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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Tomatenzeit
Eingestellt am 28. 04. 2015 23:58


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Mistralgitter
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Tomatenzeit

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Tomaten-StrĂ€ucher gepflanzt. Die meisten FrĂŒchte in den „oberen Stockwerken“ sind noch klein, hart und grĂŒn, die unteren werden schon rot, manche haben Risse. Ich weiß nicht, wie ich das hĂ€tte verhindern können. Doch sie schmecken trotzdem, wenn man das Schadhafte herausschneidet. Mir fehlt die Erfahrung - wie so oft im Leben.

Ich erinnere mich nicht mehr, wie wir uns kennen lernten. Eines Tages war sie da, klein, drahtig, sehr kurze Haare. Frau Rubach. Warum sie mich mochte, wusste ich nicht. Wir joggten mit einander. Doch weil sie durchtrainierter war als ich, hĂ€ngte sie mich nach einer Weile ab, und wir liefen von da an getrennt. Wenn wir uns bei gemeinsamen Bekannten trafen, begann sie mit mir zu diskutieren. Über Gott und die Welt. Mehr ĂŒber Gott. Ich bin immer vorsichtig bei solchen Themen, vor allem bei solchen Menschen, die wie sie alles besser wussten als ich. Also blieb ich meist still und hörte ihr zu. Beim Garagenfest in unserer Nachbarschaft wollte sie unbedingt neben mir sitzen. Sie erzĂ€hlte mir, dass sie eine Ausbildung in chinesischer Heilkunst beginnen wollte. ‚Sie hat aber doch drei schulpflichtige Kinder’, dachte ich besorgt, ‚und einen Mann’. An den dachte ich auch, sagte aber nichts und lĂ€chelte nur unsicher. Sie wirkte jedoch so, als ob sie ihr Leben im Griff hĂ€tte.

Heute Morgen krĂŒmmen sich mehrere Schnecken unter den StrĂ€uchern. Es ist meine Schuld, ich habe Schneckenkorn gelegt. Sie hĂ€tten sonst meine Zucchini gefressen und meine Dahlien verzehrt. Aber meine Pflanzen sollen kein Schneckenfraß werden. Was man nicht behĂŒtet, wird zerstört. Was man nicht pflegt, verkommt. Lieber nehme ich den Tod der Schnecken in Kauf. Sie sind sowieso eklig schleimig und kriechen so aufregend langsam durch die Beete. Außerdem fressen sie sich oft noch gegenseitig.

Wir verloren uns aus den Augen. Sie sei ausgezogen, in eine andere Stadt, sagte man mir. Sie hĂ€tte ihren Mann verlassen. Aber keiner wusste, was vorgefallen war. Damit hatte ich nicht gerechnet, denn erst kĂŒrzlich traf ich das Ehepaar Rubach noch beim gemeinsamen Abendspaziergang. Sie gingen forschen Schrittes nebeneinander auf der gegenĂŒberliegenden Straßenseite. Wir grĂŒĂŸten einander flĂŒchtig, höflich distanziert.
„Und die Kinder?“, fragte ich. Die zwei Großen seien im Internat, die Kleine hĂ€tte sie mitgenommen, bekam ich zur Antwort. Ich vergaß nach dem Ehemann zu fragen.

Es ist ungemĂŒtlich schwĂŒl in den engen Gassen der Stadt. Die Luft steht zwischen den HĂ€usern. Unter all den eiligen Menschen um mich herum fĂ€llt mir ein weißhaariger großer Mann auf. ‚Er sieht Herrn Rubach sehr Ă€hnlich’, denke ich, ‚er könnte es sein und auch wieder nicht, denn die Frau an seiner Seite konnte unmöglich Frau Rubach sein. Ich kenne seine Frau, aber diese große langhaarige Frau ist mir unbekannt. Also ist dieser Mann auch nicht Herr Rubach’, beschließe ich und bin froh, wenn ich bald in meiner kĂŒhlen Wohnung sein kann.

