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Leselupe.de > Kindergeschichten
Von Biermäusen und Kneipenkatzen-Höchst verwunderliche und ziemlich wahre Geschicht
Eingestellt am 18. 11. 2006 19:01


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Christoph
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„Von Biermäusen und Kneipenkatzen“

Kindergeschichten
über die Erlebnisse von fünf Katzen und der Mäusefamilie Klugbart
in und um ein Restaurant in einer Küsten-Kleinstadt in der Algarve/Portugal.


Es sind die Geschichten der fünf Katzen aus einem alten Bootslager, die im benachbarten Restaurant des Erzählers mit Futter und einem Platz vor dem Ofen versorgt werden, sowie der Mäusefamilie Klugbart, die in einem alten Hohlraum in der Wand hinter der Kaffeemaschine eine Bleibe gefunden hat.

Und die Biermäuse? Eine Erfindung des geschwätzigen Erzählers, mit der er die kleine Laetitia aufziehen möchte. Eine Erfindung, die für den Kater Zorro und die Familie Klugbart eine unruhige Nacht zur Folge hat.

Die aufeinander aufbauenden Geschichten erzählen von dem Mausemädchen Mini und Leo, dem wegen seines ungewöhnlichen Aussehens und seines „unmausigen“ Namens verstoßenen Mäuserichs, die sich kennen- und lieben lernen und schon kurz darauf getrennt werden.
Als Leo seine Rückkehr ankündigt, nutzt Mini mit viel Phantasie die Möglichkeiten des Restaurants um mit dem, was sie auf dem Boden finden kann, auf dem Kessel der Kaffeemaschine ein Festessen zur Wiederkehr des geliebten Leo zu kochen.

Auch bei den Katzen ist die jugendliche Bliny für ein paar Tage verschwunden, um auf dem benachbarten Campingplatz neue Freunde zu finden.
Genau wie Leo bei der Familie Klugbart, erzählt auch Bliny nach der Rückkehr ihre haarsträubenden Abenteuer. Erstaunlicherweise gibt es da einige deutliche Übereinstimmungen, denn Bliny und Leo erzählen, wie sie ein Gespenst besiegt haben.

Mini bekommt drei Kinder und hat seitdem ständig Kopfschmerzen.
Die Mäuse überlegen, was sie machen können. Ihnen ist aufgefallen, dass es den Menschen oft besser geht, wenn sie singen oder Musik hören. Da Singen für Mäuse schwierig ist, wird beschlossen, mit dem, was man im Restaurant so finden kann, Instrumente zu bauen und eine Band zu gründen. Schließlich ist „Mäusejazz“ ein bei den Menschen geläufiger Begriff.
Schon bei Minis Kochabenteuer hat es sich als nützlich erwiesen, von anderen zu lernen und das Gelernte mit Phantasie zu nutzen.

Bei den Katzen hingegen ist Singen ganz normal. Bliny und ihre neuen Freunde auf dem Campinglatz treffen sich jetzt regelmäßig zum Gesang, auch wenn sich ihr Onkel Simba als stimmlich unbegabt erweist und auf Schlagzeug umsteigen muss.

Am Ruhetag des Restaurants geben die Mäuse ihr Konzert für die Nachbarschaft, während die Bewohner des Campinglatzes wegen des Katzengesangs nicht zum Schlafen kommen.
Aber so ist die Zeit um den Sommeranfang: der Campingplatz und das Restaurant sind voll von Katzengesang und Mäusejazz.


Die Geschichten sind für Kinder im Grundschulalter gedacht – zum Vorlesen und Selberlesen.



Inhalt:




Vorbemerkung


1. Eine unruhige Nacht


2. Leo und Mini

Wie Mini Leo kennen gelernt hat
Leo muss abreisen
Leo gibt ein Zeichen und Mini bereitet das Festessen vor


3. Leo und Bliny erzählen,
wie sie ein Gespenst besiegt haben

Leo kommt und es gibt ein Festessen
Bliny ist verschwunden und kommt zurück
Leo erzählt
Bliny erzählt


4. Katzengesang und Mäusejazz
Mäusejazz
Katzengesang
Konzert – Die „K-Family“
Auf dem Campingplatz


Vorbemerkung

Die Geschichten, die ich erzähle, spielen in Portugal, genauer gesagt in einer kleinen Stadt an der Algarveküste.
Das ist ganz im Südwesten von Europa.

Ich lebe hier seit fast zehn Jahren und arbeite in meinem Restaurant. Wenn ich vor die Türe trete sehe ich das Meer und Palmen.
Wenn ich ein Hyper-Super-Schwimmer wäre könnte ich von meinem Haus aus etwas links runter schwimmen und käme nach Marokko in Afrika. Dazu müsste ich aber zehn Tage und Nächte ohne Pause schwimmen.
Würde ich etwas mehr rechts rüber schwimmen, käme ich nach einem Jahr schwimmen ohne Pause nach Brasilien. Aber so gut ist wohl keiner im Schwimmer auf der Welt.

Das Wetter ist meisten sehr schön. Viel Sonne und nicht zu heiß. Schnee hat es bei uns im Winter zuletzt vor fast sechzig Jahren gegeben.
Eigentlich gibt hier es nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter.

Das Leben findet - außer bei Regen im Winter – auf der Straße und auf den Plätzen statt.

Im Juli und August kommen viele Familien hierher in Urlaub, den Rest des Jahres ist es ruhig.
Die Leute, die hier leben sind freundlich zu mir, obwohl ich ein Fremder bin und sie sind freundlich zu den Tieren.

Es gibt hier viele Tiere im Ort: Katzen, Hunde (einige, die jemandem gehören und viele, die auf der Suche nach einer Familie sind), Chamäleons, die wie kleine Drachen aussehen und die Farbe ihrer Umgebung annehmen können, Gekkos – die hier „Oskar“ heißen und abends auf den weißen Hauswänden Beute suchen, Fledermäuse, die in der Nacht Insekten jagen, die sich im Licht der Straßenlaternen sammeln und natürlich auch Mäuse.

Mäuse sind nicht sehr beliebt, deshalb verstecken sie sich und man bekommt sie nur sehr selten zu sehen.
Aber wo Menschen sind, gibt es immer genug Nahrung und Verstecke für Mäuse.

Natürlich bleibt bei einem Restaurant am Ende des Tages immer etwas zu Essen übrig, was den Gästen zu viel war oder was bei der Vorbereitung übrig geblieben ist.
Wie viele andere Leute im Ort geben wir die Reste den Katzen und manchmal auch den Hunden, die keine feste Familie haben.

Inzwischen lebt in einem alten Bootslager neben dem Restaurant eine Katzenfamilie und manchmal auch einige ihrer Bekannten. Über die Jahre sind wir gute Freunde geworden.
Diese Katzen (Bliny, Zorro, Simba und Klara sowie der schwarze Fauchi) haben mir in den ruhigen Stunden im Winter die Geschichten erzählt, die ich jetzt weitergebe.

Die Geschichten von der Mäusefamilie Klugbart habe ich von einer alten Maus erfahren, nachdem ich sie vor Zorro – dem Kater - gerettet hatte.

