Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5349
Themen:   89315
Momentan online:
414 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Manuskript einreichen - Was erwartet ein Verlag?

Irgendwann kommt der langersehnte Tag, wo das eigene Buch fertig ist und man das Manuskript einschicken m├Âchte. Doch bevor Sie Ihren Roman an einen Verlag oder eine Literaturagentur schicken, stellen Sie sicher, dass Ihr Manuskript auch dem gew├╝nschten Format entspricht. Verlage arbeiten mit der sogenannten Normseite. Diese Seite hat 250-300 W├Ârter und 1.800 Zeichen bei 30 Zeilen. Mit diesem einheitlichen Format kann ein Lektor problemlos feststellen, wie viele Seiten der eingereichte Text sp├Ąter in Buchform hat. Wenn Sie ein Manuskript einreichen, worin die Romanseiten stark von der Normseite abweichen, ist dies ein erster Minuspunkt auf dem Weg zur Ver├Âffentlichung im Verlag. Eine Normseite sieht wie folgt aus.
  • Seitenr├Ąnder Oben 2,19 cm, Unten 1,78 cm, Links 3,17 cm, Rechts 2,54 cm
  • ca. 60 Zeichen pro Zeile und 30 Zeilen pro Seite
  • Schriftgr├Â├če 12 und 24 pt Zeilenabstand
  • Eine Schriftart mit Serifen (z.B. Times New Roman, Courier New) zur besseren Lesbarkeit
  • Flattersatz, linksb├╝ndig
  • Seitenz├Ąhlung

Entspricht Ihr Dokument nicht dieser Form? Bevor Sie das Manuskript einreichen, sollten Sie es am besten noch einmal neu formatieren und ├╝berarbeiten. Dies gilt besonders, wenn die einzelnen Seiten sehr stark von diesen Vorgaben abweichen. Ein Lektor sieht sofort, ob ein Text der gew├╝nschten Formatierung entspricht. Wer noch an seinem Buch schreibt oder gerade mit dem Schreiben beginnt, sollte gleich von Anfang an mit der Normseite arbeiten. Dies spart sp├Ąter Arbeit und man kann sofort nach Fertigstellung das Manuskript einsenden. Wer die Seite nicht manuell erstellen m├Âchte, kann auch unsere kostenlose Formatvorlage herunterladen.

Dabei muss man noch folgendes zur Normseite sagen. Die Angaben von 250-300 W├Ârtern und 1800 Zeichen stammen aus dem Zeitalter der Schreibmaschinen. Kaum eine Buchseite bietet die besagte Zeichenanzahl von 1800 Zeichen. Dazu m├╝sste die Seite von oben bis unten beschrieben sein. Dies ist vielleicht bei einer ausf├╝hrlichen Landschaftbeschreibung m├Âglich, w├Ąhrend man bei einem Dialog nie auf 1800 Zeichen kommt. Die VG Wort empfiehlt Autoren deshalb, sich an einer inoffiziellen Normseite mit 1500 Zeichen zu orientieren, dies entspricht eher einer realistischen Buchseite. Dies sind jedoch eher Details. Wichtig ist, dass Sie ein professionelles Dokument erstellen, bevor Sie das Manuskript einreichen.

Manuskript einsenden - Die Vorstellung der Verlage sind unterschiedlich

Das Buchmanuskript f├╝r den Verlag hat nun das gew├╝nschte Format. Es ist dazu sinnvoll, in einer Kopfzeile den Titel des Werkes und den Autorennamen einzuf├╝gen. Hier sollte man sp├Ątestens aus dem Arbeitstitel des Romans einen Titel machen, der sich verkauft. Sollen Sie nun das ganze Manuskript einsenden? Dies h├Ąngt nun vom Verlag ab. Der Gro├čteil der Buchverlage erwartet nur eine Textprobe von einigen Seiten und fordert bei Gefallen den Rest des Textes an. Einige Verlage w├╝nschen wiederum eine Zusendung per Mail und nicht mit der Post.

