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Leselupe.de > Kurzprosa
Wo ist mein Leben geblieben?
Eingestellt am 15. 02. 2007 04:20


Autor
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Ully
???
Registriert: Jan 2006

Werke: 36
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Wo ist mein Leben geblieben?

Als ich eines Morgens aufwachte, fiel mir auf, dass mein Leben weg war.
Es war einfach weg.
Keiner hat es gesehen.
Keiner will es mir zur√ľckgeben -
und niemand versteht, dass es mir fehlt.
Wann und wie ist es mir verloren gegangen?
Habe ich es verschlampt?
Nein! Niemals, es wurde gestohlen.
Aber, wer stiehlt denn ein normales Leben?
Ich will und will es zur√ľck!
Wieder der Freud und dem Leid begegnen.
Über den stolpernden Nachbarn lachen können.
Bitterlich weinen, wenn der Kuchen misslingt.
Stundenlang im Treppenhaus tratschen.
Lieben, wann immer mir danach ist.
Im Gedränge heimlich pupsen.
Den Kellner im Restaurant runtermachen
und dem Chef einen zotigen Witz erzählen.
Aber all das ist verschwunden.
Wer hat es mir bloß genommen?

Ich schrieb eine Suchanzeige, ging zum Fundb√ľro und zum Tr√∂delmarkt.
Nichts - es blieb verschollen!

Aber gestern, nach Monaten, bin ich pl√∂tzlich dar√ľber gestolpert -
Ich hatte es einfach nur verlegt!

__________________

© by Ulla Magonz


Version vom 15. 02. 2007 04:20

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Beba
Guest
Registriert: Not Yet

Der Text hat mir gefallen, besonders die vielen Bilder und Beispiele, die das Leben wirklich ausmachen. Ein paar Stelen fand ich nicht so passend:

##Als ich eines Morgens aufwachte, fiel mir plötzlich auf, dass mein Leben weg war.##

Ist mir zu lang und als Anfang nicht ausdrucksstark genug. Das kann man intensiver r√ľberbringen, vielleicht:
‚ÄěEines Morgens, ich erwachte, war mein Leben weg‚Äú oder auch anders. ;-)

##Aber, wer stiehlt denn ein stinknormales Leben?##

‚ÄěStinknormales‚Äú st√∂rt mich als Wort und weil es so blutarm ist.

##Aber gestern, nach monatelangem Rumgemoser, bin ich glatt dar√ľber gestolpert - Ich hatte es einfach nur verlegt!##

Muss ‚ÄěRumgemoser‚Äú wirklich dort stehen? ;-)



Beba

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Ully
???
Registriert: Jan 2006

Werke: 36
Kommentare: 125
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Hallo Beba,

danke f√ľr Dein Interesse. Gerne gehe ich auf die von Dir angezeigten Stellen ein.
Der kurze Prosatext sollte sich nach meinem Gef√ľhl nicht wie reine Stichpunkte lesen oder etwa wie ein Gedicht.
‚ÄěEines Morgens, ich erwachte, war mein Leben weg‚Äú
Lese ich diese Version laut, dann komme ich mir irgendwie Sprachbehindert vor.

Muss ‚ÄěRumgemoser‚Äú wirklich dort stehen?
Nein, Beba, m√ľssen muss es nicht. Aber ich finde diesen Ausdruck eben besser und passender als:
nach monatelangem Unzufrieden sein ..... oder so ähnlich.

sG Ully




__________________

© by Ulla Magonz

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Beba
Guest
Registriert: Not Yet

Hi,

woher kommt mein Gef√ľhl, dass meine Kritik nicht erw√ľnscht ist. ;-)

Deine schnelle Antwort beweist, dass du von deinem Text √ľberzeugt bist. Gratuliere.


quote:
‚ÄěEines Morgens, ich erwachte, war mein Leben weg‚Äú
Lese ich diese Version laut, dann komme ich mir irgendwie Sprachbehindert vor.

Dann gibt es viele Sprachbehinderte im Literaturzirkus. ;-) Ich finde es immer noch besser und vor allem interessanter als diesen leblosen Beginn (ist eben Ansichtssache):
quote:
Als ich eines Morgens aufwachte, fiel mir plötzlich auf, dass mein Leben weg war.



quote:
Muss ‚ÄěRumgemoser‚Äú wirklich dort stehen?
Nein, Beba, m√ľssen muss es nicht. Aber ich finde diesen Ausdruck eben besser und passender als:
nach monatelangem Unzufrieden sein ..... oder so ähnlich.


Netter hättest du nicht antworten können. Aber es gäbe gewiss noch Alternativen zu den Möglichkeiten, die du da so salopp nennst. ;-)


Sorry f√ľr meine Anmerkungen. Kommt nicht wieder vor. Versprochen!

Beba

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mitis

Autorenanwärter

Registriert: May 2008

Werke: 30
Kommentare: 815
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hi, ully!
nachdem mir dein gedicht hoffnung recht gut gefallen hat, bin ich nun hier gelandet und habe mit interesse deinen "dialog" mit beba nachgelesen, dessen anmerkungen ich prinzipiell f√ľr interessant und fundiert halte.

bei der ersten zeile bin ich nur zum teil seiner meinung:
bei mir kommt die lange erste zeile gut r√ľber, gerade im kontrast zu den folgenden eher kurz gehaltenen beschreibungen.
allerdings w√ľrde ich das "pl√∂tzlich" weglassen, weil ich glaube dass es es nicht zum "prozess des aufwachens" passt und andererseits ich anzweifle, ob man "pl√∂tzlich" bemerken kann, dass ein ganzes leben weg ist...

zum "stinknormales" stimme ich beba zu - ich w√ľrde "ganz normales" oder "ganz gew√∂hnliches" oder √§hnliches schreiben.

das "rumgemoser" finde ich auch nicht so gut. es w√ľrde f√ľr mich reichen "nach monaten" zu schreiben
aber gestern, nach monaten, usw...
hier w√ľrde das "pl√∂tzlich" vom anfang gut passen.

lg mitis

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