Ich habe sie in eine Straße getragen die von Katzen gemieden wird und nachdem sie spürte, dass ich ihr nichts Böses wollte, fing sie an, leise zu fiepen.
Ich verstand erst nicht, dass sie mit mir reden wollte. Ich setzte sie auf eine kleine Mauer vor einem Garten um ihr die Freiheit wiederzugeben. Aber statt wegzulaufen blieb sie sitzen und fiepte weiter. Erst da verstand ich, dass sie mir etwas erzählen wollte. Ich hatte noch ein Stück trockenes Brot in der Tasche, das ich ihr anbot.
Wie wir so zusammen auf der Mauer saßen, entstand in meinem Kopf plötzlich das Bild von Albert und Schnäuzchen Klugbart, Mini, Leo, Benni und all den anderen.
Ich muss eingenickt sein, denn als ich wieder wach wurde war ich alleine.

Die Geschichte, die die alte Maus mir da erzählt hatte fand ich so spannend, dass ich in der gleichen Nacht anfing alles aufzuschreiben, was ich von der Maus gehört hatte und auch was mir die Katzen zuvor zugeschnurrt hatten.

Hier sind also die Geschichten und wenn mir keine Lügen erzählt worden sind, sind sie auch ziemlich wahr!

1.
Eine unruhige Nacht


Ich habe es selber nicht geglaubt! Für mich waren das immer solche Geschichten, die die Leute den Kindern abends im Bett erzählen, um dann, wenn die Kleinen endlich eingeschlafen sind, darüber zu lächeln, was Kinder so alles an Unsinn glauben.

Da ist die Sache mit den Biermäusen.
Eines Abends saß die fünfjährige Laetitia mit ihren Eltern noch auf eine Apfelschorle (und einen Kaffee und einen Schnaps für Franz sowie ein Alsterwasser für Stefanie) an der Theke unseres Restaurants. Während Jasmin für die anderen Gäste eifrig Bier zapfte fragte Laetitia neugierig, wie das in ihrem Alter so üblich ist:
„Was passiert eigentlich mit dem Bier das über den Rand läuft und was da so alles aus dem Hahn tropft?“

Jasmin setzte gerade an zu erklären, dass jeden Abend die Tropfschale (so heißt das Metallteil unter den Bierhahn) ausgegossen und abgespült wird, als ich mich – vorlaut wie immer – einmischte:
„ Das lassen wir drin stehen, denn nachts, wenn alle weg sind , kommen die Biermäuse und feiern eine Riesenparty mit den Resten.“
Laetitia lege den Kopf schief und guckte ungläubig. Ich konnte natürlich nicht aufhören und redete weiter:
„Das sind ganz spezielle Mäuse mit einer langen, viereckigen Schnauze mit der sie durch das Gitter an das Bier kommen können um zu trinken.“
„Woher willst Du das wissen, wenn Nachts keiner da ist?“
Da musste ich schon einen Moment nachdenken:
„ Ja also ..“ stammelte ich auf der Suche nach einer guten Idee „... morgens, beim Sauber machen findet Ana hier häufiger kleine Gläser, die halb leer getrunken sind, winzige Aschenbecher mit stinkenden Zigarettenkippen von Zigaretten, die dünner als ein Streichholz sind. Das kann nur von dem Fest der Biermäuse stammen.“
Laetitia schaute mich einen Moment an – merkte, dass ich wohl flunkerte und fing an lange zu kichern: „Dann musst Du mir aber mal in den nächsten Tagen so ein Mäuseglas und so einen Mäuseaschenbecher zeigen!“
Da hatte ich den Salat! Das kommt davon, wenn man Kindern Lügengeschichten erzählen will!

Was wir alle nicht bemerkt hatten: neben dem Ofen hatten es sich – wie so oft an kühlen Abenden – Zorro, der schwarz-weiße Kater und Bliny, seine 1 ½ Jahre jüngere Nichte gemütlich gemacht und sahen wie immer dem Treiben der Gäste an der Theke zu.
Katzen können nicht mit Worten sprechen. Aber – wie jeder weiß - mit Blicken und Gesten können sie ganz schön viel erzählen. Und außerdem verstehen Sie das meiste von dem, was Menschen so reden. Vor allem dann, wenn Worte fallen wie „Essen“, „Maus“, „Party“ oder sonst etwas, was Katzen so interessiert,.

Wie das so die Art der Katzen ist, zeigte Zorro kein erkennbares Interesse an dem Gespräch zwischen mir und Laetitia. Aber die Haare an der Spitze der Ohren schienen irgendwie etwas aufgeregter zu zittern, als es seiner sonstigen entspannten Schlafhaltung entsprach.
Zorro beschloss, dem, was er gerade gehört hatte möglichst bald auf den Grund zu gehen. Aber erst später, denn die Gäste an den Tischen standen auf. Das bedeutete, dass das Abendessen bald auf den Katzentisch unter der großen Palme gestellt würde – und gab es wichtigeres im Leben?

Aber nicht nur Zorro und Bliny waren dem Gespräch unbemerkt und aufmerksam gefolgt.
An einem warmen und sicheren Platz in der Wand hinter der Kaffeemaschine saß Mausevater Klugbart mit aufgerichteten Ohren und einer leicht zitternden Nase. So konnte er alle möglichen Gefahren sofort erfassen. Er versuchte die Gerüche und Geräusche zu deuten, die durch den leeren Kabelkanal zu ihm drangen, der auch als Eingang und Ausgang der Wohnung diente.
Die Wohnung der Familie Klugbart – Vater und Mutter Klugbart, drei Töchter und zwei Söhne - war ein idealer Platz. Vor allem, da sich bei Tochter „Mini“ Kinder ankündigten. In zwei Wochen würden sie eine richtige Großfamilie mit Enkelkindern sein. Aber noch reichte der Platz, den einige faule Handwerker in der Wand gelassen hatten. Sie wollten dort einen Elektrokasten einzubauen. Dann wurde aber klar war, dass der Kasten an eine andere Stelle gebaut werden musste. Zum Glück hatten sie sich nicht die Mühe gemacht hatten, das Loch wieder zu zumauern. So war das Loch nur mit einer Platte verschlossen, hinter der ein Hohlraum lag. Nur durch den jetzt nicht mehr benötigten Kabelkanal konnte dieser Raum betreten werden. An Besten dabei war: keiner, der größer als eine Maus war konnte diesen Weg benutzen.

