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Die 7 Todsünden beim Self-Publishing!
Was Sie als Selbstverleger niemals tun sollten...
(Teil 2 von 2)

Selfpublishing Todsünden

Beim Selfpublishing kann man in einige Fettnäpchen treten, Bild: S. Hofschläger, pixelio.de

Es ist heute einfach, ein eBook oder auch ein Print-Buch im Self-Publishing zu veröffentlichen. Zahlreiche Anbieter wie Amazon und Kobo ermöglichen eine Veröffentlichung von elektronischer Literatur ohne große Qualitätskontrolle. Andere Anbieter ermöglichen Selfpublishing auch für Print-Bücher. Die Honorare beim Selfpublishing sind im Vergleich zum klassischen Verlag oft so hoch, dass sich viele Autoren am liebsten nur um das Verkaufen der eigenen Literatur kümmern. Hohe Verkaufszahlen und eine Vielzahl an Lesern spielen häufig eine größere Rolle als die Qualität des eigenen Textes.

Gerade, weil der Markt für Self-Publishing beständig wächst, möchte man die entsprechenden Online-Shops möglichst schnell mit vielen eBooks beliefern. Dabei ist ein elektronisches Buch nicht ein Light-Produkt des Literaturmarkts, welches weniger Sorgfalt und Zeit als ein klassisches Buch erfordert. Wir haben für Sie die „Sieben Todsünden beim Self-Publishing“ zusammengestellt, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie Ihren Lesern gute Literatur bieten wollen.

1. Lektorat für Selfpublisher? Nur der Inhalt zählt

Nicht nur der Inhalt zählt. Auch ein eBook / Buch eines Selfpublishers sollte ein Lektorat oder zumindest ein Korrektorat erfahren. Dabei muss es nicht unbedingt ein professionelles Lektorat sein. Geben Sie Ihr Buch einem Bekannten oder Verwandten, der sich mit Rechtschreibung und Zeichensetzung auskennt. Wenn diese Person noch auf Stilistik und logische Fehler im Handlungsaufbau Ihrer Geschichte achtet, ist es umso besser. Sollte Sie eine solche Person nicht in Ihrem Bekanntenkreis finden, ist ein professionelles Korrektorat oder Lektorat auch beim Self-Publishing zu überlegen. Denn, wenn der Leser gleich auf den ersten Seiten über mehrere Fehler stolpert, vergeht schnell die Lust am weiteren Lesen.

Selfpublishing Duden

Einer unserer Tipps: Der Duden gehört auch beim Self-Publishing dazu, Bildquelle: Regina Kaute, pixelio.de

Bevor Sie Ihr Buch zum Lektorat in andere Hände geben, sollten Sie selbst versuchen, möglichst viele Fehler in Ihrem Text zu finden. Ein Lektor kümmert sich um den letzten Feinschliff und hat nicht die Aufgabe, tausende Rechtschreibfehler zu korrigieren. Informieren Sie sich gerne auch im Lektorat der Leselupe über kostenpflichtige und kostenlose Möglichkeiten eines Lektorats.

2. Werbung ist beim Self-Publishing alles

Sobald das eBook online oder das Buch verfügbar ist, beginnt die Vermarktung in allen denkbaren Literaturforen und sozialen Netzwerken. Der Selfpublisher nutzt jede Möglichkeit, um auf sein neustes Werk hinzuweisen. Häufig erfolgt eine einmalige Anmeldung in einem Autorenforum. In seinem einzigen Beitrag weist man auf seinen neusten Fantasy-Roman hin, unabhängig davon, ob sich das Literaturforum mit dem entsprechenden Genre beschäftigt oder nicht.

Selfpublishing Marketing

Mit dem Marketing sollte man es auch als Selbstverleger nicht übertreiben: Gerd Altmann, pixelio.de

Selbstverständlich muss man sich als Selfpublisher um die Vermarktung des eigenen Buches kümmern, jedoch sollte man hier immer das richtige Maß bewahren. Werben Sie für Ihre Veröffentlichung nur in Literaturforen, wo Sie etabliert sind und man Sie kennt. Einzige Beiträge in fremden Autorenforen sind lästig und bringen kaum zusätzliche Leser.

3. Die Rezension als Freundschaftsdienst

Bekannte und Verwandte sind häufig die ersten Ansprechpartner und Käufer, wenn man ein Buch im Self-Publishing veröffentlicht hat. Wenn diese Ihr Werk schon nicht kaufen, können sie zumindest eine positive Rezension für Ihr Buch schreiben. Diese fällt dann entsprechend allgemein aus, weil man das Buch nicht gelesen hat. Potentiellen Käufern Ihrer Literatur fallen gefakte Kurzrezensionen in diesem Stil schnell auf: „Könnte das Buch beim Lesen nicht mehr aus der Hand legen. Ein wirklich gutes Buch.“

Denken Sie daran, dass nicht jeder dazu geeignet ist, eine Rezension zu schreiben. Fordern Sie zum Beispiel keine Freunde zur Buchkritik auf, welche im Regelfall keine Bücher lesen, sondern die Freizeit vor dem Fernseher oder Computer verbringen. Gefakte Kurzrezensionen werfen ein schlechtes Bild auf Selfpublisher. Dazu dienen diese potentiellen Lesern auch nicht als Kaufentscheidung, weil diese Kritiken zu kurz und allgemein sind.

