Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
61 Gäste und 3 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Oktober
Eingestellt am 31. 10. 2010 21:41


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Flo und Flora
Hobbydichter
Registriert: Oct 2010

Werke: 2
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Flo und Flora eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Flo & Flora

Oktober

Flo ist empört. Seit Stunden pfeift ein Sturm ĂŒber die Waldwiese und weht das bunte Laub von den BĂ€umen. Jetzt regnet es auch noch in Strömen. Flo will noch vor dem Mittagessen am Waldrand nach seinen riesigen KĂŒrbissen schauen. Bald kann er sie ernten. Als Flo sich mit seinen Gummistiefeln auf den Weg macht, wird seine Laune wieder besser. Flo liebt es nĂ€mlich, durch das Laub zu laufen. Das raschelt so schön, wenn er mit seinen FĂŒĂŸen durch die BlĂ€tterhaufen schlurft. Und da passiert es! Flo passt kurz nicht auf, rutscht auf den nassen BlĂ€ttern aus und stĂŒrzt mit der Nase voraus in einen großen Laubhaufen. Genau in dem Augenblick, als er wieder aufstehen will, fĂ€llt ihm ein stacheliger Ball auf den Kopf.

„Aua, wie gemein!“, brĂŒllt Flo wĂŒtend und reibt sich den schmerzenden Kopf. „Wer hat denn da NĂ€gel in den Ball gesteckt und mir auf den Kopf geworfen? Wahrscheinlich wollen mich die frechen Eichhörnchen Ă€rgern. Wenn ich die erwische! Die können was erleben!“

Flo bricht wutentbrannt zu Flora auf, um ihr die Geschichte zu erzĂ€hlen. Den Stachelball nimmt er vorsichtshalber als BeweisstĂŒck mit. Sonst glaubt sie ihm am Ende die Geschichte nicht.

„Armer Flo!“, sagt Flora, nachdem er ihr von seinem Sturz und dem unfreiwilligen Kopfball berichtet hat. Flo zeigt Flora den Ball.

„Schau Flora“, sagt Flo, „den Ball mit den NĂ€geln habe ich mitgebracht. Das waren bestimmt die unverschĂ€mten Eichhörnchen von der Nachbarwiese.“

„Aber Flo“, sagt Flora lachend, „das ist doch eine Kastanie. Kastanien wachsen auf BĂ€umen und fallen im Herbst wie die bunten BlĂ€tter von den BĂ€umen. Das waren bestimmt nicht die Eichhörnchen. Die hĂ€tten auch laut gelacht, wenn sie dich wirklich hĂ€tten Ă€rgern wollen. Hast du noch nie eine Kastanie gesehen?“

„Nein, habe ich nicht“, antwortet Flo etwas verlegen.

„Erinnerst du dich nicht mehr an die gerösteten braunen BĂ€llchen, die ich dir letzte Woche zum Probieren gebracht habe? Die haben dir doch so gut geschmeckt. Das waren Kastanien!“, erwidert Flora.

„Aber die hatten doch keine Stacheln, oder?“, fragt Flo verwundert.

„Nein, natĂŒrlich nicht! Die Kastanien sind in dieser stacheligen Schale. Wenn du die Schale aufbrichst, kannst du die Kastanie sehen. Hol doch mal aus deinem Werkzeugschuppen Hammer und Meißel und klopf damit die Schale auf“, schlĂ€gt Flora vor.

Das lĂ€sst sich Flo nicht zweimal sagen und saust sofort los, um seinen Werkzeugkasten zu holen. Als er wieder zurĂŒck bei seiner Freundin ist, klopft er vorsichtig die stachelige Schale auf, die in zwei HĂ€lften auseinander bricht. Und tatsĂ€chlich! In der Mitte liegt eine dunkelbraun glĂ€nzende Kastanie.

„Ist die schön!“, ruft Flo. „Schau nur Flora, wie die Kastanie glĂ€nzt. Die OberflĂ€che ist auch ganz glatt. Was wollen wir mit der Kastanie machen? Zum Essen finde ich sie zu hĂŒbsch.“

„Wie wĂ€re es“, sagt Flora, „wenn wir noch ein paar Kastanien und Stöckchen am Waldrand sammeln und damit lustige Figuren basteln, zum Beispiel kleine Igel?“

„Das ist zwar eine tolle Idee“, sagt Flo, „aber leider ist mir das zu gefĂ€hrlich. Stell dir mal vor, mir fĂ€llt noch einmal so ein Stachelball auf den Kopf.“

„Ich glaube, da kann ich dir helfen“, lacht Flora und holt schnell ein NĂ€hkĂ€stchen aus ihrer Bastelecke. Sie sticht mit einer Nadel links und rechts in eine HĂ€lfte der Kastanienschale. Dann zieht sie eine Schnur durch die beiden Löcher. Zum Schluss verknotet sie die beiden Enden der Schnur.

