Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5538
Themen:   94765
Momentan online:
65 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erzählungen
Wissen oder Wissen
Eingestellt am 19. 06. 2016 12:11


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Wagner-Martinez
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2013

Werke: 18
Kommentare: 6
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Wagner-Martinez eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Wissen oder Wissen

„Sind Sie sicher, dass Sie nur noch Plätze in diesem Abteil freihaben?“,fragte er den Schaffner mürrisch und blickte dabei in dem Abteil hinein.
„Ganz sicher“, sagte der Schaffner genervt.
„Jeder Abteil ist doch gleich Papi. Ich hab keine Lust mehr die ganzen schweren Sachen hin und her zu schleppen.“
Mit dem Blick immer noch in das Abteil, wo ein alter Mann saß, gab der Vater nach. „Na gut, lass uns hier rein gehen.“
Vorsichtig machten sie die Tür des Abteils auf. Der alte Mann schien zu schlafen. Der Vater wollte nicht den Fahrgast wecken. Mit Gesten signalisierte er seinen Sohn, dass er sich ebenfalls ruhig verhalten solle. Sie packten alles vorsichtig in die Ablagen. Der Inhalt der zwei Rucksäcke, die sie mit sich trugen, nahmen sie heraus. Es waren Bücher. Er breitete sie im Abteil aus. Er musste noch etwas für seinen Vortrag in Barcelona vorbereiten. Genug Zeit war für die restliche Bahnfahrt vorhanden.
Der Vater blickte zwischendurch zum Fahrgast, in der Hoffnung, er würde nicht aufwachen.
Seine zerschlissene, aber saubere Kleindung, verriet, dass sie nicht der gleichen sozialen Sicht angehörten.
Der Sohn, der wenig Aufmerksamkeit bekam, fragte den Vater nach einer Zeit: „Papi, warum nimmst du immer noch so viele Bücher mit, obwohl man heutzutage alles im Internet finden kann?“
„Psssst“, und zeigte mit seinen Zeigefinger auf dem Mund.
Flüsternd fuhr der Sohn weiter: „Und überhaupt, wozu all die ganzen Bücher, die so schwer zu tragen sind?“
„Der Vater antworte leise auf Deutsch, mit den glauben, dass der alte Mann es nicht verstehen würde. „Du irrst mein Sohn, zu glauben, man könne alles im Internet finden. Außerdem, nicht alles, was man im Internet findet, entspricht der Wahrheit. Mein kleiner, all die Bücher haben uns dazu verholfen, dass wir dieses gute Leben führen können, und nicht so aussehen oder enden müssen, wie der arme alte Mann gegenüber.“

Minuten später wachte der alte Mann auf. Er lächelte beide an und begrüßte sie freundlich auf Spanisch. Der Sohn tat es ihm gleich und der Vater versuchte es.
Der Mann schaute sich um und sah die ganzen Bücher.
„Entschuldigen Sie! Wollen Sie all die Bücher auf der Fahrt lesen?“
„Nein, aber ich verreise niemals ohne sie. Außerdem muss ich noch etwas für meinen Vortrag vorbereiten“, sagte er in der Hoffnung, in Ruhe gelassen zu werden.
„Sie vereisen immer mit all den Büchern?“
„Ja…ha.“
„Weil Sie sie noch nicht gelesen haben?“
„Doooch, ich habe sie bereits gelesen … sogar mehrmals!
„Aber Sie haben es nicht im Kopf behalten können, was sie lesen, nicht wahr? Das kenne ich.“
„Nein … ich meine doch, ich meine … ich habe alles behalten können.“
„Unglaublich …, alles?“
„Ja…ha, fast alles.“
„Um was geht es in den Büchern?“
„Um Tiere.“
„Oh toll. So einen hätte ich auch gerne in meiner Nachbarschaft.“
„Mhm …“
„Also sind sie Tierarzt?“
„Nein“, sagte der kleine Junge, „mein Papi ist Biologe und er weißt alles über Tiere“, und schaute seinen Papi kopfnickend an.
„Genau deswegen hätte ich ihn ja gerne in der Nachbarschaft. Weil er den Tieren in unseren Farm´s helfen könnte.“
„Nein, ich kann den Tieren nicht helfen. Ich bin Biologe, wie mein Sohn bereits sagte“, und schaute den Sohn ebenfalls kopfnickend an.
„Aha …“



