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Leselupe.de > Ungereimtes
Tauben fliegen auf
Eingestellt am 15. 10. 2019 10:02


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Walther
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Tauben fliegen auf

Tropfen zählend mit ihnen
übers glas wandernd:
der blick ins dahinter ist
einer mehr ins nichts

Der mond thronte auf
dem horizont gestern &
einem haufen krähen ging
das am arsch vor bei:

Sie kamen über ihn &
durch ihn hin durch –
die traum augen zählen die
tröpfchen & eine ringel

Taube gurrt nach dem
gegen stück & die hänge
zypresse wippt während
die weihe ihre kreise zieht

Der mund formt eine atem
fahne & bronchien krampfen
auf dem glas steht ein herz:
die zwei tauben fliegen auf

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 15. 10. 2019 10:02

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Ciconia
Routinierter Autor
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quote:
ein haufen krähen ging
das am arsch vor bei

Müsste "am Arsch vorbeigehen" nicht mit Dativ stehen, lieber Walther?

Gruß Ciconia

P.S. Sollte es nicht besser ein Schwarm Krähen sein?




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Walther
Routinierter Autor
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lb Ciconia, lb Hein,

danke für die hinweise. bugs sind ausgebaut.

lg W.


lb. noah p., danke für die empfehlung! lg W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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DOSchreiber
???
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Das Partizipielle - Pardon: ich muss es einfach sagen - augenblicklich ins Nichts abschließen zu lassen, um aus der Vergangenheit so zu berichten, dass ebenso schnell der Anschluss zur Gegenwart des Gedichts wieder fließend hergestellt wird, ist der Clou des Ganzen! Einfach geil - Pardon: ich muss es einfach sagen! Das Übrige ist herrlich geschrieben und mündet in eine zauberhafte Pointe.
Bravo, Walther, Bestnote!
(Das bisschen Gestolpere dazwischen kann dann in Zukunft wieder deine Korrektorin i.O. bringen, die ist ja nicht ewig im Urlaub ...).

Schönen Gruß v.
Dyrk



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Walther
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lb Dyrk,

ein prosagedicht ist und bleibt ein kleines experiment. es teilt gern in solche, die es gelungen finden, und solche, die das nicht so gelungen finden - so auch hier. das muß bei meinen texten dieser art wohl so sein. ich finde reibung gut.

es freut mich, daß dir das spiel mit reflexion und collageelementen gefällt, deren bedeutung durchaus in mehreren ebenen liegt, die denkanstöße liefern können. natürlich kann jeder text noch verbessert werden, ohne jede frage. wenn man ihn wieder anschaut, bemäkelt man als autor meist auch das eine oder andere und ändert danach - nicht immer zum besseren jedoch.

danke für deine zeit, deine gedanken und die vielleicht ein wenig zu gute wertung!

lg W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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DOSchreiber
???
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Ich habe noch einmal das Gedicht durchgelesen und befinde, dass nicht ein Hundertstel Wertung zurückgenommen werden muss. Wie auf einer Welle wird der Leser in das Jetzt der Betrachtung hochgetragen und schwebt ganz leicht zum Schlussbild - kaum merklich, was eben die Kunst des Textes ausmacht: Er hat Fluss, Linie, Bewegung ... Diese Leichtigkeit ist für mich purer Genuss.
Genuss, lieber Walther, anzubieten und dabei nicht plattprotzigplump zu werden ist eine hohe Gabe. Die hast du hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt!

Einen schönen Abend
wünscht
Dyrk



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(Dyrk-O. Schreiber)

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Walther
Routinierter Autor
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Hi Dirk,

danke fürs nochmalige hervorheben - allerdings scheiden sich die geister. aber lyrik soll das. und daher ist das gut so.

ich danke allen fürs lesen und werten. und natürlich habe ich mich über die besseren mehr gefreut. wer täte das nicht?

lg W.
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Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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