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Leselupe.de > Erzählungen
Schmetterling
Eingestellt am 04. 08. 2016 16:30


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Miri
Hobbydichter
Registriert: Oct 2015

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Auf meinem Weg begegnete ich des Öfteren Schmetterlinge.
Es ist nicht ungewöhnlich Tiere und Insekten in der Natur zu sehen, doch mich haben schon seit meine Kindheit Schmetterlinge fasziniert.
Das Wunderbarste der Schöpfung, der Akt aus Geburt und Wiedergeburt, ist erstaunlich und wunderbar zugleich.
In der Natur sich bewegen oder einen gewissen Moment still zu halten, ist die Beste medizin für die Seele. Die Natur verurteilt nicht, sie nimmt keine Energie, vielmehr schenkt sie einem das Gefühl der Zufriedenheit und Geborgenheit.

An einem hektischem Tag als die Kunden kamen und mir ihre Ware präsentiert haben und mein Terminkalender mit Verpflichtungen voll war und ich nicht wusste, was ich zuerst machen sollte, um alle zufrieden zu stellen, schaute ich auf das Fenster meines Büros und ich sah einen Schmetterling.
Ich war für einen Moment geistesabwesend, ich beobachtete dieses Geschöpf, das Bezauberndste, was die Natur nur vollbringen kann.
Ich fühlte mich, als wäre ich auf einer Lichtung mitten im Wald, das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Flügel waren zu hören und da kam auch schon ein überdimensional, großer Schmetterling auf mich zu. Ich erschrack im ersten Moment, denn sowas habe ich in meinem Leben nicht gesehn. Alle Farben der Welt waren in einem harmonischem Einklang in ihm vereint, die anmutige Bewegung seiner Flügel und das Tänzerinnenhaftes, errinerte mich an das spielerische und leichte Leben eines Kindes.
Dieser Schmetterling, der mich mit seiner Schönheit und Größe bezaubert hat, verwandelte sich.
Ich wollte meinen Augen nicht glauben, aber vor mir stand eine wunderschöne Frau mit Schmetterlingsflügeln.

Sie hat mich mit ihrem tiefen Blick gemustert, als wäre Ich etwas Sonderbares.
Ihre Lippen bewegten sich und zum ersten Mal habe ich die Stimme eines Schmetterlings gehört, ich konnte es mit nichts vergleichen, was mir bekannt war, es hörte sich süß, weise und vertraut an und doch könnte ich es nicht mit meine Sprache beschreiben.
Ich merkte nur, dass mir die Tränen flossen und dass mein Herz sich von jeglichem Schmerz und Enttäuschung meines Leben und der Wut aufgelöst hat.
Ich stand vor ihr , nicht wie der Mann, der mitten im Leben steht und genau weißt was er will, sondern ich war wieder der Junge gewesen, der mit Kescher nach Schmetterligen jagte.

Diese Errinerungen waren in eine Schublade " Kindheit" in meinem Gehirn versteckt und als erledigt abgehackt.

Doch es schmerzte nicht, ich war glücklich. Nach sehr lange Zeit habe ich das Gefühl wahrgenommen, von dem ich geglaubt habe, es sei verloren. Es war nicht verloren, nur vergessen.
Es wurde mir bewußt, wie schnell die Uhr tickt und dass aus mir ein Mann geworden ist, der aufgehört hat Neugierig zu sein, der einen Teil seines Selbst in eine Truhe versteckt hat.

Das Fabelwesen lächelte sanft und sagte nur:" Dont worry, be happy:-)"

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