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Mein Buch im Selfpublishing veröffentlichen?
Die wichtigsten Self-Publishing-Anbieter im Überblick
(Teil 1 von 2)

Selfpublishing

Als Selfpublisher haben Sie viele Möglichkeiten der Veröffentlichung, Bild: Lupo, pixelio.de

Eine Buchveröffentlichung muss nicht immer in einem klassischen Verlag erfolgen - egal ob im Print oder als eBook. Heute wird es immer leichter, ein klassisches Print-Buch oder ein eBook als Selfpublisher auf den Markt zu bringen.

Möchte man beispielsweise ein eBook veröffentlichen, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder man nutzt die Möglichkeiten zum Self-Publishing von Anbietern wie Amazon und Co. oder man wĂ€hlt einen Distributor, der das eigene eBook an zahlreiche Shops im Internet verteilt. GegenĂŒber Self-Publishing bei Amazon oder Kobo hat man hier hĂ€ufig den Nachteil, dass die Honorare fĂŒr das eigene eBook bei einem Distributoren geringer ausfallen und man weniger Kontrolle ĂŒber das eigene Werk hat.

Trotzdem, kann sich eine Veröffentlichung von eBooks bei einem solchen Anbieter lohnen. Durch die automatische Verteilung an viele Shops im Internet spricht man mehr potentielle Kunden an und die eigene Verteilarbeit als Selfpublisher entfÀllt.

Autor werdenEin paar Fakten zum Selfpublishing und Buchmarkt. Illustration © by scheiningbreit.de

Die Konditionen der Self-Publishing-Anbieter

Als Distributoren empfehlen wir Self-Publishern ePubli, Tredition, BoD, Xinxii, Bookrix, Neobooks oder Smashwords. Diese Anbieter eignen sich besonders fĂŒr Autoren, welche ihr erstes eBook veröffentlichen und noch nicht soviel Erfahrung im Bereich Self-Publishing haben. Alte Hasen unter den Selfpublishern können dazu die Anbieter Zeilenwert, Satzweiss, Bookwire und Kontor New Media nutzen. Dabei unterscheiden sich die Konditionen der einzelnen Distributoren teilweise erheblich voneinander.

Die Distributoren verteilen die eBooks an unterschiedlich viele Online-Shops, wobei hier bei der Anzahl der belieferten Shops Bookrix und Tredition die Nase vorne haben. Beide Anbieter arbeiten mit ĂŒber 20 Online-Shops zusammen, was fĂŒr eine große Verbreitung des eigenen eBooks sorgt. Smashwords hingegen verteilt die elektronischen BĂŒcher nur an wenige Shops im Internet. Teilweise ist es bei den Distributoren auch möglich, einzelne Online-Shops auszuschließen. Dies macht Sinn, wenn man einen großen Anbieter wie Amazon, Apple oder Kobo direkt als Selfpublisher beliefern möchte. Diese Möglichkeit bieten die Dienstleister Xinii und Smashword kostenlos an.

Bei den eBook-Formaten nutzen alle Distributoren durchgĂ€ngig das weitverbreitete EPUB-Format, welches die meisten eBook-Reader beherrschen. Wer jedoch auch die Kindle-GerĂ€te von Amazon mit eBooks als Selfpublisher beliefern möchte, sollte auf einen Dienstleister achten, der zusĂ€tzlich MOBI oder PDF als Format anbietet. Eine grĂ¶ĂŸere Auswahl an Formaten fĂŒr eBooks haben die Distributoren Xinxii und Smashword in ihrem Angebot. Ebenso nicht außer achten lassen sollte man die Frage, ob die Distributoren DRM als Kopierschutz fĂŒr das eigene eBook anbieten. So nutzen etwa Xinii, Neobooks und Smashwords kein DRM. Wer einen besonderen Wert auf Kopierschutz legt, sollte sich hier fĂŒr den Anbieter BoD entscheiden.

Höhere Einnahmen fĂŒr Self-Publisher

Beim Self-Publishing erhĂ€lt man wesentlich höhere Honorare als in einem klassischen Verlag. Die Einnahmen pro elektronischem Buch schwanken dabei jedoch zwischen 80 und 25 Prozent, wodurch man sich genau ĂŒberlegen sollte, wo man sein eBook veröffentlicht. In den eigenen Online-Shops der Distributoren erhĂ€lt man grundsĂ€tzlich höherer Einnahmen. Verkauft man hingegen das eBook in einem fremden Shop, sinken die Einnahmen etwa um 20 Prozent. Bekommt man zum Beispiel bei ePubli im eigenen Shop noch 80 Prozent fĂŒr sein Werk, sind es in fremden Shops nur noch 60 Prozent, was aber noch immer ein gutes Honorar fĂŒr Selfpublisher ist. Bookrix bietet hingegen im eigenen Shop nur 55 Prozent, verteilt jedoch wieder an sehr viele Online-Shops, was man bei den eigenen VerkĂ€ufen auch nicht unterschĂ€tzen sollte. Hier muss jeder fĂŒr sich die richtige Mischung aus Honoraren und Anzahl der belieferten Shops finden.

Bei allen AbwĂ€gungen sollte man beim Self-Publishing auch auf einzelne Stolperfallen achten. Wer seine eBooks möglichst gĂŒnstig verkaufen möchte, muss sich bei Xinii mit geringeren Einnahmen begnĂŒgen. Dazu hat BoD keinen eigenen Online-Shop, wodurch man mit Self-Publishing nur 25 Prozent als Honorar erhĂ€lt. Der Anbieter Smashwords zahlt hingegen in Dollar, hier könnten Kursschwankungen bei der Auszahlung zum Problem werden.