„Entschuldigen Sie“, der Vater schaute währenddessen in die Bücher, „Sie wissen alles über Tiere, aber können Ihnen nicht helfen? Was nützt Ihnen dann das ganze Wissen, wenn Sie den Tieren nicht helfen können?“
„Natürlich kann ich den Helfen, aber nicht so wie ein Tierarzt, eher indirekt.“
„Verstehe ich nicht.“
„Na ja, vieles, was ich herausfinde nützt später den Ärzten als Information für die Behandlung.“
„Ok … Das heißt, Sie wissen, richtig viel über Tiere, kenne Ihre Bücher so gut wie auswendig, aber all das, was sie wissen, reicht Ihnen nicht aus!?“
„Nein, denn es geht immer mehr zu wissen, als die Anderen.“
„Wozu?“
„Weil es im Leben darum gehen sollte, immer mehr zu wissen. Um vielleicht besser zu sein als die anderen. Und, um vielleicht dann, auch ein besseres Leben zu haben. Ich finde dabei, dass das Wissen über sein Spezialgebiet hinaus gehen sollte.“
„Wozu?“
„Damit man alles beantworten kann. So wie ihre Fragen.“ Der Vater machte das Buch, was vor ihm lag, zu. Wissen Sie was, damit die restliche Fahrt interessanter wird, können Sie mich zu den Tieren irgendetwas fragen.“
„Oh ja“, klatsche der Sohn.
„Alles?“
„Ja, alles. Sie können etwas von Meinen Wissen abhaben, wenn Sie mögen. Wer weiß, vielleicht können Sie es für Ihre Farm gut gebrauchen. Und ich setze sogar noch einen drauf. Sollte ich Ihnen eine Frage nicht beantworten können, dann bekommen sie von mir 50 Euro! Und wenn ich jede Frage beantworten kann, dann laden Sie meinen Sohn einfach zum Eis ein. Was halten Sie davon?“
„Sind Sie sicher?“
„Ja klar …“ Dabei schaute er seinen Sohn siegessicher an.
Das Grinsen des Mannes kannte keinen Halt. „Sie schickt wohl der Himmel.“
Der Vater lächelte zurück, mit dem glauben, zu wissen, was sein Lächeln bedeutete. „Moment Mal freuen Sie sich nicht zu früh. Noch haben Sie die 50 Euro nicht gewonnen.“
„Ja genau, freuen Sie sich nicht zu früh.“ wiederholte der Sohn.
„Wie ich aber aus Ihrem Gesicht entnehmen kann, haben Sie bereits eine Frage im Kopf.“
„Oh ja …. Darf ich?
„Nur zu, fangen Sie an.“
„Ok … Meine Oma, Gott möge sie selig haben, erzählte immer über ein Tier, das bei uns in den Wäldern lebt, ich selbst aber nie zu Gesicht bekam. Das Tier hat Federn, aber nicht am Kopf und Schwanz. Es ist ein Vierbeiner. Er ist ca. ein Meter groß und Allesesser, ernährt sich aber an liebsten von Eiern der Hühner, und wenn es fürchterlich Angst hat, fällt der Schwanz ab.“
„Wie bitte?“, fragt der Vater nach. „Das Tier hat Federn, aber nicht am Kopf und Schwanz? Es ist ein Vierbeiner. Er ist ca. ein Meter groß und Allesesser, ernährt sich am liebsten von den Eiern der Hühner und wenn es fürchterlich Angst hat, fällt der Schwanz ab?“
„Ja, genau.“
Der Vater, schaut den alten Mann verdutzt an und bietet, um etwas Bedenkzeit.
„Von mir aus, solange die Fahrt dauert.“
Der Vater sucht gleich zu Anfang verzweifelt in seinem Gedächtnis nach. Wird aber nicht fündig. Die Minuten vergehen.
„Darf ich in meinen Büchern nachschauen.“
„Nur zu. Bitte.“
Er blättert jedes Buch hin und her. Gefühlte Stunden der Stille vergehen, während der Mann ruhig aus dem Fenster rausschaut, und ab und zu mit den Jungen redet.