„Schon ist dein Schutzhelm fertigt!“, sagt Flora und setzt Flo die Kastanienschale auf den Kopf. „Jetzt kann dir nichts mehr passieren.“

Erst ist Flo ein bisschen verdutzt, aber als er sich im Spiegel betrachtet, gefĂ€llt ihm sein neuer Kopfschutz großartig. „Vielen Dank, Flora! Jetzt musst du dir auch noch einen Helm basteln und dann nichts wie los zum Waldrand!“, ruft Flo fröhlich. „Und ich hatte schon Angst, ich könnte wegen der gefĂ€hrlichen Kastanien in den nĂ€chsten Tagen nicht mehr nach meinen KĂŒrbissen sehen. Flora, du bist brillant.“

Flink fertigt Flora aus der anderen HĂ€lfte der Kastanienschale einen Helm fĂŒr sich. Dann machen sich die beiden vergnĂŒgt auf den Weg zum Waldrand. Schon bald haben sie so viele Kastanien und Stöckchen gefunden, dass jeder eine Igelgroßfamilie basteln kann. Und seinen neuen Schutzhelmhelm hĂ€ngt Flo am Abend stolz in seiner Werkstatt neben seinem Werkzeug auf.
__________________
Flo & Flora
http://www.facebook.com/pages/Flo-Flora/137548906295936
floflora@gmx.de

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Lakritze
AutorenanwÀrter
Registriert: Oct 2010

Werke: 5
Kommentare: 39
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Lakritze eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Flo & Flora, und willkommen auf der Leselupe!

Die Geschichte ist flott und mit Sorgfalt geschrieben; ich nehme an, sie soll noch illustriert werden? Mit Bildern stelle ich mir das recht schön vor. Die Idee, aus den bedrohlichen KastanienhĂŒllen Schutzhelme zu basteln, finde ich entzĂŒckend.
Da es eine Kindergeschichte ist, war ich besonders kritisch. Texte fĂŒr Kinder sollten, so denke ich, möglichst klar und knapp sein; entsprechend mache ich einige Streich-VorschlĂ€ge (ich könnte noch mehr --!).
Was fĂŒr mich nicht funktioniert, sind ein paar Dinge auf der Sachebene: Es werden anscheinend Roßkastanien beschrieben, die allerdings nicht eßbar sind; die Beschreibungen (NĂ€gel, aufmeißeln ...) fĂŒhlen sich noch nicht richtig an, die GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnisse sind nicht stringent. Das braucht noch etwas Arbeit.

Was vielleicht eher meine persönliche Neigung ist: Ich mag es nicht, wenn wörtliche Rede noch mit einer Zusatzinformation garniert wird, das ĂŒberfrachtet m.E. den Text; ich habe entsprechende Änderungen vorgeschlagen.

Das wÀre mein Senf zu der Sache. :)
Viel Spaß noch beim Schreiben!
Lakritze



Oktober

Flo ist empört [schlecht gelaunt?]. Seit Stunden pfeift ein Sturm ĂŒber die Waldwiese und weht das bunte Laub von den BĂ€umen. Jetzt regnet es auch noch in Strömen. Flo will noch vor dem Mittagessen am Waldrand nach seinen riesigen KĂŒrbissen schauen. Bald kann er sie ernten. Als Flo er sich in mit seinen Gummistiefeln auf den Weg macht, wird seine Laune wieder besser. Flo liebt es nĂ€mlich, durch das Laub zu laufen. Das raschelt so schön, wenn er mit seinen FĂŒĂŸen durch die BlĂ€tterhaufen schlurft. Und da passiert es! Flo passt kurz nicht auf, rutscht auf den nassen BlĂ€ttern aus und stĂŒrzt mit der Nase voraus in einen großen Laubhaufen. Genau in dem Augenblick, als Als er wieder aufstehen will, fĂ€llt ihm ein stacheliger Ball auf den Kopf.

„Aua, wie gemein!“, brĂŒllt Flo wĂŒtend und reibt sich den schmerzenden Kopf. „Wer hat denn da NĂ€gel in den Ball gesteckt und mir auf den Kopf geworfen? Wahrscheinlich wollen mich die frechen Eichhörnchen Ă€rgern. Wenn ich die erwische! Die können was erleben!“

Flo bricht wutentbrannt zu Flora auf, um ihr die Geschichte zu erzĂ€hlen. Den Stachelball nimmt er vorsichtshalber als BeweisstĂŒck mit. Sonst glaubt sie ihm am Ende die Geschichte nicht.

„Armer Flo!“, sagt Flora, nachdem er ihr von seinem Sturz und dem unfreiwilligen Kopfball berichtet hat. Flo zeigt Flora den Ball.

