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Leselupe.de > Gereimtes
Schlussakkord
Eingestellt am 10. 08. 2017 11:59


Autor
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helmut ganze
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Schlussakkord

Mein letzter Sommer wird es sein
die Zeit vergl├╝ht in tausend Farben
vorbei der Tage Sonnenschein
und auch Vergessen alter Narben.

Der Herbst webt dann das Abschiedskleid
weht letzte Bl├Ątter von den B├Ąumen
vermittelt zwischen Freud und Leid
und Abschied giltÔÇÖs vor wirren Tr├Ąumen.

Doch eines muss ich konstatieren
ich geh nicht gern von dieser Welt
so manches m├Âcht' ich noch probieren
auf Erden unterm Himmelszelt.

Heidenau, den 12. 08.2017


Version vom 10. 08. 2017 11:59

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Mondnein
Routinierter Autor
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Klischees entlarven?

Lieber Helmut!

Dein lyrisches Ich ist ein merkw├╝rdiges Amphibium: Es hat innerhalb eines ganzen Lebens 12 Millionen (wahrscheinlich nicht Lira, sondern Euro) erarbeiten oder klug akkumulieren k├Ânnen, wei├č also eigentlich, da├č Geld kein Selbstzweck ist, sondern Kapital, das man zu 100 Prozent wieder einsetzt, anstatt es unproduktiv zu verbrennen; andererseits will es in einem Anfall von Altersschwachsinn die 12 Millionen sinnlos verschwenden.

Da Du nicht selbst dieses lyrische Ich bist, klingt es wie eine Karikatur, mit der man ein Feindbild ├╝berzieht. Ein Klischee, das harmlos sein k├Ânnte, fast schon ein wenig d├╝mmlich.

Vielleicht willst Du ja die Klischeefreunde in Heidenau entlarven, ja, das ist Dir einigerma├čen gelungen.

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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James Blond
???
Registriert: Aug 2014

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Lieber Mondnein,

ich verstehe deine Kritik nicht ganz.
Ist es denn kein Selbstzweck, wenn man zeitlebens sein ganzes Kapital nur dazu einsetzt, es zu vermehren? Und am Lebensende, im Angesicht des eigenen Todes besorgt feststellt, dass einem jede Idee, bzw. M├Âglichkeit abhanden gekommen ist, das Geld sinnvoll einzusetzen?

Lieber Helmut,

mit Verwunderung entnehme ich nun deiner Erkl├Ąrung, dass es sich bei den "12 Millionen" gar nicht um Kapital, also Geld handelt. Meines Wissens wird die Formel "meine 12 Millionen" stets als pekuni├Ąres Verm├Âgen interpretiert, anderenfalls sollte der Besitz durch ein entsprechendes Substantiv n├Ąher qualifiziert werden.

Auch auf die Entt├Ąuschung hin, dich jetzt nicht mehr zu den 12-fachen Million├Ąren z├Ąhlen zu d├╝rfen, m├Âchte ich dich an gleicher Stelle auf eine andere, unsch├Âne und unstimmige Sache hinweisen:

quote:
was tun mit meinen zw├Âlf Millionen
vertun kann ich sie jetzt nicht mehr

Sie enth├Ąlt nicht nur eine unsch├Âne Verdopplung des unlyrischen Allgemeinverbs "tun", sondern zugleich auch eine Fehlbezeichnung, denn "vertun" beschreibt zwar die Verschwendung oder Vergeudung von Ressourcen, jedoch nicht als Intention, sondern in unbeabsichtigter Weise: Niemand will sich oder etwas vertun, um es los zu werden, sondern es geschieht aus Mangel an Erfahrung oder Aufmerksamkeit.

Mir scheint "verprassen" f├╝r ein absichtsvolles Ent├Ąu├čern weitaus passender:

quote:
was tun mit meinen zw├Âlf Millionen
verprassen kann ich sie nicht mehr

Doch wenn es dabei nicht um Geld geht, m├╝sstest du wohl noch mal genauer ran.

Gr├╝├če an beide
JB

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helmut ganze
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2009

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s.o.

Lieber Mondnein, lieber James Blond,

ihr habt v├Âllig recht. Meine dritte Strophe ist voll in die Hose gegangen. Ich habe sie neu bearbeitet, damit keine Missverst├Ąndnisse mehr aufkommen k├Ânnen.
Vielen Dank f├╝r eure Kritik an meinem wahrscheinlich letztem Gedicht.

Liebe Gr├╝├če

Helmut

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w├╝stenrose
Routinierter Autor
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Lieber Helmut,

was du hier schreibst, stimmt sehr traurig.

Ich habe eine ganze Weile ├╝ber deine Zeilen sinniert. K├Ânnte der Schluss deines Gedichts auch wie folgt aussehen?


und l├Âst uns los von wirren Tr├Ąumen.

Doch eins ihr Lieben nun zum Schluss
das Sterben will mir nicht behagen
verdammt sei diese harte Nuss
ich h├Ątt so vieles noch zu sagen.


lg w├╝stenrose




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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

Werke: 190
Kommentare: 2033
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Lieber Helmut!

Einen Schlussakkord kann es nur geben, wenn man vorher ein Lied gesungen hat.
Das hast du getan.

Danke daf├╝r und liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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