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Leselupe.de > Kurzprosa
Verrauchte Zeit
Eingestellt am 25. 12. 2017 11:45


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Aligator
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Ab und zu gönne ich mir eine Zigarette. Nicht, dass ich es bräuchte - einfach so. Ich schnorre von meinen Kollegen, das heißt, meistens strecken die mir sie mit so einer Geste entgegen.
Wenn ich inhaliere, kommt mir fast jedesmal meine erste Kippe in den Sinn. Ich war so neun oder zehn. Zu Besuch bei meinem Cousin, war wohl ein Geburtstag. Bei solchen Festen kamen wir Jungs stets zusammen und bauten jedes mal irgend einen Scheiß.
Jedenfalls prahlte mein Cousin, dass er Kinderzigaretten aus Amerika da h√§tte. Die w√§ren speziell f√ľr Kinder entwickelt worden. Weniger sch√§dlich, leichter und geschmackvoller. Ich war damals so d√§mlich, dass ich ihm das abgekauft hab. Die andern zwei √ľbrigens auch. Naja, vielleicht wollten wir das einfach nur wahr haben. Zumal ja L&M draufstand. Mir war Marlboro und Stuyvesant am gel√§ufigsten, die rauchte Papa wie ein Schlot. Aber L&M hatte ich bestimmt auch schon mal gesehen. Wahrscheinlich im Automat, beim Zigarettenholen.
Mein Cousin hat uns √ľbrigens hinterher dar√ľber aufgekl√§rt. Was ja dann auch egal war.¬†Wir waren ihm nicht b√∂se oder so. Im Gegenteil.
Und jedesmal, wenn ich mir heute eine Zigarette g√∂nne, da hab ich die ersten drei Z√ľge diesen Flashback. Vier Hosenschei√üer stehn in der K√§lte auf einer verlassen Dorfstra√üe und machen einen auf Rebell und Erwachsen.
Beim vierten Zug hab ich dann kein Bock mehr auf den ekligen Glimmst√§ngel und dr√ľck ihn aus. Und nicht selten ist mir schlecht. Genau wie damals.

Version vom 25. 12. 2017 11:45

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ThomasQu
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Servus Aligator,

nach dem ersten Lesedurchgang fand ich deine Geschichte noch etwas fade, aber nachdem ich sie zum dritten oder vierten Mal gelesen habe, gefällt sie mir ganz gut. Eine nette Erinnerung.
Trotzdem habe ich in der Geschichte ein paar Kleinigkeiten ge√§ndert. Schau einfach mal, ob du davon etwas √ľbernehmen willst.

Ab und zu gönne ich mir eine Zigarette. Nicht, dass ich es bräuchte - einfach so. Ich schnorre von meinen Kollegen, das heißt, meistens strecken die mir sie mit so einer Geste entgegen. Da, rauch mal eine! (Das Wort gönn hattest du ja vorher schon.)
Wenn ich inhaliere, kommt mir fast jedes Mal meine erste Kippe in den Sinn. Ich war so 9 oder 10. Zu Besuch bei meinem Cousin, war wohl ein Geburtstag. Bei solchen Festen kamen wir Jungs stets zusammen und bauten irgendeinen Scheiß. (Die kleine Bierszene habe ich rausgeworfen.)
Jedenfalls prahlte mein Cousin, dass er Kinderzigaretten aus Amerika dabei h√§tte. Die w√§ren speziell f√ľr Kinder entwickelt worden. Weniger sch√§dlich, leichter und geschmackvoller. Ich war damals so d√§mlich, dass ich ihm das abgekauft hab. Die beiden anderen √ľbrigens auch. Naja, vielleicht wollten wir das einfach nur wahr haben. Obwohl ja L&M draufstand. Mir war Marlboro und Stuyvesant am gel√§ufigsten, die rauchte Papa wie ein Schlot. Aber L&M hatte ich bestimmt auch schon mal gesehen. Wahrscheinlich im Automat, beim Zigarettenholen.
Mein Cousin hat uns √ľbrigens hinterher dar√ľber aufgekl√§rt. Was dann auch schon egal war. Wir waren ihm nicht b√∂se oder so. Im Gegenteil.
Und jedes Mal, wenn ich mir heute eine Zigarette g√∂nne, da hab ich bei den ersten drei Z√ľgen diesen Flashback. Vier Hosenschei√üer stehen in der K√§lte auf einer verlassen Dorfstra√üe und machen einen auf Rebell und Erwachsen.
Beim vierten Zug hab ich dann kein Bock mehr auf den ekligen Glimmst√§ngel und dr√ľck ihn aus. Und nicht selten ist mir schlecht. Genau wie damals.

Viele Gr√ľ√üe,

Thomas

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