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Leselupe.de > Science Fiction
haustiere
Eingestellt am 28. 01. 2010 18:37


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tom
Schriftsteller-Lehrling
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STAHLKATZ


Stahlkatz zog die Krallen ein und sprang gegen die spiegelglatte Fassade. Seine mit Millionen feinster H√§rchen besetzten Hand- und Knieballen verschafften ihm sofort sicheren Halt. Meter f√ľr Meter zog er sich beinahe m√ľhelos nach oben. Er war so stark wie ein Bulle. Seine Konstrukteure hatten ganze Arbeit geleistet. Die Muskelfasern, die ihn so rasant nach oben bewegten, bestanden aus neuen, hochstabilen Eiwei√ümolek√ľlen, die Temperaturen von mehreren tausend Grad tolerierten. Diese Kraftpakete wurden durch einen titanhaltigen Schuppenpanzer gesch√ľtzt, der auch Hochgeschwindigkeitsgeschossen widerstand und das Licht nahezu vollst√§ndig absorbierte. Das kam ihm an der Hochhauswand zugute, denn er war auf Beute aus und wollte nicht gesehen werden.
Stahlkatz, ja so hatten ihn diese behaarten Affen getauft. Als ob er einer ihrer degenerierten Haustiere w√§re. Er konnte seine zentimeterlangenlangen Krallen blitzschnell ein- und ausfahren. Das war aber auch schon alles, was er mit einer Mietzekatze gemeinsam hatte. Er war gut zwei Meter gro√ü und ging auf zwei Beinen, mit denen er innerhalb von f√ľnf Sekunden die Hundertmeterstrecke schaffte. Trotz seiner sechs Zentner. Mit den riesigen, in den Biolabos herangez√ľchteten inneren Organen war er leistungsf√§higer als jedes andere Lebewesen, das jemals den Planeten bewohnt hatte.
Gez√ľchtet und genietet, um zu k√§mpfen und zu t√∂ten. Das hatten sie ihm immer wieder gepredigt. Und um zu √ľberleben...sie zu √ľberleben, denn die Populationen dieser Paviane waren durch die Alphagrippe praktisch ausgel√∂scht worden. Jedenfalls in seinem Revier, das einige hundert Quadratkilometer umfasste. Bislang, denn er musste expandieren. Die wenigen Hundemeuten und Rehrudel machten sich immer rarer.

Vom Flussufer stieg Rauch auf. Wahrscheinlich einer der Wegelagerertrupps, die sich von Aas und ihresgleichen ern√§hrten. Das war er, der Rest der Krone der Sch√∂pfung. Er w√ľrde sie ins Wasser treiben, nachdem er sich gest√§rkt hatte.
Stahlkatz schwang sich auf das Dach des Wolkenkratzers und hielt Ausschau. Bald fand er, was er suchte. F√ľnf verwilderte Sch√§ferhunde streunten durch die Stra√üen. Als ob sie noch immer nicht begriffen hatten, dass die Stadt endg√ľltig gestorben war. Sogar die Ratten hatten sich zur√ľckgezogen, ebenso wie die Milit√§rs und einige wenige Industrielle, die genug Geld besa√üen, um sich einen Platz in den hermetisch abgeschirmten Bunkern zu sichern.
Dort saßen sie nun, seine Ingenieure und Finanziers, und warteten auf ihr unvermeidliches Ende. Die Grippe, die ihren Brutschränken entflohen war noch bevor man ein Gegenmittel entwickelt hatte, war ein voller Erfolg. Die Feinde starben wie die Fliegen, genauso allerdings wie die eigenen Leute, aber da gab es schon keine Rettung mehr. Innerhalb von zwei Jahren war Mitteleuropa entvölkert worden. In Asien und Afrika hielten sich noch wenige Städte, aber auch das war nur noch eine Frage der Zeit.
Stahlkatz grinste schadenfroh. So ganz nebenbei war ihm die fast absolute Immunität in die Wiege gelegt worden. Viren und Bakterien hatten bei ihm keine Chance.
Am Horizont tauchte ein Messerschmitthubschrauber auf. Ab und zu schickten die Milit√§rs eine Patrouille los, um die wenigen √úberlebenden auszumerzen; potentielle Bazillentr√§ger, die vernichtet werden mussten. Wahrscheinlich suchten sie auch ihn. Schlie√ülich stellte er den Gegenwert eines Raketenzerst√∂rers dar. Er dachte jedoch nicht daran, sein freies Leben aufzugeben. Ein Leben, das noch gut f√ľnfzig Jahre w√§hren w√ľrde. Er musste nur dieses Ungeziefer in Zaum halten, bevor es wieder Schaden anrichten konnte.




copyright by thomas saalfeld
all rights reserved


Version vom 28. 01. 2010 18:37

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jon
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Lesermeinung:
Nun ja - wieder einer deiner Bruchst√ľcke, die zwar eine Idee anrei√üen, aber keine Handlung haben. Eine Szene, aus der mal was werden k√∂nnte. Immerhin besser als deine letzten Sachen auf der LL, aber trotzdem entt√§uschend (ich erwarte beim Lesen mehr als ein Fragment).

