Zweifelsfall die M├Âglichkeit f├╝r Interessierte besteht, sich die genauen Daten per E-Mail zu besorgen.
Wie steht ihr dazu?

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Olsen
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 3
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Meinst du jetzt damit, dass ich so etwas schreibe wie:

"Der ...-Verlag hat das Manuskript nicht gelesen! Da kommen nur Leute mit Beziehungen rein. Das ist der absolute Verbrecherhaufen!"

Da h├Ątte ich schon Bedenken, den Namen zu nennen. Wenn es aber nur um Erfahrungen mit einem Verlag geht, also z.B. dieser Art:

"Der ...-Verlag hat mir auch nur eine Formabsage geschickt. Und daf├╝r haben sie 5 Monate gebraucht."

dann h├Ątte ich keine Bedenken. Denn schlie├člich war es dann ja auch so.

Also: Wenn man nur Fakten berichtet, ohne sie mit Vermutungen oder Unwahrheiten oder gar Beschimpfungen zu zieren, warum soll man dann nicht den Namen nennen?

Und wenn ein Verlag einen Druckkostenzuschuss verlangt, warum soll ich das nicht sagen d├╝rfen? Schlie├člich hab ich das ja schwarz auf wei├č!

Dies ist jetzt allerdings nur meine laienhafte und kein bisschen rechtserhebliche Meinung.

Olsen
__________________
S├Ąmtliche Schreibfehler sind beabsichtigt und Ausdruck meiner Individualit├Ąt

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Monfou Nouveau
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 2
Kommentare: 497
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Hallo Nina H., hallo Olsen,

ich w├╝rde sogar noch einen Schritt weitergehen: Als engagierte Schreiberin und als aufgekl├Ąrte B├╝rgerin ist es sogar gleichsam deine Pflicht, Verlage, mit denen du negative Erfahrungen gemacht hast, beim Namen zu nennen. Warum sollte es da rechtliche Bedenken geben? In einer Demokratie und einer freien Wirtschaft ist nichts selbstverst├Ąndlicher, als dass man Erfahrungen ÔÇô seien sie positiv oder negativ ÔÇô weitergibt.

Solange das, was man mitteilt, der Wahrheit entspricht, ist das rechtlich v├Âllig in Ordnung.

Der Verlag X hat 1500 Euro Druckkostenzuschuss verlangt.
Der Verlag G. hat erst nach einem Jahr auf mein Manuskript geantwortet.
Der Verlag Z hat f├╝r ein Lektorat als Voraussetzung einer Inverlagnahme 2000 Euro verlangt.

Warum nicht? Es w├Ąre sogar raffiniert, mal eine Negativliste zu erstellen und sie zu publizieren, um Autoren vor schwarzen Verlagsschafen zu warnen.

Eine blo├če Ablehnung eines Manuskripts durch einen Verlag ist allerdings nichts Negatives, sondern etwas ganz Nat├╝rliches. Auch weigern sich verst├Ąndlicherweise Verlage, schwere Romane ohne R├╝ckporto an den Autor zur├╝ckzusenden. Da muss man sich nicht wundern, falls keine Antwort kommt. Schon 100 formgerecht zur├╝ckgesandte Manuskriptpacken machen im Jahr mit Verpackung und Porto gewiss 1000 Euro aus.

Beste Gr├╝├če

Monfou

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Nina H.
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
Kommentare: 223
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Danke f├╝r eure Meinungen - habe sie leider erst jetzt gesehen. Ich mu├č sagen, ich w├Ąre auch froh, wenn mich jemand anderer warnt. Ich w├╝rde auch nicht beschimpfen, unterstellen etc., sondern eher sachlich berichten, wenn mir was unterkommt. So eine "Liste" f├Ąnde ich eine gute Idee. Am besten gleich eine, wo allgemein alle Erfahrungen (ganz besonders gute, aber eben auch schlechte) festgeschrieben werden. (Wer will, kann mir ja mailen, dann sammle ich das.)
Ich stimme da voll zu: Eine Ablehnung allein ist kein Grund. Aber auch die Art, wie eine Ablehnung geschieht, sagt viel ├╝ber den Verlag aus. So habe ich es beispielsweise sehr gesch├Ątzt, da├č bei der SF-Zeitschrift NOVA meine Geschichte zwar abgelehnt wurde, aber die mit vielen konkreten Verbesserungsvorschl├Ągen zur├╝ck kam! Das ist mehr, als man verlangen kann. Klar, auch die R├╝cksendung von einem dicken Manskript kann man nicht verlangen. Aber wenn man die Mailadresse mit angibt, d├╝rfte sich doch ein kurzes Standardmail ausgehen. Das ist auf jeden Fall f├╝r die eigene Arbeitsplanung wichtig.

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