„Darf ich das Internet benutzen?“ Sein Sohn schaut den Vater verdutzt an.
Lächelnd antwortet der Mann: „Nur zu, alle Mitteln sollen mir recht sein. Bitte.“

Der Vater fängt nun an, sich Notizen zu machen. Steht auf und holt noch mal aus dem anderen Gepäck zwei weitere dicke Bänder heraus. Er schreibt und redet immer wieder mit sich selbst. Zwei Stunden vergehen. Sein Notizblock ist voller Wörter und Zeichnungen, so wie durchgestrichenen Wörtern.
Schließlich kommt die Durchsage, dass der Zug nun in den Zielbahnhof einfahre. Der Vater fängt nun an zu schwitzen und sucht immer schneller mit schwerem Atem in seinen Büchern. Als der Zug deutlich Fahrt verliert, greift der Vater genervt zur Hosentasche und holt 50 Euro hervor. „Hier, Sie haben gewonnen.“
„Aber Papi …“
„Ruhe! … Haben Sie einen schönen Nachmittag damit.“
Ohne ein Lächeln, bedankt sich der alte Mann, holt ein Bündel Scheine hervor und tut es zu den anderen 50 Euro Scheine hinzu.
„Sie hätten also auch 50 Euro setzen können?“
„Ja klar, aber davon war nie die Rede. Schließlich haben Sie mir ein Vorschlag unterbreitet, dass man schwer abschlagen konnte. Es war zu verlocken, um nicht darauf einzusteigen.“
„Na gut, ich gebe es ungern zu, aber in diesen Punkt haben Sie recht.“
„Verraten Sie mir zumindest, wie das Tier heißt?“
„Das Tier? … Ach, das weiß ich ja auch nicht. Ich hatte so sehr gehofft, dass Sie es mir sagen könnten.“
„Aber, dann sind Sie ja ein Betrüger!“
„Wieso? Nur weil ich nicht weiß, wie das Tier heißt.“
„Weil das Tier gar nicht existiert!“
„Das ist ja interessant. Nur, weil Sie etwas nicht finden oder beweisen können, heißt es, dass das Tier nicht existiert? Meine Oma sagt immer zu mir, als ich ein kleiner Junge war, was sie wiederum von ihrer Oma hatte: „Es gibt ein Tier, was Federn hat, aber nicht am Kopf und Schwanz. Es ist ein Vierbeiner und ca. ein Meter groß. Er ist ein Allesesser, ernährt sich am liebsten von den Eiern der Hühner, und wenn es fürchterlich Angst hat, fällt der Schanz ab. Wenn du dieses Tier eines Tages sehen solltest oder herausfindest, wie es heißt, erst dann, darfst du die Arbeit für immer niederlegen.“
Ich habe so sehr auf Sie gesetzt, dass Sie heute derjenige wären, der mich davon befreit.“
Der Vater schaut den Mann nur mit offenen Mund an.
„Also wenn ich ein Betrüger bin, dann würden Sie mir damit sagen, dass meine Oma eine Lügnerin ist. Und das wollen Sie damit bestimmt nicht sagen, oder?“

„Komm Junge, ich lad dich und deinen Vater noch zum Eis ein“, sagte er zu den beiden auf Deutsch.
Nun schaute Vater den Mann nicht mehr an. „Nein, das ist nicht nötig.“
„Doch doch, ich bestehe darauf.“
Der Junge nahm die Hand des alten Mannes.
Auf dem Weg zum Speisewaggon, sagte der Mann: „Es ist schon verrückt. Irgendwie bin ich froh, nie dieses Tier begegnet zu sein oder zu wissen, wie es heißt.“
„Wieso?“, fragten beide gleichzeitig.
„Hätte ich es gefunden, hätte ich aufgehört zu arbeiten. Und ich hätte vielleicht dieses gute Leben nicht führen können, überall vereisen zu können. Genauso, wie ich heute diese 50 Euro nicht hätte verdienen können.“

__________________
owm der nicht nur seine Träume träumt, sondern auch lebt.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 65
Kommentare: 1404
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralph Ronneberger eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Oscar,

um es vorauszuschicken: eine Erzählung ist das nicht, was du hier vorstellst. Dazu ist der Plot einfach zu dünn. Kurzgeschichte? Wohl auch nicht, dazu ist das Ganze zu zäh erzählt. Wenn man alles Überflüssige streicht, kommt trotzdem noch herzlich wenig Spannung auf.

