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Leselupe.de > Kindergeschichten
Rosa Schweinchen Bobino
Eingestellt am 12. 12. 2015 14:36


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Miri
Hobbydichter
Registriert: Oct 2015

Werke: 4
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An meinem zehnten Geburtstag habe ich viele Freunde eingeladen.
Zehn Jahre!, dachte ich, ich bin ganz sch├Ân alt geworden, aber Pepe ist sogar noch zwei Jahre ├Ąlter, das k├Ânnte man dann als steinalt bezeichnen.
Ich habe jeder Mege Geschenke bekommen. Ich freute mich, als h├Ątte mich eine gute Fee verzaubert und an einen wundersch├Ânen Ort gef├╝hrt. Ich freute mich wirklich sehr an meinem Geburtstag, aber das sch├Ânste sollte noch kommen...
An diesem besonderen Tag schien die Sonne sehr kr├Ąftig und das Gras wuchs in einer intensiven gr├╝nen Farbe und war ├╝ppig und saftig, als pl├Âtzlich aus dem Nichts heraus etwas in der Luft schwebte...
Aber schwebte es wirklich, dieses Dingsda?
Nein, es flog, es hatte Fl├╝gel und es war rosa und ziemlich dick.
Was war das?
Es landete in meinem Garten und alle meine gute Freunde staunten und k├Ânnten M├╝nder, die vor ├ťberraschung offen waren, nicht mehr schlie├čen.
" Hallo", begr├╝├čte mich dieses merkw├╝rdige Wesen.
Ich versuchte, ein Wort zu sagen, doch es kam kein Laut aus meiner Kehle heraus." Total sch├Ân hier" grinste das rosa Ding. Ich gab mir M├╝he, nicht loszuschreien oder meine Eltern zu rufen. Stattdessen n├Ąherte ich mich dem Ding, um genau zu inspizieren, um was es sich handelte. Es hatte keine Angst von mir.
" Wer bist du"?, fragte ich es.
" Oh, entschuldige, wie dusselig von mir. Ich platze einfach in eine Party, ohne mich vorzustellem, Ich hei├če Bobino, ich bin das Gl├╝ckschweinchen.
" Kommst du aus Italien?"
"Italien? Parmaschinken?" Bei diesem Wort sch├╝ttelte sich das Gl├╝ckschweinchen vor Ekel.
In der n├Ąchste Sekunde, als w├Ąre nichts geschehen, l├Ąchelte es wieder gl├╝cklich.
" Ich komme daher, wo alle Gl├╝ckschweinchen herkommen", sagte Bobino.
Ich sah das Gl├╝ckschweinchen iritiert an.
" Willst du ein Limo?" fragte ich Bobino.
" Das ist eine wunderbare Idee! Es war n├Ąmlich eine lange Reise zu dir, wei├čt du, und da ger├Ąt man ganz sch├Ân aus dem Atem".
Ich dachte mir, bei der F├╝lle ist das auch kein Wunder, aber ich sagte nichts.
Bobino grinste breit und nahm einen gro├čen Schluck Limonade.
" Wie herrlich, wieder mal auf der Erde zu sein", sage Bobino.
" Wie meinst du das?"
" Sagte ich wieder mal auf der Erde?" Bobino schaute mich an, als w├╝sste es tats├Ąchich nicht, was es soeben gesagt hatte.
" Ja, genau das hast du gesagt." wollte mich dieses Wesen etwa f├╝r dumm verkaufen? Immerhin bin gerade zehn Jahre akt geworden und da m├Âchte ich gef├Ąlligst ernst genommen werden!
Bobino piff heiter vor sich hin.
Ich musste mich zwicken: Ein rosa Schweinchen mit Fl├╝geln sa├č in meinem Garten und pfiff!
" Bobino?", unterbrach ich das Gl├╝ckschweinchen bei seinem Pfeifen.
" Ja, was gibt`s denn?", drehte sich Bobino zu mir herum und schaute mich mit gro├čen Augen an.
