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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Philosophische Fetzen
Eingestellt am 31. 12. 2017 15:16


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Patrick Schuler
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Zur Sprache Heideggers

Das Sein ist kein Prädikat; das den Tatsachen zukommt, sondern
die Tatsache selbst.

"Sein" und "Welt" sind dasselbe.

Es lässt sich die "Welt" nur durch ihr Werden unterteilen,
wiederum lässt sich erinnernd die Erfahrung auf ein Prinzip
zurückführen. (Ich, Subjekt)

Versprachlicht beginnt hier der Cartesianismus.

Ich weiß p oder ich bin p
Sätze deren Struktur die Trennung von "Ich" und Ich-bezogener
Welt zugrundeliegend ist.

Dagegen sagt Heidegger; "Ich" und "Welt" sind nicht getrennt.
"Ich" ist Welt, oder in-der-Welt-sein. (als Welt)
Es lässt sich grammatisch zwischen Prädikat und Subjekt unterscheiden.
Philosophisch nicht. Sie sind eins.

Das Wesen der "Welt" offenbart sich.
Es kommt ihr nichts "neues" zu.
(die Dinge entsprechen sich selbst)

Die Sprache Heideggers ist Ausdruck
dem Sprach-missverständnis Descartes aus dem Weg zu gehen.






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Patrick Schuler
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Das Glück zu-etwas-hin

Als geist&staub noch ungeschieden -
war blindes pochen nur; war wort
kein ort. die dinge rein und ohne namen.
das tier- noch unentbunden von der
großen mutter- tritt das kluge Ich mit
seiner stirn in den staub der glühnden
paradiese. denen er, stäubchen vom staube
lächelnd vorrausstirbt

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Patrick Schuler
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Unnatur

Und überhaupt; warum bei einer idealen Welt - die Kunst?

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Blumenberg
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Hallo Patrick,

nichts zu danken, ich habe den Text gerne gelesen, ist es doch eine Auseinandersetzung mit einem Themenkomplex, den ich durchaus interessant finde.

Deine Charakterisitik des Cartesianismus trifft, obwohl verkürzt, in meinen Augen doch den Kern der Sache, legt sie doch den Grundstein unserer heutigen Erkenntnistheorie und prägt die Auseinandersetzung über Subjekt und Objekt bis in die Gegenwart. Die radikalste Zuspitzung dieser Position findet sich übrigens bei Fichte, der, vom Satz der Identität ausgehend, das absolute Ich zum Prinzip aller Erkenntnis macht.

Heideggers Versuch eines radikalen Neudenkens nimmt, so spannend sein Denken in der Frühphase ist, eine - in Heideggers Worten - Kehre, die ich für fragwürdig halte, stellt sie doch mit dem Terminus der Eigentlichkeit ein elitäres Erkenntnismodel in den Mittelpunkt, dass sich durch den Anspruch, das Sein der Dinge selbst auszudrücken, gegen jede Kritik zu immunisieren versucht. Auch die Rückbindung auf ein, wie ich finde glorifiziertes, Griechentum halte ich für problematisch.

Recht hat Heidegger aber sicherlich damit, dass es Erkenntnisfunktionen auch jenseits der cartesianisch-wissenschaftlichen Erkenntniskategorien gibt. Dein Verweis auf die Kunst eines von etlichen Beispielen; Metaphern wären ein anderes.

Bevor ich mich noch weiter von deinen philosophischen Fetzen entferne, wünsche ich dir ein gutes neues Jahr.

Beste Grüße

Blumenberg

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