Bleiben wir beim Inhalt. Da treffen sich zwei Männer (den Sohn lassen wir mal weg, denn er wäre für die Handlung komplett entbehrlich). Der eine besitzt ein ausgeprägtes Allgemeinwissen, und auf seinem Spezialgebiet (Biologie) ist er vielleicht sogar eine Koryphäe. Er vertritt die Meinung, dass er seinen hohen Lebensstandard vor allem seinem Wissen und den daraus erwachsenden Fähigkeiten verdankt.
Der andere (hier als ein alter Mann auftretend) scheint nach dem bekannten Spruch zu Leben: „Ich weiß, dass ich nichts weiß, und das ist mein Wissen.“
Und dieser Alte behauptet nun, dass er dem Experten eine Frage aus dessen Fachgebiet stellen könne, die dieser nicht zu beantworten vermag. Beide schließen eine Wette ab, die natürlich der Alte gewinnt. Quintessenz: Wozu Wissen anhäufen, wenn man auch so durch die Welt kommt? Damit triffst du auf einen von immer mehr Zeitgenossen verfolgten Trend. Ich empfinde diese Aussage schlicht als doof.

Doch damit möchte ich mich gar nicht weiter aufhalten, denn der Inhalt eines Textes macht nur einen Bruchteil seiner Qualität aus. Das wesentliche Element ist vielmehr, wie ein Text geschrieben ist. Und da war ich nach dem Lesen ziemlich enttäuscht. Das Wenige an Inhalt wird mittels unnützer Nebensächlichkeiten in die Länge gezerrt, dass man große Überwindung braucht, um konzentriert weiterlesen zu können. Als Beispiel mag nur der Anfang gelten, wo sich ein für die Geschichte völlig unnötiger Hick Hack um das Abteil abspielt. Kannste alles vergessen. Was wäre an der Geschichte anders, wenn sich Papa und Sohn einfach ins Abteil setzten und ein Gespräch mit dem Alten anfangen. Ja – ich gehe sogar davon aus, dass man den Knaben locker einsparen könnte, da er zur Handlung einen Null-Beitrag leistet.

Wichtig ist auch die Stilistik eines Textes. Zwar sollte man niemanden einen bestimmten Stil aufzwingen (das bringt auch nichts), aber ein paar grundlegende Dinge sollte man schon beachten.
Genug der Vorrede – gehen wir einfach mal in den Text rein. Alle roten Markierungen beziehen sich auf Korrekturen bezüglich Rechtschreibung und Grammatik. Die blaue Schrift sagt aus, dass es sich um Kommentare oder Vorschläge handelt. Fett sind häufige Wortwiederholungen, die man weitgehend vermeiden sollte, markiert. Gestrichen ist das, was im Satz entbehrlich erscheint.



Wissen oder Wissen

„Sind Sie sicher, dass Sie nur noch Plätze in diesem Abteil freihaben?“, fragte er (ich würde dem Herrn einen Namen geben. Macht sich leichter) den Schaffner mürrisch und blickte dabei in das Abteil hinein.
„Ganz sicher“, sagte der Schaffner genervt.
„Jedes Abteil ist doch gleich, Papi. Ich habe keine Lust mehr, die ganzen schweren Sachen hin und her zu schleppen.“
Mit dem Blick immer noch im Abteil, wo ein alter Mann saß, gab der Vater nach. „Na gut, lass uns hier rein gehen.“
(Wie oben schon erwähnt: Den Absatz kann man sich komplett sparen. Natürlich müsste dann der folgende Satz umgestellt werden, aber das lasse ich jetzt. Will ja den Text nicht neu schreiben)