manuskript-einreichen Manuskript - Verlag: Viele Verlage wollen nur eine Textprobe, Bild: l-vista, pixelio.de Informieren Sie sich im Vorfeld auf der Internetseite des entsprechenden Verlages, bevor Sie Ihr Manuskript einsenden. Sollten dort keine Informationen zu finden sein, kann man dies telefonisch erfragen und gleich den Namen des zust├Ąndigen Lektors erfahren. Ein Blick auf die Verlagsseite ist sowieso Pflicht. Denn nur so kann man erfahren, ob der eigene Roman auch ├╝berhaupt ins Verlagsprogramm passt. So ersparen Sie sich die Peinlichkeit, Ihren fesselenden Erotikroman an einen Kinderbuchverlag zu schicken. Nach der Recherche auf Verlagsseiten oder direkt im Buchhandel haben Sie eine Handvoll passender Verlage. An diese Adresse k├Ânnen Sie Ihr Manuskript versenden. Vergessen Sie das Anschreiben und Expos├ę nicht.

Manuskript einreichen? Nicht ohne Anschreiben und Expos├ę

Neben dem Manuskript erwarten Verlage noch ein Anschreiben und Expos├ę. Das Anschreiben ist im Idealfall namentlich an den zust├Ąndigen Lektor im Buchverlag adressiert. Findet man den Namen nicht im Internet, kann man dies telefonisch erfragen. Ein solches richtig adressiertes Schreiben ist schon ein erster Pluspunkt. Beim Anschreiben an einem Verlag gelten die gleichen Regeln wie bei einer Bewerbung. Der Brief sollte maximal eine Seite umfassen, in einer g├Ąngigen Schriftart (Times New Roman, Arial in 12pt) und fehlerfrei sein. F├╝r den Inhalt gibt es keine festen Vorgaben. Hier macht es Sinn, sich kurz vorzustellen und zu begr├╝nden, warum man gerade bei diesem Verlag das Manuskript einreichen und ver├Âffentlichen m├Âchte. Dazu kann neben dem Anschreiben ein tabellarischer Kurzlebenslauf Sinn machen, ist aber nicht unbedingt notwendig. Sie sollten aber auf jeden Fall ein paar Informationen zu sich als Autor beif├╝gen, besonders schriftstellerische Erfahrungen oder gar Erfolge sind ein Plus.

Der wohl schwierigste Teil beim Manuskript einsenden ist das Expos├ę. Hier fassen Sie auf 1-3 Seiten den Inhalt ihres Romans zusammen. Sie geben also komprimiert den Plot Ihres Werkes mit zum Beispiel 400 Seiten wieder. Auch hier gibt es keine festen Regeln. Das Expos├ę soll Interesse f├╝r das Buch wecken. Gleichzeitig zeigt die knappe Zusammenfassung dem Lektor, ob Ihr Roman ├╝berhaupt f├╝r eine breitere Leserschaft in Frage kommt. Ein knackiges Expos├ę zu schreiben ist schwierig. Im Internet und im Ratgeber-Bereich gibt es hierzu deshalb eine Vielzahl teilweise widersprechender Information. Dabei sticht der Schreibratgeber von Hans Peter Roentgen "Drei Seiten f├╝r ein Expos├ę" hervor. Auf 200 Seiten (!) behandelt der Autor das Thema. Erg├Ąnzend zum detaillierten Expos├ę kann es auch noch Sinn machen, eine Kurzzusammenfassung/Klappentext mit zu liefern.

Wichtig ist, lassen Sie sich Zeit f├╝r das Expos├ę. Legen die die Zusammenfassung ruhig Freunden und Bekannten vor. Verbessern Sie es bei Bedarf. Jetzt liegt alles bereit. Nun kommt auch endlich der langersehnte Augenblicken und Sie k├Ânnen Ihr Manuskript einreichen. Ob Sie sich letztendlich direkt f├╝r einen Verlag entscheiden, oder lieber ├╝ber eine Literaturagentur gehen wollen, liegt bei Ihnen.

Was Sie auch noch interessieren k├Ânnte:
Sie wollen erfolgreicher Autor werden? Erfahren Sie hier, was Sie beachten sollten.
Ein Buch drucken und ver├Âffentlichen - So gelingt es!
Der perfekte Klappentext f├╝r Ihr Buch.
Kreatives Schreiben lernen - so gelingt es!.
Wie Sie Ihre eigenen eBooks im Selfpublishing selber verlegen
Buchmarketing - So vermarkten Sie Ihr eigenes Buch


Bisherige Kommentare und Meinungen

Name: Klaus J├╝rgens
Datum: 28.10.2014 - 13:19
Das man so viel beachten sollte, wenn man ein Manuskript einreichen will, war mir nicht bewusst. Besonders die Tipps in Sachen Literaturagentur waren sehr hilfreich f├╝r mich. Danke.