Ihr Haus fand ich schon immer ungemĂŒtlich. Es wirkte von außen nahezu unbewohnt. Kein Blumenschmuck im Hauseingang oder an den Fenstern, die auch tagsĂŒber immer geschlossen waren, keine VorhĂ€nge, nur FensterlĂ€den. Irgendwie hatte es keine Seele. Selten sah man jemanden im Garten, selbst die Kinder nicht. Ein glatt geschorener Rasen, BĂŒsche am Rande und ein verlassener Liegestuhl auf der Terrasse – das war alles. Eine unterkĂŒhlte Sachlichkeit. ‚Vielleicht brauchten die Bewohner es so, dass alles ĂŒbersichtlich und gerade war im Äußeren wie im Inneren, in ihrem Leben’, ĂŒberlegte ich. Jetzt also wohnte der Hausherr allein in dem Haus ohne seine Frau, und es war erst recht nicht verwunderlich, dass das Anwesen völlig unbelebt aussah. Er war ja ein vielbeschĂ€ftigter GeschĂ€ftsmann und oft auf Reisen.

Ich setze mich in den Schatten meines Gartens. Die Vögel sammeln sich schon in den BĂŒschen und BĂ€umen. Ihr aufgeregtes, lautes Gezwitscher ist unĂŒberhörbar. Sie fliegen kurz auf, schwenken ĂŒber die nahen Felder und setzen sich wieder. Sie rĂŒsten sich zum Aufbruch, um der KĂ€lte zu entfliehen. Ein Wunder ist es fĂŒr uns Menschen. Man sagt, dass die Zugvögel im Fliegen schlafen können und dennoch die Richtung nicht verlieren. Bald wird es kĂŒhl sein abends, auch in den NĂ€chten, und ich bezweifle, dass noch all die kleinen grĂŒnen Tomaten an den StrĂ€uchern in meinem Garten reif werden können.
Von nun an gibt es nahezu tĂ€glich Tomatengerichte. Ich lade mir GĂ€ste ein. Den gedeckten Tisch schmĂŒcke ich mit einem großen Strauß Gartenblumen. Ich mag es ĂŒppig und farbig, wie es dem SpĂ€tsommer entspricht. Wir essen die Tomaten mit KĂ€se oder Schnittlauch, wir essen sie als Salat, wir essen sie gedĂŒnstet oder gegrillt oder als Belag auf einer Pizza. Gesund sollen Tomaten sein. „Sie heißen auch LiebesĂ€pfel“, sagt verschmitzt lĂ€chelnd mein abendlicher Besucher. Und wir kĂŒssen uns innig. Das Geschirr ist abgerĂ€umt, allein die Vase mit dem Strauß bleibt zurĂŒck. Mein Besucher hat sich einen Block Papier zurechtgelegt, dazu Kohlestift und einen Farbkasten mit verschiedenen Pinseln. Ich schaue ihm fĂŒr eine Weile ĂŒber die Schulter, beobachte, wie er mit flotten Strichen die Vase, den Blumenstrauß, das Tischtuch vorzeichnet und dann mit krĂ€ftigen Pinselstrichen koloriert. Alle Sommerfarben vereinigen sich nach und nach zu einem ausdrucksstarken Aquarell. In kurzer Zeit ist es fertig. „Wenn es trocken ist, möchte ich es dort drĂŒben ĂŒber dem Klavier aufhĂ€ngen“, sage ich. Musik und Malerei – wie gut das zusammenpasst. Ich mag das noch von frĂŒher.
„Ich möchte dein ‚FrĂŒher‘ einmal besuchen. Wie wĂ€re es, wenn wir morgen gemeinsam an deinen alten Wohnort fahren? Magst du?“, fragt er mich. Ich bin einverstanden.

Überraschenderweise kam sie mir eines Tages unvermutet beim Joggen entgegen. Wir liefen aneinander vorbei. Ihre Haare waren noch kĂŒrzer, ihr Gesicht braun gebrannt und noch kantiger als sonst, nicht unsympathisch, eher ungewöhnlich und von daher interessant. Sie grĂŒĂŸte nur flĂŒchtig und eilte weiter. NatĂŒrlich musste sie ihr Tempo halten. Ich war da weniger ehrgeizig und wĂ€re stehen geblieben, wenn es sich so ergeben hĂ€tte. Wir redeten also nicht mehr ĂŒber Gott, auch nicht ĂŒber die Welt. Wir redeten nie mehr mit einander, denn einige Monate spĂ€ter zog ich ebenfalls weg.