„Schau, Flora“, sagt Flo, „den Ball mit den NĂ€geln habe ich mitgebracht. Das waren bestimmt die unverschĂ€mten Eichhörnchen von der Nachbarwiese.“

„Aber Flo“, sagt Flora lachend, „das ist doch eine Kastanie. Kastanien wachsen auf BĂ€umen und fallen im Herbst wie die bunten BlĂ€tter von den BĂ€umen. Das waren bestimmt nicht die Eichhörnchen. Die hĂ€tten auch laut gelacht, wenn sie dich wirklich hĂ€tten Ă€rgern wollen. Hast du noch nie eine Kastanie gesehen?“

„Nein, habe ich nicht“, antwortet Flo etwas verlegen.

„Erinnerst du dich nicht mehr an die gerösteten braunen BĂ€llchen, die ich dir letzte Woche zum Probieren gebracht habe? Die haben dir doch so gut geschmeckt. Das waren Kastanien!“, erwidert Flora. [Aber sicher Eßkastanien -- nicht daß die Kinder noch was Falsches lernen. :) Und bei Eßkastanien passen die "NĂ€gel" nicht mehr; die Schalen sind eher struppig ...]

„Aber die hatten doch keine Stacheln, oder?“, fragt Flo verwundert.

„Nein, natĂŒrlich nicht! Die Kastanien sind stecken in dieser stacheligen Schale. Wenn du die Schale aufbrichst, kannst du die Kastanie sehen. Hol doch mal aus deinem Werkzeugschuppen Hammer und Meißel und klopf damit die Schale auf“, schlĂ€gt Flora vor. [Die Vorstellung funktioniert nur, wenn die Kastanie seeeehr groß ist oder das Werkzeug sehr zierlich. Kastanienschale ist unter den Stacheln mĂŒrbe, da wĂ€re gar kein Widerstand fĂŒr den Meißel.]

Das lĂ€sst sich Flo nicht zweimal sagen und saust sofort los, um seinen Werkzeugkasten zu holen. Als er wieder zurĂŒck bei seiner Freundin ist, klopft er vorsichtig die stachelige Schale auf, die in zwei HĂ€lften auseinanderbricht. Und tatsĂ€chlich! In der Mitte liegt eine dunkelbraun glĂ€nzende Kastanie.

„Ist die schön!“, ruft Flo. „Schau nur Flora, wie die Kastanie glĂ€nzt. Die OberflĂ€che ist auch ganz glatt. Was wollen wir mit ihr der Kastanie machen? Zum Essen finde ich sie zu hĂŒbsch.“ [Schmeckt auch nicht ...]

„Wie wĂ€re es“, sagt Flora, „wenn wir noch ein paar Kastanien und Stöckchen am Waldrand sammeln und damit lustige Figuren basteln, zum Beispiel kleine Igel?“

„Das ist zwar eine tolle Idee“, sagt Flo, „aber leider ist mir das zu gefĂ€hrlich. Stell dir mal vor, mir fĂ€llt noch einmal so ein Stachelball auf den Kopf.“

„Ich glaube, da kann ich dir helfen.“ lacht Flora und holt schnell ein NĂ€hkĂ€stchen aus ihrer Bastelecke. Sie sticht mit einer Nadel links und rechts in eine HĂ€lfte der Kastanienschale. Dann zieht sie eine Schnur durch die beiden Löcher. Zum Schluss verknotet sie die beiden Enden der Schnur.

„Schon ist dein Schutzhelm fertig!“, sagt Flora und setzt Flo die Kastanienschale auf den Kopf. „Jetzt kann dir nichts mehr passieren.“ [Aha. Keine Kinder also -- jetzt wird einiges klarer. Dann sind aber die GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnisse noch weniger klar: Schale -> Schutzhelm, Kastanie -> kleiner Igel?]

Erst ist Flo ein bisschen verdutzt, aber als er Als Flo sich im Spiegel betrachtet, gefĂ€llt ihm sein neuer Kopfschutz großartig. „Vielen Dank, Flora! Jetzt musst du dir auch noch einen Helm basteln, und dann nichts wie los zum Waldrand!“, ruft Flo fröhlich. Flo hĂŒpft vor Freude. (o.s.Ă€.) „Und ich hatte schon Angst, ich könnte wegen der gefĂ€hrlichen Kastanien in den nĂ€chsten Tagen nicht mehr nach meinen KĂŒrbissen sehen. Flora, du bist brillant [eigenartiges Register -- vielleicht lieber "großartig"?].“

Flink fertigt Flora aus der anderen HĂ€lfte der Kastanienschale einen Helm fĂŒr sich. Dann machen sich die beiden vergnĂŒgt auf den Weg zum Waldrand. Schon bald haben sie so viele Kastanien und Stöckchen gefunden, dass jeder eine Igelgroßfamilie basteln kann. Und seinen neuen Schutzhelm hĂ€ngt Flo am Abend stolz in seiner Werkstatt neben seinem dem Werkzeug auf.
__________________
»Die einzig normalen Menschen sind die, die man nicht besonders gut kennt.«

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!