Vorsichtig machten sie die Tür des Abteils auf. Der alte Mann schien zu schlafen. Der Vater wollte nicht den Fahrgast (hier reicht: „Der Vater wollte ihn nicht wecken.“ Dass er Fahrgast ist, weiß der Leser) wecken. Mit Gesten signalisierte er seinem Sohn, dass er sich ebenfalls ruhig verhalten solle. Sie packten alles vorsichtig in die Ablagen. Den Inhalt der zwei Rucksäcke, die sie mit sich trugen, nahmen sie heraus. Es waren (handelte sich um) Bücher. Er (wer? Könnte ja auch Sohnemann sein) breitete sie im Abteil aus. Er musste noch etwas für seinen Vortrag in Barcelona vorbereiten. Genug Zeit war für die restliche (während der) Bahnfahrt vorhanden. (Warum so umständlich und hölzern? Es hätte auch gereicht: „Sie verstauten ihr Gepäck, nicht ohne vorher den Inhalt zweier Rucksäcke auf die Sitzflächen zu verteilen. Jetzt lagen dort jede Menge Bücher.“ Oder so ähnlich.)
Der Vater blickte zwischendurch zum Fahrgast (Er blickt zu dem Alten. Papa und Sohn sind nämlich ebenfalls Fahrgäste), in der Hoffnung, der würde nicht aufwachen.
Seine („Seine“ bezieht sich unter Berücksichtigung des vorangegangenen Satzes auf den Vater. Umstellen, damit es eindeutig wird, dass der Schläfer gemeint ist) zerschlissene, aber saubere Kleindung, verriet, dass sie nicht der gleichen sozialen Sicht angehörten. (Auch unschön. „… dass er einer anderen sozialen Schicht angehörte.“ Das wäre eine elegantere Lösung.)
Der Sohn, der wenig Aufmerksamkeit bekam (was soll das? Aus diesen Satz entnehme ich, dass dem Bengel generell zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird. Hast du das wirklich gemeint?), fragte den Vater nach einiger Zeit: „Papi, warum nimmst du immer noch so viele Bücher mit, obwohl man heutzutage alles im Internet finden kann?“
„Psssst“, machte der Vater und zeigte mit seinen Zeigefinger auf den Mund. (Alternative: „Hielt den Zeigefinger an die Lippen)
Flüsternd fuhr der Sohn weiter fort: „Und überhaupt, wozu all die ganzen Bücher, die so schwer zu tragen sind?“
„Der Vater antworte leise auf Deutsch, in dem Glauben, dass der alte Mann es nicht verstehen würde. „Du irrst mein Sohn, zu glauben, man könne alles im Internet finden. (Reichlich gestelzte Worte wählt der Herr Vater) Außerdem, nicht alles, was man im Internet findet, entspricht der Wahrheit. Mein Kleiner, all die Bücher haben uns dazu verholfen, dass wir dieses gute Leben führen können, und nicht so aussehen oder enden müssen, wie der arme alte Mann gegenüber.“