Beim Gang durch meinen frĂŒheren Wohnort, treffen wir zufĂ€llig meine ehemalige Nachbarin.
„Welche Überraschung!“, sagt sie und umarmt mich und meinen Begleiter, „das ist aber schön, euch zu sehen. Habt ihr Zeit? Dann kommt doch zur Kaffeezeit vorbei. Ich habe gerade Zwetschgenkuchen gebacken. Ich hab nur keine Sahne dazu.“
„Danke. Wir kommen natĂŒrlich und bringen Schlagsahne mit“, antworte ich. SpĂ€ter sitzen wir draußen in ihrem Garten. Es ist ein angenehm warmer Tag.
„Was ist eigentlich da nebenan los?“ fragt mein Begleiter unvermittelt. Er hatte sich, wie er es als KĂŒnstler immer tut, aufmerksam umgesehen, wĂ€hrend ich mit Kuchenessen und Reden beschĂ€ftigt war. „Wohnen die Leute da noch drin? Es sieht so leer aus.“
Die Nachbarin bekommt ein ernstes Gesicht.
„Es wohnt niemand mehr drin. Aber die Möbel sind noch nicht abgeholt worden.“ Sie stockt, steht auf, holt die Zeitung von letzter Woche und breitet sie vor uns aus. „Grausamer Mord in beschaulichem Ort“ lesen wir und erkennen auf dem Foto das unbewohnte Nachbarhaus.
Ein Drama habe sich zwischen zwei MĂ€nnern abgespielt, lesen wir voller Schrecken in dem Artikel. Ungehört und unbemerkt von der Nachbarschaft, mitten in der Nacht sei der Hausbesitzer, Herr Rubach, ermordet worden. Den Mörder fand die Polizei noch in der Nacht ebenfalls tot in einem GebĂŒsch, nicht weit vom Tatort entfernt, berichtet die Zeitung. Er hatte verschiedene Medikamente eingenommen, dazu reichlich Alkohol getrunken und hatte in solcher Verfassung sein Opfer aufgesucht, getötet und dann Selbstmord begangen. Die Untersuchungsergebnisse dazu seien eindeutig. Die MĂ€nner, beide verheiratet und FamilienvĂ€ter, kannten sich. Ein Beziehungskonflikt sei der Auslöser gewesen fĂŒr diese Tat, hieß es. ‚Der große weißhaarige Mann mit der unbekannten Frau, der mich an Herrn Rubach erinnerte’, schoss es mir durch den Kopf.
Auf diese Weise also hat der TĂ€ter mit seinem Opfer, seinem Nebenbuhler, abgerechnet und auch sich hingerichtet. Das Schadhafte sollte beseitigt werden. Das eigene und das fremde Leben wurden wĂŒtend als wertlos erachtet. Der Tod wurde in Kauf genommen – nur der Tod? Nicht auch die Zerstörung zweier Familien?
Wie unruhig doch manche Menschen sind, wie unbestĂ€ndig. Sie fliehen vor der KĂ€lte in ihrer Umgebung, suchen hilflos nach WĂ€rme und finden sie doch nur fĂŒr eine gewisse Zeit. Dann brechen sie wieder auf, um den EnttĂ€uschungen und dem eigenen Versagen zu entgehen, aber oft völlig kopflos. ‚Wie die Zugvögel’, denke ich. Nur eines ist anders: Die Vögel kennen instinktiv ihr Ziel und finden die richtige Route auch im Schlaf.

__________________
AST: "Ach, wissen Sie, in meinem Alter wird man bescheiden - man begnĂŒgt sich mit einem guten Anfang und macht dem Ende einen kurzen Prozess."

Version vom 28. 04. 2015 23:58
Version vom 29. 04. 2015 18:49
Version vom 29. 04. 2015 18:50
Version vom 29. 04. 2015 18:52
Version vom 07. 05. 2015 07:46
Version vom 07. 05. 2015 07:47

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aligaga
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Das ist eine ausgesprochen hĂŒbsche und gut erzĂ€hlte Geschichte, o @Mistralgitter. Wohlgelungen die Verbindung der beiden HandlungsstrĂ€nge und der verschiedenen Zeiten. Bravo!