Sie waren vor 10 Tagen hier eingezogen, nachdem der Platz im Lager des Nachbarrestaurants für alle zu klein geworden war. Und eine Wohnung im Restaurant ist das, was sich eine Mäusefamilie wünscht! Also nutzte Vater Albert Klugbart die Gelegenheit, dass Ana gerade den Müll wegbrachte und die Tür aufstand, um das Restaurant nach einer neuen Wohnmöglichkeit zu erforschen. Wenn Ana putzte war immer die beste Gelegenheit auf den gefährlichen Platz vor dem Haus zu gehen, da die Katzen Ana nicht mochten und Ana auch die Katzen nicht. Also hielten sich die Katzen, solange im Restaurant geputzt wurde, in ihrem Schlafquartier im Keller des Nebenhauses auf.
Albert Klugbart brauchte nur 10 Minuten um die neue Wohnung zu entdecken und mit einem gezielten Strahl Mäusepipi zu seinem Eigentum zu erklären. Jetzt würde sich kein anderer Mäuserich mehr in diesen Bereich vor wagen!
Aber wie sah die Wohnung aus. Hier hatte seit 10 Jahren niemand mehr gewohnt!
Zwischen alten Mörtelresten und Farbstaub lag eine tote Kakerlake, die so vertrocknet war, dass sie wahrscheinlich noch aus der Zeit der Bauarbeiten des Hauses stammte.
Dafür hatten aber einige Generationen von Spinnen hier ihre Netze aufgespannt und wieder aufgegeben Schließlich waren nur wenige Mücken und Fliegen so blöd in den Kabelkanal zu fliegen um sich da, im klebrigen Spinnennetz gefangen, zum Abendessen aussaugen zu lassen.
Da wartete viel Arbeit auf Ihn und seine Frau, die er stets liebevoll „Schnäuzchen“ nannte, da er das zarte Fell ihrer Schnauze beim Küssen besonders gerne mochte.
Da musste ein Schlafplatz für sie und die Kinder her und ein Platz für die Enkel, die bei drei so klugen und hübschen Töchtern unweigerlich bald zu erwarten waren. Da musste eine abgelegene Toilette her (wegen des Geruches), ein Vorratsraum für schlechte Zeiten und ein Wohnraum, an dem man sitzen und die neusten Geschichten aus der Nachbarschaft austauschen konnte. Also jede Menge Arbeit.
Und außerdem war Baumaterial teuer und schwer durch den engen Eingang in die Wohnung zu bringen.
Und dann die Katzen! Die Katzen, die sich hier im Restaurant rumtrieben waren zwar satt und ruhig und nicht so gefährlich. Weit schlimmer waren die hungrigen Kater, die jeden Abend zum Katzentisch unter der Palme kamen um sich an dem reichlichen Futter von Zorro, Bliny und den anderen zu bedienen. Aber Katzen sind und bleiben für Mäuse gefährlich. Ein Vetter und ein Onkel dritten Grades hatten diese Erfahrung mit dem Leben bezahlen müssen. Seiner Familie würde so etwas nicht geschehen! Dafür war er Albert Klugbart und wusste sich zu schützen!
Zum Glück wurden die Katzen jeden Abend von den Besitzern aus dem Restaurant vertrieben. Aber es geschah schon das eine oder andere Mal, dass sich eine irgendwo versteckte und die Nacht über drinnen blieb. Dann fiel die gesamte Nacht für Außenarbeiten und Futtersuche aus. Nur während der zwei bis drei Kaffeepausen von Ana beim Putzen konnte man sicher sein, allein im Restaurant zu sein. Die Kinder konnten dann für einige Minuten zum Fußballspielen nach draußen, während Vater und Mutter Klugbart geschickt unter den Tisch gefallene Servietten und Bierdeckel zu einer flauschigen Watte zerkauten Diese Watte brachten sie dann durch den Gang in die neue Wohnung, um sie später mit Hilfe von Spucke zu den verschiedenen Wohnlandschaften umzugestalten.
Seit ein paar Tagen war die Wohnung so weit fertig, dass man sie als ein richtiges „Zuhause“ bezeichnen konnte und die ganze Familie erwartete getrost die Enkelkinder.

An jenem Abend, an dem ich Laetitia die schöne, aber haarsträubend geflunkerte Geschichte von den Biermäusen erzählte hatte Vater Klugbart Wache. Das musste sein, denn wenn Betrieb im Restaurant war bestand immer Gefahr, dass irgendeiner durch einen dummen Zufall auf die Wohnung oder zumindest den Eingang stieß. Dann musste man sofort reagieren.
Normalerweise hatten die Menschen – vor allem die weiblichen – genauso viel Angst vor Mäusen wie die Mäuse vor den Menschen. Das gab im Falle einer Entdeckung die Gelegenheit, ein paar Minuten lang die Familie in ein sicheres Notversteck zu bringen. Dann kamen allerdings meistens die Menschenweibchen mit einem Menschenmännchen zurück. Das tat dann so, als hätte es keine Angst und wurde mit Lockungen und Drohungen zu einer irgendwie gearteten „Aktion“ gegen das „Ungeziefer“ getrieben. Meistens passierte nicht viel und das Weibchen wurde mit einem Satz wie „Ich kümmere mich gleich Morgen darum“ beruhigt.

Während Albert Klugbart also seine Wache schob, hörte er einige Worte, die ihm bekannt vorkamen wie „Mäuse“ „Bier“ und „Party“. Das interessierte ihn!
Er versuchte zu verstehen was da erzählt wurde, aber Mäuse können Körpersprache weit besser verstehen als dieses seltsame Gemisch aus Deutsch, Holländisch, Portugiesisch und Englisch, das abends an der Theke gesprochen wird.
Da die Katzen zu schlafen schienen, wagte er sich vorsichtig aus seinem Kabelkanalhausflur bis auf einen kleinen Absatz in der Wand hinter der Kaffeemaschine. Von dort aus konnte er alles sehen aber niemand sah ihn.

„So langsam wird es Zeit für die Menschen nach Hause zu gehen und die Katzen mitzunehmen“ dachte er bei sich.
Es dauerte nicht lange, bis wirklich alle nach und nach aufstanden und mehr oder weniger gerade – je nachdem wie viel sie getrunken hatten – das Restaurant verließen. Laetitia rief mir zum Abschied noch einmal zu: “Vergiss nicht mir einige Mäusegläser aufzuheben!“, die Katzen bekamen ihr Futter auf den Tisch neben der Palme und ich brachte den Müll nach draußen und kam für die Abrechnung zurück.
Keiner hatte bemerkt, wie Zorro der Kater hinter mir durch die Tür rein geschlüpft war um sich für die Nacht einen warmen Schlafplatz zu suchen. Außerdem wollte er unbedingt wissen, was es wohl mit den Mäusen und den Partys auf sich hatte.
Wie er gesehen hatte, war eine Tür der Kommode, in der die sauberen Wischlappen und die alten Speisekarten gelagert sind, nicht richtig geschlossen. Sofort nutzte die Gelegenheit es sich heimlich ganz hinten auf den flauschigen Tüchern gemütlich zu machen.

Der Abend ging zu Ende, ich ging noch einmal durch das Restaurant und rief „Raus, raus, raus“. Das veranlasste normalerweise alle verbliebenen Katzen, langsam und mit deutlichem Unwillen, nach draußen zu gehen, noch ein kleines Häppchen vom Futter zu naschen und dann den Schlafplatz nebenan aufzusuchen.
Zorro hatte aber so viel von den Gästen an den Tischen zugesteckt bekommen, dass er keinen Hunger mehr hatte und nur in Ruhe und alleine schlafen wollte. Später wollte er dann mal nachsehen, was denn da so an der Theke von Mäusen und Party erzählt worden war.
Aber dann kam es doch alles anders: ich kam noch einmal zurück, weil ich meine Brille auf der Theke liegen gelassen hatte und sah die offene Türe an der Kommode, die ich sofort sorgfältig zu machte.

