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Leselupe.de > Kurzprosa
wie sein Heimatland in Rauch auf ging
Eingestellt am 07. 06. 2006 16:11


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abraxahh
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2006

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Wie sein Heimatland in Rauch und Asche aufging


Sie hatten ihn des Landes verwiesen und wenn sie es recht bedachten wussten sie nicht einmal warum.
Er wiederum fand es nicht einmal so ├╝bel des Landes verwiesen worden zu sein obwohl er nat├╝rlich auch nicht so wirklich wusste warum.
Im Grunde war es ein Unding ihn des Landes zu verweisen ohne einen bewusstes Warum oder auch nur den Ansatz eines Bewusstseins. Aber das st├Ârte weder sie noch ihn wirklich.
Es war nicht auszumachen wen es am wenigsten st├Ârte das niemand etwas wusste. Aber es ging ja eigentlich auch nur darum das niemand unzufrieden oder gar ungl├╝cklich war.
Er hatte auch nicht sehr lange dar├╝ber nachgedacht ob er ├╝berhaupt ein Warum finden konnte. Er war sich sicher dass sie schon w├╝ssten warum es so sein sollte, denn sonst w├╝rden sie es ja nicht tun.
Aber eines war ihm mittlerweile klar geworden, er w├╝rde es nicht akzeptieren wollen wenn sie ihre Entscheidung r├╝ckg├Ąngig machen w├╝rden, denn irgendwann m├╝ssten sie ja auch mal eine Entscheidung f├Ąllen die ein Warum enthielt.

Mittlerweile dachten sie aber tats├Ąchlich ernsthaft dar├╝ber nach ob sie ihre Entscheidung nicht r├╝ckg├Ąngig machen sollten. Sie hatten so ein vages Gef├╝hl als sei es vielleicht unrechtens ihn des Landes zu verweisen ohne einen triftigen Grund, ja schlechthin ohne Grund. Man sah ihre K├Âpfe rauchen w├Ąhrend sie sich redlich bem├╝hten in ihr Bewusstsein einzudringen und zu einer Entscheidung zu gelangen die nicht von politischen sondern von logischen Begr├╝ndungen getragen wurde.
Anhand dieses Rauches h├Ątte man sich bei einer rasanten Papstwahl anwesend f├╝hlen k├Ânnen. Mal stieg ein wei├čer Rauch auf der einen doch recht logischen Gedanken begleitete, dann wieder ein schwarzer der den politische anzeigte. Allerdings war dieses Verwirrspiel der Farben ab einen Meter ├╝ber ihren K├Âpfen schon wieder beendet, denn der Rauch vermengte sich dort zu einem grauen Einheitsrauch der Widerspr├╝che der auch noch recht bei├čend war.

Derweil sa├č er, der des Landes Verwiesene, der an all dem Schuld war, am Staatsrand und rieb sich verwundert die Augen.
Er traute diesen, seinen eigenen Augen nicht denn sie zeigten ihm das Land in Rauch aufgehen das er mal f├╝r seine Heimat gehalten hatte, grauer, bei├čender Rauch.
Kopfsch├╝ttelnd nahm er seinen Koffer, drehte sich um und ging freudigen Schrittes auf die fremden Menschen eines fremden Landes zu die mit offenen Armen auf ihn warteten als seien sie Freunde.


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