NatĂŒrlich muss @ali, weil er nicht anders kann, auch hier ein bisschen kritisieren - Schnecken fressen sich nicht gegenseitig, es sieht nur so aus, wenn sie es miteinander treiben; du solltest auf unschöne Wortwiederholungen und auf den Konjunktiv achten und diese Stellen vielleicht so gestalten:

quote:
Beim Garagenfest in unserer Nachbarschaft wollte sie unbedingt neben mir sitzen. Sie erzÀhlte mir, dass sie nun eine Ausbildung in chinesischer Heilkunst machen wollte plane. 'Sie hat aber doch drei schulpflichtige Kinder', dachte ich besorgt, 'und einen Mann', An den dachte ich auch, sagte aber nichts und lÀchelte nur unsicher. Sie wirkte jedoch so, als ob sie ihr Leben im Griff hÀtte.

quote:
Es ist ungemĂŒtlich schwĂŒl in den engen Gassen der Stadt. Die Luft steht zwischen den HĂ€usern. Zwischen Unter all den eiligen Menschen um mich herum fĂ€llt mir ein weißhaariger großer Mann auf.

quote:
Ein Beziehungskonflikt sei wĂ€re wohl der Auslöser gewesen fĂŒr diese Tat, hieß es. 'Der große weißhaarige Mann mit der unbekannten Frau!', schoss es mir durch den Kopf. 'Es war also doch Herr Rubach!'.
So also hat Der TĂ€ter hat mit seinem Opfer, seinem Nebenbuhler, abgerechnet. Und niemand hat es verhindern können. Das Schadhafte sollte beseitigt werden, der Tod wurde in Kauf genommen – nur der Tod?


Ausgesprochene Gedanken solltest du in (einfache) GĂ€nsefĂŒĂŸchen setzen. Die Botschaften werden dadurch prĂ€gnanter und vor allem leichter lesbar. Ihr Weglassen wird oft als kĂŒnstlerische Freiheit empfunden, ist aber in Wirklichkeit nichts als unterlassen Hilfleistung dem Leser gegenĂŒber.

Und wenn wir schon bei der Kunst sind:
quote:
Musik und Kunst – wie gut das zusammenpasst.
geht gar nicht. Musik ist Kunst. Vielleicht "Musik und Malerei"?

Gruß

aligaga

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Mistralgitter
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Hallo aligaga,

na das ist ja ein phĂ€nomenales Lob aus deinem "Munde". DafĂŒr bedanke ich mich herzlich.

Zu deinen VerÀnderungsvorschlÀgen:

quote:
Sie erzÀhlte mir, dass sie nun eine Ausbildung in chinesischer Heilkunst machen wollte plane.
Diesen Satz wĂŒrde ich folgendermaßen Ă€ndern:
quote:
Sie erzÀhlte mir, dass sie eine Ausbildung in chinesischer Heilkunst beginnen wollte.

Den folgenden Satz möchte ich so stehen lassen. Eine Wortwiederholung ist hier gewollt und kein Versehen.
quote:
Sie hat aber doch drei schulpflichtige Kinder, dachte ich besorgt, und einen Mann. An den dachte ich auch, sagte aber nichts ...

Dein nĂ€chster Vorschlag wird ĂŒbernommen. Da ist mir im Zuge der Vielzahl der Überarbeitungsphasen die Wortwiederholung entgangen.

quote:
Es ist ungemĂŒtlich schwĂŒl in den engen Gassen der Stadt. Die Luft steht zwischen den HĂ€usern. Unter all den eiligen Menschen um mich herum fĂ€llt mir ein weißhaariger großer Mann auf.

Dein nÀchster Verbesserungsvorschlag trifft bei mir auf Stirnerunzeln.
quote:
Ein Beziehungskonflikt sei wĂ€re wohl der Auslöser gewesen fĂŒr diese Tat, hieß es. 'Der große weißhaarige Mann mit der unbekannten Frau!', schoss es mir durch den Kopf. 'Es war also doch Herr Rubach!'.
So also hat Der TĂ€ter hat mit seinem Opfer, seinem Nebenbuhler, abgerechnet. Und niemand hat es verhindern können. Das Schadhafte sollte beseitigt werden, der Tod wurde in Kauf genommen – nur der Tod?

Warum ist "wÀre" besser als "sei"?
Der weitere Satz "So also hat ..." Ist doch ein erklĂ€render Satz - "Auf diese Weise also hat der TĂ€ter...abgerechnet". Dein Vorschlag ist einfach nur eine schlichte Feststellung, in meiner Version steckt mehr drin, ein unausgesprochener Vorwurf, ein Erstaunen vielleicht, ein angedeuteter Versuch einer ErklĂ€rung fĂŒr die Tat...
Deshalb will ich bei meiner Version bleiben.

Der nÀchste Vorschlag ist gut
quote:
Musik und Kunst – wie gut das zusammenpasst wird geĂ€ndert in
Musik und Malerei – wie gut das zusammenpasst

Die einfachen GĂ€nsefĂŒĂŸchen - ich warte noch mal - wie oft hab ich in letzter Zeit BĂŒcher zur Hand gehabt, wo weder einfache noch doppelte GĂ€nsefĂŒĂŸchen gemacht wurden. Mein Schreibprogramm ist obendrein in dieser Hinsicht oft zickig. Aber ich hab grundsĂ€tzlich nichts dagegen, sie einzusetzen - falls es mal zu einer "richtigen" Veröffentlichung kommen sollte ... ;-)

Die Schnecken, die ich in meinem von mir seit ĂŒber 30 Jahren bewirtschafteten Garten hatte, hatten kannibalistische Anwandlungen. Daran konnte ich leider nichts Ă€ndern.

Herzlichen Dank aber noch mal fĂŒr deine MĂŒhe
und viele GrĂŒĂŸe
Mistralgitter
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aligaga
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Ob du meine VorschlĂ€ge ĂŒbernimmst oder nicht, o @Mistralgitter, ist ganz allein deine Sache. Wie sind ja nicht in der Schule.

Was den Konjunktiv anbelangt: Es gibt den Konjunktiv I und II. Der Konjunktiv II ("Irrealis") findet beim Sprachkundigen Anwendung, wenn Ungewissheit zum Ausdruck kommen soll. Wenn tatsĂ€chlich ein Beziehungskonflikt der Grund fĂŒr einen Mord gewesen ist, heißt's indirekt "er sei die Ursache gewesen". Wird's aber nur angenommen (wie in deinem Text), mĂŒsste es korrekt "er wĂ€re die Ursache gewesen" heißen. Bei der Nummer mit der Chinesischen Heilkunst dagegen (sie will sie ja wirklich lernen) mĂŒsste das "wollen" in den Konjunktiv I: wolle, nicht wollte.

Die Streichung des "so also" empfahl ich, weil es eine der unschönen Wiederholungen in deinem Text ist und es mir entbehrlich erschien. "So also" ist bereits an sich kein schöner Ausdruck; wenn dir an dieser Betonung liegt, solltest du eine andere Lösung wÀhlen (z. B. "so hat der TÀter wohl" oder "so ... offenbar". Notwendig wÀre dieser Schlenker aber nicht.

Und was die GĂ€nsefĂŒĂŸchen anbelangt: Das Weglassen ist, wie ich bereits sagte, nichts als eine leserfeindliche Marotte. Damit muss man sich nicht wichtig machen.

Gruß

aligaga

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Mistralgitter
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Der Beziehungskonflikt WAR die Ursache fĂŒr den Mord - das haben die Untersuchungen eindeutig ergeben. Ich gehe von dieser Tatsache aus in meinem Text. Ich werde das "wohl" aus dem Satz streichen, dann ist das "sei" eindeutiger.

Aber Danke fĂŒr die Nachhilfe in puncto Konjunktiv I und II. Hab's verstanden.

Ob das "so" unschön ist, ist Geschmackssache, denk ich mal.
NatĂŒrlich könnte ich es auch anders formulieren. Mal sehen...

Inzwischen habe ich weitere Schwachstellen entdeckt... (z.B. Wortwiederholung "ehemalig")

Ich habe eigentlich keine Marotte, was die GĂ€nsefĂŒĂŸchen anbetrifft - eher mein Schreibprogramm, wie ich schon schrieb. Und deswegen als sich wichtig machender, leserfeindlich schreibender Autor zu gelten, ist sehr hoch gegriffen. Wie gesagt, wenn es je zu einer ernst zu nehmenden Veröffentlichung kommen sollte, wĂŒrde ich darĂŒber wieder neu nachdenken - könnte ich dann deine technische Hilfestellung diesbezĂŒglich in Anspruch nehmen? *smile*

Gruß
Mistralgitter
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