Details:

"… das Licht nahezu vollständig absorbierte. Das kam ihm an der Hochhauswand zugute, denn er war auf Beute aus und wollte nicht gesehen werden."
Das stimmt nicht: Wenn ein Körper "alles" Licht aborbiert, wird er nicht unsichtbar sondern wirkt schwarz.
√úbrigens: Warum geht er nicht drin lang? Da sieht ihn garantiert keiner!
Das (und viele weitere Lgok-Stolperstellen in dem Text) ist so eine der typischen "och n√∂!"-Sachen, die bei Fragementen passieren. Hier: Du musst ganz schnell ganz deutlich zeigte, was f√ľr ein Wesen Stahlkatz ist. Und schon ist der Unsinn passiert. In einem l√§ngeren Text k√∂nnte man noch zeigen, dass Stahlkatz zwar stark aber zu bl√∂d ist, um auf den einfachen Weg zu kommen, oder dass er dies Klettertour als Herausfordserung sieht (muss er sein Training grade dann machen, wenn er auf Beutejagd ist, also wenn es drauf ankommt?), oder dass die T√ľren gesichert sind und er Alarm ausl√∂sen und sich damit verraten w√ľrde oder ‚Ķ

"Biolabos"
Bilolabors meinst du sicher

"Mit den riesigen, in den Biolabos herangez√ľchteten inneren Organen war er leistungsf√§higer als jedes andere Lebewesen, das jemals den Planeten bewohnt hatte."
Die pure Gr√∂√üe der Organe sagt nichts √ľber die Leistungsf√§higkeit des Organismus aus ‚Äď danach m√ľssten die Dinosaurier (also die gro√üen), ja sogar heutige Wale und Elefanten (wohl auch Flusspferde und Giraffen) leistungsf√§higer als Stahlkatz gewesen sein. Oder (um es mal konkreter zu machen, denn "Leistung" kann sich ja auf alles m√∂gliche beziehen) Wale (mit ihrem gr√∂√üeren Hirn) intelligenter als Menschen, Elefanten (mit ihren gr√∂√üeren Muskeln) schneller als Jaguare, M√§use (mit ihren kleinen M√§gen) m√ľssten st√§ndig an Unterern√§hrung oder schlechter Verdauung leiden etc.

" Und um zu √ľberleben...sie zu √ľberleben"
Wenn schon so, dann mit Leerzeichen vor und nach den drei Punkten. Da "drei Punkte" aber ein Auslassungzeichen ist, frag ich: Was wird hier ausgelassen? Richtiger wäre ein Punkt oder ein Gedankenstrich.

"Die Grippe, die ihren Brutschränken entflohen war noch bevor man ein Gegenmittel entwickelt hatte, war ein voller Erfolg."
Komma nach "entflohen war"

‚ÄěDie Feinde starben wie die Fliegen, genauso allerdings wie die eigenen Leute, aber da gab es schon keine Rettung mehr.‚Äú
Der Satz stimmt irgendwie der Logik nach nicht.
Erster (feiner) Logik-Fehler. "Die Feinde starben wie die eigenen Leute" Richtig wäre: "Die Feinde starben wie die Fliegen, die eigenen Leuet allerdings auch.
Zweiter (schon gröberer) Logik-Fehler: "Sie starben, ABER da gab es schon keine Rettung mehr". Logisch wäre z. B.: "… wie die eigenen Leute, die man eilends impfte/abschirmte/warnte/… . Aber da gab es schon keine Rettung mehr."

Warum fliehen die Tiere? Ist die Grippe auch f√ľr sie sch√§dlich?

Warum will Stahlkatz die Wegelagerer ins Wasser treiben? Können die alle nicht schwimmen? Oder will er sie ins Meer treiben? Warum tötet er sie nicht einfach?

Es gibt einen grunds√§tzliches logisches Problem: Du redest nur von den St√§dten, nicht vom "Land". Einige Argumente ("funktionierendes Milit√§r"; Grippeviren sind keine Strahlung, die raztfatz √ľberall hinkommt) sprechen daf√ľr, dass "die" nicht automatisch dem Untergang geweiht sind. Du schreibst zwar "innerhalb von zwei Jahren war Mitteleuropa entv√∂lkert worden." ‚Äď klar, die Menschen hier hocken so dicht aufeinander, da ergreift eine Grippe "alle" ‚Äď aber warum sollten sich in Asien und Afrika ausgerechnet ST√ĄDTE halten, wo die Menschen auch dicht aufeinander hocken? Logisch w√§re, dass dort diejenigen Leute √ľberlebten, die keinen Kontakt zu den Zentren haben ‚Äď also z. B. Nomaden, Naturnah-V√∂lker etc. (so es sie in dieser Zeit noch gibt).

Redaktionsanweisung
Entferne bitte den Link ‚Ästf√ľr sowas ist das Profil da.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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