Minuten später wachte der alte Mann auf. Er lächelte beide (die Beiden) an und begrüßte sie freundlich auf Spanisch. Der Sohn tat es ihm gleich und der Vater versuchte es.
Der Mann schaute sich um und sah die ganzen (vielen) Bücher.
„Entschuldigen Sie! Wollen Sie all die Bücher auf der Fahrt lesen?“
„Nein, aber ich verreise niemals ohne sie. Außerdem muss ich noch etwas für meinen Vortrag vorbereiten“, sagte er (jetzt fehlt der Name) in der Hoffnung, in Ruhe gelassen zu werden.
„Sie vereisen immer mit all den Büchern?“
„Ja…ha.“
„Weil Sie sie noch nicht gelesen haben?“
„Doooch, ich habe sie bereits gelesen – sogar mehrmals!
„Aber Sie haben es nicht im Kopf behalten können, was sie lesen, nicht wahr? Das kenne ich.“
„Nein … ich meine doch, ich meine … ich habe alles behalten können.“
„Unglaublich … alles?“
„Ja…ha, fast alles.“
„Um was geht es in den Büchern?“
„Um Tiere.
„Oh toll. So einen (einen was?) hätte ich auch gerne in meiner Nachbarschaft.“
„Mhm …“
„Also sind sie Tierarzt?“
„Nein“, sagte der kleine Junge, „mein Papi ist Biologe und er weiß alles über Tiere“, und schaute seinen Papi kopfnickend an.
„Genau deswegen hätte ich ihn ja gerne in der Nachbarschaft. Weil er den Tieren in unseren Farmen helfen könnte.“
„Nein, ich kann den Tieren nicht helfen. Ich bin Biologe, wie mein Sohn bereits sagte“, und schaute den Sohn ebenfalls kopfnickend an.
„Aha …“
„Entschuldigen Sie“, der Vater schaute währenddessen in die Bücher, „Sie wissen alles über Tiere, aber können Ihnen nicht helfen? Was nützt Ihnen dann das ganze Wissen, wenn Sie den Tieren nicht helfen können?“
„Natürlich kann ich denen helfen, aber nicht so wie ein Tierarzt, eher indirekt.“
„Verstehe ich nicht.“
„Na ja, vieles, was ich herausfinde, nützt später den Ärzten als Information für die Behandlung.“
„Ok … Das heißt, Sie wissen, richtig viel über Tiere, kennen Ihre Bücher so gut wie auswendig, aber all das, was sie wissen, reicht Ihnen nicht aus!?“
„Nein, denn es geht darum, immer mehr zu wissen, als die Anderen.“ (Wer sind denn die Anderen. Mehr zu wissen, als alle anderen ist wohl schlicht nicht möglich. Ich gebe zu, es gibt Zeitgenossen, die sich das einbilden)
„Wozu?“
„Weil es im Leben darum gehen sollte, immer mehr zu wissen. Um vielleicht besser zu sein als die anderen. Und, um vielleicht dann, auch ein besseres Leben zu haben. Ich finde dabei, dass das Wissen über sein Spezialgebiet hinausgehen sollte.“
(Du hast es geschafft, dass mir die Worte Wissen, wissen oder Tiere gründlich aus dem Hals hängen)
„Wozu?“
„Damit man alles beantworten kann. So wie ihre Fragen.“ Der Vater machte das Buch, was vor ihm lag, zu. (Im Eisenbahnabteil liegt das Buch vor ihm?Auf dem Fußboden?) Wissen Sie was, damit die restliche Fahrt interessanter wird, können Sie mich zu den Tieren irgendetwas fragen.“
„Oh ja“, rief der Sohn und klatschte in die Hände. klatsche der Sohn.
„Alles?“
„Ja, alles. Sie können etwas von meinem Wissen abhaben, wenn Sie mögen. Wer weiß, vielleicht können Sie es für Ihre Farm gut gebrauchen. Und ich setze sogar noch einen drauf. Sollte ich Ihnen eine Frage nicht beantworten können, dann bekommen sie von mir 50 Euro! Und wenn ich jede Frage beantworten kann, dann laden Sie meinen Sohn einfach zum Eis ein. Was halten Sie davon?“
„Sind Sie sicher?“
„Ja klar!“ Dabei schaute er seinen Sohn siegessicher an.
Das Grinsen des Mannes kannte keinen Haltvertiefte sich.
„Sie schickt wohl der Himmel.“
Der Vater lächelte zurück, in dem Glauben, zu wissen, was sein Lächeln bedeutete. „Moment Mal freuen Sie sich nicht zu früh. Noch haben Sie die 50 Euro nicht gewonnen.“
„Ja genau, freuen Sie sich nicht zu früh.“ wiederholte der Sohn. (entbehrlich)
„Wie ich aber aus Ihrem Gesicht entnehmen kann, haben Sie bereits eine Frage im Kopf.“
„Oh ja .Darf ich?
„Nur zu, fangen Sie an.“
„Ok … Meine Oma, Gott möge sie selig haben, erzählte immer von einem Tier, das bei uns in den Wäldern lebt, ich selbst aber nie zu Gesicht bekam. Das Tier hat Federn, aber nicht am Kopf und Schwanz. Es ist ein Vierbeiner. Es ist ca. ein Meter groß und Allesfresser, ernährt sich aber an liebsten von Hühnereiern, und wenn es fürchterlich Angst hat, fällt der Schwanz ab.“
(In dem Text soll Wissen die dominierende Rolle spielen. Der namenlose Biologe scheint sogar ein sehr gebildeter Bursche zu sein. Und dann kommt so eine saublöde Frage, die ein Vorschulkind wahrscheinlich richtig beantworten würde. Der Biologe, mit dieser Frage konfrontiert, reagiert völlig unglaubwürdig. Spätestens von hier an reiht sich nur noch albernes und völlig unglaubwürdiges Zeug aneinander. Anders kann ich das nicht nennen. Lass dir etwas Intelligenteres einfallen, dann kommentiere und korrigiere ich unter Umständen weiter.)


Gruß Ralph

__________________
Schreib über das, was du kennst!

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Erzählungen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung