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Leselupe.de > Kindergeschichten
Sarah und das rote Pony
Eingestellt am 02. 04. 2011 01:11


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Fallanda
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Sarah und das rote Pony

Sarah saß auf der Fensterbank und blinzelte in die Morgensonne. Es war Sonntag und eigentlich hätte sie ausschlafen können. Aber seit einer ganzen Weile lag sie nun schon wach und wartete ungeduldig darauf, dass sich etwas hinter ihrer Zimmertür regte. Sie wollte ihren Eltern den Spaß nicht verderben, deshalb harrte sie aus und hoffte, dass heute endlich ihr größter Wunsch in Erfüllung gehen würde.
Plötzlich rumpelte es im Flur. Endlich, sie waren wach!
Aufgeregt sprang Sarah zurück in ihr Bett und krabbelte unter die Decke. Als sich ihre Zimmertür leise knarrend öffnete, kniff sie die Augen zusammen und kreuzte die Finger.

„Sarah?“, flüsterten ihre Eltern und kamen vollgepackt herein.
„Ja!“, rief sie ihnen sofort erwartungsvoll entgegen und richtete sich auf. Bald würde sie wissen, ob ihr Wunsch in Erfüllung gegangen war.
Zu Anfang war beinahe alles genau so wie letztes Jahr. Zuerst sangen Sarahs Eltern ein Geburtstagslied und dann durfte sie alle Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen ausblasen. Dieses Jahr war es eine Kerze mehr, genau neun Stück.

Der Kuchen sah toll aus. Es war ihr Lieblingskuchen aus Schokolade mit Sahnetupfen und ganz bunt verziert. Der sollte aber erst am Nachmittag gegessen werden, wenn die Großeltern und ihre Freunde zum Feiern kommen würden.
Doch die anderen Geschenke, die durfte Sarah sofort auspacken und benutzen. In einem Paket war ein Hörspiel mit Abenteuergeschichten eines Reiterhofes. Und in einem anderen ein großes Buch über Ponys mit ganz vielen tollen Bildern. Eines der Pakete enthielt auch Söckchen und eine neue Sommerjacke. Es waren alles Geschenke, über die sich Sarah riesig freute. Dennoch fehlte eines. Nämlich das, was sie sich am meisten wünschte, seit sie denken konnte.

„Da wartet noch etwas im Garten auf dich“, sagte ihr Papa geheimnisvoll mit einem breiten Grinsen.
Sollte ihr Traum heute wirklich wahr werden? Mit leuchtenden Augen sprang Sarah aus ihrem Bett. Ohne Schuhe und nur im Nachthemdchen rannte sie durch den Flur, riss die Tür zum Garten auf und stoppte erst auf der taunassen Wiese.

Dort hielt sie den Atem an und zögerte. Zuerst konnte sie es nicht richtig erkennen. In ihrer Vorstellung hatte ihr größter Wunsch immer etwas anders ausgesehen. Aber dann sah sie es doch ganz genau vor sich.
Es hatte einen langen Rücken und kräftige Beine. Der Kopf war ihr erwartungsvoll entgegen gerichtet und der lange Schwanz wehte wild im Wind. Dazu war es knallrot, blitzte blank geputzt und trug einen Sattel, fertig zum Einsatz.

„Ein rotes Pony!“, rief Sarah begeistert und ihre Eltern lachten.
Jetzt ging Sarah auf ihr Geschenk zu und streichelte ihm liebevoll über den Kopf.
„Darf ich?“, fragte sie aufgeregt.
„Erst wird gefrühstückt“, mahnte ihre Mama mit einem Lächeln.
„Und etwas Ordentliches angezogen. Oder willst du im Nachthemdchen auf die Straße?“, forderte auch der Papa künstlich streng.

Sogleich folgte Sarah den Anweisungen ihrer Eltern, schlang ein Marmeladenbrötchen hinunter und zog sich straßentauglich an. Dann war es endlich soweit.

Zuerst war Sarah noch ein wenig unsicher auf ihrem roten Pony und ihre Eltern mussten sie festhalten, dass sie nicht herunter fiel. Aber nach jeder weiteren Runde durch den Garten wurde sie sicherer. Und schon bald konnte sie es alleine lenken und saß sicher im Sattel.

Jetzt wollte Sarah stolz hoch oben auf ihrem roten Pony die Gegend vor dem Haus erkunden. Sie musste ihren Eltern fest versprechen, vorsichtig zu sein und immer in Sichtweite zu bleiben. Aber dann konnte es richtig losgehen.

Über die Straße vor dem Haus bewegte Sarah ihr Pony noch vorsichtig und langsam. Es war ruhig und kein Auto weit und breit zu sehen. Jedoch wusste sie, dass ihre Eltern am Fenster zusahen und sie wollte sie nicht verärgern. Dahinter aber erstreckte sich eine große Wiese und ihr rotes Pony wurde dort schneller und schneller.

Es war genau so, wie es sich Sarah immer erträumt hatte. In voller Geschwindigkeit, einem rasenden Galopp, jagte sie kreuz und quer über die Wiese und es kribbelte in ihrem Bauch, als würde sie mit ihrem roten Pony fliegen können. Der Wind blies durch ihr Haar und ihr rotes Pony tat alles, was sie von ihm verlangte. Unermüdlich folgte es ihren Anweisungen und Sarah war glücklich und zufrieden mit dem schönsten Geburtstagsgeschenk, was sie je bekommen hatte.

Nach einer Weile hörte Sarah das Rufen ihrer Eltern und langsam lenkte sie ihr rotes Pony nach Hause. Sie wollte noch nicht aufhören, aber ihre Eltern winkten sie herbei und Sarah gehorchte und kehrte zurück zum Haus.

Zu ihrer Überraschung musste sie aber noch gar nicht ihr rotes Pony im Garten abstellen. Bella, ihre beste Freundin, war gekommen und wartete vor der Einfahrt.
„Wow!“, sagte Bella als sie Sarahs rotes Pony sah und richtete sich in dem Sattel ihres gelben Ponys auf. „Das ist aber schön!“
Sarah strahlte bis zu den Ohren vor Stolz. „Ja. Aber Deines ist auch toll!“
Jetzt strahlte auch Bella und gemeinsam überquerten sie vorsichtig die Straße zurück auf die Wiese und galoppierten dort fröhlich nebeneinander her.

Und die Klingeln ihrer Fahrräder schallten durch die Luft, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt.

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