4. Kritik unerwünscht. Der Selfpublisher hat immer recht

Niemand freut sich beim Self-Publishing über eine negative Rezension. Schnell fühlt man sich persönlich angegriffen und möchte die ungerechtfertigte Kritik zurückweisen. Zahlreiche Online-Shops ermöglichen in ihren Foren eine Erwiderung auf Buchrezension. Schnell kann die „Richtigstellung“ einer negativen Rezension zur einer persönlichen Diskussion mit dem Kritiker führen, die auf andere Leser im Forum peinlich wirkt.

Auch negative Rezensionen gehören zum Alltag eines Schriftstellers. Besonders, wenn Kritik gerechtfertigt ist, sollte man diese ernst nehmen und auch einmal eine Nacht darüber schlafen. Gerade beim Self-Publishing von eBooks hat man Möglichkeit, ganz leicht sein Werk in einer überarbeiteten Auflage in die Online-Shops zu bringen. Nehmen Sie Kritik ernst und überarbeiten Sie bei Bedarf Ihr Werk für den Leser.

5. Nur auf die Länge kommt es an

Viele Menschen kaufen gerne dicke Bücher. Hier erhält man schließlich mehr Lesestoff für sein Geld. Dies gilt auch für eBooks im Self-Publishing. Doch was tun, wenn das eigene Werk nicht die gewünschte Länge hat. Hier kann die Formatierung wahre Wunder bewirken. Mit einer größeren Schrift, mehreren Absätzen und Zeilenumbrüchen kann man einen echten Wälzer als eBook veröffentlichen. Natürlich merkt der Leser auf seinem eBook-Reader schnell, wie es um die wahre Länge des Romans bestellt ist. Ärger ist für den Selfpublisher vorprogrammiert.

Selfpublishing ebook

Es muss kein dicker Wälzer sein, Bildquelle: Christa Nöhren, pixelio.de

Wenn Sie ein kürzeres eBook veröffentlichen, ist dies auch kein Problem. Verkaufen Sie Ihr Werk einfach zu einem angemessenen Preis. Auch beim Schreiben von elektronischer Literatur können Sie sich an der klassischen Normseite (herunterladen) orientieren. So erlebt der Leser später keine bösen Überraschungen.

6. Preissenkungen bei eBooks für kurze Zeit

Bei eBooks ist man nicht an die Buchpreisbindung gebunden, solang man das eigene Werk in allen Online-Shops zum gleichen Preis verkauft. Dies verführt beim Self-Publishing zur einer Preissenkung für kurze Zeit. Ein günstiger Preis ist immer ein probates Mittel, um neue Leser zu gewinnen. Dazu ist das Internet voller Schnäppchenjäger.

Es spricht nichts dagegen, den Preis für Ihr eBook für kurze Zeit zu senken. Jedoch sollte dies für einen bestimmten Zeitraum mit klarem Endtermin erfolgen. Eine Preissenkung beim Self-Publishing über Monate wirkt unglaubwürdig. Anschließende Aktionen wie „Wegen großer Nachfrage verlängert“ fallen dazu negativ auf. Zahlreiche Aktionen im Handel werden heute aufgrund „Großer Nachfrage“ verlängert, was zwangsläufig zu einer Übersättigung bei den Kunden führt.

7. Alles ist anders und trotzdem gleich

Es gibt eine große Anzahl von Vielschreibern bei Selfpublishern. Das Schreiben eines eBook nimmt dort wenig Zeit in Anspruch und schon kann man mit dem nächsten Werk beginnen. Dabei ist die Zahl der eigenen Ideen begrenzt. Jedoch, wann man bei Handlungsverläufen und Charakteren ein wenig variiert, wächst die Zahl der Geschichten ins unermessliche.

Passen Sie auf, dass Sie nicht zum Karl May der Selfpublisher werden. Der sächsische Autor ist bekannt für seine immer gleichen Handlungsverläufe in seinen zahlreichen Romanen. Ohne die geschriebene Texte noch einmal zu lesen, schickte May sein Manuskript sofort an seinen Verleger. Doch ein klassisches Buch wie auch eBook im Self-Publishing braucht seine Zeit und sollte nicht zur Massenware werden.

1. Teil: Mein Buch als Selfpublisher veröffentlichen? Die wichtigsten Self-Publishing-Anbieter im Überblick
2. Teil: Die 7 Todsünden beim Self-Publishing - Was Sie nicht tun sollten!

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Bisherige Kommentare und Meinungen

Name: Autor-Hans
Datum: 15.03.2013 - 10:02
Oh mein Gott, auf was man alles achten muss...