Zorro, der schon schlief wurde kurz wach, schlief aber sofort wieder ein. Er wusste, dass in wenigen Stunden Ana kommen und sich frische Lappen aus der Kommode holen würde.
„Dann kann ich wieder raus und bis dahin habe ich himmlische Ruhe!“ dachte er bei sich.
Wie anders sollte die Nacht verlaufen!

Auch die Familie Klugbart hatte schon auf den Moment gewartet, dass die Menschen weg waren. Jetzt konnten sie in Ruhe die Brotkrumen unter den Tischen verspeisen und auch der Salat und die Gemüsereste die ganz hinten unter den Herd gerutscht oder beim Fegen übersehen worden waren und alles was sonst noch an Essbaren auf dem Boden lag, ergab ein reichhaltiges Abendessen.
Vater Klugbart war der erste der prüfte, ob die Luft rein war. Der Geruch nach Katze, der immer irgendwie hier in der Luft hing schien zwar etwas stärker als gewöhnlich, aber er konnte keine der gefährlichen Bestien feststellen.
„Abendessen, die Luft ist rein“ fiepte er in Richtung der Mäusewohnung und in kürzester Zeit sah er Mini und seine anderen vier Kinder unter den Tischen und vor der Theke die Reste naschen. „Schnäuzchen“ war an seiner Seite als sie unter die Kommode liefen, denn hier fielen immer besonders viele Brotkrumen vom Schneidebrett auf den Boden.

„Halt mal still! Ich glaube, ich habe da etwas gehört!“ flüsterte plötzlich Schnäuzchen und erstarrte. Albert, noch ein Stückchen Brot halb im und halb aus dem Mund, blieb wie versteinert stehen.
Er hörte genau hin. Und wirklich, da war ein Geräusch wie ein leiser Windhauch, das aus der Kommode oder von dahinter zu kommen schien.
„Wir sind doch alleine hier“ dachte er – „was mag das sein?“.
Schnäuzchen rührte sich nicht vom Fleck und auch die fünf Kinder hatten inzwischen gespürt das etwas im Gange war und waren „mucksmäuschenstill“.
Er musste etwas unternehmen!
So leise, wie er nur konnte – und glaube mir: Mäuse können sehr, sehr leise sein – schlich er sich erst an die Wand hinten unter der Kommode, aber er konnte nichts erkennen. Immer versteckt, damit er nicht entdeckt wurde suchte er alle Ecken ab. Nichts! Vielleicht kam das Geräusch von oben. Zum Glück können Mäuse ausgezeichnet klettern. Also machte er ich an den Aufstieg auf die Kommode. Er hatte gerade die hölzerne Seitenwand geschafft und zog sich über die Kante, als er sah, dass der Weg verstellt war:
Öl- und Essigflaschen, Plastikdosen mit Zahnstochern, Fläschchen mit Pfeffersauce, Salzstreuer, ein Salzfass, Pfeffermühlen, ein Glas mit Kugelschreibern, Berge von roten und weißen Servietten, eine verklebte leere Weinflasche aus der Küche, Gläser mit kleinen, mittleren und großen Löffeln, ein Glas mit Knickstrohhalmen, ein Block mit Kugelschreibern und zwei alte Weinkorken standen so aufgebaut als wollte ihm jemand den Weg verstellen. Er hielt kurz inne und versuchte die Situation zu erfassen. Wenn er sich ganz dünn machte, gäbe es vielleicht eine Möglichkeit zwischen den Pfeffermühlen und dem Glas mit den langen Milchkaffeelöffeln hindurch auf die freie Fläche dahinter zu kommen.
Das besorgniserregende Geräusch klang hier oben etwas lauter und er glaubte sogar unter seinen Füßen eine lichtes Zittern zu spüren. Er musste im Interesse seiner Familie und natürlich auch im eigenen Interesse herausfinden, was hier vor sich ging!

Er machte sich also so dünn, wie es nur irgend ging, hielt die Luft an und begann den Weg durch die Barriere.
Seine ganze Familie saß still, als wären sie aus Gips, auf dem Boden und wartete.

Als er gerade an der engsten Stelle zwischen der Pfeffermühle und dem Glas mit den langen Löffeln angekommen war, musste er einmal tief Luft holen.
Leider war etwas von dem Pfeffer aus der Mühle auf die Kommode gerieselt und mit der Luft bekam er reichlich schwarzen Pfeffer in die Nase.
„Hatschi!“ Das Niesen war wie eine Explosion! Dabei stieß er gegen das Glas mit den Löffeln das runter fiel und mit einem lauten Knall in tausend Scherben zerplatze.
Die Löffel gaben beim Aufschlag auf den Kachelboden ihr eigenes Konzert, das erst nach einigen Sekunden zu Ende war.

Gleichzeitig war aus dem Inneren der Kommode ein lautes Fauchen und dann ein heftiges Gerumpel zu hören, als Zorro – unsanft aus dem Schlaf gerissen, mit aller Kraft versuchte seinem Gefängnis zu entfliehen.

Vater Klugbart sprang mit einem todesmutigen Satz von der Kommode, wobei er sich die linke Vorderpfote leicht verstauchte und jagte wie der Blitz durch den Gastraum, hinter die Theke, am Elektrokabel rauf zur Kaffeemaschine, hinter die Maschine, rein in den Hausflur und runter in die Wohnung, wo schon Schnäuzchen und die anderen fünf zitternd warteten.
Noch mal gerettet!
In dieser Nach war an Futter und Spiele nicht mehr zu denken (Mäuse sind Nachts aktiv und schlafen am Tag, vor allem wenn tagsüber Katzen in der Nähe sind).

So langsam beruhigten sich die Nerven und alle waren glücklich, dem Schicksal entkommen zu sein, Abendessen einer Bestie zu werden.

Zorro konnte sich in seinem Gefängnis kaum beruhigen, denn er verstand nichts von dem, was um ihn herum geschehen war. Mitten in den süßesten Träumen von Heldentaten und großen Bergen Futter (nicht aus der Dose, sondern von den Tellern der Gäste oder von Christoph selbst gekocht!) plötzlich ein Lärm als würden alle Hunde der Nachbarschaft das Besteck und die Gläser des Restaurants auf den Boden werfen! Und er war eingesperrt!
Dann diese plötzliche Stille! Er hatte Angst weil er die Situation nicht verstand. „Das ist keine Mäuseparty!“ dachte er sich erschrocken.
Wo konnte er in seinem Gefängnis nur hingehen? Er merkte, dass ihm die ganze Sache auch noch auf die Blase geschlagen war, wusste aber aus Erfahrung, Menschen können sehr ärgerlich werden, wenn man auf deren Sachen pinkelt.
Also half nichts: wenig bewegen und einhalten. Er zog sich in die andere Ecke zurück um bis zur Ankunft von Ana noch etwas zu schlafen.

