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Leselupe.de > Fremdsprachiges und MundART (L)
Schaut mich an
Eingestellt am 27. 10. 2004 09:27


Autor
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MacKeith
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Schaugts ma ins Gsicht

I wea oid
I gschp├╝r wia da N├Ąwe drauss foid
Und unter mei Haut griacht

I wea oid
Vom Fensta her is oiwei so koid
Und drinna nix, woos mi dawarma kannt

I wea oid
Do is aa Hand, de in mi neigroid
Und sie druggt zua, losst mia koa Ruah

I wea oid
I hob mei letzte Zech zoid
Und schuidn dua i koam mehr woos

I wea oid
I woass, nimma lang, und dann boid
Dann...

I waar so gern oid
worn


(Schaut mir ins Gesicht

Ich werd alt
Ich f├╝hle wie der Nebel f├Ąllt
Und unter meine Haut kriecht

Ich werd alt
Vom Fenster her ist es kalt
Und innen nichts, was mich w├Ąrmen k├Ânnt

Ich werd alt
Da ist eine Hand, die sich in mir krallt
Und sie dr├╝ckt zu, l├Ąsst mir keine RuhÔÇÖ

Ich werd alt
Hab meine letzte Zeche bezahlt
Und ich schulde keinem mehr was

Ich werd alt
Ich weiss, nicht mehr lange, und dann bald
Dann...

Ich w├Ąr so gern alt
geworden.)




__________________
es ist alles gesagt.

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huwawa
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hallo McKeith

ein sch├Ân aufgebautes gedicht
mit herbstlicher stimmung ist dir hier gelungen

liebe gr├╝├če
huwawa
__________________
manchmal sind die anderen kl├╝ger als man(n) selbst...denkt

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Auch ich mu├č sagen, da├č mir dieses Gedicht sehr gef├Ąllt -
anhand der ├ťbersetzung sehe ich aber, da├č ein gro├čer
Teil des Reizes im Dialekt liegt. ├ťbersetzt geht viel
von der Melodie verloren, die eine Mundart in sich birgt.
Obwohl der Inhalt gleich ist, ist das Gedicht in Mundart
mit Abstand besser.

Liebe Gr├╝├če
Klopfstock

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huwawa
Routinierter Autor
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mundart "├╝bersetzen" macht keinen sinn, weil dann
so etwas "l├Ąppisches" herauskommt:

"Ich werd alt
Vom Fenster her ist es kalt"

mundart wirkt einfach durch ihre urspr├╝nglichkeit,
beim ├╝bersetzen geht der reiz des gedichtes verloren.

liebe gr├╝├če
huwawa
__________________
manchmal sind die anderen kl├╝ger als man(n) selbst...denkt

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Vera-Lena
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Hallo Alexander,

ich m├Âchte nur meinen Leseeindruck wiedergeben. Ich denke auch, einen solchen Text, sollte man nicht ins Hochdeutsche ├╝bertragen. Es geht so viel von dem urspr├╝nglichen Charme verloren.

An einer Stelle hatte ich zuerst etwas Falsches gelesen:

"da ist eine Hand, die in meine gerade hineinpasst und sie l├Ąsst mir keine Ruhe."

Das steht da nat├╝rlich nicht, aber dann ist mir eingefallen, dass das ein interessanter Kontrapunkt w├Ąre und dem melancholischen Text noch einmal eine andere Richtung gibt. Oft ist es ja so, dass man denkt, man h├Ątte alles schon erledigt in diesem Leben, und pl├Âtzlich taucht doch noch jemand auf und l├Ąsst einen wissen, dass man unerwarteter Weise doch noch ben├Âtigt wird und sei es nur durch die pure Anwsenheit.
Mein Sohn hat mir einmal erz├Ąhlt, dass ihm sein Gro├čvater allein nur durch seine Anwesenheit immer schon ganz viel gegeben habe. Da war ich sehr erstaunt, denn ich selbst habe keinen Gro├čvater erleben d├╝rfen,sie waren beide schon vor meinerGeburt gestorben.

Aber so, wie Dein Text da steht in seiner Knappheit und Geschlossenheit, nach dem Motto, sagt mir blo├č keiner etwas dagegen, also auch mit so einem kleinen Schu├č Grantigkeit, gef├Ąllt er mir auch gut.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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MacKeith
H├Ąufig gelesener Autor
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ui, haufen antworten hier.

die ├╝bersetzung ist, wie meist, mangelhaft. und soll nur als inhaltsangabe gelesen werden, nicht als gedicht. es ins schriftdeutsche zu ├╝bertragen, br├Ąuchte es mehr aufwand, und w├╝rde dann auch wohl anders lauten, nicht 1:1, klar.

das mit einer anderen hand in meiner, der kontrapunkt w├Ąre bestimmt interessant, aber dann w├Ąrs ein "anderes" gedicht. hier w├╝rde es mich insofern "st├Âren", dass dann was von aussen dazu k├Ąme. das will ich gar nicht, es soll so innensichtig sein wie es ist.

├Âhm, hab ich was vergessen? ja: danke f├╝r eure feedbacks.
__________________
es ist alles gesagt.

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