Name: Bruno Schelig
Datum: 15.03.2013 - 10:02
Danke für die Tipps. Manches macht man auch so aus Ahnung bereits richtig. Auf das Andere, nun muss man sein Augenmerk halt verstärkt richten. :) Grüße

Name: Sam
Datum: 09.07.2013 - 10:14
Ich hab hier noch einen interessanten Tipp: Bei der Selpublishing und E-Book-Distributionsplattform XinXii kann man sich einen kostenlosen Ratgeber zum Thema Buchmarketing herunterladen: xinxii.de/gd_cms.php?page=buchmarketing Ich veröffentliche selber auf XinXii und bin damit sehr zufrieden - ich entscheide selbst, wo ich meine E-Books verkaufen kann und erhalte faire Provisionen. Klar - das Marketing macht Arbeit und es lohnt sich, in Lektorat zu investieren oder auch Unterstützung bei der Cover-Gestaltung mit ins Boot zu holen. Man möchte ja gelesen werden und sollte seine Leser ernst nehmen und ihnen ein gutes Produkt bieten. Viele Grüße von Sam

Name: Zampano
Datum: 25.12.2013 - 20:47
Vielen Dank für die vielen erstklassigen Hinweise.
Das mit dem Lektorat ist indes so eine Sache; erinnert mich an eine vergessene Anekdote: Ein Komponist Mitte zwanzig gelangt an einen der Meister - vermutlich Beethoven - und fragt Ihn, ob er ihm die Ehre erweisen würde, seine Partitur zu begutachten. Darauf meint dieser freundlich, der Bittsteller müsse wohl noch etwas üben. Dieser reagiert entrüstet: Das ist unerträglich arrogant! Ihr selbst selbst habt Euer erstes Werk in wesentlich jüngeren Jahren veröffentlicht... Ja - erwidert dieser - aber ich musste auch niemanden fragen, ob es gut ist.
Viel Gutes im neuen Jahr! Tino Zampano

Name: Zampano
Datum: 08.07.2015 - 10:35
Jetzt mal langsam - ein professionelles Korrektorat/Lektorat? Wenn man solche Tipps gibt, sollte man auch gleich die Preise mit dazuschreiben. Da gehts um Beträge im 4-stelligen Bereich. Das wird hier angemerkt, als wärs keine große Sache. Soll man halt bitte schnell mal machen, vielleicht verkauft man dann 5 Bücher mehr. Davon abgesehen gibt es durchaus Indie-Autoren, die nur eine geringe Fehlerquote haben - teils geringer in manchen schlecht lektorierten Verlagsbüchern. Ich habe aufgehört, mitzuzählen, wieviele von denen mir bereits unterkamen und ich mich fragte, ob der Korrektor zumindest geschlafen hat. Ein Verlagsbuch ist schon lang kein so großer Qualitätsgarant mehr. Es ist nicht ganz fair, die Indies so übertrieben streng zu beurteilen, weil man in einem 400-Seiten Buch 10 Fehler findet, aber darüber hinwegzusehen, wenn ein Verlagsbuch die gleiche Quote aufzeigt. Ich habe neulich bei Harry Potter Fehler entdeckt, die eigentlich bei einem Buch von solcher Absatzzahl nie und nimmer sein dürfen. Wenn dies bei einem Indie passieren würde, wäre der Autor automatisch unfähig. Bedenken sollte man allerdings, dass hinter ihm kein ganzer Verlag steht. Also kommt mal wieder runter von dem Gedanken, Indies sollten tausende von Euros ausgeben, um ein perfektes Buch zu schreiben, dass es nunmal nicht gib, wenn nicht mal Verlagsbücher so etwas auch nur annähernd zustande bringen.

Name: Rene Falk
Datum: 20.08.2015 - 18:08
Ich kann mich der Meinung von Zampano nur anschließen. 100% fehlerfreie Bücher wird es nicht geben. Trotzdem muss ich auch bemerken, dass Indie-Autoren, die eBooks im sechsstelligen Bereich verkaufen, meiner Meinung nach oft nur noch Massenware abliefern. Und die kleinen, noch unbekannten, die sich noch wirklich Mühe mit dem Lektorat machen, werden übersehen. Ich habe meinen ersten Krimi bestimmt zwanzig Mal korrekturgelesen, bevor ich ihn veröffentlicht habe. Leider bisher mit mäßigem Erfolg, obwohl er gute Kritiken bekommen hat.

Name: Kathrin Schröder
Datum: 11.11.2015 - 09:41
Lektorat/Korrektorat - dachte nach dem Schreiben meines Buches, sooo schlecht könne meine Rechtschreibung und Zeichensetzung nicht sein. Da man ja aber erfahrungsgemäß die eigenen Fehler nicht mehr sieht, habe ich 2 Deutschlehrer nacheinander Korrektur lesen lassen (Freunde/Verwandte mit einer Essenseinladung je war ich dabei). Sie haben viel gefunden und meine fremden Leser finden leider auch immer noch ein paar Fehler im Buch... Bin mir jetzt sicher ganz ohne ist völlig unmöglich Bei Rezensionen bin ich nicht ganz der obenstehenden Meinung. Ein Freund, der sehr wenig liest hat zu meinem Buch eine ganz kurze Rezension geschrieben, die einfach klasse ist. Also kurz und Nichtleser ist nicht immer schlecht - wenn man drängelt kommt dann eher der Klassiker "Tolles Buch, konnte es nicht aus der Hand legen".




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