Um neun Uhr kam Ana, und als Sie das zerbrochene Glas und die Löffel auf dem Boden sah, machte sie eine unfreundliche Bemerkung über Tiere im Restaurant („Die gehören gebraten auf die Speisekarte“) und begann aufzuräumen.
Unglücklicherweise öffnete sie gleich die Türe der Kommode, um sich einen frischen Lappen zu holen.
Zorro sprang mit einem Satz an der verblüfften und erschrockenen Ana vorbei, durch die offen stehende Türe in den Garten zum Pinkeln um dann still und leise seinen alten Schlafplatz im Anbau einzunehmen.

„Wenn die Mäuse so ihre Partys feiern, will ich lieber demnächst wieder in meinem ruhigen Keller schlafen!“ dachte er bei sich und beschloss, nie wieder etwas auf das Geschwätz von Kindern und Erwachsenen an der Theke zu geben.

Leo-und-Mini

Leo-und-Bliny-erzaehlen-wie-sie-ein-Gespenst-besiegt-haben

Katzengesang-und-Maeusejazz





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Christoph Höver
Fuseta / Portugal
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Version vom 18. 11. 2006 19:01
Version vom 04. 04. 2008 20:41
Version vom 05. 04. 2008 12:07

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Liebe Lupianer,

abseits der im Forum veröffentlichten Kommentare hat ein Disput über das Ende der Geschichte ("Katzengesang und Mäusejazz") begonnen, zu dem ich gerne weitere Leser einladen möchte.
Ich zitiere - ihr Einverständnis vorausgesetzt - flammarion aus ihrer Mail:
"lieber christoph, heute so wie damals halte ich den schluss vom mäusejazz und katzengesang für nicht gelungen. er wirkt abgehackt. da muss hinten noch was ran!"

Ich hingegen halte das Ende der Geschichte, mit dem Rückbezug auf den Anfang ("Eine unruhige Nacht") für gelungen.

Über weitere Stellungnahmen würde ich mich freuen!

Christoph

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Von Biermäusen und Kneipenkatzen-(Leerfeld)Höchst verwunderliche und ziemlich wahre Geschicht (Geschichte)
Veröffentlicht von Christoph am 18. 11. 2006 19:01
Vorbemerkung

Die Geschichten, die ich erzähle, spielen in Portugal, genauer gesagt in einer kleinen Stadt an der Algarveküste.
Das ist ganz im Südwesten von Europa.

Ich lebe hier seit fast zehn Jahren und arbeite in meinem Restaurant. Wenn ich vor die Türe (Tür) trete(Komma) sehe ich das Meer und Palmen.
Wenn ich ein Hyper-Super-Schwimmer wäre(Komma) könnte ich von meinem Haus aus etwas links runter schwimmen und käme nach Marokko in Afrika. Dazu müsste ich aber zehn Tage und Nächte ohne Pause schwimmen.
Würde ich etwas mehr rechts rüber schwimmen, käme ich nach einem Jahr schwimmen ohne Pause nach Brasilien. Aber so gut ist wohl keiner im Schwimmer (Schwimmen) auf der Welt.

Das Wetter ist meisten (meistens) sehr schön. Viel Sonne und nicht zu heiß. Schnee hat es bei uns im Winter zuletzt vor fast sechzig Jahren gegeben.
Eigentlich gibt hier es nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter.

Das Leben findet - außer bei Regen im Winter – auf der Straße und auf den Plätzen statt.

Im Juli und August kommen viele Familien hierher in Urlaub, den Rest des Jahres ist es ruhig.
Die Leute, die hier leben(Komma) sind freundlich zu mir, obwohl ich ein Fremder bin(Komma) und sie sind freundlich zu den Tieren.

Es gibt hier viele Tiere im Ort: Katzen, Hunde (einige, die jemandem gehören und viele, die auf der Suche nach einer Familie sind), Chamäleons, die wie kleine Drachen aussehen und die Farbe ihrer Umgebung annehmen können, Gekkos – die hier „Oskar“ heißen und abends auf den weißen Hauswänden Beute suchen, Fledermäuse, die in der Nacht Insekten jagen, die sich im Licht der Straßenlaternen sammeln und natürlich auch Mäuse.

Mäuse sind nicht sehr beliebt, deshalb verstecken sie sich und man bekommt sie nur sehr selten zu sehen.
Aber wo Menschen sind, gibt es immer genug Nahrung und Verstecke für Mäuse.

Natürlich bleibt bei einem Restaurant am Ende des Tages immer etwas zu Essen übrig, was den Gästen zu viel war oder was bei der Vorbereitung übrig geblieben ist.
Wie viele andere Leute im Ort geben wir die Reste den Katzen und manchmal auch den Hunden, die keine feste Familie haben.

Inzwischen lebt in einem alten Bootslager neben dem Restaurant eine Katzenfamilie und manchmal auch einige ihrer Bekannten. Über die Jahre sind wir gute Freunde geworden.
Diese Katzen (Bliny, Zorro, Simba und Klara sowie der schwarze Fauchi) haben mir in den ruhigen Stunden im Winter die Geschichten erzählt, die ich jetzt weitergebe.

Die Geschichten von der Mäusefamilie Klugbart habe ich von einer alten Maus erfahren, nachdem ich sie vor Zorro – dem Kater - gerettet hatte.

Ich habe sie in eine Straße getragen(Komma) die von Katzen gemieden wird und nachdem sie spürte, dass ich ihr nichts Böses wollte, fing sie an, leise zu fiepen.
Ich verstand erst nicht, dass sie mit mir reden wollte. Ich setzte sie auf eine kleine Mauer vor einem Garten(Komma) um ihr die Freiheit wiederzugeben. Aber statt wegzulaufen blieb sie sitzen und fiepte weiter. Erst da verstand ich, dass sie mir etwas erzählen wollte. Ich hatte noch ein Stück trockenes Brot in der Tasche, das ich ihr anbot.
Wie wir so zusammen auf der Mauer saßen, entstand in meinem Kopf plötzlich das Bild von Albert und Schnäuzchen Klugbart, Mini, Leo, Benni und all den anderen.
Ich muss eingenickt sein, denn als ich wieder wach wurde(Komma) war ich alleine.

Die Geschichte, die die alte Maus mir da erzählt hatte(Komma) fand ich so spannend, dass ich in der gleichen Nacht anfing(Komma) alles aufzuschreiben, was ich von der Maus gehört hatte und auch(Komma) was mir die Katzen zuvor zugeschnurrt hatten.

Hier sind also die Geschichten und wenn mir keine Lügen erzählt worden sind, sind sie auch ziemlich wahr!

1.
Eine unruhige Nacht

Ich habe es selber nicht geglaubt! Für mich waren das immer solche Geschichten, die die Leute den Kindern abends im Bett erzählen, um dann, wenn die Kleinen endlich eingeschlafen sind, darüber zu lächeln, was Kinder so alles an Unsinn glauben.