Name: Nicole
Datum: 27.06.2016 - 11:15
Guten Tag!
Zum Expos├ę habe ich eine Frage. Vielerorts liest man, dass das Expos├ę (gleich dem Manuskript) in Normseiten gehalten werden soll. Andere wiederum sagen, nein, das Expos├ę hat "g├Ąngige" Seitenr├Ąnder. Was stimmt denn nun? Sollte auch im Expos├ę Normseiten gelten, dann ist mir allerdings nicht klar, wie man den Inhalt so wiedergeben soll, wie Hans Peter Roentgen es in seinem Ratgeber empfiehlt. Da geh├Ârt der Plot, die Wendungen, die ├ťberraschungen, Figuren sowie das Ende herein. Und er sagt deutlich, dass alle Plot-Turns und Handlungen so beschrieben werden m├╝ssen, dass keine Geheimnisse offen bleiben. Auf 2-3 Normseiten bei einem 400 Seiten Manuskript - scheint mir unm├Âglich. K├Ânnen Sie mir da weiterhelfen?
Liebe Gr├╝sse, Nicole

Name: Tim
Datum: 28.06.2016 - 10:20
Hallo Nicole,
die Formatierung des Expos├ęs spielt aus meiner Sicht keine allzu gro├če Rolle. Es ist nat├╝rlich wichtig, dass die kurze Zusammenfassung deines Romans einfach sauber formatiert ist (vom Inhaltlichen ganz zu schweigen). Ein Expos├ę sollte maximal zwei bis drei Seiten umfassen (eher eine), unabh├Ąngig von der L├Ąnge des Buches. Eine gute und knackige Zusammenfassung ist schwierig. Ein Weg k├Ânnte es sein, ein erstes Expos├ę zu schreiben. Ist es noch zu lang, k├╝rze es immer weiter, bis es nur noch zwei bis drei Seiten sind. Gehe dabei Satz f├╝r Satz vor und entscheide, ob dieser wirklich wichtig f├╝r dein Expos├ę ist und ob man einzelne Passagen nicht noch knapper formulieren kann. Dies ist harte Arbeit, es sollte aber am Ende zur gew├╝nschten L├Ąnge f├╝hren und dabei verst├Ąndlich bleiben.
Die Verlage freuen sich dar├╝ber hinaus nat├╝rlich auch immer ├╝ber eine Art Klappentext, der in zwei bis drei kurzen Abs├Ątzen Spannung auf das Buch macht. Aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema...
Weitere Infos zum Thema mit M├Âglichkeiten zur Diskussion findest Du in unserer Facebookgruppe 'Ein Buch schreiben'
Sch├Âne Gr├╝├če
Tim

Name: Franz
Datum: 18.11.2016 - 17:27
Guten Tag!
Sollte man ein Buchkonzept, das mehrere Verlage interessieren k├Ânnte, mehrfach gleichzeitig versenden? Oder h├╝bsch der Reihe nach und abwarten, was der erste Wunsch-Verlag antwortet, dann erst eventuell den n├Ąchsten Verlag anschreiben, dann den dritten usw.? (Der zweite Weg kann nat├╝rlich lange dauern .... )
Freundliche Gr├╝├če
Franz

Name: Tim
Datum: 21.11.2016 - 14:08
Hallo Franz,
das ist eine gute und zugleich schwer zu beantwortende Frage. Ich versuche es mal: Nat├╝rlich f├╝hlt sich ein Verlag geschmeichelt, wenn er exklusiv angesprochen wird. Andererseits kann und sollte man als Autor schon damit rechnen, dass es mit einer R├╝ckmeldung mal mehrere Wochen oder gar Monate dauern kann. Au├čerdem ist es nat├╝rlich auch nicht von Nachteil, wenn sp├Ąter gleich zwei Verlage Interesse haben. Von daher, such dir eine Antwort aus... ;-)
Sch├Âne Gr├╝├če
Tim




Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!