ISBN-13 mit dem PrĂ€fix 978 vor dem LĂ€nderkĂŒrzelMan sollte sich auch bei eBooks fĂŒr eine ISBN entscheiden

Neben Einnahmen können bei den Distributoren auch Kosten fĂŒr den einzelnen Self-Publisher entstehen, besonders wenn man eine ISBN fĂŒr das eigene elektronische Buch wĂ€hlt. Dabei sollte man sich immer fĂŒr eine ISBN entscheiden, weil eBooks erst so problemlos ĂŒber den Handel erhĂ€ltlich sind. Keine Kosten fĂŒr die Buchnummer entstehen bei den Distributoren Neobooks, Smashwords (US-ISBN) und Bookrix. Bei anderen Anbietern zahlt man zum Beispiel 149 Euro (einmalig) oder 19,95 Euro (pro Jahr), wobei hier hĂ€ufig andere Leistungen (z.B. Lektor, Aktive Vermarktung, Hilfe bei der Covergestaltung) als nur die ISBN eingeschlossen sind. Ein besonders breites Leistungsspektrum bietet Tredition fĂŒr Self-Publisher. Auch auf möglich Vertragslaufzeiten sollte man bei den einzelnen Distributoren achten. Wer sich etwa fĂŒr BoD entscheidet, bindet sich fĂŒr zwei Jahre an den Anbieter. Eine schöne Vergleichstabelle zum Thema findet sich auch hier.

Fazit Leselupe.de: Distributoren eine echte Alternative fĂŒr Selfpublisher

Achtet man auf einzelne Details bei den Konditionen der Dienstleister, sind Distributoren eine echte Alternative fĂŒr Selfpublisher. Zwar bieten Online-Shops wie Amazon, Apple und Kobo Ă€hnliche oder bessere Bedingungen fĂŒr Self-Publishing, doch die Distributoren können mit einer Vielzahl von belieferten Online-Shops punkten. Bei den klassischen Anbietern hingegen fallen keine zusĂ€tzlichen Kosten an, dazu bestehen hĂ€ufig keine Vertragslaufzeiten oder diese fallen geringer aus. Beachten sollte man aber als Selfpublisher in jedem Fall, dass in vielen Bereichen, auch der Vermarktung, viel Eigeninitiative erforderlich ist, wenn man ein Buch erfolgreich platzieren möchte.

1. Teil: Mein Buch als Selfpublisher veröffentlichen? Die wichtigsten Self-Publishing-Anbieter im Überblick
2. Teil: Die 7 TodsĂŒnden beim Self-Publishing - Was Sie nicht tun sollten!

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Bisherige Kommentare und Meinungen

Name: Hansi
Datum: 12.03.2013 - 11:21
Danke fĂŒr die Infos, das ist auf jeden Fall mal sehr interessant das alles mit dem Selfpublishing!

Name: Andreas
Datum: 18.03.2013 - 12:32
Self-Publishing ist quasi eine Revolution des Buchmarktes. Wenn auch meiner Meinung nach keine wie hier beschrieben durchweg positive. Klar lÀsst sich das eigene Buch leichter auf den Markt bringen. Allerdings gibt es auch hier bereits viele Fallen die einem Laien das Geld aus der Tasche ziehen. ZusÀtzlich fÀllt hÀufig das nötige Lektorat weg und Manuskripte werden in rauen Mengen und unfertig auf den Markt geworfen. Die wirklich guten zwischen ihnen leiden dann ebenfalls darunter, da sie in der Masse einfach untergehen. Positiv zu vermerken am Self-Publishing ist die Auswirkung auf die Verlage. Vorallem Privatverlage (unseriöse unter ihnen auch als Zuschussverlage bekannt) erleben einen klaren Aufschwung in der QualitÀt ihrer Dienstleistung (frieling.de/autor-werden/7-schritte-zur-buch-veroffentlichung) um weiterhin eine gute alternative zum Self-Publishing zu bleiben. Vorallem durch ein professionelles Lektorat und eine gute Vermarktung.

Name: Sabine
Datum: 09.07.2013 - 13:59
Alles klar - Privatverlage sind besser als Selfpublishing - ja, sie machen mich arm, denn sie finanzieren sich durch meinen Vorschuss von 10.000 - 20.000 EUR, ich kenne dies VertrĂ€ge und ich kenne Frieling. Seriös, ja, aber eben auch ein Zuschussverlag - die Zeiten von Zuschussverlagen sind doch lĂ€ngst abgelaufen. Ich hoffe sehr, dass die Leute so schlau sind und sich die digitalen Alternativen zur Veröffentlichung anschauen, bevor man einen solchen Vertrag unterzeichnet. Lektorat, gutes Lektorat kann man immer hinzubuchen - es gibt genĂŒgen freie Lektoren, die sich ĂŒber jeden Auftrag freuen. Da brauch ich als Selfpublisher keinen Zuschussverlag und auch keine 10.000€, und was mache ich bitte mit 500 DruckbĂŒchern, die keiner kauft? Wo bringen ich die unter? Ja, dafĂŒr hat man keine Lösung. Also - fallt bitte nicht auf Zuschussverlage rein!




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