" Was willst du eigentlich hier?"
" Oh, gut, dass du das ansprichst, das h├Ątte ich ja beinahe vergessen, aber das passiert mir st├Ąndig, wenn ich zu einem kleinen Kind fliege".
" Ich bin kein kleines Kind!" widersprach ich ihm.
" Nein, nat├╝rlich nicht, verzeihe mir bitte", l├Ąchelte das Gl├╝ckschweinchen.
" Was hattest du mich gefragt?" kratzte sich Bobino an seinem rosa K├Âpfchen.
" Warum du hier bist!" H├Ârte es mir nicht zu?
" Ja, jetzt habe ich es wieder." Es holte ein K├Ąrtchen aus seiner H├╝fte, was mich schon sehr wunderte, denn es hatte weder eine Jacke noch eine Hose an, aber das hier war ohnehin alles verwunderlich: ein rosa Schweinchen sa├č vor mir und redete mit mir!
Es nahm das K├Ąrtchen, konzentrierte sich und las: " Du bist Paul Weber, stimmts?"
" Ja", antwortete ich , neugierig, was als N├Ąchstes kommt.
Das Gl├╝ckschweinchen nahm einen Schluck Limonade, r├Ąusperte sich und las weiter: "Nun ja", begann es, " hier steht geschrieben, dass du, wenn du in deinem Bett liegst, davon tr├Ąumst, den Sternen nah zu sein."
Ich starrte Bobino an.
" Was ist den, Junge? Habe ich etwas Falsches gesagt?" Bobino schaute auf sein K├Ąrtchen und las den Inhalt noch einmal durch, als w├Ąre es sich nicht ganz sicher, ob es das Richtige war, was dem Jungen vorgelesen hatte.
" Woher wei├čt du das?", fragte ich Bobino verdattert. "Niemand wei├č, was ich tr├Ąume!"
Ich war entsetzt, denn niemand wusste von meinem Traum, nicht einmal meine Mutter! Und jetzt hatte das rosa Ding da meinen Traum auf seinem K├Ąrtchen aufgeschrieben, mein Geheimnis war nicht mehr mein Geheimnis.
" Sei nicht traurig, au├čer uns wei├č es niemand. Au├čerdem brauchst du dich nicht deines Traumes zu sch├Ąmen. Jeder Traum, den ein M├Ądchen oder ein Junge hat, ist wunderbar."
" Aber Tr├Ąume erf├╝llen sich nicht, sie bleiben immer Tr├Ąume!"
" Da w├Ąre ich mir nicht so sicher", sagte Bobino.
" So lange du mich an deiner Seite hast, wird dir das Gl├╝ck hold sein", grinste das Gl├╝ckschweinchen.
" Wie...?"
" Schlie├če einfach deine Augen."

" Paul! Paul! Wach auf!" Eine vertraute Stimme holte mich aus dem Schlaf.
" Du bist wieder eingeschlafen, so wird das nichts mit deinem Vorstellungsgespr├Ąch!" Meine Mutter sah mich an und l├Ąchelte. " Der gro├če Tag ist da! Ich bin stolz auf dich , mein Sohn. Aus dir wird ein Astronaut, das h├Ątte ich im Leben nicht gedacht! Mein Sohn-ein Astronaut!"
" Mutti, noch bin ich es nicht".
" Du wirst es! Errinere dich an das Gl├╝ckschweinchen, von dem du mir als Zehnj├Ąhriger erz├Ąhlt hast."
" Du meinst, als es mir gesagt hat, dass, solange es an meiner Seite ist, mir das Gl├╝ck hold sein wird?"
" Ja, genau das meine ich".
" Mutti, das war eine kindliche Geschichte!"
" Papperlapapp, das ist mir schnuppe. Ich f├╝hle es einfach, dass dein Traum in Erf├╝llung gehen wird."

Als ich schlie├člich zu den Sternen flog, ich h├Ątte schw├Âren k├Ânnen, dass ich ein dickes fliegendes rosa Ding gesehen habe.

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