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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
fuge
Eingestellt am 22. 10. 2017 15:17


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Mondnein
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    fuge


blau weiĂźland gestreifter geschichten schacht weiĂź ich
die sprĂĽnge verschieben die schollen versetzen
den platt fisch pottbillig verschenken – den fetzen
für lappige lumpen – den drachmann zerreiß ich

weiß blauband geschweifter gemisch maschen drähte
die mich laschen lieben die sätze vernetzen
den platt forschen bill john versenken in kätzen
für ruppige rapper – von drachzahn gesäte

flau beißrand geschleifter gesicht sachen ärzte
die lichtwachen diebe die nichtlachen schätzen
die platt tischen billard verdanken – die metzen
versenkten vier bälle – die brachmann verschmerzte



__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Tula
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Hallo Mondnein

Kein Zweifel, in dir steckt auch ein Rapper. Das musst als Lob verstehen, ich bin eminem Fan

LG
Tula

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Mondnein
Routinierter Autor
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Danke, ja, Du triffst den Nagel auf den Kopf, dear Tula,

denn deshalb habe ich diese drei Strophen ja auch "fuge" genannt, weils musikalisch gefĂĽgt ist.

Die Strophen zwei und drei sind, wie man im Vergleich sieht, Variationen der Wörter und Motive der ersten, wie das in einer Fuge so ist, wo zuerst einmal die zwei folgenden Stimmen das Thema der ersten in anderer Tonlage aufgreifen, und dann dieser Dreisträngezopf insgesamt durch Variationen neugeordnet wird.

Die Wortfügungen sind nicht so eng, daß sie unbedingt als Erzählung gelesen werden müssen, so daß dann etwa die griechische Eurokrise in der ersten (von der blauweiße Flagge bis zu den Drachmen) thematisiert wäre - es ergibt sich nur zufällig im musikalischen Fluß, in einer Art "Zungenrede".

Es geht vielmehr um Variationen, klangliche, binnenreimende, wortähnliche, z.B. drachmann, drachzahn, brachmann (aus Drachmen, Drachenzahn, Brahman verballhornt) oder platt fisch platt forsch platt tisch - mit den darin (kaum noch unter der Oberfläche) mit-spielenden Bedeutungsabwegen (forsch-Forscher) usw.

Danke,
grusz, hansz


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