Da ist die Sache mit den Biermäusen.
Eines Abends saß die fünfjährige Laetitia mit ihren Eltern noch auf eine Apfelschorle (und einen Kaffee und einen Schnaps für Franz sowie ein Alsterwasser für Stefanie) an der Theke unseres Restaurants. Während Jasmin für die anderen Gäste eifrig Bier zapfte(Komma) fragte Laetitia neugierig, wie das in ihrem Alter so üblich ist: (kein Absatz)
„Was passiert eigentlich mit dem Bier(Komma) das über den Rand läuft und was da so alles aus dem Hahn tropft?“

Jasmin setzte gerade an zu erklären, dass jeden Abend die Tropfschale (so heißt das Metallteil unter den (dem) Bierhahn) ausgegossen und abgespült wird, als ich mich – vorlaut wie immer – einmischte:
„ (kein Leerfeld)Das lassen wir drin stehen, denn nachts, wenn alle weg sind (kein Leerfeld), kommen die Biermäuse und feiern eine Riesenparty mit den Resten.“
Laetitia lege den Kopf schief und guckte ungläubig. Ich konnte natürlich nicht aufhören und redete weiter: (kein Absatz)
„Das sind ganz spezielle Mäuse mit einer langen, viereckigen Schnauze(Komma) mit der sie durch das Gitter an das Bier kommen können(Komma) um zu trinken.“
„Woher willst Du (du) das wissen, wenn Nachts (nachts) keiner da ist?“
Da musste ich schon einen Moment nachdenken: (kein Absatz)
„ (kein Leerfeld)Ja(Komma) also ..“(Komma) stammelte ich auf der Suche nach einer guten Idee(Komma) „... morgens, beim Sauber machen(Komma) findet Ana hier häufiger kleine Gläser, die halb leer getrunken sind, winzige Aschenbecher mit stinkenden Zigarettenkippen von Zigaretten, die dünner als ein Streichholz sind. Das kann nur von dem Fest der Biermäuse stammen.“
Laetitia schaute mich einen Moment an – merkte, dass ich wohl flunkerte und fing an lange zu kichern: „Dann musst Du mir aber mal in den nächsten Tagen so ein Mäuseglas und so einen Mäuseaschenbecher zeigen!“
Da hatte ich den Salat! Das kommt davon, wenn man Kindern Lügengeschichten erzählen will!

Was wir alle nicht bemerkt hatten: neben dem Ofen hatten es sich – wie so oft an kühlen Abenden – Zorro, der schwarz-weiße Kater und Bliny, seine 1 ½ Jahre jüngere Nichte gemütlich gemacht und sahen wie immer dem Treiben der Gäste an der Theke zu.
Katzen können nicht mit Worten sprechen. Aber – wie jeder weiß - mit Blicken und Gesten können sie ganz schön viel erzählen. Und außerdem verstehen Sie (sie) das meiste von dem, was Menschen so reden. Vor allem dann, wenn Worte fallen wie „Essen“, „Maus“, „Party“ oder sonst etwas, was Katzen so interessiert,(kein Komma).

Wie das so die Art der Katzen ist, zeigte Zorro kein erkennbares Interesse an dem Gespräch zwischen mir und Laetitia. Aber die Haare an der Spitze der Ohren schienen irgendwie etwas aufgeregter zu zittern, als es seiner sonstigen entspannten Schlafhaltung entsprach.
Zorro beschloss, dem, was er gerade gehört hatte(Komma) möglichst bald auf den Grund zu gehen. Aber erst später, denn die Gäste an den Tischen standen auf. Das bedeutete, dass das Abendessen bald auf den Katzentisch unter der großen Palme gestellt würde – und gab es wichtigeres im Leben?

Aber nicht nur Zorro und Bliny waren dem Gespräch unbemerkt und aufmerksam gefolgt.
An einem warmen und sicheren Platz in der Wand hinter der Kaffeemaschine saß Mausevater Klugbart mit aufgerichteten Ohren und einer leicht zitternden Nase. So konnte er alle möglichen Gefahren sofort erfassen. Er versuchte die Gerüche und Geräusche zu deuten, die durch den leeren Kabelkanal zu ihm drangen, der auch als Eingang und Ausgang der Wohnung diente.
Die Wohnung der Familie Klugbart – Vater und Mutter Klugbart, drei Töchter und zwei Söhne - war ein idealer Platz. Vor allem, da sich bei Tochter „Mini“ Kinder ankündigten. In zwei Wochen würden sie eine richtige Großfamilie mit Enkelkindern sein. Aber noch reichte der Platz, den einige faule Handwerker in der Wand gelassen hatten. Sie wollten dort einen Elektrokasten einzubauen (einbauen) . Dann wurde aber klar war (überflüssig), dass der Kasten an eine andere (einer anderen) Stelle gebaut werden musste. Zum Glück hatten sie sich nicht die Mühe gemacht hatten (doppelt), das Loch wieder zu zumauern. So war das Loch nur mit einer Platte verschlossen, hinter der ein Hohlraum lag. Nur durch den jetzt nicht mehr benötigten Kabelkanal konnte dieser Raum betreten werden. An Besten (Am besten) dabei war: keiner, der größer als eine Maus war(Komma) konnte diesen Weg benutzen.

Sie waren vor 10 (zehn – kleinere Zahlen werden ausgeschrieben!) Tagen hier eingezogen, nachdem der Platz im Lager des Nachbarrestaurants für alle zu klein geworden war. Und eine Wohnung im Restaurant ist das, was sich eine Mäusefamilie wünscht! Also nutzte Vater Albert Klugbart die Gelegenheit, dass Ana gerade den Müll wegbrachte und die Tür aufstand (offen stand – nur im Trickfilm können Türen aufstehen oder sich hinlegen), um das Restaurant nach einer neuen Wohnmöglichkeit zu erforschen. Wenn Ana putzte(Komma) war immer die beste Gelegenheit(Komma) auf den gefährlichen Platz vor dem Haus zu gehen, da die Katzen Ana nicht mochten und Ana auch die Katzen nicht. Also hielten sich die Katzen, solange im Restaurant geputzt wurde, in ihrem Schlafquartier im Keller des Nebenhauses auf.
Albert Klugbart brauchte nur 10 Minuten(Komma) um die neue Wohnung zu entdecken und mit einem gezielten Strahl Mäusepipi zu seinem Eigentum zu erklären. Jetzt würde sich kein anderer Mäuserich mehr in diesen Bereich vor wagen!
Aber wie sah die Wohnung aus. Hier hatte seit 10 Jahren niemand mehr gewohnt!
Zwischen alten Mörtelresten und Farbstaub lag eine tote Kakerlake, die so vertrocknet war, dass sie wahrscheinlich noch aus der Zeit der Bauarbeiten des Hauses stammte.
Dafür hatten aber einige Generationen von Spinnen hier ihre Netze aufgespannt und wieder aufgegeben(Punkt) Schließlich waren nur wenige Mücken und Fliegen so blöd(Komma) in den Kabelkanal zu fliegen um sich da, im klebrigen Spinnennetz gefangen, zum Abendessen aussaugen zu lassen.
Da wartete viel Arbeit auf Ihn (ihn) und seine Frau, die er stets liebevoll „Schnäuzchen“ nannte, da er das zarte Fell ihrer Schnauze beim Küssen besonders gerne mochte.
Da musste ein Schlafplatz für sie und die Kinder her und ein Platz für die Enkel, die bei drei so klugen und hübschen Töchtern unweigerlich bald zu erwarten waren. Da musste eine abgelegene Toilette her (wegen des Geruches), ein Vorratsraum für schlechte Zeiten und ein Wohnraum, an (in) dem man sitzen und die neusten Geschichten aus der Nachbarschaft austauschen konnte. Also jede Menge Arbeit.
Und außerdem war Baumaterial teuer und schwer durch den engen Eingang in die Wohnung zu bringen.
Und dann die Katzen! Die Katzen, die sich hier im Restaurant rumtrieben (herumtrieben) (Komma) waren zwar satt und ruhig und nicht so gefährlich. Weit schlimmer waren die hungrigen Kater, die jeden Abend zum Katzentisch unter der Palme kamen(Komma) um sich an dem reichlichen Futter von Zorro, Bliny und den anderen zu bedienen. Aber Katzen sind und bleiben für Mäuse gefährlich. Ein Vetter und ein Onkel dritten Grades hatten diese Erfahrung mit dem Leben bezahlen müssen. Seiner Familie würde so etwas nicht geschehen! Dafür war er Albert Klugbart und wusste sich zu schützen!
Zum Glück wurden die Katzen jeden Abend von den Besitzern aus dem Restaurant vertrieben. Aber es geschah schon das eine oder andere Mal, dass sich eine irgendwo versteckte und die Nacht über drinnen blieb. Dann fiel die gesamte Nacht für Außenarbeiten und Futtersuche aus. Nur während der zwei bis drei Kaffeepausen von Ana beim Putzen konnte man sicher sein, allein im Restaurant zu sein. Die Kinder konnten dann für einige Minuten zum Fußballspielen nach draußen, während Vater und Mutter Klugbart geschickt unter den Tisch gefallene Servietten und Bierdeckel zu einer flauschigen Watte zerkauten(Punkt) Diese Watte brachten sie dann durch den Gang in die neue Wohnung, um sie später mit Hilfe von Spucke zu den verschiedenen Wohnlandschaften umzugestalten.
Seit ein paar Tagen war die Wohnung so weit fertig, dass man sie als ein richtiges „Zuhause“ bezeichnen konnte und die ganze Familie erwartete getrost die Enkelkinder.

An jenem Abend, an dem ich Laetitia die schöne, aber haarsträubend geflunkerte Geschichte von den Biermäusen erzählte(Komma) hatte Vater Klugbart Wache. Das musste sein, denn wenn Betrieb im Restaurant war(Komma) bestand immer Gefahr, dass irgendeiner durch einen dummen Zufall auf die Wohnung oder zumindest den Eingang stieß. Dann musste man sofort reagieren.
Normalerweise hatten die Menschen – vor allem die weiblichen – genauso viel Angst vor Mäusen wie die Mäuse vor den Menschen. Das gab im Falle einer Entdeckung die Gelegenheit, ein paar Minuten lang die Familie in ein sicheres Notversteck zu bringen. Dann kamen allerdings meistens die Menschenweibchen mit einem Menschenmännchen zurück. Das tat dann so, als hätte es keine Angst und wurde mit Lockungen und Drohungen zu einer irgendwie gearteten „Aktion“ gegen das „Ungeziefer“ getrieben. Meistens passierte nicht viel und das Weibchen wurde mit einem Satz wie „Ich kümmere mich gleich Morgen (morgen) darum“ beruhigt.

Während Albert Klugbart also seine Wache schob, hörte er einige Worte, die ihm bekannt vorkamen wie „Mäuse“ „Bier“ und „Party“. Das interessierte ihn!
Er versuchte zu verstehen(Komma) was da erzählt wurde, aber Mäuse können Körpersprache weit besser verstehen als dieses seltsame Gemisch aus Deutsch, Holländisch, Portugiesisch und Englisch, das abends an der Theke gesprochen wird.
Da die Katzen zu schlafen schienen, wagte er sich vorsichtig aus seinem Kabelkanalhausflur bis auf einen kleinen Absatz in der Wand hinter der Kaffeemaschine. Von dort aus konnte er alles sehen(Komma) aber niemand sah ihn.

„So langsam wird es Zeit für die Menschen(Komma) nach Hause zu gehen und die Katzen mitzunehmen“(Komma) dachte er bei sich.
Es dauerte nicht lange, bis wirklich alle nach und nach aufstanden und mehr oder weniger gerade – je nachdem(Komma) wie viel sie getrunken hatten – das Restaurant verließen. Laetitia rief mir zum Abschied noch einmal zu: “Vergiss nicht(Komma) mir einige Mäusegläser aufzuheben!“, die Katzen bekamen ihr Futter auf den Tisch neben der Palme und ich brachte den Müll nach draußen und kam für die Abrechnung zurück.
Keiner hatte bemerkt, wie Zorro der Kater hinter mir durch die Tür rein geschlüpft war(Komma) um sich für die Nacht einen warmen Schlafplatz zu suchen. Außerdem wollte er unbedingt wissen, was es wohl mit den Mäusen und den Partys auf sich hatte.
Wie er gesehen hatte, war eine Tür der Kommode, in der die sauberen Wischlappen und die alten Speisekarten gelagert sind, nicht richtig geschlossen. Sofort nutzte (er) die Gelegenheit(Komma) es sich heimlich ganz hinten auf den flauschigen Tüchern gemütlich zu machen.

Der Abend ging zu Ende, ich ging noch einmal durch das Restaurant und rief „Raus, raus, raus“. Das veranlasste normalerweise alle verbliebenen Katzen, langsam und mit deutlichem Unwillen, nach draußen zu gehen, noch ein kleines Häppchen vom Futter zu naschen und dann den Schlafplatz nebenan aufzusuchen.
Zorro hatte aber so viel von den Gästen an den Tischen zugesteckt bekommen, dass er keinen Hunger mehr hatte und nur in Ruhe und alleine schlafen wollte. Später wollte er dann mal nachsehen, was denn da so an der Theke von Mäusen und Party erzählt worden war.
Aber dann kam es doch alles anders: ich kam noch einmal zurück, weil ich meine Brille auf der Theke liegen gelassen hatte und sah die offene Türe (Tür) an der Kommode, die ich sofort sorgfältig zu machte.

Zorro, der schon schlief(Komma) wurde kurz wach, schlief aber sofort wieder ein. Er wusste, dass in wenigen Stunden Ana kommen und sich frische Lappen aus der Kommode holen würde.
„Dann kann ich wieder raus und bis dahin habe ich himmlische Ruhe!“(Komma) dachte er bei sich.
Wie anders sollte die Nacht verlaufen!

Auch die Familie Klugbart hatte schon auf den Moment gewartet, dass die Menschen weg waren. Jetzt konnten sie in Ruhe die Brotkrumen unter den Tischen verspeisen und auch der Salat und die Gemüsereste(Komma) die ganz hinten unter den Herd gerutscht oder beim Fegen übersehen worden waren und alles(Komma) was sonst noch an Essbaren (Essbarem) auf dem Boden lag, ergab ein reichhaltiges Abendessen.
Vater Klugbart war der erste(Komma) der prüfte, ob die Luft rein war. Der Geruch nach Katze, der immer irgendwie hier in der Luft hing(Komma) schien zwar etwas stärker als gewöhnlich, aber er konnte keine der gefährlichen Bestien feststellen.
„Abendessen, die Luft ist rein“(Komma) fiepte er in Richtung der Mäusewohnung und in kürzester Zeit sah er Mini und seine anderen vier Kinder unter den Tischen und vor der Theke die Reste naschen. „Schnäuzchen“ war an seiner Seite(Komma) als sie unter die Kommode liefen, denn hier fielen immer besonders viele Brotkrumen vom Schneidebrett auf den Boden.

„Halt mal still! Ich glaube, ich habe da etwas gehört!“(Komma) flüsterte plötzlich Schnäuzchen und erstarrte. Albert, noch ein Stückchen Brot halb im und halb aus dem Mund, blieb wie versteinert stehen.
Er hörte genau hin. Und wirklich, da war ein Geräusch wie ein leiser Windhauch, das aus der Kommode oder von dahinter zu kommen schien.
„Wir sind doch alleine hier“(Komma) dachte er – „was mag das sein?“.
Schnäuzchen rührte sich nicht vom Fleck und auch die fünf Kinder hatten inzwischen gespürt(Komma) das (dass) etwas im Gange war und waren „mucksmäuschenstill“.
Er musste etwas unternehmen!
So leise, wie er nur konnte – und glaube mir: Mäuse können sehr, sehr leise sein – schlich er sich erst an die Wand hinten unter der Kommode, aber er konnte nichts erkennen. Immer versteckt, damit er nicht entdeckt wurde(Komma) suchte er alle Ecken ab. Nichts! Vielleicht kam das Geräusch von oben. Zum Glück können Mäuse ausgezeichnet klettern. Also machte er ich an den Aufstieg auf die Kommode. Er hatte gerade die hölzerne Seitenwand geschafft und zog sich über die Kante, als er sah, dass der Weg verstellt war: (kein Absatz)
Öl- und Essigflaschen, Plastikdosen mit Zahnstochern, Fläschchen mit Pfeffersauce, Salzstreuer, ein Salzfass, Pfeffermühlen, ein Glas mit Kugelschreibern, Berge von roten und weißen Servietten, eine verklebte leere Weinflasche aus der Küche, Gläser mit kleinen, mittleren und großen Löffeln, ein Glas mit Knickstrohhalmen, ein Block mit Kugelschreibern und zwei alte Weinkorken standen so aufgebaut(Komma) als wollte ihm jemand den Weg verstellen. Er hielt kurz inne und versuchte die Situation zu erfassen. Wenn er sich ganz dünn machte, gäbe es vielleicht eine Möglichkeit(Komma) zwischen den Pfeffermühlen und dem Glas mit den langen Milchkaffeelöffeln hindurch auf die freie Fläche dahinter zu kommen.
Das besorgniserregende Geräusch klang hier oben etwas lauter und er glaubte sogar unter seinen Füßen eine lichtes (ein leichtes) Zittern zu spüren. Er musste im Interesse seiner Familie und natürlich auch im eigenen Interesse herausfinden, was hier vor sich ging!

Er machte sich also so dünn, wie es nur irgend ging, hielt die Luft an und begann den Weg durch die Barriere.
Seine ganze Familie saß still, als wären (wäre – Familie ist Einzahl) sie aus Gips, auf dem Boden und wartete.

Als er gerade an der engsten Stelle zwischen der Pfeffermühle und dem Glas mit den langen Löffeln angekommen war, musste er einmal tief Luft holen.
Leider war etwas von dem Pfeffer aus der Mühle auf die Kommode gerieselt und mit der Luft bekam er reichlich schwarzen Pfeffer in die Nase.
„Hatschi!“ Das Niesen war wie eine Explosion! Dabei stieß er gegen das Glas mit den Löffeln(Komma) das runter (herunter) fiel und mit einem lauten Knall in tausend Scherben zerplatze.
Die Löffel gaben beim Aufschlag auf den Kachelboden ihr eigenes Konzert, das erst nach einigen Sekunden zu Ende war.

Gleichzeitig war aus dem Inneren der Kommode ein lautes Fauchen und dann ein heftiges Gerumpel zu hören, als Zorro – unsanft aus dem Schlaf gerissen, mit aller Kraft versuchte(Komma) seinem Gefängnis zu entfliehen.

Vater Klugbart sprang mit einem todesmutigen Satz von der Kommode, wobei er sich die linke Vorderpfote leicht verstauchte und jagte wie der Blitz durch den Gastraum, hinter die Theke, am Elektrokabel rauf zur Kaffeemaschine, hinter die Maschine, rein in den Hausflur und runter in die Wohnung, wo schon Schnäuzchen und die anderen fünf zitternd warteten.
Noch mal gerettet!
In dieser Nach war an Futter und Spiele nicht mehr zu denken (Mäuse sind Nachts (nachts) aktiv und schlafen am Tag, vor allem(Komma) wenn tagsüber Katzen in der Nähe sind).

So langsam beruhigten sich die Nerven und alle waren glücklich, dem Schicksal entkommen zu sein, Abendessen einer Bestie zu werden.

Zorro konnte sich in seinem Gefängnis kaum beruhigen, denn er verstand nichts von dem, was um ihn herum geschehen war. Mitten in den süßesten Träumen von Heldentaten und großen Bergen Futter (nicht aus der Dose, sondern von den Tellern der Gäste oder von Christoph selbst gekocht!) plötzlich ein Lärm(Komma) als würden alle Hunde der Nachbarschaft das Besteck und die Gläser des Restaurants auf den Boden werfen! Und er war eingesperrt!
Dann diese plötzliche Stille! Er hatte Angst(Komma) weil er die Situation nicht verstand. „Das ist keine Mäuseparty!“(Komma) dachte er sich erschrocken.
Wo konnte er in seinem Gefängnis nur hingehen? Er merkte, dass ihm die ganze Sache auch noch auf die Blase geschlagen war, wusste aber aus Erfahrung, Menschen können sehr ärgerlich werden, wenn man auf deren Sachen pinkelt.
Also half nichts: wenig bewegen und einhalten. Er zog sich in die andere Ecke zurück(Komma) um bis zur Ankunft von Ana noch etwas zu schlafen.

Um neun Uhr kam Ana, und als Sie (sie) das zerbrochene Glas und die Löffel auf dem Boden sah, machte sie eine unfreundliche Bemerkung über Tiere im Restaurant („Die gehören gebraten auf die Speisekarte“) und begann aufzuräumen.
Unglücklicherweise öffnete sie gleich die Türe (Tür) der Kommode, um sich einen frischen Lappen zu holen.
Zorro sprang mit einem Satz an der verblüfften und erschrockenen Ana vorbei, durch die offen stehende Türe in den Garten zum Pinkeln(Komma) um dann still und leise seinen alten Schlafplatz im Anbau einzunehmen.

„Wenn die Mäuse so ihre Partys feiern, will ich lieber demnächst wieder in meinem ruhigen Keller schlafen!“(Komma) dachte er bei sich und beschloss, nie wieder etwas auf das Geschwätz von Kindern und Erwachsenen an der Theke zu geben.



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Christoph


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Old Icke

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